COVID-19 Das Coronavirus in Sachsen-Anhalt – eine Chronologie

Mitte März hatte es die ersten nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in Sachsen-Anhalt gegeben. Die meisten Infizierten sind inzwischen wieder genesen. Doch die aktuellen Entwicklungen wirken sich noch immer auf das öffentliche Leben aus. Ob in Schule und Kita, in Geschäften oder im Sport- und Freizeitbereich – überall müssen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Lesen Sie hier, was bisher geschah.

Eine Grafik, die eine Pressekonferenz der Landesregierung in Sachsen-Anhalt und schemenhaft Corona-Viren zeigt.
Auf Pressekonferenzen informiert die Landesregierung regelmäßig über die aktuelle Lage und erforderliche Maßnahmen für Sachsen-Anhalt. Bildrechte: MDR/dpa/imago images/Hollandse Hoogte

Dienstag, 15. September | Neue Corona-Lockerungen beschlossen

Sachsen-Anhalts Landesregierung hat weitere Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen beschlossen. Wie die Staatskanzlei mitteilte, dürfen fachkundig organisierte Veranstaltungen in geschlossenen Räumen bis zu 500 Gäste haben. Ab November würden 1.000 Besucher erlaubt. Für noch größere Sport- und Kulturveranstaltungen können die Kommunen demnach Ausnahmegenehmigungen beantragen. Außerdem sollen Diskotheken im November wieder öffnen können, wenn sie nur zu 60 Prozent ausgelastet sind und auf Abstände geachtet wird.

Dienstag, 1. September | Neue Verordnung vorgestellt: Diskos öffnen ab November, Maskenpflicht wird stärker kontrolliert

Die Landesregierung hat am 1. September die neue, die achte Verordnung vorgestellt, die ab dem 17. September gilt. Demnach will Sachsen-Anhalt ab dem 1. November Clubs und Diskotheken mit einem entsprechenden Hygienekonzept wieder öffnen. Weihnachtsmärkte und Karnevalsfeiern sollen unter Voraussetzungen stattfinden dürfen.

Die Einhaltung der Maskenpflicht soll stärker kontrolliert werden.

Dienstag, 18. August | Regierung beschließt zwei Tage Maskenpflicht zu Schulbeginn

Schüler und Lehrer in Sachsen-Anhalt müssen nach den Sommerferien zwei Tage lang in der Schule Masken tragen. Das hat die Landesregierung entschieden. Die Pflicht gilt auf dem gesamten Schulgelände, nicht aber während des Unterrichts. Mit der Maskenpflicht soll es laut Bildungsminister Tullner möglich sein, den Gesundheitszustand aller Lehrer und Schüler zu überprüfen und das neue Hygienekonzept bekannt zu machen.

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss binnen drei Tagen einen Coronavirus-Test machen. Ohne negatives Testergebnis dürfen Schüler und Lehrer nicht aufs Schulgelände.

Donnerstag, 2. Juli | Neue Corona-Lockerungen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gilt eine neue Corona-Verordnung. Kontaktverbote wurden durch Empfehlungen ersetzt. So wird beispielsweise empfohlen, sich nur mit maximal zehn Personen zu treffen. Private Feiern sind auf 50 Teilnehmer begrenzt. Ist die Feier oder Veranstaltung jedoch fachkundig organisiert, dürfen 250 Personen in Innenräumen oder 1.000 Personen im Freien teilnehmen. Außerdem können Gastronomen wieder ein Buffet anbieten und Sportwettkämpfe sind auch erlaubt. Grundsätzlich gelten nach wie vor die Hygiene- und Abstandsregeln inkl. Mund-Nasen-Schutz.

Dienstag, 30. Juni | Grundschule in Salzwedel öffnet wieder

Die nach einem Corona-Fall geschlossene Perver-Grundschule in Salzwedel ist wieder geöffnet. Die Tests von 220 Schülern und Mitarbeitern fielen allesamt negativ aus. Unter Quarantäne stehen damit nur noch die direkten Kontaktpersonen der positiv getesteten Mitarbeiterin.

