Schüler und Jugendliche ziehen am 15.03.2019 anlässlich einer Fridays-for-Future-Demonstrationen durch Halle (Saale) – hier auf dem Hansering
Fridays for Future in Sachsen-Anhalt: von 200 streikenden Schülern in Halle zu einem Generalstreik am 20. September – auch für Erwachsene. Bildrechte: MDR/Martin Paul

Klimaschutz-Bewegung Chronologie: Fridays for Future in Sachsen-Anhalt

Im Januar haben sich Schüler in Halle erstmals an den weltweiten Klimaschutz-Protesten beteiligt. Eine Chronik über die "Fridays for Future"-Bewegung in Sachsen-Anhalt.

Schüler und Jugendliche ziehen am 15.03.2019 anlässlich einer Fridays-for-Future-Demonstrationen durch Halle (Saale) – hier auf dem Hansering
Fridays for Future in Sachsen-Anhalt: von 200 streikenden Schülern in Halle zu einem Generalstreik am 20. September – auch für Erwachsene. Bildrechte: MDR/Martin Paul

18. Januar 2019: Erster "Fridays for Future"-Streik in Sachsen-Anhalt

Schüler in Halle beteiligen sich erstmals an einer "Fridays for Future"-Demonstration. Am Freitagvormittag stehen etwa 200 Schüler und Studierende auf dem Marktplatz – anstatt in der Schule oder der Uni zu sitzen. Halle ist eine von mehr als 50 deutschen Städten, die bei der Klimademo am 18. Januar mitmacht und die einzige Stadt in Sachsen-Anhalt. Vorbild der Aktion ist der Schulstreik der jungen Schwedin Greta Thunberg.

31. Januar 2019: Streikende sollen dem Landesschulamt gemeldet werden

Sachsen-Anhalts Bildungsministerium verschickt Schreiben an Schuldirektoren mit der Forderung, alle Teilnehmer der "Fridays for Future"-Proteste als Schulschwänzer unverzüglich dem Landesschulamt zu melden.

1. Februar 2019: "Fridays for Future" vor dem Landtag

Die Schülerbewegung "Fridays for Future" streikt erstmals vor dem Landtag in Magdeburg. Mehrere hundert Personen nehmen teil.

1. März 2019: Ernstzunehmende Bewegung laut Shell-Jugendstudie

Die Verfasser der Shell-Jugendstudie bezeichnen die "Fridays for Future"-Demos als bemerkenswert. Sie sprechen von der ersten ernstzunehmenden Jugendbewegung nach Jahren politischen Desinteresses.

Jungen zeigen verschiedene Plakate.
In rund 1.800 Städten weltweit werden am Freitag Menschen für mehr Klimaschutz demonstrieren. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Michael Gerdes

15. April 2019: Tullner kündigt Jugendklimagipfel an

Bildungsminister Marco Tullner (CDU) lädt nach einem Gespräch Schüler der "Fridays for Future"-Bewegung zu einem Treffen ein. Dieser Jugendklimagipfel von Sachsen-Anhalt wird für den 22. Juni geplant. Bei dem Treffen soll diskutiert werden, wie Klima- und Umweltschutz zukünftig besser im Lehrplan und damit im Unterricht abgebildet werden können. Außerdem sollen konkrete Projekte zum Klimaschutz entwickelt werden. Der Klimagipfel findet an dem Termin jedoch nicht statt.

17. Mai 2019: Forderungskatalog an Magdeburgs Oberbürgermeister

"Fridays for Future"-Aktivisten überreichen Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) einen Forderungskatalog. Unter anderem fordern sie einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, breitere Rad- und Fußwege sowie einen autofreien Breiten Weg. Zudem solle kommerziellen Unternehmen verboten werden, Lebensmittel wegzuwerfen.

24. Mai 2019: Tausend Demonstranten in Halle

Studierende der Uni Halle schließen sich dem Protest an. Sie besetzen ein Unigebäude, das Melanchthonianum. Keine einzige Lehrveranstaltung findet an diesem Tag in dem Seminargebäude statt. Zeitgleich demonstrieren 1.000 Teilnehmer in der halleschen Innenstadt für den Klimaschutz.

2. Juli 2019: Halles Oberbürgermeister will Forderungen der Bewegung erfüllen

Die "Fridays for Future"-Proteste zeigen in Halle Wirkung. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) kündigt an, alle Forderungen der Bewegung erfüllen zu wollen. Darunter: kostenloser Nahverkehr, Umstellung auf Ökostrom, vegetarisches Essen in den Kantinen von Schulen und der Universität.

3. September 2019: Kein Kohleausstieg vor 2030

Die Teilnehmer der Bewegung treffen sich mit Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen). Sie fordern, aus der Kohleenergie bereits vor 2030 auszusteigen. Dalbert lehnt das ab.  

Schüler der Bewegung Fridays for Future stehen mit Umweltministerin Dalbert in einem Raum
Umweltministerin Claudia Dalbert und Schüler von Fridays for Future. Bildrechte: MDR/Nicole Franz

20. September 2019: Globaler Klimastreik

"Fridays for Future" ruft unter #AllefürsKlima jeden auf, sich am dritten globalen Klimastreik zu beteiligen: Neben Schülern sind auch Erwachsene gefragt. Auch Städte in Sachsen-Anhalt planen Demos für den Klimaschutz, darunter Halle, Magdeburg, Stendal, Quedlinburg, Dessau und Naumburg.

Geplante Demos im Überblick

Quelle: MDR/mh

Zuletzt aktualisiert: 20. September 2019, 11:08 Uhr

6 Kommentare

Ekkehard Kohfeld vor 3 Wochen

Und jetzt kommt Fridays for Future und lässt sie vor den Karren spannen und schon wieder Verarsche,die einzigen die vom gestrigen angeblichen Klimagipfel profitieren sind laut gestrigem Beitrag im WDR die Heizung,s und E - Autobauer.

Ekkehard Kohfeld vor 3 Wochen

Dann kommen die erhöhten CO2 Werte die gemessen werden obwohl an diesem Tag wegen einmal Radrennen und in einem weiteren Fall ein Marratonlauf statt fand zu der Messzeit gar kein Autofehkerhr an den Messpunkten war.
Was für eine Verarsche.
Und CO2 ist ein fülchtiges Gas,wie kann man da etwas messen wenn Wind ist oder sogar in die andere Richtung bläst (vom Meßgerät weg)oder das Messgerät in 10 Stock ist.
Eine Verarsche jagt die nächste und die Lemminge fressen alles.

Ekkehard Kohfeld vor 3 Wochen

Und jetzt kommt Windkraft und Solar.
Und die böse Ölheizung.
Und wieder fällt der Lemminge drauf rein.
Schaut mal bitte die Hintergründe.
Ist ja wohl nicht zu viel verlangt
Z.B. Das schmutzige Geheimnis sauberer Windräder
Oder wie die Selten - Erden mit Kinderarbeit gefördert werden aber hier den Umweltapostel spielen.

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