Corona-Lage, 12. Januar 2021 Inzidenzzahlen in Sachsen-Anhalt weit über Bundesdurchschnitt

Die Inzidenzzahlen in Sachsen-Anhalt steigen weiter – und liegen mittlerweile deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Das macht sich auch bei den Todeszahlen bemerkbar.

Stadtansicht Merseburg - Merseburger Dom St. Johannes und St. Laurentius Straße der Romanik einstige Pfalz- und Bischofsstadt Merseburg
Im Saalekreis, mit seiner Hauptstadt Merseburg, ist die 7-Tage-Inzidenz gerade besonders hoch. (Symbolbild) Bildrechte: imago images / Steffen Schellhorn

Die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen-Anhalt hat am Dienstag erneut einen Rekordwert erreicht. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen positiv auf Corona getestet worden. Nach Angaben des Sozialministeriums lag der Wert am Dienstag bei 257,25 – und damit fast 100 über dem vom Robert-Koch-Institut ermittelten Bundesdurchschnitt von 164. Die mit Abstand höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte laut Ministerium der Saalekreis mit 476,57, gefolgt vom Landkreis Wittenberg mit 431,36.

Auch Sterbezahlen sehr hoch

Landesweit wurden von Montag bis Dienstag 37 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahlen sind seit Tagen auf hohem Niveau, am Vortag etwa gab es 44 coronabedingte Todesfälle. Insgesamt sind inzwischen fast 1.000 Menschen (969) im Land mit oder an dem Virus gestorben.

Unterdessen sind in Sachsen-Anhalt 196 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 111 von ihnen werden künstlich beatmet. In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 39.560 Corona-Fälle erfasst und 3.468 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt worden. Unterdessen laufen die Impfungen. Insgesamt waren es bislang 24 413, wie das Ministerium weiter mitteilte. Am Montag waren 2.499 hinzugekommen.

Sachsen-Anhalts Corona-Daten im Überblick

Alle Zahlen und Grafiken zur Corona-Entwicklunglung haben wir hier für Sie zusammengefasst:

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Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 12. Januar 2021 | 18:00 Uhr

21 Kommentare

Bernd_wb vor 6 Wochen

Und ich muss ihnen widersprechen. Sie sehen als Ursache das Wahlverhalten ignorieren aber dass 75 - 80 % in Sachsen-Anhalt nicht AfD waehlen. Und genau diese Menschen gruppieren sie in ihre Argumentation ein. Und da liegt ihr Fehler dfenn das Gros der Leute haelt sich an Abstandsregelungen oder Kontajtreduzierungen. Fuer mich steht die Frage der Infektionsketten. Und da hat Sachsen eben auch viele Leute die in Polen / Tschechien wohnen und in Sachsen arbeiten. Oder im Burgenlandkreis gibt es einen Fleischbetrieb mit Mitarbeitern aus Ploen, Ungarn ... und da waren auch hohe Fallzahlen. Daher es ist wichtig die Infektionsketten zu erkennen um sie unterbrechen zu koennen. Alles am Wahlverhalten festzumachen bringt gar nichts.

Dreibeiner vor 6 Wochen

stimmt #Kelte genau so ist es seit Monaten bei Netto, wo nur im April 2020 Desinfektionmöglichkeiten für Einkaufswagen gab, aber nie frische Backwaren in Tüten wie bei Kaufland und Rewe.

Ines W. vor 6 Wochen

Ich kann ihre Aussage nicht nachvollziehen:
Niemand hat sich ausgesucht, dass wir seit einem Jahr von einer lebensbedrohlichen Pandemie bedroht sind. Es ist also keine Option die Pandemie zu leugnen oder die Schutzmaßnahmen zu ignorieren. Klar fällt einem zu Hause manchmal die Decke auf den Kopf, aber dem kann man entgegenwirken, ohne dass man ein riskantes Verhalten an den Tag legt.

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