Donnerstag, 25. Juni | Schule in Salzwedel wegen Coronavirus geschlossen

In Salzwedel ist eine Grundschule nach einer bestätigten Coronavirus-Infektion geschlossen worden. Laut Altmarkkreis Salzwedel ist eine Mitarbeiterin des Horts im Stadtteil Perver positiv getestet worden. Insgesamt wurden rund 200 Menschen in Quarantäne geschickt. Das betrifft sämtliche Hortkinder, Lehrer, Horterzieher und das technische Personal.

Dienstag, 23. Juni | Weitere Corona-Lockerungen in Sachsen-Anhalt angekündigt

In Sachsen-Anhalt sind weitere Corona-Lockerungen geplant. Ab 2. Juli sind wieder Open-Air-Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen erlaubt, auch Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und private Feiern sind wieder in größerem Umfang möglich. Außerdem dürfen wieder Sportwettkämpfe und Fußballspiele ausgetragen werden. Alle Lockerungen sind aber weiter mit Auflagen verbunden. Die neue Verordnung des Landes soll am 30. Juni beschlossen werden und bis Mitte September gelten.

Sonnabend, 20. Juni | Magdeburg stellt 19 Hausaufgänge unter Quarantäne

In den Magdeburger Stadtteilen Neue Neustadt und Salbke werden insgesamt 19 Hausaufgänge unter Quarantäne gestellt. Dazu hat die Stadt sich nach einer Krisensitzung am 20. Juni entschlossen. Grund ist, dass bisherige Quarantänemaßnahmen und die Kommunikation mit dem Gesundheitsamt nicht im erwünschten Maße funktioniert hätten. Die betroffenen Anwohner sollen laut Stadt von Hilfsorganisationen mit Lebensmitteln versorgt werden, Ordnungsamt und Polizei sollen prüfen, ob die Quarantäne eingehalten wird.

Donnerstag, 18. Juni | Kein Lockdown trotz zahlreicher Neuinfektionen in Magdeburg

Seit einer Woche steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Landeshauptstadt. Am Donnerstag waren es insgesamt 194 Coronavirus-Fälle. Elf Schulen und auch mehrere Jugend- und Freizeiteinrichtungen wurden mittlerweile geschlossen. Trotz des Anstiegs soll es laut Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) keinen neuen Lockdown geben.

Sonntag, 14. Juni | Zahlreiche Neuinfektionen in Magdeburg gemeldet

Aus Magdeburg werden innerhalb weniger Tage 32 Neuinfektionen gemeldet. Schon einige Tage zuvor hatte die Stadt nach Bekanntwerden eines Ausbruchs innerhalb mehrerer rumänischer Familien verordnet, dass mehrere Schulen vorläufig wieder geschlossen werden.

Donnerstag, 11. Juni | Regierungserklärung: Zweite Infektionswelle verhindern

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat in seiner Regierungserklärung zur Corona-Krise betont, dass alles dafür getan werden müsse, eine zweite Infektionswelle zu verhindern. Ein zweiter Shutdown mit weiteren Hilfsmilliarden und langjährigen Verschuldungsstrategien sei politisch nicht zu bewältigen, sagte Haseloff. Außerdem rief der Ministerpräsident die Sachsen-Anhalter auf, wieder Restaurants, Theater oder Kinos zu besuchen. Wegen der geringen Zahl von Corona-Neuinfektionen bestehe kein Grund, sich einzuigeln. Die Auswirkungen der Pandemie würden die Gesellschaft aber noch lange beschäftigen. - In Sachsen-Anhalt gab es bislang 1.733 bestätigte Corona-Infektionen.

Dienstag, 2. Juni | Schulen und Kitas starten in eingeschränkten Regelbetrieb

Die einen haben es herbeigesehnt, andere fürchten sich davor: So oder so beginnt am 2. Juni wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb an den Kitas und Schulen in Sachsen-Anhalt. Gearbeitet wird zunächst mit einem sogenannten Wechselmodell, das in den Schulen Präsenz- und Fernunterricht abwechselt.

