Corona-Daten-Update 08.04.2020 Warum die Reproduktionszahl im Kampf gegen Corona so wichtig ist

Der Kampf gegen die Corona-Epidemie hat immer wieder mit Zahlen zu tun. Heute geht es um die Reproduktionszahl, über die gerade viel geredet wird. Was genau dahinter steckt, das und mehr im täglichen Corona-Daten-Update.

Zwei Hände benutzen einen Desinfektionsseifenspender.
Um sich vor Infektionen zu schützen, ist auch regelmäßiges Händewaschen wichtig. Bildrechte: MDR/Unsplash/Kelly Sikkema

Das verrät uns die Reproduktionszahl

Guten Abend zur aktuellen Ausgabe des Corona-Daten-Updates. Dieses Mal möchten wir Ihnen die sogenannte Reproduktionszahl etwas genauer erklären. Dabei handelt es sich um eine wissenschaftliche Kennzahl, die zuletzt mehrfach vom Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, in verschiedenen Pressekonferenzen erwähnt wurde.

Was genau verbirgt sich hinter der Reproduktionszahl?

Vereinfacht gesagt gibt dieser Wert die Anzahl der Personen an, die ein bereits Infizierter durchschnittlich ansteckt. Ist der Wert größer als 1, breitet sich eine Krankheit immer schneller aus. Sobald der Wert auf 1 sinkt, wird die Anzahl der Erkrankten stabilisiert. Und ist die Reproduktionszahl schließlich kleiner als 1, nimmt die Zahl der Erkrankten immer weiter ab und die Epidemie endet.

Warum ist die Reproduktionszahl so wichtig?

Weil der Wert Auskunft darüber gibt, inwiefern Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie – zum Beispiel Schulschließungen oder Kontaktbeschränkungen – Wirkung zeigen. Denn an der Reproduktionszahl lässt sich ablesen, ob die Zahl der Infizierten stabil bleibt, abnimmt oder sich doch noch immer mehr Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infizieren. Im Deutschlandfunk wiederholte RKI-Chef Wieler am Mittwoch daher noch einmal: Ziel aller Maßnahmen sei immer noch, die Reproduktionszahl auf einen Wert unter 1 zu senken.

Wieler betonte zudem, dass es mehrere Kriterien für eine Entwarnung in der Corona-Krise gibt. Und dazu zählt unter anderem auch, wie sich die Reproduktionszahl in den kommenden Tagen und Wochen weiterentwickeln wird.

Wie wird die Reproduktionszahl ermittelt?

Zur Erläuterung beziehen wir uns an dieser Stelle auf Wissenschaftler der Thüringer TU Ilmenau und der Uni Bielefeld. Sie haben vor Kurzem ein Online-Tool veröffentlicht, an dem man die momentane Reproduktionszahl ablesen kann:

Vorweg zum Verständnis: Die Reproduktionszahl lässt sich nicht einfach aus den offiziell gemeldeten Infektionsfällen ablesen, sondern muss darauf basierend geschätzt werden. Die Forscher rund um Thomas Hotz von der TU Ilmenau und Alexander Krämer von der Uni Bielefeld verwenden als Quelle für ihre Schätzung die beim RKI veröffentlichten Zahlen zu den täglich gemeldeten Neuinfektionen, sobald auch etwaige Nachmeldungen eingepflegt wurden. Auf dieser soliden Basis erfolgt die Schätzung in zwei Schritten:

1. Zunächst muss ermittelt werden, wann ein Patient sich tatsächlich mit dem Coronavirus tatsächlich infiziert hat. Das ist ein Blick in die Vergangenheit. Denn zwischen dem ursprünglichen Infektionstag und dem Meldetag – also dem Tag, an dem schließlich ein Corona-Test positiv ist und die Infektion gemeldet wird – vergeht einige Zeit. Basierend auf neuesten Studien gehen die Wissenschaftler davon aus, dass dieser Zeitraum durchschnittlich genau eine Woche beträgt. Fünf Tage für die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Erkrankung – und zwei Tage vom Auftreten der Symptome bis zu Durchführung des Corona-Tests.

2. Für den so ermittelten Infektionstag wird dann wiederum ermittelt, wie viele Menschen an diesem Tag infektiös waren und das Virus hätten übertragen können. Besonders infektiös sind Corona-Infizierte Studien nach zwischen zwei Tagen vor Einsetzen der Symptome und etwa vier Tagen danach. In dieser Zeit geben sie die meisten Viren an ihre Umwelt ab.

