Corona-Daten-Update 05.05.2020 Auf Basis dieser Zahlen entscheidet die Politik über Corona-Lockerungen

Manuel Mohr
Bildrechte: MDR/Manuel Mohr

Eine Vielzahl von Indikatoren kann helfen, über möglichen Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu entscheiden. Welche das sind und was es dabei immer beachtet werden sollte, das und mehr im täglichen Corona-Daten-Update.

Mann mit Atemschutzmaske blickt in die Kamera.
Ob Corona-Maßnahmen gelockert werden oder nicht, kann nicht anhand einer einzigen Kennzahl entschieden werden. Bildrechte: MDR/Unsplash/Engin Akyurt

Guten Abend zur aktuellen Ausgabe des Corona-Daten-Updates. Am Mittwoch berät Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit den Ländern über weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Inwieweit die Länder – angesichts zahlreicher Alleingänge und Vorstöße in den vergangenen Tagen – die Ergebnisse der Beratungen als strikte Vorgaben und lediglich als lockere Empfehlung interpretieren, wird an dieser Stelle nicht thematisiert. Denn wesentlich ist letztlich etwas anderes.

Politische Entscheider – egal ob auf Bundes-, Länder- oder kommunaler Ebene, sollten Corona-Maßnahmen allein basierend auf den verfügbaren Daten lockern – oder eben auch nicht. Und die politischen Entscheider sollten zudem auch wissen, welche Kennzahlen zur Beurteilung der gegenwärtigen Corona-Lage wichtig sind und welche Schwächen die Daten haben.

Denn wenn die Betrachtung der Corona-Fallzahlen in den vergangenen Woche eine Sache gelehrt hat, dann die Tatsache, dass nicht eine der betrachteten Kennzahl einzig und allein als Kriterium für oder gegen Lockerungen der Corona-Maßnahmen herhalten sollte. Denn bislang sind viele Eigenschaften des neuartigen Coronavirus noch unbekannt. In dieser Phase der Epidemie können die verfügbaren Daten daher kein vollständiges Abbild der Realität erzeugen, sondern sich dieser nur so gut es geht annähern.

Tägliche Neuinfektionen

Ein Beispiel dafür ist die tägliche Zahl der Neuinfektionen. Erfreulicherweise ist diese deutschlandweit rückläufig. So wurden in der vergangenen Woche täglich nur noch zwischen 700 und 1.600 Fälle an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet, in Sachsen-Anhalt waren es in den vergangnen Tagen weniger als 10. Mithilfe der Neuinfektionen ist auch berechenbar, wie viele Fälle es in Relation zur Einwohnerzahl gab. Also beispielsweise wie viele Infektionen es je 100.000 Einwohner in den Stadt- und Landkreisen in den vergangenen 7 Tagen gab. Dadurch kann das Infektionsgeschehen regional differenziert betrachtet werden.

Jedoch bildet die tägliche Zahl der Neuinfektionen nur die Anzahl der positiven Corona-Tests ab. Unerkannt Erkrankte gelangen somit genauso wenig in die Statistik (Stichwort Dunkelziffer) wie Personen, die sich absichtlich nicht testen lassen. Zudem vergehen zwischen Infektion, ersten Symptomen, Corona-Test und Meldung an die Behörden mehrere Tage, sodass die Neuinfektionszahl das tatsächliche Geschehen erst zeitverzögert sichtbar macht.

Verdopplungs- und Reproduktionszahl

Basierend auf den Neuinfektionszahlen kann auch die Verdopplungszeit berechnet werden – also die Zeitspanne, in der sich die Fallzahlen verdoppeln. Das war vor allem zu Beginn in der exponentiellen Phase der Corona-Epidemie in Deutschland wichtig, um die Ausbreitungsdynamik des Virus abschätzen zu können. Da wir uns momentan nicht mehr in der Phase des exponentiellen Wachstums befinden, ist die Zahl momentan für politische Entscheider nicht relevant – und wird es hoffentlich auch nicht wieder.