Donnerstag, 28. Mai | Umfangreiche Lockerungen treten in Kraft

In Sachsen-Anhalt treten umfangreiche Corona-Lockerungen in Kraft. Ab sofort dürfen sich wieder bis zu zehn Personen im privaten Umfeld treffen. Zudem sind private Feiern wie Hochzeit, Trauerfall oder Geburtstag mit bis zu 20 Teilnehmern erlaubt. Schwimmbäder, Sportstudios, Kinos, Theater und Freizeitparks können wieder öffnen. Das Besuchsverbot für Krankenhäuser wird aufgehoben. Die Hotels in Sachsen-Anhalt dürfen wieder Gäste aus ganz Deutschland beherbergen.

Dienstag, 26. Mai | Landesregierung beschließt weitere Lockerungen

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat weitreichende Corona-Lockerungen beschlossen. Rund zwei Monate nach Beginn der Maßnahmen sollen ab 28. Mai unter anderem Schwimmbäder, Kinos und Theater wieder öffnen. Außerdem sollen private Feiern mit bis zu 20 Personen und Hochzeiten mit bis zu 100 Gästen erlaubt sein. Trotzdem gelten weiterhin Abstands- und Hygiene-Regeln.

Außerdem sollen alle Grundschüler spätestens ab 15. Juni wieder täglich zur Schule gehen. Wie Bildungsminister MarcoTullner mitteilte, ist ein eingeschränkter Regel-Betrieb geplant. Das bedeutet, dass die Kinder in ihrer gewohnten Klasse zusammenbleiben. Ältere Jahrgänge sollen ab dem 2. Juni in kleinen Gruppen abwechselnd zuhause und in der Schule lernen.

Freitag, 22. Mai | Hotels dürfen wieder Urlauber beherbergen

In Sachsen-Anhalt dürfen Hotels und Pensionen wieder Urlauber übernachten lassen, allerdings zunächst nur aus Sachsen-Anhalt selbst. Dafür, dass die Herbergs-Häuser auch Touristen aus anderen Bundesländern bei sich einchecken lassen dürfen, muss das Regierungskabinett zunächst die sechste Eindämmungsverordnung beschließen.

Montag, 18. Mai | Erste Gastronomen öffnen wieder

Nach wochenlanger Zwangspause kann man in Sachsen-Anhalt wieder in Restaurants, Cafés und Kneipen gehen. Dem Branchen-Verband DEHOGA zufolge wird aber erstmal nur ein kleiner Teil aufmachen. Grund seien die strengen Vorgaben. Jedes Lokal brauche eine Sondergenehmigung des Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt und ein Hygienekonzept. In Sachsen und Thüringen dürfen Gastwirtschaften bereits seit Freitag Gäste empfangen – allerdings ebenfalls unter Einhaltung von Abstands- und Hygiene-Regeln.

Donnerstag, 14. Mai | Corona-Massentest beim Fleischkonzern Tönnies

In einem eigens dafür aufgestellten Testzentrum in Weißenfels beginnen Mitarbeiter des Burgenlandkreises mit Corona-Tests in der Belegschaft des Fleischkonzerns Tönnies. Bis zu 2.500 Mitarbeiter der drei Tönnies-Standorte in Weißenfels sollen in den kommenden Tagen auf das neuartige Virus getestet werden. Anlass der prophylaktischen Untersuchung waren Ausbrüche in Betrieben der Fleischwirtschaft in anderen Bundesländern.

Mittwoch, 13. Mai | Kita-Öffnung doch noch nicht nach Pfingsten 

Ernüchterung für viele Eltern in Sachsen-Anhalt: Keine 24 Stunden nach der Ankündigung der Sozialministerin Grimm-Benne, nach Pfingsten die Kitas für alle zu öffnen, kommt nun die Rolle rückwärts. Eine Sprecherin sagte MDR SACHSEN-ANHALT auf Nachfrage, Stand Mittwoch gebe es noch gar keine genauen Pläne, wie die Betreuung der Kitas ab Juni aussehen solle. Im Ministerium soll zunächst bis Dienstag ein erster Vorschlag ausgearbeitet werden, um darüber in der Kabinettssitzung zu beraten. Es sei aber unwahrscheinlich, dass bis dahin alle Details geklärt seien, hieß es.

