Kriminalität Betrug bei Corona-Soforthilfen auch in Sachsen-Anhalt

Bei den Corona-Soforthilfen soll es tausendfach Betrugsfälle in ganz Deutschland geben. Und auch in Sachsen-Anhalt ist Geld zu Unrecht geflossen.

Euroscheine
Fast eine Million Euro Corona-Soforthilfe ist in Sachsen-Anhalt zu Unrecht geflossen. Bildrechte: colourbox.com

In Sachsen-Anhalt sind während der Corona-Pandemie bislang knapp 1 Million Euro an Soforthilfen zu Unrecht geflossen. Das geht aus Daten der Investitionsbank hervor. Demnach sind in den vergangenen Wochen insgesamt rund 41.000 Anträge auf Soforthilfen eingegangen. In gut 200 Fällen habe sich ein Betrugsverdacht erhärtet bzw. bestätigt. Rund 100 Verdachtsfälle würden noch geprüft.

Die Betrugsmaschen sind laut Investitionsbank unterschiedlich. So habe sich bei manchen Antragstellern herausgestellt, dass es sich lediglich um Arbeitnehmer handelte und nicht um Unternehmer. Zum Teil seien auch Hilfen beantragt worden, obwohl ein Gewerbe schon längere Zeit abgemeldet war – oder nie existiert hat.

Deutschlandweit tausende Fälle

Die Tagesschau hatte bereits Anfang Mai berichtet, dass es in ganz Deutschland tausende Verdachtsfälle auf Betrug bei den Corona-Hilfen gibt. Nach Recherchen von WDR, NDR und SZ laufen bundesweit mehr als 530 Ermittlungsverfahren.

In Sachsen-Anhalt werden nach Angaben der Investitionsbank Verdachtsfälle an eine zentrale Stelle gemeldet. Das Kontrollsystem dort sei engmaschig und würde sorgfältig prüfen. Zu Unrecht gestellte Anträge würden sofort gestoppt. Betrügern drohten auch strafrechtliche Maßnahmen. Außerdem wolle die Bank im Betrugsfall Rückforderungsanspruch gelten machen.

Quelle: MDR/jw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 04. Juni 2020 | 12:00 Uhr

1 Kommentar

Rotti vor 15 Wochen

Die Strafen für Betrug sind zu gering. Die Urteile zu milde. Und, wenn dann "verknackt" , sind die Haftbedingungen luxuriös. Der Ami macht es vor, wie man mit solchen Strolchen verfahren sollte.

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