Corona-Daten-Update 23.04.2020 Das Jessen-Cluster: Wie ein explosiver Corona-Ausbruch entstand

Manuel Mohr
Bildrechte: BR/Philipp Kimmelzwinger

Im Landkreis Wittenberg kam es im März zu einem rasanten Ausbruch des neuartigen Coronavirus. Wie die Infektionskette bis hin zum ursprünglichen Auslöser rekonstruiert werden konnte und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden, das und mehr im Corona-Daten-Update.

Feuerwehrmänner und Polizisten stehen an einer Straßensperre am Ortseingang von Jessen.
Infolge der rasanten Ausbreitung wurde Jessen und der Vorort Schweinitz für mehrere Tage abgeriegelt. Bildrechte: dpa

Guten Abend zur aktuellen Ausgabe des Corona-Daten-Updates. In den vergangenen Wochen habe ich Ihnen an dieser Stelle schon mehrfach die Meldekette eines Corona-Infektionsfalls erläutert. Kurze Gedächtnisstütze: Ein positiver Test wird von Arzt oder Labor ans zuständige Gesundheitsamt gemeldet, von da geht die Meldung weiter an die Landesbehörde und das Robert Koch-Institut (RKI). Was aber bereits auf Ebene der Gesundheitsämter sonst noch passiert, wird aus einem neuen Bericht deutlich, der sich phasenweise fast wie ein Krimi liest.

In dem neunseitigen Papier wird detailliert dargelegt, wie sich die Corona-Epidemie im Landkreis Wittenberg (Sachsen-Anhalt) – ausgehend von wenigen Personen – explosiv ausgebreitet hat. Autoren des Berichts sind Mitarbeiter des Robert Koch-Instituts, des "European Centre for Disease Control and Prevention" sowie des Gesundheitsamts im Landkreis Wittenberg.

Die Untersuchung soll Hinweise liefern, wie in anderen nicht-großstädtischen Regionen sowie in Alten- und Pflegeheimen mit COVID-19 umgegangen werden kann. Denn was im Landkreis Wittenberg besonders tragisch war: In der Stadt Jessen sprang die Infektion schnell in ein Seniorenheim über und verbreitete sich unter Bewohnern und Personal. In der Folge möchte aus dem Bericht rekonstruieren, wie das neuartige Coronavirus nach Jessen kam und welche Schlussfolgerungen die Autoren daraus ziehen.

Das "Jessen-Cluster"

07. März: Eine Gruppe von vier Personen, die im Landkreis Wittenberg wohnen, kehrt von einem Skiurlaub im Salzburger Land (Österreich) zurück. Drei von Ihnen sind da bereits an COVID-19 erkrankt. Eine der infizierten Personen steckt den im gleichen Haushalt lebenden Partner an, der wiederum als Pflegekraft in Jessen in einem Pflegeheim arbeitet.

11. März: Der erste laborbestätigte COVID-19-Fall im Landkreis wird an das Gesundheitsamt gemeldet. Dabei handelt es sich laut Bericht (noch) um keinen der Reiserückkehrer.

Die Nacht vom 12. auf den 13. März: Die betroffene Pflegekraft aus Jessen hat einmalig Schüttelfrost und Kopfschmerzen, arbeitet dann aber bis 15. März symptomfrei weiter. In dieser Zeit gelangte die Infektion wahrscheinlich durch die Pflegekraft in das Seniorenheim.

17. März: Der Besuch von Angehörigen oder Freunden wird aufgrund allgemeiner Maßnahmen im Jessener Pflegeheim ab sofort nicht mehr gestattet. Vor dieser Untersagung haben sich aber offenbar bereits zwei Besucher des Heims durch Aufenthalt dort infiziert, was wiederum zu weiteren Virus-Übertragungen auf Familienangehörige und Kollegen führte.

Laut Bericht ist hierbei auffällig, dass einer der erkrankten Besucher sich nicht bei dem konkret besuchten Bewohner angesteckt haben kann, da dieser zu keinem Zeitpunkt positiv getestet wurde. Die Infektion muss also über einen anderen Weg erfolgt sein.