Zusammengefasst: Die Forscher berechnen, wie viele Personen momentan ansteckend sind und vergleichen diesen Wert mit der Zahl der täglich gemeldeten Infektionen. Daraus ergibt sich die Anzahl der Menschen, die ein Erkrankter infiziert hat. Weitere Informationen zur Methode finden Sie in diesem tiefgründigen Artikel unserer geschätzten Kollegen von MDR WISSEN:

Wie hoch ist die Reproduktionszahl aktuell?

Im RKI-Situationsbericht am Dienstag taucht erstmals eine Angabe zur Reproduktionszahl auf. Geschätzt wird der Wert für Deutschland auf 1,3 bei einem Intervall von 1,0 bis 1,6. Dieses Intervall gibt an, dass sich es sich bei dem Wert um eine Schätzung handelt. Die Wissenschaftler aus Ilmenau und Bielefeld kommen auf einen ganz ähnlichen Wert.

Wie sich die Reproduktionszahl in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen entwickelt hat, können Sie wie gewohnt den folgenden Abschnitten entnehmen. Wichtig dabei: Diese Werte beziehen sich immer auf Infektionen, die Ende März stattgefunden haben und durch den oben beschriebenen Verzug erst in den vergangenen Tagen offiziell gemeldet wurden.

Daten-Update Sachsen-Anhalt

Die aktuelle Lage (Stand 15.19 Uhr):

  • Gesamtzahl der Infektionen: 1.077 (+53 zum Vortag)
  • Schätzung der genesenen Patienten: 486 (+37)
  • Todesfälle im Covid-19-Zusammenhang: 16 (+0)

Nach den eingangs beschriebenen Schätzungen liegt die Reproduktionszahl in Sachsen-Anhalt momentan bei 0,68 (Intervall: 0,45–0,91). Sollte dieser Trend weiter anhalten, würde die Zahl der Erkrankten in den den kommenden Tagen und Wochen immer weiter abnehmen.

Doch auch hier ist Vorsicht geboten: So hatte RKI-Chef Wieler am vergangenen Freitag die Reproduktionszahl für Deutschland auf genau 1 beziffert und einen weiteren Rückgang in Aussicht gestellt. Bis zum Dienstag erhöhte sich die Zahl aber wieder leicht. Wir behalten die Entwicklung auch über Ostern für Sie im Auge.

So haben sich die Corona-Fallzahlen in Sachsen-Anhalt und den Regionen bislang entwickelt:

Daten-Update Sachsen

Die aktuelle Lage (Stand 13.00 Uhr):

  • Gesamtzahl der Infektionen: 3.339 (+158 zum Vortag)
  • Todesfälle im Covid-19-Zusammenhang: 52 (+9)

Nach Angaben der Ilmenauer und Bielefelder Wissenschaftler liegt die Reproduktionszahl in Sachsen aktuell bei 0,88 (Intervall: 0,73–1,02) und damit knapp unter der wichtigen Marke von 1. Auch hier wird erst in den kommenden Tagen sichtbar, ob sich der die positive Tendenz weiter fortsetzt und der Wert auch dauerhaft kleiner als 1 bleibt.

So haben sich die Corona-Fallzahlen in Sachsen und den Regionen bislang entwickelt:

Daten-Update Thüringen

Die aktuelle Lage (Stand 18.00 Uhr):

  • Gesamtzahl der Infektionen: 1.335 (+63 zum Vortag)
  • Genesenen Patienten laut offiziellen Meldungen: 313 (+39)
  • Todesfälle im Covid-19-Zusammenhang: 20 (+0)

Auch in Thüringen ist die Reproduktionszahl zuletzt auf unter 1 gesunken und liegt aktuell bei 0,84 (Intervall: 0,61 – 1,08). Was aus den Schätzungen in Thüringen und auch den anderen Ländern auch hervorgeht: Die Daten sind nur so gut wie ihre Quelle.

Und da in der Vergangenheit gerade am Wochenende die RKI-Zahlen nicht immer vollständig waren und erst Tage später nachgemeldet wurden, wirken sich diese "Wochenendeffekte" auch auf die Schätzungen aus. Dennoch glauben die Wissenschaftler, dass sich aus ihren Schätzungen qualitativ richtige Erkenntnisse ableiten lassen.

