Auf Landkreise verteilt Corona-Impfstoff in Sachsen-Anhalt angekommen

Knapp 10.000 Impfdosen gegen das Coronavirus sind am Samstag in Sachsen-Anhalt angekommen. Am Sonntag starten die Impfungen in Alten- und Pflegeheimen. Der Landkreis Harz plant, bereits am Samstagnachmittag in einem Pflegeheim die ersten Bewohner zu impfen.

Ampulle mit dem Pfizer/Biontech Corona-Impfstoff
Die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs ist in Sachsen-Anhalt angekommen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs ist am Samstagmorgen in Sachsen-Anhalt eingetroffen. Die Polizei begleitete die Transporte in den Bundesländern in Lager, deren genaue Standorte nicht bekannt gegeben werden. Die Lieferung der insgesamt 9.750 Impfdosen der Firmen Biontech/Pfizer habe wie geplant funktioniert, erklärte eine Sprecherin des Landessozialministeriums in Magdeburg. Sie seien nun auf den Weg in die Landkreise und kreisfreien Städte gebracht worden.

Entsprechend der bundesweiten Impfstrategie sollen am Sonntag zuerst die Impfungen in Senioren- und Pflegeheimen in ganz Sachsen-Anhalt beginnen. Auch besonders gefährdetes Personal in Krankenhäusern bekommt den Impfstoff verabreicht. Der Landkreis Harz plant, bereits am Samstagnachmittag in einem Pflegeheim in Halberstadt die ersten Bewohner zu impfen. Zum symbolischen landesweiten Auftakt in einem Pflegeheim in Dessau-Roßlau werden Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) erwartet.

#MDRklärt Nach diesem Plan wird gegen Corona in Sachsen-Anhalt geimpft

In Sachsen-Anhalt beginnen am 27. Dezember die Impfungen gegen das Coronavirus. Doch weil noch nicht genug Impfstoff produziert wurde, wird die Bevölkerung in Stufen geimpft – je gefährdeter durch das Virus, desto eher.

In diesen Stufen wird die Bevölkerung gegen Corona geimpft
Das ist der Plan, in welchen Stufen die Menschen gegen Corona geimpft werden sollen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
In diesen Stufen wird die Bevölkerung gegen Corona geimpft
Das ist der Plan, in welchen Stufen die Menschen gegen Corona geimpft werden sollen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Höchste Priorität haben Menschen ab 80 und alle, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege tätig sind. Dafür sind mobile Impfteams unterwegs. Zur ersten Gruppe gehört außerdem alle, die auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten oder den Impfzentren arbeitet. Die Impfstoffe werden dafür an die Krankenhäuser übergeben.
Höchste Priorität haben Menschen ab 80 und alle, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege tätig sind. Dafür sind mobile Impfteams unterwegs. Zur ersten Gruppe gehört außerdem alle, die auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten oder den Impfzentren arbeitet. Die Impfstoffe werden dafür an die Krankenhäuser übergeben. Bildrechte: MDRklärt
Die Impfzentren werden in der zweiten Stufe genutzt. Dann werden Personen geimpft, die älter als 70 Jahre oder bei denen ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht. Dazu gehören etwa Demenzkranke sowie Menschen mit Trisomie 21 und Transplantationspatienten. Auch enge Kontaktpersonen von Pflegbedürftigen dürfen sich dann impfen lassen, dasselbe gilt für Menschen in Asyl- oder Obdachlosenunterkünften.
Die Impfzentren werden in der zweiten Stufe genutzt. Dann werden Personen geimpft, die älter als 70 Jahre oder bei denen ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht. Dazu gehören etwa Demenzkranke sowie Menschen mit Trisomie 21 und Transplantationspatienten. Auch enge Kontaktpersonen von Pflegbedürftigen dürfen sich dann impfen lassen, dasselbe gilt für Menschen in Asyl- oder Obdachlosenunterkünften. Bildrechte: MDRklärt
In einem dritten Schritt sollen die Menschen geimpft werden, bei denen das Risiko für einen tödlichen Verlauf der Erkrankung erhöht ist. Dazu gehören etwa Menschen ab 60, stark Übergewichtige, Patienten mit Immundefizienz oder Menschen mit Diabetes, Herzerkrankungen oder Bluthochdruck. Zur dritten Priorität gehören außerdem Mitarbeiter von Verfassungsorganen, Regierungen und Verwaltungen, Streitkräften, Polizei, Zoll, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Justiz sowie dem Lebensmitteleinzelhandel. Hinzu kommen Menschen in prekären Arbeitsbedingungen wie etwa Saisonarbeiter.
In einem dritten Schritt sollen die Menschen geimpft werden, bei denen das Risiko für einen tödlichen Verlauf der Erkrankung erhöht ist. Dazu gehören etwa Menschen ab 60, stark Übergewichtige, Patienten mit Immundefizienz oder Menschen mit Diabetes, Herzerkrankungen oder Bluthochdruck. Zur dritten Priorität gehören außerdem Mitarbeiter von Verfassungsorganen, Regierungen und Verwaltungen, Streitkräften, Polizei, Zoll, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Justiz sowie dem Lebensmitteleinzelhandel. Hinzu kommen Menschen in prekären Arbeitsbedingungen wie etwa Saisonarbeiter. Bildrechte: MDRklärt
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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 21. Dezember 2020 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/mx
Bildrechte: MDR/Max Schörm
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Terminvergabe für Impfzentren ab Mitte Januar