19. März: Einer der eingangs erwähnten Österreichurlauber wird positiv auf COVID-19 getestet. Nachdem darauf auch beim Partner der Pflegekraft COVID-19 diagnostiziert wird, wird sie als enge Kontaktperson unter Quarantäne gestellt. Noch am gleichen Tag treten bei der Pflegekraft Symptome der Krankheit auf.

22. März: Die erste Infektion im Jessener Seniorenheim (86 Bewohner in vier Wohnbereichen sowie 81 Mitarbeiter) wird bekannt, nachdem ein Heimbewohner im Kreiskrankenhaus in Lutherstadt Wittenberg eingeliefert wird. Ein weiterer Heimbewohner wurde bereits drei Tage früher aufgenommen und in der Folge ebenfalls positiv getestet. Eine systematische Erfassung bekannter COVID-19-Symptome ("syndromische Überwachung") fand zu diesem Zeitpunkt in dem Heim nicht statt. Wann genau die Bewohner erkrankten, wurde später aus der Erinnerung der Pflegekräfte rekonstruiert.

23. März: Im Wohnbereich der ersten Infektionsfälle werden alle Bewohner und das Personal getestet. Insgesamt sind 11 der 24 Bewohner und 8 der 16 Personen des Personals infiziert. Ab diesem Zeitpunkt wird ein großer Ausbruch vermutet und die Hygienemaßnahmen im Heim entsprechend weiter verstärkt.

26. März: Die Kleinstadt Jessen und ihr Vorort Schweinitz – zusammen etwa 7.250 Einwohner – werden bis zum 06. April per Allgemeinverfügung abgeriegelt und alle Einwohner unter Heimquarantäne gestellt.
Ein erhöhtes Testkontingent (mehr als 200 Tests pro Tag) wird dem Landkreis zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wird von den Kreis- und Landesbehörden ein Team von Epidemiologen des Robert RKI zur Unterstützung des Gesundheitsamtes angefordert. Dieses ist bis 02. April vor Ort, danach erfolgt die Unterstützung telefonisch.

Im Seniorenheim werden zusätzlich zu dem zuerst untersuchten Wohnbereich alle weiteren Bewohner und das Pflegepersonal getestet. Ergebnis: Insgesamt sind 21 Bewohner in allen 4 Wohnbereichen infiziert.

28. März: Auf Grundlage der Testergebnisse werden die positiv-getesteten Heimbewohner sowie die mit ähnlichen Symptomen von den negativ-getesteten Bewohnern getrennt und in verschiedenen Wohnbereichen untergebracht (Kohortierung). Danach scheint es zu keinen weiteren Übertragungen gekommen zu sein.

07. April: An diesem Tag endet die Beobachtung des RKI-Berichts. Bis zu diesem Zeitpunkt sind in dem sogenannten "Jessen-Cluster" 67 Infektionsfälle bekannt. Darunter befinden sich insgesamt 22 Heimbewohner, drei von ihnen sterben. Beim Pflegepersonal sind bis dahin 11 Infektionen bekannt, keiner der Betroffenen muss stationär im Krankenhaus behandelt werden oder verstirbt.

Schaubild der Infektionsgenerationen des Corona-Jessen-Cluster
Die Rekonstruktion der Infektionskette im "Jessen-Cluster". Bildrechte: MDR/RKI

Fazit der Rekonstruktion

Das Fazit der Autoren des Berichts fällt gemischt aus. Einerseits konnten nach Bekanntwerden der ersten Infektion schnell Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen werden. Allerdings vergingen bis zu diesem Punkt fast zwei Wochen seit der vermuteten Einbringung des Virus durch die Pflegekraft. Eine frühere Entdeckung wäre wahrscheinlich möglich gewesen, wenn Pflegekräfte tägliche Symptomtagebücher geführt hätten und Bewohner und Personal mit COVID-19-typischen Symptomen früher getestet worden wären.