Dienstag, 12. Mai | Gaststätten sollen am 18. Mai öffnen dürfen

Gaststätten in Sachsen-Anhalt dürfen ab 18. Mai öffnen, allerdings nur nach Einzelfallprüfung durch die Kommunen und unter strengen Voraussetzungen. Das hat die Landesregierung bekanntgegeben. Ab 22. Mai sollen dann alle Restaurants öffnen dürfen, mit Ausnahme von Kneipen und Bars. Mitarbeiter müssen Mundschutz tragen. Die Abstandsregeln müssen eingehalten werden und Gäste ihre Kontaktdaten hinterlegen. Ebenfalls ab 22. Mai dürfen Hotels und Pensionen wieder Sachsen-Anhalter beherbergen. Campingplätze und Ferienwohnungen können ab 15. Mai öffnen.

Montag, 11. Mai | Besuche in Pflegeheimen wieder erlaubt, Prüfungen für Realschulabschluss

Von heute an dürfen wieder Besucher in Alten- und Pflegeheime in Sachsen-Anhalt. Es gelten jedoch Einschränkungen. Heimbewohner dürfen nur einen Besucher pro Tag für eine Stunde empfangen. Zudem müssen die Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen, der von der Einrichtung gestellt wird.

Außerdem beginnen für rund 8.000 Schülerinnen und Schüler die Prüfungen für den Realschulabschluss. Laut Bildungsministerium stehen zunächst die Tests im Fach Deutsch auf dem Programm. Am Mittwoch folgt Englisch und am Freitag Mathematik. Die Prüfungstermine hatten sich wegen Corona-Pandemie um drei Wochen verschoben.

Freitag, 8. Mai | Spielplätze wieder geöffnet

Seit heute dürfen in Sachsen-Anhalt Spielplätze wieder genutzt werden. Welche Spielplätze wieder öffnen, liegt in der Entscheidung der einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte. Diese haben in vielen Fällen konkrete Allgemeinverfügungen mit bestimmten Regeln erlassen. Denn auch hier müssen wegen der Corona-Pandemie strenge Hygieneregeln eingehalten werden.

Dienstag, 5. Mai | Ferienhäuser und Restaurants sollen wieder öffnen

Die Landesregierung hat beschlossen, den Übernachtungstourismus ab 15. Mai Schritt für Schritt zu öffnen. Ferienhäuser und -wohnungen dürfen dann wieder an Einheimische vermietet werden. Das Gleiche gilt für Campingplätze. Diese sollen dann nicht nur für Dauercamper, sondern auch für Reisemobile und Wohnwagen mit selbständiger Versorgung geöffnet werden.

Außerdem wurde entschieden, dass Restaurants ab dem 22. Mai wieder öffnen dürfen. Eine maximale Gästezahl wird es nicht geben. Allerdings müssten bestehende Kontaktbeschränkungen (nicht mehr als fünf Personen pro Tisch), Abstandsgebote und Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Montag, 4. Mai | Neue Verordnung in Kraft: Friseure geöffnet, Gottesdienste möglich

Seit heute gilt die neue Corona-Eindämmungs-Verordnung. Mit ihr ist die Kontaktbeschränkung von zwei auf fünf Personen gelockert worden. Zudem dürfen große Geschäfte wieder öffnen sowie Fahrschulen, Friseure, Massage- und Fußpflege-Praxen und Nagel- und Kosmetik-Studios – alles unter Auflagen. In Kirchen und Religionsgemeinschaften darf es wieder Gottesdienste geben.

Außerdem wurde die Notbetreuung in Kindertagesstätten erneut erweitert. Anspruch haben nun auch Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden, von Schülerinnen und Schülern sowie von Studierenden und Beschäftigten in Dienstleistungsbetrieben. An den Grundschulen werden wieder die Viertklässler unterrichtet.

Samstag, 2. Mai | Landesregierung beschließt neue Lockerungen

Sachsen-Anhalts Landesregierung hat deutliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. Damit ist es das erste Bundesland, in dem ab dem 4. Mai nun fünf Menschen zusammen unterwegs sein dürfen, auch wenn sie nicht in einem Haushalt leben. Außerdem muss es künftig keinen triftigen Grund mehr geben, um das Haus zu verlassen. Ministerpräsident Reiner Haseloff mahnte die Bürgerinnen und Bürger dennoch, die Corona-Krise nicht als beendet anzusehen.

