Fragen zum Schuljahr Schule zu, was nun? Politik und Eltern sind unterschiedlicher Meinung

Die Schulen sind geschlossen, Familien sind besorgt wegen der Folgen für Unterricht, Zeugnisse und Abschlüsse. Bildungsministerium und Landeselternrat haben unterschiedliche Ideen, wie es weitergehen soll.

Bildcollage mit Bildungsminister Marco Tullner und Moderatorin Antonia Kaloff 22 min
Bildrechte: MDR/Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, Ronny Hartmann

MDR-SACHSEN-ANHALT-Moderatorin Antonia Kaloff hatte Bildungsminister Marco Tullner live am Telefon. Er hat sich den Fragen vieler Hörer gestellt. Es ging um Software, Homeschooling, Geld und Bildung in Pandemiezeiten.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Di 12.01.2021 08:10Uhr 22:23 min

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"Es reicht" – "Das kann doch nicht wahr sein" – "Unsere Kinder bekommen nicht die Bildung, die ihnen zusteht" – Das sind nur ein paar Reaktionen auf die Entscheidung, den Distanzunterricht in Sachsen-Anhalt bis Ende Februar zu verlängern. Die Eltern stehen vor immensen Herausforderungen, viele sind überfordert oder genervt und wohl alle machen sich große Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder. Das Bildungsministerium reagiert zunächst verhalten.

Die konkreten Wünsche der Eltern an Schule und Lehrer sind unterschiedlich, denn die Lebenssituationen sind verschieden. Die einen haben Grundschulkinder, die noch nicht lesen oder rechnen können, andere haben Kinder, die in diesem Jahr ihren Abschluss machen. Ein Wunsch eint aber alle: Niemand dürfe wegen der Pandemie benachteiligt werden.

Diskussion über Lehrpläne, Präsenzunterricht und Bewertungen

Doch wie kann das gelingen und was ist nötig? Nutzerinnen und Nutzer der Kanäle von MDR SACHSEN-ANHALT in Sozialen Medien, haben Fragen gestellt. Die haben dann sowohl Matthias Rose vom Landeselternrat als auch das Bildungsministerium des Landes beantwortet. Es wird deutlich: Die Vorstellungen gehen auseinander.

Während die Elternvertreter zum Beispiel fordern, dass die Lehrpläne angepasst werden, lehnt das Ministerium eine Überarbeitung ab. Für eine Rückkehr zum Präsenzunterricht fordert der Landeselternrat klare Konzepte und Schnelltests und bringt CO2-Ampeln und Aerosolfilter ins Gespräch. Das Ministerium hingegen spricht lediglich davon, dass der Schulbetrieb wieder losgehen soll, wenn die Infektionszahlen dies zulassen.

Hier können Sie die genauen Antworten nachlesen:

Welche Änderungen sind in Bezug auf Zeugnisse, Noten oder Klausuren geplant?

Die Antwort des Bildungsministeriums:
"
Derzeit werden diese Fragen intern diskutiert. Halbjahreszeugnisse wird es wie geplant geben. Grundsätzlich ist das Bildungsministerium daran interessiert, allen Schülerinnen und Schülern – insbesondere in den Abschlussklassen – einen vollwertigen Abschluss zu ermöglichen, der auf breite Akzeptanz zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt trifft und sich mit Abschlüssen anderer Jahrgänge vergleichen lässt. Unter diesen besonderen Umständen müssen Prüfungsmodalitäten aber fair angepasst werden. Dazu kann zum Beispiel die Ausweitung der Aufgabenauswahl bei den Prüfungsthemen zählen. Auch solche Maßnahmen werden derzeit besprochen."

So sieht der Landeselternrat die Situation:
"
Es ist natürlich so, dass wir im Moment vor der Herausforderung stehen, dass die Abschlussklassen weniger Stoff vermittelt bekommen haben, als eigentlich notwendig ist. Und das Problem ist auch, dass man nicht weiß, was in den jeweiligen Schulen vermittelt wurde. Das Land hat nicht öffentlich gesagt, was man genau für die Prüfungen braucht. Es wird auch nicht vorgegeben, was bis wann gemacht werden soll. Die Schulen machen das dann natürlich unterschiedlich und so ist es am Ende schulspezifisch, was offengeblieben ist. Wir haben leider in allen Jahrgängen das Problem, dass man nicht weiß, auf was man beim Lehrstoff verzichten kann. Ein Ausweg könnten mehr Wahlaufgaben in den Abschlussprüfungen sein, damit man allen Schülern eine faire Möglichkeit gibt."