Die Übertragung des neuartigen Coronavirus durch eine Pflegekraft wäre vor Ausbruch der Symptome vielleicht verhindert werden können, wenn die Pflegekräfte bei der Pflege präventiv einen Mund-Nasen-Schutz getragen hätten. Denn laut Bericht ist das generelle Tragen dieses Schutzes durch sämtliches Personal mit Kontakt zu besonders gefährdeten Personengruppen nach Angaben des RKI während einer Pandemie empfohlen.

Weiterhin wurde im Rahmen des Jessen-Clusters deutlich, dass eine solche Ausbruchssituation und die damit verbundene Notwendigkeit der Kontaktpersonennachverfolgung mit einem erhöhten Aufwand für das Gesundheitsamt verbunden ist. Wichtig sei, dass trotz verschiedener Bearbeiter keinerlei Informationen verloren gehen dürfen. Vorsorglich sollten daher in Zeiten ohne Epidemie geeignete Programm beschafft und Mitarbeiter eingearbeitet werden. Dies war scheinbar in Jessen nicht der Fall, da kurzfristig eine Liste von Fällen und Kontakten mit dem Office-Programm "Excel" eingerichtet und zentral geführt werden.

Das Jessen-Cluster zeigt darüber hinaus auch, was die exponentielle Ausbreitung eines Virus bedeutet. Ein in Österreich infizierte Urlauber reichte aus, um durch eine einzelne Übertragung auf eine Pflegekraft einen explosiven Ausbruch in einem Seniorenheim auszulösen. Je später eine solche Infektionskette dann erkannt wird, umso größer wird die Zahl der Folgefälle.

Daten-Update Sachsen-Anhalt

  • Gesamtzahl der Infektionen: 1.440 (+11 zum Vortag)
  • Schätzung der genesenen Patienten: 1.012 (+22)
  • Todesfälle im Covid-19-Zusammenhang: 35 (+1)

Daten-Update Sachsen

  • Gesamtzahl der Infektionen: 4.465 (+43 zum Vortag)
  • Schätzung der genesenen Patienten: 3.250 (+150)
  • Todesfälle im Covid-19-Zusammenhang: 137 (+5)

Daten-Update Thüringen

  • Gesamtzahl der Infektionen: 2.023 (+71 zum Vortag)
  • Genesenen Patienten laut offiziellen Meldungen: 1.016 (+70)
  • Todesfälle im Covid-19-Zusammenhang: 66 (+1)

Daten-Update Deutschland

  • Gesamtzahl der Infektionen: 148.046 (+2.352 zum Vortag)
  • Schätzung der genesenen Patienten: 103.300 (+3.800)
  • Todesfälle im Covid-19-Zusammenhang: 5.094 (+215)
  • Schätzung der Reproduktionszahl: 0,9 (Intervall: 0,7 – 1,0)

Was wir anhand von Corona-Daten wissen

Wie werden Corona-Fälle überhaupt gezählt?

Ein Arzt oder ein Labor stellt mittels eines Testverfahrens (zum Beispiel Rachenabstrich) bei einem Patienten die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 fest. Ein positives Testergebnis muss dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden gemäß Meldepflichtverordnung mitgeteilt werden.

Die so eingehenden Fälle werden von den zuständigen Gesundheitsämtern elektronisch an die zuständigen Landesbehörden und von dort spätestens am nächsten Arbeitstag ans Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt. Nach und nach tauchen neue Corona-Infektionen entlang dieser Meldekette zuerst in den Statistiken der lokalen Behörden und etwas später dann in denen der regionalen und bundesweiten Meldestellen auf.

Warum unterscheiden sich die Fallzahlen je nach Quelle?

Durch die eben beschriebene Meldekette kann es bei der Übermittlung zu einem Zeitverzug von einigen Stunden bis hin zu einigen Tagen kommen. Vorsicht also, wenn Sie beispielsweise die Angaben einer Landesbehörde am selben Tag noch mit den RKI-Zahlen für das gleiche Bundesland vergleichen.