In den aufgebauten Impfzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten soll die Arbeit losgehen, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Geimpft werden kann nur, wer einen Termin hat. Die Terminvergabe beginnt laut Sozialministerium voraussichtlich Mitte Januar.

Quelle: dpa,MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 26. Dezember 2020 | 11:00 Uhr

8 Kommentare

Jana vor 8 Wochen

Sie sind ja ein toller "Intensivmediziner" wenn sie uns hier dne Bären aufbinden wollen, dass das "Einmal-Material", was auch immer das sein soll, für eine simple Impfung nicht vorhanden ist.

Sie als angeblicher "Intensivmediziner" können mir ja sicher sagen, welch raffinierte technische Ausstattung man dafür benötigt und wo es angeblich mangelt.

Sorry, aber ich halte sie für einen Troll der ein wenig gegen unser Land und unsere Regieurng stänkern will, weil diese wieder einen wichtigen Milestone bei der Bekämpfung der Pandemie erreicht hat und dass wohl ihre präferierte Partei alt aussehen lässt.

Jana vor 8 Wochen

Sie schreiben einen Blödsinn!
Der Impfstoff wurde in Rekordzeit entwickelt.
Der Impfstoff hat eine ordentliche Zulassung.
Die Regierung hat sinnvolle und zielführende Regeln und Maßnahmen erlassen.

Machen sie also nicht die Regierung dafür verantwortlich, wenn Menschen im Land sich dumm, asozial und ihre Mitmenschen gefährdent verhalten. Die AfD hat sich ja mit ihren Äußerungen zu Corona nicht mit Ruhm bekleckert und je nach Witterungslage so getan als wäre Corona völlig ungefährlich oder schon Geschichte. Solche Äußerungen und weitere Lügen über Corona konnte man ja auf den von Rechtsradikalen unterwanderten Quer"denker"-Domos ja massenhaft hören und AfD Prominenz war immer mit dabei. So etwas hat sicher Menschenleben gekostet in der letzten Konsequenz.

Peter vor 8 Wochen

Steffen 1978: Ich hab mal gelernt, dass man, wenn man etwas kritisiert, anschließend Vorschläge machen sollte, wie´s besser gehen soll.
Also mein Vorschlag auf dem Niveau Ihres Beitrages: Jeder Sachsen-Anhaltiner bekommt seine Dosis von Pfizer/Biontech direkt per DHL. Dann regelt er seinen Tiefkühlschrank auf -70°C runter und wartet, bis der Impfarzt kommt.

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