Welche Überlegungen gibt es, um Schüler und Eltern in der aktuellen Situation zu unterstützen?

Die Antwort des Bildungsministeriums:
"Das Land und die Gemeinden haben auf unterschiedlichen Wegen beispielsweise Endgeräte in den letzten Monaten beschafft. Von den 15.000 Geräten, die das Land beschafft hat, sind mehr als 14.000 ausgeliefert. Die Gemeinden haben zudem mit den entsprechenden Fördergeldern noch weitaus mehr Geräte beschafft. Die Endgeräte wurden geordert, um insbesondere diejenigen Kinder und Jugendlichen mit einem Gerät zu versorgen, deren Eltern sich dies nicht leisten können. Wie bereits an anderer Stelle gesagt, wird über verschiedene weitere Maßnahmen derzeit noch diskutiert."

So sieht der Landeselternrat die Situation:
"Ein generelles Problem ist, dass nicht jeder einen Internetanschluss oder einen Computer hat. Da fehlt es mir seit letztem Sommer, dass das Land eine Erhebung macht, und guckt, bei welchem Schüler was fehlt. Damit könnte man die Schüler zielgerichteter unterstützen und die Personen kommen auch wirklich bei den richtigen Personen an. Wenn man das einfach an die Schulen rausgibt, kann man nicht bewerten, wie groß das Problem ist und weiß auch nicht, wo Handlungsbedarf besteht. Fakt ist: Es muss sichergestellt sein, dass eben die technischen Voraussetzungen für alle Schüler geschaffen sind, um am Unterricht teilzunehmen."

Welche Überlegungen gibt es, Lehrpläne zu überdenken?

Die Antwort des Bildungsministeriums:
"Da die Lehrpläne in den letzten Jahren überarbeitet worden sind, gibt es keine Überlegungen, diese zu überdenken. Für alle allgemeinbildenden Schulformen sind kompetenzorientierte Lehrpläne erarbeitet worden. Die Lehrpläne beschreiben im Sinne eines Kerncurriculums, über welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler am Ende bestimmter Schuljahrgänge verfügen sollen. Die Umsetzung des Lehrplans und die Ausgestaltung seiner Freiräume erfordern schulspezifische Konkretisierungen und Festlegungen in schulinternen Planungen. Der Lehrplan untersetzt in den Fächern mit Bildungsstandards die dortigen Anforderungen und stellt in Verbindung mit niveaubestimmenden Aufgaben die generelle Grundlage für die Unterrichtsgestaltung sowie die Bewertung von Lernergebnissen dar."

So sieht der Landeselternrat die Situation:
"Bei den Lehrplänen muss etwas vom Ministerium kommen. Die Schulen müssen wissen, welche Themen man in dieser Zeit rauslassen kann, weil sie nicht prüfungsrelevant sind. Dabei muss man natürlich auch gerade bei den Schulabschlüssen gucken, dass diese fair verglichen werden können mit Abschlüssen, die es vor Corona gab.
Solange der Lockdown läuft, ist es vielleicht auch eine Überlegung, Lehramtsstudenten zu nehmen, die das Homeschooling unterstützen. Dadurch könnte man dann beispielsweise auch in kleinen Gruppen Videokonferenzen machen."

Wie lange soll an bestehenden Regelungen (Klausuren oder Mitarbeit) festgehalten werden?

Die Antwort des Bildungsministeriums:
"
Auch dies wird derzeit noch besprochen. Die Schulen und Lehrkräfte sind angehalten, Bewertungen mit Augenmaß und angepasst an die individuelle Situation der Schülerinnen und Schüler und an die Ausnahmesituation vorzunehmen. Dafür sind – auch unabhängig von der Pandemie – Spielräume da, die entsprechend genutzt werden sollen. Klausuren können z. B. auch durch gleichwertige komplexe Leistungen ersetzt werden."

So sieht der Landeselternrat die Situation:
"Akut ist mir wichtig, dass es endlich aufhört, dass Klassen in die Schulen bestellt werden, um Klassenarbeiten zu schreiben. Für Abschlussklassen ist das was anderes. Aber für andere Klassen kann ich das nicht verstehen, wieso das so dringend notwendig ist – gerade wenn ich mir die Inzidenzwerte anschaue und dann das Infektionsrisiko sehe. Es gibt viele Eltern, die uns als Landeselternrat anschreiben, die nicht begreifen können, dass man für Klausuren vor Ort sein muss und überhaupt Klausuren schreibt. Auch brauchen wir vernünftige Plattformen für das Homeschooling. Die Schüler müssen sich anmelden können und die Plattform muss auch erreichbar sein. Eine Idee wäre hier, sich Videokonferenzsysteme von Unternehmen anzumieten, um sich wieder sehen zu können. Dadurch würde es mehr Feedback geben für Schüler, aber auch Lehrer und die Schüler wären besser im Unterricht eingebunden und könnten ihre Fragen einfacher stellen."