Die Lockerungen sind Teil der mittlerweile fünften Verordnung des Landes zur Eindämmung des Coronavirus. Sie beinhaltet auch Auflagen für Dienstleister wie Friseure und Fahrschulen, die ab Montag wieder öffnen dürfen. Außerdem sind weitere schrittweise Lockerungen geplant, wie die Nutzung von Spielplätzen ab dem 8. Mai sowie eine einstündige Besuchserlaubnis in Alten- und Pflegeheimen ab 11. Mai. Die neue Verordnung tritt am Montag in Kraft und ist vorerst bis zum 27. Mai gültig.

Mittwoch, 29. April | Reiseveranstalter demonstrieren für Rettungsschirm

In Magdeburg und Halle haben Reisebüro-Mitarbeiter und Busunternehmer gegen die drohende Pleite wegen der Corona-Pandemie demonstriert. Deren finanzielle Lage ist aus zweierlei Gründen stark beeinträchtigt: Seit den Reiseeinschränkungen fordern Kunden ihr Geld und Reiseveranstalter ihre Provisionen zurück.

Freitag, 24. April | Hotels und Gaststätten machen auf ihre Lage aufmerksam

Hoteliers und Gastronomen haben in mehreren Städten im Land auf ihre bedrohliche Lage in der Corona-Krise aufmerksam machen. Mit der Aktion "Leerer Stuhl" wollten sie auf ihre finanzielle Notlage hinweisen.

Donnerstag, 23. April | Abschlussklassen gehen wieder in die Schule

Nach fünf Wochen Corona-Pause beginnt für die Abschlussklassen wieder die Schule. Insgesamt kehren damit rund 10.000 Jungen und Mädchen der zehnten und zwölften Klassen in Sachsen-Anhalt in den Unterricht zurück. Der mit rund 190.000 Kindern übergroße Teil bleibt weiterhin zu Hause.

Donnerstag, 23. April | Mundschutz-Pflicht eingeführt und weitere Lockerungen

In Sachsen-Anhalt gilt seit Donnerstag eine Mundschutz-Pflicht beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn. Demnach ist jeder Schutz zulässig, der eine Ausbreitung von Tröpfchen beim Husten und Niesen sowie beim Sprechen verringert. Ausreichend sind nach Angaben der Landeregierung auch selbstgeschneiderte Masken sowie Schals oder Tücher, die Mund und Nase bedecken. Die Verordnung gilt zunächst bis zum 4. Mai. Ein Bußgeld ist vorerst nicht geplant.

Die Landesregierung hat zudem über weitere Lockerungen des öffentlichen Lebens entschieden. So sollen Tierparks, Zoologische und Botanische Gärten und ähnliche Freizeitangebote ab sofort wieder unter Auflagen für den Publikumsverkehr öffnen dürfen.

Montag, 20. April | Einzelne Geschäfte wieder geöffnet, Notbetreuung ausgeweitet

Laut neuer Corona-Landesverordnung dürfen ab heute Geschäfte mit einer maximalen Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder öffnen. Geschlossen bleiben generell größere Läden, Restaurants und Kneipen. Ausgenommen davon sind Autohändler, Fahrradgeschäfte, Buchläden, Baumärkte und weiterhin Supermärkte. Außerdem können mehr Eltern ihre Kinder in die Notbetreuung bringen.

Zu Wochenbeginn liegt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Land bei knapp 1.400. Mehr als 900 Patienten sind nach Schätzungen des Sozialministeriums wieder gesund. Die Zahl der verstorbenen Corona-Infizierten liegt bei 31.

Donnerstag, 16. April | Keine schnellen Lockerungen

Ministerpräsident Reiner Haseloff hat sich gegen eine schnelle Lockerung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen. Bei allen Entscheidungen die getroffen werden, müsse "besonders sorgsam" vorgegangen werden, sagte Haseloff. In Sachsen-Anhalt müsse davon ausgegangen werden, dass 35 Prozent der Bevölkerung besonders gefährdet seien. Dies liege nicht nur am Alter der Menschen sondern auch an Vorerkrankungen.