So haben sich die Corona-Fallzahlen in Thüringen und den Regionen bislang entwickelt:

Daten-Update Deutschland

  • Gesamtzahl der Infektionen: 103.228 (+4.003 zum Vortag)
  • Todesfälle im Covid-19-Zusammenhang: 1.861 (+254)

Wie immer gilt: Daten des RKI können aufgrund des Meldeverzugs abweichend von Quellen auf lokaler und regionaler Ebene sein.

Ebenfalls im Deutschlandfunk am Mittwoch sagte RKI-Chef Wieler: "Wir stehen immer noch am Anfang dieser Pandemie". Wieler verwies bei seiner Mahnung auf die immer noch wachsenden Fallzahlen. "Allerdings hat sich die Steigung etwas abgeflacht, was sicher ein schönes Ergebnis ist."

Ein Ende sämtlicher Maßnahmen im Kampf gegen den Virusausbruch auf einmal sei dennoch derzeit nicht denkbar. "Ein Exit suggeriert vielleicht, dass man einfach die ganzen Maßnahmen aufhebt und dann so lebt wie vor dieser Epidemie. Ich persönlich kann mir das momentan nicht vorstellen", sagte Wieler. "Ich kann mir vorstellen, dass es schrittweise bestimmte Änderungen gibt."

Wie lange die Pandemie tatsächlich dauert, kann keiner sagen. Dass sich aber im Sommer schon alles "normalisiert" hat, daran zweifeln viele. Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hat sogar vorgeschlagen, die Sommerferien auf den Spätsommer zu verlegen.

Daten-Update weltweit

Was wir anhand von Corona-Daten wissen

Wie werden Corona-Fälle überhaupt gezählt?

Ein Arzt oder ein Labor stellt mittels eines Testverfahrens (zum Beispiel Rachenabstrich) bei einem Patienten die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 fest. Ein positives Testergebnis muss dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden gemäß Meldepflichtverordnung mitgeteilt werden.

Die so eingehenden Fälle werden von den zuständigen Gesundheitsämtern elektronisch an die zuständigen Landesbehörden und von dort spätestens am nächsten Arbeitstag ans Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt. Nach und nach tauchen neue Corona-Infektionen entlang dieser Meldekette zuerst in den Statistiken der lokalen Behörden und etwas später dann in denen der regionalen und bundesweiten Meldestellen auf.

Warum unterscheiden sich die Fallzahlen je nach Quelle?

Durch die eben beschriebene Meldekette kann es bei der Übermittlung zu einem Zeitverzug von einigen Stunden bis hin zu einigen Tagen kommen. Vorsicht also, wenn Sie beispielsweise die Angaben einer Landesbehörde am selben Tag noch mit den RKI-Zahlen für das gleiche Bundesland vergleichen.

Oder wenn die Angaben eines Landkreises höher sind als die der Landesbehörden. Schnell ist man da beim berühmten Vergleich von Äpfeln und Birnen. Das Vorgehen aller Institutionen ist legitim und durchaus nachvollziehbar, führt aber immer wieder dazu, dass in der Öffentlichkeit verschiedene Zahlen kursieren.

Welche Daten nutzen wir für das tägliche Corona-Daten-Update?

Um Sie möglichst umfangreich zu informieren, nutzen wir verschiedene Quellen. Bei der aktuellen Lage aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen greifen wir auf die jeweils neuesten landesweiten Zahlen zurück, die den MDR-Redaktionen in Magdeburg, Dresden und Erfurt am frühen Abend vorliegen.

In Sachsen-Anhalt sind das die Daten des Sozialministeriums, die zwei Mal pro Tag aktualisiert werden. Aus Sachsen stammen die Zahlen ebenfalls vom dortigen Sozialministerium und werden immer mittags aktualisiert. Da die Thüringer Landesregierung bereits immer am Vormittag das einzige Update des Tages veröffentlicht, erheben unsere Kollegen von MDR THÜRINGEN bis zum Abend selbst neue Fallzahlen, die einzelne Landkreise und Städte im Tagesverlauf veröffentlichen.