Wie sieht die Situation für die Abschlussklassen aus?

Die Antwort des Bildungsministeriums:
"Am Präsenzunterricht für Abschlussklassen wird festgehalten. Die Prüfungsvorbereitung ist eine sehr spezifische Aufgabe. Auch im letzten Schuljahr waren die Abschlussjahrgänge die ersten, die nach der Schließungsphase wieder in die Schulen zurückkehren konnten. Die Erfahrungen damit waren hinsichtlich der pädagogischen Arbeit und auch mit Blick auf die Prüfungsergebnisse sehr gut."

So sieht der Landeselternrat die Situation:
"Man muss natürlich bei den Schulabschlüssen gucken, dass diese am Ende fair bewertet werden können. Nur so kann man die Abschlüsse in diesen Zeiten mit denen aus der Zeit vor Corona vergleichen – gerade bei Bewerbungsverfahren. Die Fairness ist dabei natürlich ein Balanceakt. Um dabei aber eine Hilfe zu schaffen, sollten die Themen in diesen Zeiten frühzeitig bekannt sein. Auch muss rechtzeitig festgelegt werden, was in den Abschlussprüfungen drankommt – damit die Schüler sich auch in diesen Zeiten gut vorbereiten können."

Was ist mit Abschlussklassen, die derzeit keine Lehrstelle finden?

Die Antwort des Bildungsministeriums:
"
Das Bildungsministerium ist stets im engen Austausch mit dem Sozialministerium, der Arbeitsagentur und den Kammern in Sachsen-Anhalt. Bislang haben uns keine Signale erreicht, dass die Corona-Pandemie dazu führen könnte, dass Betriebe im hohen Maße ihre Lehrstellen streichen und Ausbildungsplätze verloren gehen."

So sieht der Landeselternrat die Situation:
"Ich glaube, dass das schwer zu prognostizieren ist, wie sich der Ausbildungsmarkt in diesem Jahr entwickelt. Ich weiß von einigen Betrieben im letzten Jahr, die ausbilden wollten, aber nur ganz wenige Bewerbungen bekommen hatten. Sollte es dennoch dazu kommen, dass einige Unternehmen in diesem Jahr eben nicht ausbilden, muss man arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in stärkerem Maße bereitstellen, damit die Schüler in den Abschlussklassen angemessene Optionen bekommen."

Welche langfristigen Pläne gibt es?

Schüler machen die Fenster auf
In den Schulen in Sachsen-Anhalt soll viel gelüftet werden. Der Landeselternrat ist enttäuscht und vermisst ein Problembewusstsein im Ministerium. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Antwort des Bildungsministeriums:
"Aufgrund der derzeitigen Entwicklungen in unserem Land sind kurzfristige Entscheidungen zur Rückkehr in den Präsenzunterricht oder zum Einstieg in Wechselmodelle bei der Beschulung nicht erwartbar. Niemand kann derzeit verlässlich sagen, wie sich die Situation entwickelt. Wir beobachten die Entwicklungen sehr genau und sobald es die Entwicklungen zulassen, werden wir Wechselmodelle auch ermöglichen. Dazu wird es, wie damals im Mai/Juni 2020 und zu Beginn des Schuljahres Stufenpläne geben."

So sieht der Landeselternrat die Situation:
"Wir haben das letzte halbe Jahr erwartet, dass sich die Schulen Konzepte überlegen, wie man wieder vor Ort arbeiten kann. Von allen möglichen Ideen ist da aber aus meiner Sicht nichts Sinnvolles passiert – außer das man ein paar Lüftungsregelungen erlassen hat. Und dabei wurde vereinzelt aus Angst vor Erkältungen kaum noch in den Unterrichtsräumen gelüftet.

Für den Unterrichtsbeginn in Präsenz sollte man auf jeden Fall Corona-Test vor Ort haben, um die Pandemie da eben einzugrenzen. Wir brauchen eine gewisse Sicherheit in den Schulgebäuden, weil zu Beginn wahrscheinlich noch gar nicht alle Schüler geimpft sein können.
Bei uns in Sachsen-Anhalt habe ich dazu aber bisher viel zu wenig gehört. Aber dafür habe ich aus anderen Bundesländern gehört, dass dort viel Geld in die Hand genommen wird – unter anderem für Aerosolfilter und für CO2-Ampeln.
Bei uns habe ich bisher nur was vom lüften gehört und das ist natürlich enttäuschend. Ich spüre da irgendwie nicht das nötige Problembewusstsein im Ministerium."