In Sachsen-Anhalt gilt ab 20. April eine neue Eindämmungs-Verordnung. Das betrifft auch die Schulen im Land. Laut Bildungsministerium sind in den 10. und 12. Klassen sowie Berufsschulen zunächst Konsultationen für anstehende Prüfungen möglich.

Ostermontag, 13. April | Großteil hält sich an Kontaktverbote

Ein großer Teil der Menschen in Magdeburg und Halle hat sich zu Ostern an die geltenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gehalten. In Magdeburg stellten Beamte des Ordnungsamtes am Ostersonntag nur einzelne Verstöße fest. Auch in Dessau-Roßlau seien die Abstandsregeln fast überall eingehalten worden, teilte die Stadt mit.

In Halle hat das Ordnungsamt nach Angaben von Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Ostersonntag bei knapp 400 Kontrollen lediglich zwölf Verstöße festgestellt. Das verlängerte Oster-Wochenende ist insgesamt ruhig verlaufen. In Halle, wo es mit 260 nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen zu dem Zeitpunkt vergleichsweise viele Fälle gab, wurde der Katastrophenfall aufgehoben.

Montag, 6. April | Quarantäne in Jessen und Schweinitz aufgehoben

Die Quarantäne in Jessen und Schweinitz wurde aufgehoben. Die zwei Ortsteile der Stadt Jessen (Elster) im Landkreis Wittenberg waren elf Tage lang komplett abgeriegelt, weil es dort besonders viele Corona-Neuinfektionen gab.

Am Anfang der Woche liegt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt bei 989 Fällen. Laut Sozialministerium werden 107 Menschen im Krankenhaus behandelt. Die gute Nachricht: Schätzungsweise sind 422 Personen wieder genesen. Damit hat knapp die Hälfte der Erkrankten das Virus überwunden.

Donnerstag, 2. April | Landesregierung beschließt Bußgeldkatalog

Das Land Sachsen-Anhalt hat eine dritte Corona-Eindämmungsverordnung erlassen. Wer hierzulande gegen die Beschränkungen verstößt, muss mit Strafen rechnen. Die Landesregierung hat einen Katalog beschlossen, der Bußgelder sowie Geld- und Haftstrafen vorsieht. Eine Übersicht finden Sie hier.

Mittwoch, 1. April | Kontaktbeschränkungen verlängert

Deutschlandweit wurden die Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verlängert. Die Kontaktbeschränkungen bleiben in Sachsen-Anhalt bis zum 19. April bestehen. Das haben Bund und Länder gemeinsam beschlossen. 

Montag, 30. März | Ansturm auf Soforthilfen und neue Termine für Abi-Prüfungen

Ansturm bei den Soforthilfe-Anträgen für Kleinunternehmen: Innerhalb von fünf Stunden nach Veröffentlichung der Anträge am Montag sind laut Wirtschaftsministerium rund 5.200 Anträge von Selbständigen und kleinen Firmen eingegangen. Am Ende des Tages waren es fast 15.000.

#MDRklärt So hilft Sachsen-Anhalt kleineren Unternehmen in der Corona-Krise

So hilft Sachsen-Anhalt kleinen Unternehmen
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So hilft Sachsen-Anhalt kleinen Unternehmen
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Kleinere und mittlere Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche sollen "Corona-Soforthilfe bekommen. Vorraussetzung: Die Krise bedroht die Existenz des Unternehmens.
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Die Staffelung der Hilfe nach Anzahl der Mitarbeiter.
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Die Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden und soll möglichst einfach zu beantragen sein.
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Ablauf der Beantragung von Hilfsmitteln.
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Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 30. März 2020 | 08:00 Uhr

Quelle: MDR/mx
Bildrechte: MDR/Max Schörm
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Sachsen-Anhalts Bildungsministerium hat zwei Termine für die diesjährigen Abiturprüfungen veröffentlicht. Demnach können die Abiturienten zwischen einem ersten Durchgang ab dem 4. Mai und einem zweiten ab dem 2. Juni wählen. Die Vorabi-Klausuren unter Prüfungsbedingungen finden wie geplant bereits davor statt.