Oder wenn die Angaben eines Landkreises höher sind als die der Landesbehörden. Schnell ist man da beim berühmten Vergleich von Äpfeln und Birnen. Das Vorgehen aller Institutionen ist legitim und durchaus nachvollziehbar, führt aber immer wieder dazu, dass in der Öffentlichkeit verschiedene Zahlen kursieren.

Welche Daten nutzen wir für das tägliche Corona-Daten-Update?

Um Sie möglichst umfangreich zu informieren, nutzen wir verschiedene Quellen. Bei der aktuellen Lage aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen greifen wir auf die jeweils neuesten landesweiten Zahlen zurück, die den MDR-Redaktionen in Magdeburg, Dresden und Erfurt am frühen Abend vorliegen.

In Sachsen-Anhalt sind das die Daten des Sozialministeriums, die zwei Mal pro Tag aktualisiert werden. Aus Sachsen stammen die Zahlen ebenfalls vom dortigen Sozialministerium und werden immer mittags aktualisiert. Da die Thüringer Landesregierung bereits immer am Vormittag das einzige Update des Tages veröffentlicht, erheben unsere Kollegen von MDR THÜRINGEN bis zum Abend selbst neue Fallzahlen, die einzelne Landkreise und Städte im Tagesverlauf veröffentlichen.

Um die Entwicklung der Corona-Daten auf Landes- und Kreisebene von Beginn an zu zeigen, verwenden wir ausschließlich Daten des RKI. Diese werden zwar nur einmal täglich aktualisiert, dafür aber aufgrund des Meldeverfahrens immer einheitlich. Sie sind deshalb für Vergleiche und das Betrachten von zeitlichen Entwicklungen gut geeignet.

Das RKI ist ebenfalls unsere Quelle für die deutschlandweiten Zahlen, die weltweiten stammen von der Johns-Hopkins-Universität (JHU) aus den USA. Mithilfe dieser Quellen ist es uns möglich, Ihnen einerseits sehr aktuelle Fallzahlen auf Bundesland- und Kreisebene und andererseits längerfristige Trends und Entwicklungen zu zeigen.

Welche Rolle spielen Alter und Geschlecht bei Corona-Infektionen und -Todesfällen?

Das Durchschnittsalter eines Infizierten in Deutschland liegt momentan bei knapp unter 50 Jahren. Die Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen ist bislang am häufigsten von Infektionen betroffen. Allerdings: Über 80 Prozent aller bislang in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion Verstorbenen waren über 70 Jahre alt. Auch wenn nur etwa jeder zehnte Infizierte über 70 ist, so sind beinahe 9 von 10 Verstorbenen über 70 – und damit besonders gefährdet.

Das Verhältnis bei den Infektionsfällen ist zwischen Männern und Frauen fast ausgeglichen. Bei den Verstorbenen hingegen sind die Mehrheit Männern – und das, obwohl je älter die Menschen in Deutschland werden, der Anteil der Frauen umso höher ist. Männer im hohen Alter sind also – obwohl es sie seltener gibt – häufiger unter den Verstorbenen.

Warum ist bei Corona-Fällen auch immer die Einwohnerzahl wichtig?

Einwohnerzahlen sind wichtig, weil sie reine, absolute Fallzahlen in Bezug zur Bevölkerung setzen und Daten damit besser vergleichbar machen. Ein Beispiel dazu aus der Kriminologie: 2018 wurden in Berlin etwa 30.000 Fahrräder als gestohlen gemeldet. In Halle waren es hingegen nur rund 3.600. In absoluten Zahlen waren Berliner also weitaus stärker betroffen. Berücksichtigt man nun aber die verschiedenen Einwohnerzahlen – relativiert also die Fallzahlen – ergibt sich ein anderes Bild: Auf 100.000 Einwohner kommen demnach rund 1.500 Fälle in Halle und etwa 830 in Berlin.