Anstelle der Verdopplungzeit trat in der Folge die Reproduktionszahl. Sie gibt die durchschnittliche Anzahl von Personen an, die von einer bereits Infizierten Person angesteckt werden. Liegt der Wert unter 1 – wie er es laut RKI-Schätzungen seit Ende März tut – sinkt die Anzahl der Neuinfektionen und die Epidemie endet. Die Reproduktionszahl wird vom RKI basierend auf den täglichen Infektionszahlen mithilfe eines mathematischen Modells geschätzt.

Dabei kann nie ein exakter Wert ermittelt werden, sondern immer nur ein Korridor, in dem sich die Reproduktionszahl momentan höchstwahrscheinlich befindet. Zudem kann mithilfe des Wertes zwar eine Aussage über den Trend getroffen werden, wohin sich eine Epidemie momentan bewegt. Welches Ausmaß das Infektionsgeschehen hat, ist allein daraus aber nicht ablesbar. So kann die Reproduktionszahl bei täglich 1.000 Neuinfektion bei unter 1 liegen, Gleiches gilt aber auch bei 10.000 oder 20.000 neuen Infektionen pro Tag.

Kapazitäten im Gesundheitswesen

Neben den Infektionszahlen und daraus resultierenden Berechnungen sind die Kapazitäten im Gesundheitswesen relevant für etwaige Corona-Lockerungen. Nur wenn Gesundheitsämter alle Infektionsketten nachverfolgen können und Krankenhäuser über genügend Personal und Intensivbetten verfügen, wird das künftige Infektionsgeschehen weiterhin beherrschbar bleiben.

Darüber hinaus werden weiterhin auch die durchgeführten Corona-Tests eine sehr wichtige Rolle spielen. Nur mit vielen und vor allem gezielten Tests – beispielsweise bei Krankenhaus- und Pflegepersonal – können neue Infektionsketten frühzeitig sichtbar und damit auch kontrollierbar gemacht werden.

Es gibt keine universelle Kennzahl

Neben den hier genannten Kennzahlen können darüber hinaus auch noch weitere Werte in Entscheidungen einbezogen werden, beispielsweise die Zahl der Todesfälle oder die Altersstruktur der Erkrankten. Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll vielmehr eine Tatsache untermauern: Politiker können von der Wissenschaft keine universelle Kennzahl erwarten, anhand derer unumstößlich und 100 Prozent klar über das weitere Vorgehen während der Corona-Epidemie entschieden werden kann.

Dieses Wissen um das Nichtwissen ist bei Forschern und Wissenschaftlern seit der Antike Teil ihres Berufs, für weite Teile der Gesellschaft und viele Politiker in Entscheiderpositionen hingegen ist diese Situation aber scheinbar nicht alltäglich und folglich ungewohnt. Doch zum Anforderungsprofil eines führenden Politikers gehört es auch, basierend auf nicht eindeutigen Daten- und Faktenlagen zum Wohle der Gemeinschaft Entscheidungen zu treffen. Eine Betrachtung aller verfügbaren Corona-Daten ist in der momentanen Situation mehr als wünschenswert.

Denn grundsätzlich, so hat es RKI-Präsdident Lothar Wieler in einer Pressekonferenz am Dienstag ausgeführt, ist es erstmal nicht verkehrt, wenn Bundesländer unterschiedliche Wege bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen gehen:

Das ist aus meiner Sicht eine der großen Stärken eines föderalen Systems. Vor Ort die Menschen müssen die Infektionen beherrschen und sie wissen sicher am besten, wie sie es tun können.

RKI-Präsident Lothar Wieler

Sie sollten dann aber auch sensibel genug sein, bei neuen Infektionsausbrüchen schnell genug zu reagieren.

Daten-Update Sachsen-Anhalt

• Gesamtzahl der Infektionen: 1.592
• Neuinfektionen seit gestern: +5
• 7-Tage-Durchschnitt der täglichen Neuinfektionen: 9

• Gesamtzahl (Schätzung) der genesenen Patienten: 1.250
• Genesene Patienten (Schätzung) seit gestern: +18
• Todesfall-Gesamtzahl im COVID-19-Zusammenhang: 46
• Todesfälle im COVID-19-Zusammenhang seit gestern: +0

• Freie Intensivbetten: 450 von 1.152 (39,1 Prozent)
• Belegte Intensivbetten: 702 von 1.152 (60,9 Prozent)
• COVID-19-Patienten auf Intensivstationen: 20
• COVID-19-Patienten, die beatmet werden müssen: 9