Donnerstag, 26. März | Zwei Ortschaften unter Quarantäne, zweiter Todesfall nach Coronavirus-Infektion

Wegen vieler Infektionen mit dem Coronavirus stehen im Landkreis Wittenberg Jessen und Schweinitz nun komplett unter Quarantäne. Zufahrten wurden abgeriegelt, die Orte dürfen nicht verlassen werden.

500 bestätigte Corona-Fälle sind mittlerweile registriert. Am Abend wurde ein zweiter Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion bekannt.

Dienstag, 24. März | Schulschließungen um eine Woche verlängert, Abiturprüfungen verschoben

Schulen und Kitas im Land bleiben mindestens eine Woche länger dicht als bisher geplant. Die Landesregierung hat die verordneten Schließungen wegen der Corona-Krise bis zum 19. April verlängert. Bisher sollten sie bis zu den Osterferien dauern, die nach Ostermontag enden. Im Zuge dessen werden auch die Abiturprüfungen verschoben, weil der eigentlich vorgesehene Termin am 27. April wegen der verlängerten Schulschließungen nicht zu halten ist.

Nach aktuellem Datenstand sind 377 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 74 mehr als am Tag zuvor. Am stärksten betroffen sind noch immer Halle, Magdeburg und der Landkreis Börde.

Montag, 23. März 2020 | Menschen sollen Wohnungen nur in Ausnahmen verlassen

In Sachsen-Anhalt gelten seit Mitternacht verschärfte Bedingungen, die die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen sollen. Das Land folgt damit zu großen Teilen der Linie, auf die sich am Sonntag Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten geeinigt hatte. Demnach sollen die Menschen bis auf wenige Ausnahmen in ihren Wohnungen bleiben. Die neuen Maßnahmen gelten zunächst für zwei Wochen.

#MDRklärt Dann dürfen Sie trotz Ausgangsbeschränkung vor die Tür

Leere Straße in Köthen
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Leere Straße in Köthen
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Für Arztbesuche, Einkäufe Tankstellenbesuche und Bankbesuche
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Für die Fahrt zur Arbeit, wenn Homeoffice nicht möglich ist.
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Für Sportarten im Freien, sofern man dabei allein ist.
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Um mit dem Hund Gassi zu gehen, solange man in Wohnungsnähe bleibt
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Für Familienzusammenführungen
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Für die Betreuung Hilfsbedürftiger
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Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 20. März 2020 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/mx
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Am Anfang der neuen Woche liegt die Zahl der Menschen, die sich in Sachsen-Anhalt mit dem Coronavirus infiziert haben, bei bislang 303 Fällen.

Sonnabend, 21. März 2020 | Erster Corona-Todesfall in Sachsen-Anhalt

In der Stadt Halle gibt es den ersten Todesfall, der mit dem Coronavirus in Verbindung steht. Die 80-jährige Frau ist nach Angaben der Stadt im Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau gestorben. Demnach war die primäre Todesursache ein Organversagen bei schwerer Vorerkrankung gewesen.

Donnerstag, 19. März 2020 | Tourismus im Land lahmgelegt

Um eine Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wird nun auch der Tourismus in Sachsen-Anhalt lahmgelegt. Laut Sozialministerium müssen Urlauber bis Sonnabend auschecken. Bis zum 19. April dürfen Hotels, Jugendherbergen, Ferienhäuser und Campingplätze keine Touristen mehr aufnehmen.

In Sachsen-Anhalt haben sich inzwischen 152 Menschen mit dem Virus infiziert. Mehrere sind in Kliniken in Quarantäne. Der Großteil der Infizierten stammt aus Halle, Magdeburg und dem Landkreis Börde.

Mittwoch, 18. März 2020 | Viele Einrichtungen und Geschäfte schließen, in Halle sogar die Restaurants

Zur Eindämmung des Coronavirus müssen zahlreiche Geschäfte und Einrichtungen ab heute schließen. Das bedeutet weitere Einschränkungen für das öffentliche Leben im Land. Dennoch gibt es Ausnahmen, und auch Restaurants dürfen noch öffnen. Die Verordnung der Landesregierung gilt über einen Monat – bis einschließlich 19. April. 