Welche Überlegungen gibt es Eltern zu belohnen, dafür, dass sie gerade Lehrer spielen?

Die Antwort des Bildungsministeriums:
"Wir wissen um die herausfordernde und überwältigende Aufgabe, vor der sich Eltern und derzeit befinden, insbesondere, wenn sie zu Hause neben der eigentlichen Erwerbstätigkeit auch noch Homeschooling und Kinderbetreuung leisten müssen. Sobald es die Situation zulässt, wird es eine stufenweise Rückkehr zum Präsenzunterricht – zum Beispiel im Wechselmodell – geben, um Eltern zu entlasten und Schülerinnen und Schülern ein gesichertes Lernumfeld zu bieten."

So sieht der Landeselternrat die Situation:
"Wenn man sieht, was die Menschen als Gehaltseinbußen im letzten Jahr hinnehmen mussten, ist die Erhöhung des Kindergelds wahrscheinlich eher ein Tropfen auf dem heißen Stein. Trotzdem müssen wir auch in diesem Jahr darauf hoffen, dass ein erhöhtes Kindergeld gezahlt wird. Im Prinzip ist aber schon der Ansatz, dass Eltern in die Lehrerrolle schlüpfen, nicht richtig, weil nicht alle Eltern in der Lage sind, diese Rolle zu übernehmen. Das kann verschiedene Gründe haben: Die Bildung der Eltern, gesundheitliche Gründe oder es fehlt die Kompetenz, den Stoff zu vermitteln. Deswegen wäre es wichtig, dass man andere Wege findet."

Das Bildungsministerium betont, dass viele der Fragen derzeit diskutiert würden. Es wird darauf verwiesen, für die neuesten Informationen das FAQ auf der Internetseite des Bildungsministeriums Sachsen-Anhalt im Auge zu behalten.

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Quelle: MDR/pow,jw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 15. Januar 2021 | 07:00 Uhr

3 Kommentare

katikat0815 vor 6 Wochen

Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Kindern in der 5./6. Klasse wird mit dem Aufgabenpensum viel abverlangt, besonders wenn sie noch nicht gut selbstständig arbeiten. Grundschulkinder haben noch ein gut vermittelbares Pensum, was aber auch schwierig wird, wenn das Kind "dicht" macht.
Weiter gibt es auch Familien mit Kindergartenkindern, die neben den Großen ebenfalls gefordert & gefördert werden wollen.
Ich helfe meinen Kindern und mache dies auch von Herzen, jedoch habe ich auch eine Verantwortung meiner Vollzeitarbeitsstelle gegenüber, wo mein Einsatz weiterhin erwartet wird/Homeoffice ist nicht möglich.
In diesen Tagen fühle ich mich zerrissen, weil ich das Gefühl habe an irgendeiner "Stelle" zu wenig für meine Verpflichtungen zu leisten, obwohl ich versuche für ALLE da zu sein.
Die Ansprüche sind in jeder Familie anders (Beruf/Tätigkeit, Alter/Konstellation der Geschwister, Schulform, Lerntyp des Kindes), so dass es nicht sehr weitsichtig ist, vorschnell über Familien zu urteilen.

HeyMissy vor 6 Wochen

Ihr hab eure kinder auf die welt gebracht und ihr werdet es doch wohl mal hinbekommen euren kindern lesen rechnen usw. Bei zu bringen und wen man was nicht weis es gibt internet (tablet, pc, konsolen, handy, Laptop) über all kann man nachlesen und wen ihr das nicht hinbekommt dan ist das sehr traurig klar ist alles stressiger ich bin auch 3 fach mama und arbeite habe ein kind was dieses jahr in die schule kommt.

Altlehrer vor 6 Wochen

Mit dem Angebot von mehr Wahlaufgaben erweist man leistungsschwächeren Schülern nach meinen Erfahrungen einen Bärendienst. Gerade Schüler mit größeren Wissenslücken sind nicht in der Lage, die für sie geeignetere Aufgabe auszuwählen. Zumindest in den Mathematikprüfungen an den Sekundarschulen wählten viele schwächere Schüler oft die für sie zu schwere Wahlaufgabe aus.

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