Nach den Sommerferien Keine Maskenpflicht im Unterricht geplant

Mit Beginn des neuen Schuljahres plant das Bildungsministerium keine Maskenpflicht im Unterricht. Das teilte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) am Dienstag mit. Nur auf dem Schulgelände sollen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte in den ersten zwei Schultagen Mundschutze tragen. Das Gesundheitsministerium stelle Mundschutze und Desinfektionsmittel zur Verfügung.

Schule, Schüler, Lehrer Mundmaske
Auf dem Schulgelände soll die ersten zwei Tage eine Maskenpflicht gelten. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte müssen bei der Rückkehr nach den Sommerferien im Klassenzimmer keinen Mundschutz tragen. Das hat Bildungsminister Marco Tullner (CDU) am Dienstag bekanntgegeben. In den ersten zwei Schultagen sollen aber Mundschutze auf dem Schulgelände getragen werden.

Marco Tullner
Bildungsminister Marco Tullner (CDU) (Archivbild) Bildrechte: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, Ronny Hartmann

In dieser Zeit soll der Gesundheitszustand der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte überprüft werden. Danach könnten Schulen einzeln entscheiden, ob sie die Maskenpflicht auf dem Schulgelände weiterführen oder nicht.

Mit dem neuen Schuljahr soll in den Klassenräumen der Regelbetrieb trotz Corona wieder starten. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern kann dann allerdings nicht eingehalten werden. Tullner erklärte, Schüler sollten in festen "Kohorten" zusammenbleiben und außerhalb dieser Gruppen möglichst den Kontakt vermeiden. Diese Gruppen werden schriftlich festgehalten und dem Gesundheitsamt mitgeteilt. Es gebe zudem Vorgaben über notwendige Lüftungen und die Dokumentation.

Eine 14-tägige Maskenpflicht hatte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne zwei Wochen vor Schulbeginn vorgeschlagen.

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Eltern und volljährige Schülerinnen und Schüler müssen vor Schulbeginn schriftlich versichern, dass sie die Infektionsschutzmaßnahmen und den Hygieneschutzplan kennen. Die Landesregierung verteilt vor Schulbeginn Schutzmasken und Desinfektionsmittel an die Schulen. Für Mitarbeiter, die zur Risikogruppe gehören, stellt das Land auch FFP-2-Masken zur Verfügung.

Schulschließungen als letzte Maßnahme nicht ausgeschlossen

Die vorgestellten Maßnahmen müssten noch mit den Personalräten abgestimmt werden, so Tullner. Die Gespräche sollen am Mittwoch stattfinden. Im Falle von Infektionen würde in einem nächsten Schritt der Regelbetrieb eingeschränkt und die Coronamaßnahmen verschärft. Erneute Schulschließungen wären der letzte Schritt. Die Betriebsstufen werden abhängig von den Infektionszahlen im Ort angeordnet. Zunächst herrscht der Regelbetrieb.

Sollte sich eine Person mit Corona infizieren, wird der Regelbetrieb eingeschränkt: Betroffene und Kontaktpersonen dürfen vorerst nicht mehr zur Schule kommen. Für alle anderen findet der Schulbetrieb regulär statt. Gegebenenfalls wird der Mindestabstand vorgeschrieben, Risikogruppen können sich vom Präsenzunterricht befreien lassen, Hygienemaßnahmen werden verschärft. Tritt eine Infektion auf, wird zwischen Präsenz- und Distanzunterricht gewechselt. Der eingeschränkte Regelbetrieb wird auch angeordnet, wenn innerhalb der Gemeinde oder des Stadtteils das Infektionsrisiko steigt und auf die Schule überzugreifen droht.

Das Gesundheitsamt kann zudem bei erhöhtem Infektionsgeschehen erneute Schulschließungen anordnen.

#MDRklärt Pro/Contra Mundschutz

Mundschutzmasken werden zur Pflicht in einigen Regionen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das große Missverständnis ist, dass die meisten Masken den Träger nicht schützen. Trotzdem gibt es Vorteile.

Pro/Contra Mundschutz
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Pro/Contra Mundschutz
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Masken schützen andere vor dem Virus.
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Die meisten Masken schützen nicht den Träger. So kann ein falsches Gefühl von Sicherheit entstehen.
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Je mehr Menschen Masken tragen, desto mehr Menschen sind geschützt
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Mundschutzmasken sind Mangelware und werden von Medizinern benötigt.
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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 31. März 2020 | 14:00 Uhr

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 18. August 2020 | 17:00 Uhr

6 Kommentare

Rotti vor 14 Wochen

Eine kluge Entscheidung des Bildungsministers. Hut ab, das in der hysterischen Zeit so durchzuführen.
Für das Wohl der Kinder ist es meiner Meinung nach auch das Beste. Denn, wer kann heute schon sagen, welche Langzeitfolgen diese Gesichtsgefängnisse haben werden.

jasmin345 vor 14 Wochen

Mich würde mal interessieren wie man es mit den Schülern plant die jetzt in die 10. Klasse kommen und ihre Prüfungen nächstes Jahr schreiben müssen denn falls wir immernoch Teil Unterricht haben dann bin ich mir sicher das die Prüfungen für viele ein Problem werden könnten da zum Beispiel bei mir in der Klasse noch so einiges nach zu holen ist Home school hin oder her ist zwar toll das man Zuhause ist aber es gibt NH Menge Schüler die Zuhause sogar garnix machen ja ok das liegt an faulheit aber wenn man nicht eine gute Lösung finden wird für die jenigen die jetzt 10 werden und sich auf den Prüfungsstoff langsam aber sicher konzentrieren sollten sehe ich schwarz für die Prüfungen nächstes Jahr es sei denn man ändert sie so ab das das vor kommt das man auch behandeln konnte.. aber das wird wohl noch ein Rätsel bleiben .. was man da machen wird..

ElBuffo vor 14 Wochen

Haha, ein Unfug, auf dem bestens belüfteten Schulgelände soll etwas schützen, was in den Klassenräumen dann wiederum nicht notwendig sein soll. Wer soll den diesen Blödsinn nachvollziehen?

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