Mithilfe dieser sogenannten Häufigkeitszahl ist es uns möglich, die Corona-Fallzahlen aus verschiedenen großen Städten, Landkreisen und Bundesländern besser miteinander vergleichen und Rückschlüsse auf die Lage vor Ort ziehen zu können. Deshalb sind Fallzahlen bezogen auf 100.000 Einwohner auch immer Bestandteil unserer Daten-Updates.

Wie stark sind Krankenhäuser mit Corona-Patienten ausgelastet?

Alle Maßnahmen – wie etwa Kita- und Schulschließungen oder Kontaktbeschränkungen – haben zum Ziel, dass sich möglichst wenige Menschen zeitgleich mit dem neuartigen Coronavirus anstecken und folglich nicht zu viele Infizierte gleichzeitig auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Momentan wird deshalb ein bundesweites Intensivregister aufgebaut, in das Kliniken ihre intensivmedizinischen Kapazitäten und die intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Fälle eintragen.

Auch wenn gegenwärtig noch nicht alle Krankenhäuser an der Datenerhebung mitwirken, zeigen die Zahlen unserer Meinung nach ein aktuelles und realistisches Bild über die Lage in den Kliniken. Und bislang sind glücklicherweise die Kliniken noch nicht an ihre Grenzen gestoßen und können alle Covid-19-Patienten ausreichend versorgen.

Was wir anhand von Corona-Daten nicht wissen

Wie viele Menschen sind wirklich infiziert?

Aus unseren Daten-Quellen wird ersichtlich, in wie vielen Fällen ein Corona-Test positiv ausgefallen ist – sei es pro Landkreis, Bundesland oder bundesweit. Was sich daraus nicht ablesen lässt, ist die tatsächliche Anzahl der Infizierten. Warum?

  1. Weil im Gegensatz zur Infektion eine Genesung nicht meldepflichtig ist. Zu welchem Zeitpunkt ein Infizierter wieder vollständig gesund ist, wird also nicht exakt erhoben. Zwar gibt es Schätzungen, in die verschiedene Krankheitsverläufe eingerechnet sind, aber es sind und bleiben Schätzungen.
  2. Nicht jeder Infizierte wird auch getestet. Bei vielen Betroffenen treten nach der Infektion keine oder nur sehr milde Symptome auf. Wie hoch die sogenannte Dunkelziffer der Nicht-Getesteten ist, ist momentan noch zu wenig erforscht.

Wie entwickelt sich die Epedmie weiter?

Anhand der bisherigen Entwicklung ist es für uns nicht möglich, basierend auf den öffentlichen Daten den weiteren Verlauf der Corona-Epidemie vorherzusagen. Was wir können, ist die bisherige Entwicklung und den aktuellen Stand zu beschreiben.

Woran sind Covid-19-Patienten wirklich gestorben?

Mit zunehmendem Alter und der Zahl der Vorerkrankungen steigt für Covid-19-Patienten das Risiko für schwere und tödliche Krankheitsverläufe. Dabei wird aus den öffentlich zugänglichen Daten nicht ersichtlich, inwieweit eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus die alleinige Todesursache war oder nicht.


Generelle Einschätzung der Daten

Es handelt sich sowohl regional als auch international um eine sehr dynamische Datenlage. Beinahe stündlich liefern einzelnen Kommunen, Landesbehörden oder internationale Stellen neue Zahlen. Dazu kommt ein teils erheblicher Meldeverzug, weshalb sich Angaben verschiedener Quellen unterscheiden können. Grundsätzlich stellt eine Daten-Übersicht wie diese deshalb immer nur eine Momentaufnahme dar.

Newsletter: Das Corona-Daten-Update

Zum Schluss empfehlen wir Ihnen noch unseren Newsletter zum Thema: In unserem Update zur Corona-Lage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fassen wir für Sie zusammen was am Tag wichtig war und was für Sie morgen wichtig wird – montags bis freitags um 20 Uhr per Mail in Ihr Postfach. Hier geht es zur Anmeldung.

Grafik: Der Corona-Daten-Update Newsletter
Bildrechte: MDR | Grafik Florian Leue/Martin Paul

Quelle: MDR/mm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 23. April 2020 | 19:00 Uhr

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