Datenquellen für Sachsen-Anhalt:

Daten-Update Sachsen

• Gesamtzahl der Infektionen: 4.785
• Neuinfektionen seit gestern: +28
• 7-Tage-Durchschnitt der täglichen Neuinfektionen: 25

• Gesamtzahl (Schätzung) der genesenen Patienten: 4.200
• Genesene Patienten (Schätzung) seit gestern: +50
• Todesfall-Gesamtzahl im COVID-19-Zusammenhang: 177
• Todesfälle im COVID-19-Zusammenhang seit gestern: +4

• Freie Intensivbetten: 626 von 1.691 (37,0 Prozent)
• Belegte Intensivbetten: 1.065 von 1.691 (63,0 Prozent)
• COVID-19-Patienten auf Intensivstationen: 66
• COVID-19-Patienten, die beatmet werden müssen: 39

Datenquellen für Sachsen:

Daten-Update Thüringen

• Gesamtzahl der Infektionen: 2.442
• Neuinfektionen seit gestern: +38
• 7-Tage-Durchschnitt der täglichen Neuinfektionen: 36

• Genesene Patienten laut offiziellen Meldungen: 1.305
• Genesene Patienten seit gestern: +17
• Todesfall-Gesamtzahl im COVID-19-Zusammenhang: 107
Todesfälle im COVID-19-Zusammenhang seit gestern: +5

• Freie Intensivbetten: 473 von 1.074 (44,0 Prozent)
• Belegte Intensivbetten: 601 von 1.074 (56,0 Prozent)
• COVID-19-Patienten auf Intensivstationen: 49
• COVID-19-Patienten, die beatmet werden müssen: 31

Datenquellen für Thüringen:

Daten-Update Deutschland

• Gesamtzahl der Infektionen: 163.860
• Neuinfektionen seit gestern: +685
• 7-Tage-Durchschnitt der täglichen Neuinfektionen: 1.140
• Schätzung der Reproduktionszahl: 0,71 (Intervall: 0,59 – 0,82)

• Gesamtzahl (Schätzung) der genesenen Patienten: 135.100
• Genesene Patienten (Schätzung) seit gestern: +2.300
• Gesamtzahl der Todesfälle im COVID-19-Zusammenhang: 6.831
Todesfälle im COVID-19-Zusammenhang seit gestern: +139

• Freie Intensivbetten: 12.777 von 32.777 (39,0 Prozent)
• Belegte Intensivbetten: 20.000 von 32.777 (61,0 Prozent)
• COVID-19-Patienten auf Intensivstationen: 1.919
• COVID-19-Patienten, die beatmet werden müssen: 1.336

Datenquellen für Deutschland:

Was wir anhand von Corona-Daten wissen

Wie werden Corona-Fälle überhaupt gezählt?

Ein Arzt oder ein Labor stellt mittels eines Testverfahrens (zum Beispiel Rachenabstrich) bei einem Patienten die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 fest. Ein positives Testergebnis muss dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden gemäß Meldepflichtverordnung mitgeteilt werden.

Die so eingehenden Fälle werden von den zuständigen Gesundheitsämtern elektronisch an die zuständigen Landesbehörden und von dort spätestens am nächsten Arbeitstag ans Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt. Nach und nach tauchen neue Corona-Infektionen entlang dieser Meldekette zuerst in den Statistiken der lokalen Behörden und etwas später dann in denen der regionalen und bundesweiten Meldestellen auf.

Warum unterscheiden sich die Fallzahlen je nach Quelle?

Durch die eben beschriebene Meldekette kann es bei der Übermittlung zu einem Zeitverzug von einigen Stunden bis hin zu einigen Tagen kommen. Vorsicht also, wenn Sie beispielsweise die Angaben einer Landesbehörde am selben Tag noch mit den RKI-Zahlen für das gleiche Bundesland vergleichen.

Oder wenn die Angaben eines Landkreises höher sind als die der Landesbehörden. Schnell ist man da beim berühmten Vergleich von Äpfeln und Birnen. Das Vorgehen aller Institutionen ist legitim und durchaus nachvollziehbar, führt aber immer wieder dazu, dass in der Öffentlichkeit verschiedene Zahlen kursieren.