In Halle verschärft sich die Corona-Situation weiter: Dort sollen auch sämtliche Gaststätten und Restaurants schließen. Damit geht die Stadt über die Verordnungen des Landes hinaus. Die Zahl der Covid-19-Infektionen im Land steigt auf 133.

Dienstag, 17. März 2020 | Halle ruft den Katastrophenfall aus

Die Stadt Halle ruft den Katastrophenfall aus. Damit sind laut Oberbürgermeister Wiegand wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie möglich. Alle verfügbaren Kräfte und Mittel sollen nun zentral gesteuert werden. In der Saalestadt haben sich die bestätigten Infektionsfälle am Dienstag deutlich erhöht. Die Zahl stieg um 8 auf 27 an; in ganz Sachsen-Anhalt sind mittlerweile 105 Covid-19-Fälle gemeldet.

#MDRklärt Katastrophenfall in Halle: Das ändert sich für Sie

Katastrophenfall Halle: Das ändert sich für Sie Hausmannstürme Marktkirche Halle
Bildrechte: imago/Köhn
Katastrophenfall Halle: Das ändert sich für Sie Hausmannstürme Marktkirche Halle
Bildrechte: imago/Köhn
Die Katastrophenschutzbehörde koordiniert die Behörden und Dienste.
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Damit soll schnell entschieden und gehandelt werden.
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Beispiel hierfür: Das Saale-Hochwasser 2013 ...  Hochwasser 2013 in Halle (Saale), Helfer fahren auf Bott durch die Straße
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Der Katastrophenfall betrifft auch Bürger.
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Alle Gaststätten werden geschlossen.
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Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Eine Polizei-Hundertschaft wird angefordert.
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Seperrgebiete können geräumt werden. Anweisungen müssen befolgt werden. Gebäude und Grundstücke dürfen betreten werden.
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Private Fahrzeuge können benutzt werden. Jeder ist verpflichtet, zu helfen.
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Montag, 16. März 2020 | Schulen und Kitas den ersten Tag geschlossen

Der erste Tag mit geschlossenen Kitas und Schulen in Sachsen-Anhalt: Vielerorts waren die Einrichtungen wie leer gefegt. Außerdem: Der Landkreis Stendal meldet als letzter Kreis in Sachsen-Anhalt seinen ersten bestätigten Corona-Patienten. Anzahl der bestätigten Corona-Infektionen nach dem Wochenende: 77.

Freitag, 13. März 2020 | Alle Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt werden geschlossen

Die Landesregierung teilt mit, dass präventiv alle Kitas und Schulen im Land geschlossen werden. Diese Regelung gilt vorerst bis nach den Osterferien, also bis zum 13. April. Für Eltern mit krisenrelevanten Berufen wird eine Notbetreuung der Kinder vorgehalten. Bislang haben sich in Sachsen-Anhalt 33 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Donnerstag, 12. März 2020 | Stadt Halle schließt Schulen und Kitas

Um die Ausbreitung des Coronavirus in Sachsen-Anhalt zu verlangsamen, schließt die Stadt Halle als erste Großstadt in Deutschland alle Kitas, Schulen und die Universität.

Mittwoch, 11. März 2020 | Sachsen-Anhalt verbietet Großveranstaltungen

Die Ausbreitung des Coronavirus hat weitere Folgen in Sachsen-Anhalt: Das Land verbietet alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern. Über Events mit weniger Gästen soll im Einzelfall entschieden werden.

Dienstag, 10. März 2020 | Erste Coronavirus-Fälle in Sachsen-Anhalt

Bis zum 10. März war Sachsen-Anhalt das einzige Bundesland ohne nachgewiesenen Coronafall. Am Ende des Tages waren bereits sieben Menschen betroffen. Erste Veranstaltungen wurden abgesagt und Klassenfahrten ausgesetzt.

Quelle: MDR/agz,cw,ap,ahr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 18. September 2020 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Naturfroh vor 27 Wochen

Ich sehe die das bald noch eine große Welle kommt. Hier in Halle gibt es sehr viele Großraumbüros(Callcenter), da sitzen täglich 100te Menschen, dicht an dicht. 1 hat da das Virus und 100te gehen in Quarantäne oder schlimmer.

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