Um die Entwicklung der Corona-Daten auf Landes- und Kreisebene von Beginn an zu zeigen, verwenden wir ausschließlich Daten des RKI. Diese werden zwar nur einmal täglich aktualisiert, dafür aber aufgrund des Meldeverfahrens immer einheitlich. Sie sind deshalb für Vergleiche und das Betrachten von zeitlichen Entwicklungen gut geeignet.

Das RKI ist ebenfalls unsere Quelle für die deutschlandweiten Zahlen, die weltweiten stammen von der Johns-Hopkins-Universität (JHU) aus den USA. Mithilfe dieser Quellen ist es uns möglich, Ihnen einerseits sehr aktuelle Fallzahlen auf Bundesland- und Kreisebene und andererseits längerfristige Trends und Entwicklungen zu zeigen.

Welche Rolle spielen Alter und Geschlecht bei Corona-Infektionen und -Todesfällen?

Das Durchschnittsalter eines Infizierten in Deutschland liegt momentan bei knapp unter 50 Jahren. Die Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen ist bislang am häufigsten von Infektionen betroffen. Allerdings: Über 80 Prozent aller bislang in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion Verstorbenen waren über 70 Jahre alt. Auch wenn nur etwa jeder zehnte Infizierte über 70 ist, so sind beinahe 9 von 10 Verstorbenen über 70 – und damit besonders gefährdet.

Das Verhältnis bei den Infektionsfällen ist zwischen Männern und Frauen fast ausgeglichen. Bei den Verstorbenen hingegen sind die Mehrheit Männern – und das, obwohl je älter die Menschen in Deutschland werden, der Anteil der Frauen umso höher ist. Männer im hohen Alter sind also – obwohl es sie seltener gibt – häufiger unter den Verstorbenen.

Warum ist bei Corona-Fällen auch immer die Einwohnerzahl wichtig?

Einwohnerzahlen sind wichtig, weil sie reine, absolute Fallzahlen in Bezug zur Bevölkerung setzen und Daten damit besser vergleichbar machen. Ein Beispiel dazu aus der Kriminologie: 2018 wurden in Berlin etwa 30.000 Fahrräder als gestohlen gemeldet. In Halle waren es hingegen nur rund 3.600. In absoluten Zahlen waren Berliner also weitaus stärker betroffen. Berücksichtigt man nun aber die verschiedenen Einwohnerzahlen – relativiert also die Fallzahlen – ergibt sich ein anderes Bild: Auf 100.000 Einwohner kommen demnach rund 1.500 Fälle in Halle und etwa 830 in Berlin.

Mithilfe dieser sogenannten Häufigkeitszahl ist es uns möglich, die Corona-Fallzahlen aus verschiedenen großen Städten, Landkreisen und Bundesländern besser miteinander vergleichen und Rückschlüsse auf die Lage vor Ort ziehen zu können. Deshalb sind Fallzahlen bezogen auf 100.000 Einwohner auch immer Bestandteil unserer Daten-Updates.

Wie stark sind Krankenhäuser mit Corona-Patienten ausgelastet?

Alle Maßnahmen – wie etwa Kita- und Schulschließungen oder Kontaktbeschränkungen – haben zum Ziel, dass sich möglichst wenige Menschen zeitgleich mit dem neuartigen Coronavirus anstecken und folglich nicht zu viele Infizierte gleichzeitig auf Intensivstationen behandelt werden müssen. Momentan wird deshalb ein bundesweites Intensivregister aufgebaut, in das Kliniken ihre intensivmedizinischen Kapazitäten und die intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Fälle eintragen.

Auch wenn gegenwärtig noch nicht alle Krankenhäuser an der Datenerhebung mitwirken, zeigen die Zahlen unserer Meinung nach ein aktuelles und realistisches Bild über die Lage in den Kliniken. Und bislang sind glücklicherweise die Kliniken noch nicht an ihre Grenzen gestoßen und können alle Covid-19-Patienten ausreichend versorgen.

Was wir anhand von Corona-Daten nicht wissen

Wie viele Menschen sind wirklich infiziert?

Aus unseren Daten-Quellen wird ersichtlich, in wie vielen Fällen ein Corona-Test positiv ausgefallen ist – sei es pro Landkreis, Bundesland oder bundesweit. Was sich daraus nicht ablesen lässt, ist die tatsächliche Anzahl der Infizierten. Warum?