Welche Daten nutzen wir für das tägliche Corona-Daten-Update?

Um Sie möglichst umfangreich zu informieren, nutzen wir verschiedene Quellen. Bei der aktuellen Lage aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen greifen wir auf die jeweils neuesten landesweiten Zahlen zurück, die den MDR-Redaktionen in Magdeburg, Dresden und Erfurt am frühen Abend vorliegen.

In Sachsen-Anhalt sind das die Daten des Sozialministeriums, die zwei Mal pro Tag aktualisiert werden. Aus Sachsen stammen die Zahlen ebenfalls vom dortigen Sozialministerium und werden immer mittags aktualisiert. Da die Thüringer Landesregierung bereits immer am Vormittag das einzige Update des Tages veröffentlicht, erheben unsere Kollegen von MDR THÜRINGEN bis zum Abend selbst neue Fallzahlen, die einzelne Landkreise und Städte im Tagesverlauf veröffentlichen.

Um die Entwicklung der Corona-Daten auf Landes- und Kreisebene von Beginn an zu zeigen, verwenden wir ausschließlich Daten des RKI. Diese werden zwar nur einmal täglich aktualisiert, dafür aber aufgrund des Meldeverfahrens immer einheitlich. Sie sind deshalb für Vergleiche und das Betrachten von zeitlichen Entwicklungen gut geeignet.

Das RKI ist ebenfalls unsere Quelle für die deutschlandweiten Zahlen, die weltweiten stammen von der Johns-Hopkins-Universität (JHU) aus den USA. Mithilfe dieser Quellen ist es uns möglich, Ihnen einerseits sehr aktuelle Fallzahlen auf Bundesland- und Kreisebene und andererseits längerfristige Trends und Entwicklungen zu zeigen.

Welche Rolle spielen Alter und Geschlecht bei Corona-Infektionen und -Todesfällen?

Das Durchschnittsalter eines Infizierten in Deutschland liegt momentan bei knapp unter 50 Jahren. Die Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen ist bislang am häufigsten von Infektionen betroffen. Allerdings: Über 80 Prozent aller bislang in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion Verstorbenen waren über 70 Jahre alt. Auch wenn nur etwa jeder zehnte Infizierte über 70 ist, so sind beinahe 9 von 10 Verstorbenen über 70 – und damit besonders gefährdet.

Das Verhältnis bei den Infektionsfällen ist zwischen Männern und Frauen fast ausgeglichen. Bei den Verstorbenen hingegen sind die Mehrheit Männern – und das, obwohl je älter die Menschen in Deutschland werden, der Anteil der Frauen umso höher ist. Männer im hohen Alter sind also – obwohl es sie seltener gibt – häufiger unter den Verstorbenen.

Warum ist bei Corona-Fällen auch immer die Einwohnerzahl wichtig?

Einwohnerzahlen sind wichtig, weil sie reine, absolute Fallzahlen in Bezug zur Bevölkerung setzen und Daten damit besser vergleichbar machen. Ein Beispiel dazu aus der Kriminologie: 2018 wurden in Berlin etwa 30.000 Fahrräder als gestohlen gemeldet. In Halle waren es hingegen nur rund 3.600. In absoluten Zahlen waren Berliner also weitaus stärker betroffen. Berücksichtigt man nun aber die verschiedenen Einwohnerzahlen – relativiert also die Fallzahlen – ergibt sich ein anderes Bild: Auf 100.000 Einwohner kommen demnach rund 1.500 Fälle in Halle und etwa 830 in Berlin.

Mithilfe dieser sogenannten Häufigkeitszahl ist es uns möglich, die Corona-Fallzahlen aus verschiedenen großen Städten, Landkreisen und Bundesländern besser miteinander vergleichen und Rückschlüsse auf die Lage vor Ort ziehen zu können. Deshalb sind Fallzahlen bezogen auf 100.000 Einwohner auch immer Bestandteil unserer Daten-Updates.

Wie stark sind Krankenhäuser mit Corona-Patienten ausgelastet?