  1. Weil im Gegensatz zur Infektion eine Genesung nicht meldepflichtig ist. Zu welchem Zeitpunkt ein Infizierter wieder vollständig gesund ist, wird also nicht exakt erhoben. Zwar gibt es Schätzungen, in die verschiedene Krankheitsverläufe eingerechnet sind, aber es sind und bleiben Schätzungen.
  2. Nicht jeder Infizierte wird auch getestet. Bei vielen Betroffenen treten nach der Infektion keine oder nur sehr milde Symptome auf. Wie hoch die sogenannte Dunkelziffer der Nicht-Getesteten ist, ist momentan noch zu wenig erforscht.

Wie entwickelt sich die Epedmie weiter?

Anhand der bisherigen Entwicklung ist es für uns nicht möglich, basierend auf den öffentlichen Daten den weiteren Verlauf der Corona-Epidemie vorherzusagen. Was wir können, ist die bisherige Entwicklung und den aktuellen Stand zu beschreiben.

Woran sind Covid-19-Patienten wirklich gestorben?

Mit zunehmendem Alter und der Zahl der Vorerkrankungen steigt für Covid-19-Patienten das Risiko für schwere und tödliche Krankheitsverläufe. Dabei wird aus den öffentlich zugänglichen Daten nicht ersichtlich, inwieweit eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus die alleinige Todesursache war oder nicht.


Generelle Einschätzung der Daten

Es handelt sich sowohl regional als auch international um eine sehr dynamische Datenlage. Beinahe stündlich liefern einzelnen Kommunen, Landesbehörden oder internationale Stellen neue Zahlen. Dazu kommt ein teils erheblicher Meldeverzug, weshalb sich Angaben verschiedener Quellen unterscheiden können. Grundsätzlich stellt eine Daten-Übersicht wie diese deshalb immer nur eine Momentaufnahme dar.


Newsletter: Das Corona-Daten-Update

Wir haben einen neuen Newsletter gestartet: Ihr Update zur Corona-Lage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Was am Tag wichtig war, was für Sie morgen wichtig wird – montags bis freitags um 20 Uhr. Hier geht es zur Anmeldung.

Quelle: MDR/mm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 08. April 2020 | 19:00 Uhr

3 Kommentare

Grosser Klaus vor 7 Wochen

Entscheidend ist doch eigentlich:
1. Wieviele Erkrankte gibt es?
2. Wie schwer ist die Erkrankung, wie sind die Krankheitsverläufe?
3. Wieviele Neuinfizierte, wieviele Genesene gibt es?
4. Wie hoch ist die Dunkelziffer von Neuinfizierten und von Genesenen?

Mich erstaunen daher die aktuellen Zahlen in Jena:
Jena, Stand: 09.04.2020

153 bestätigte Fälle
49 genesen
1 gestorben

Für mich ergeben sich mit Blick auf die aktuellen Zahlen folgende Fragen:

1. Wieso sind nur 49 Menschen genesen und dies bei 99 Coronafällen am 25.03.2020, müssten nicht viel mehr Menschen genesen sein?
2. Warum gibt die Stadt Jena nicht zeitnah die Zahlen der Neuinfizierten und Genesenen an das Land Thüringen weiter?
3. Wieso erkranken in Jena immer noch so viele, kümmert man sich in Jena überhaupt noch um die Infektionswege oder hat man dies bereits aufgegeben?
4. Wieso gibt die Stadt Jena, die Fallzahlen aller Jenaer Einwohner die negativ bzw. positiv getestet wurden nicht bekannt?

Anhaltiner vor 7 Wochen

Warum die Reproduktionszahl im Kampf gegen Corona so wichtig ist ?
Es soll beruhigend wirken. 6000 am Tag sind bei 20 000 sehr viel.Bei !00 000 sind 6000 eben immer noch 6000 zu viel aber oh Wunder die Reproduktionszahl hat sich drastisch geändert.Das gefällt Medien und Politikern.

HF_aus_MD vor 7 Wochen

Hallo! Es wäre mal interessant die Corona-Fallzahlen nach Einwohnerzahl der Bundesländer darzustellen. Das NRW mehr Fälle als Bremen hat ist kein Wunder. Die jetzige Darstellung nach totalen Zahlen lässt den Schluss zu, das die 3 wirtschaftliche stärksten Bundesländer am meisten betroffen sind, weil sich dort mehr Menschen eine Ischgl-Reise leisten können als in Bremen oder Mäc Pomm.

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