Alle Maßnahmen – wie etwa Kita- und Schulschließungen oder Kontaktbeschränkungen – haben zum Ziel, dass sich möglichst wenige Menschen zeitgleich mit dem neuartigen Coronavirus anstecken und folglich nicht zu viele Infizierte gleichzeitig auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Momentan wird deshalb ein bundesweites Intensivregister aufgebaut, in das Kliniken ihre intensivmedizinischen Kapazitäten und die intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Fälle eintragen.

Auch wenn gegenwärtig noch nicht alle Krankenhäuser an der Datenerhebung mitwirken, zeigen die Zahlen unserer Meinung nach ein aktuelles und realistisches Bild über die Lage in den Kliniken. Und bislang sind glücklicherweise die Kliniken noch nicht an ihre Grenzen gestoßen und können alle Covid-19-Patienten ausreichend versorgen.

Was wir anhand von Corona-Daten nicht wissen

Wie viele Menschen sind wirklich infiziert?

Aus unseren Daten-Quellen wird ersichtlich, in wie vielen Fällen ein Corona-Test positiv ausgefallen ist – sei es pro Landkreis, Bundesland oder bundesweit. Was sich daraus nicht ablesen lässt, ist die tatsächliche Anzahl der Infizierten. Warum?

  1. Weil im Gegensatz zur Infektion eine Genesung nicht meldepflichtig ist. Zu welchem Zeitpunkt ein Infizierter wieder vollständig gesund ist, wird also nicht exakt erhoben. Zwar gibt es Schätzungen, in die verschiedene Krankheitsverläufe eingerechnet sind, aber es sind und bleiben Schätzungen.
  2. Nicht jeder Infizierte wird auch getestet. Bei vielen Betroffenen treten nach der Infektion keine oder nur sehr milde Symptome auf. Wie hoch die sogenannte Dunkelziffer der Nicht-Getesteten ist, ist momentan noch zu wenig erforscht.

Wie entwickelt sich die Epedmie weiter?

Anhand der bisherigen Entwicklung ist es für uns nicht möglich, basierend auf den öffentlichen Daten den weiteren Verlauf der Corona-Epidemie vorherzusagen. Was wir können, ist die bisherige Entwicklung und den aktuellen Stand zu beschreiben.

Woran sind Covid-19-Patienten wirklich gestorben?

Mit zunehmendem Alter und der Zahl der Vorerkrankungen steigt für Covid-19-Patienten das Risiko für schwere und tödliche Krankheitsverläufe. Dabei wird aus den öffentlich zugänglichen Daten nicht ersichtlich, inwieweit eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus die alleinige Todesursache war oder nicht.


Generelle Einschätzung der Daten

Es handelt sich sowohl regional als auch international um eine sehr dynamische Datenlage. Beinahe stündlich liefern einzelnen Kommunen, Landesbehörden oder internationale Stellen neue Zahlen. Dazu kommt ein teils erheblicher Meldeverzug, weshalb sich Angaben verschiedener Quellen unterscheiden können. Grundsätzlich stellt eine Daten-Übersicht wie diese deshalb immer nur eine Momentaufnahme dar.

Newsletter: Das Corona-Daten-Update

Zum Schluss empfehlen wir Ihnen noch unseren Newsletter zum Thema: In unserem Update zur Corona-Lage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fassen wir für Sie zusammen was am Tag wichtig war und was für Sie morgen wichtig wird – montags bis freitags um 20 Uhr per Mail in Ihr Postfach. Hier geht es zur Anmeldung.

Grafik: Der Corona-Daten-Update Newsletter
Bildrechte: MDR | Grafik Florian Leue/Martin Paul

Quelle: MDR/mm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 05. Mai 2020 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Anhaltiner vor 28 Wochen

@ Dieter Hirschberg
Wer denn unbedingt Hassprediger sucht ,wird eventuell welche finden. Oder drängen sich die Hassürediger Ihnen auf ? Muss man das dann lesen oder sehen oder einfach nur ignorieren.

Dieter Hirschberg vor 28 Wochen

Ich bedanke mich für Ihre umfassende und informative Berichterstattung. Sie trägt zur Versachlichung der Diskussion bei, was angesichts der vielen Hassprediger im Internet bitter nötig ist. Diskutieren wir! Aber ohne Schaum vor dem Mund. Danke.

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