Corona-Lage, 23. Januar 2021 Erste Fälle von Coronavirus-Mutante aus Südafrika in Sachsen-Anhalt bestätigt

In Halle sind erstmals zwei Fälle der südafrikanischen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Halles Amtsärztin erwartet, dass in den kommenden Tagen weitere Fälle mit dem mutierten Virus entdeckt werden. Währenddessen sinken im Land langsam die Infektionszahlen. Die aktuelle Lage.

Ein Virus
Die südafrikanische Mutante des Coronavirus soll potentiell ansteckender sein als die aktuell bekannte. (Symbolbild) Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

In Sachsen-Anhalt ist erstmals die südafrikanische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand erklärte am Samstagnachmittag, zwei Verdachtsfälle hätten sich bestätigt. In beiden Fällen habe es eine direkte Kontakt-Kette zu Personen in Leipzig gegeben, bei denen die Virus-Mutante zuvor nachgewiesen worden war. Für die beiden in Halle lebenden Personen gelte nun eine zweiwöchige Quarantäne.

Eine Sprecherin des Sozialministeriums in Magdeburg bestätigte, dass es die ersten bekannten Fälle des mutierten Virus im Land sind. Die Variante steht im Verdacht, ansteckender zu sein als der bisher grassierende Typ des Coronavirus SARS-CoV-2. Halles Amtsärztin Gröger sagte, sie erwarte, dass in den kommenden Tagen weitere Fälle mit dem mutierten Virus entdeckt werden.

Zahlen im Land langsam rückläufig

Derweil sind die Zahlen in weiten Teilen Sachsen-Anhalts weiter rückläufig. Landesweit wurden binnen der vergangenen sieben Tage etwa 219 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner bekannt.

In Sachsen-Anhalt sind von Freitag- bis Samstagnachmittag 482 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit seien 9.038 Menschen aktuell infiziert, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit.

Landesweit wurden von Freitag bis Samstag 29 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt sind damit bislang 1.450 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Unterdessen sind in Sachsen-Anhalt 178 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 112 von ihnen werden künstlich beatmet.

In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 48.141 Corona-Fälle erfasst und 4.252 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt worden. Seit Beginn der Impfungen haben landesweit 41.742 Menschen die erste Impfdosis bekommen, 10.117 auch schon die zweite. Am Freitag waren insgesamt 1.516 Impfungen hinzugekommen.

Sachsen-Anhalts Corona-Daten im Überblick

Alle Zahlen und Grafiken zur Corona-Entwicklung haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Hintergründe und Aktuelles zum Coronavirus – unser Newsletter

In unserem Newsletter zur Corona-Lage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fassen wir für Sie zusammen, was am Tag wichtig war und was für Sie morgen wichtig wird.

Das Corona-Daten-Update – montags bis freitags um 20 Uhr per Mail in Ihrem Postfach. Hier können Sie den Newsletter abonnieren.

Mehr zum Thema

Recherche/Redaktion: dpa, MDR/Alisa Sonntag

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 23. Januar 2021 | 17:30 Uhr

4 Kommentare

ElBuffo vor 6 Wochen

Das ist auch sowas, das viele nicht verstehen. Da wird die Bevölkerung massiven Einschränkungen ausgesetzt, aber man kann nsch wie vor fast unbehelligt einreisen und sich vielleicht mal nach ein paar Tagen einem Test unterziehen. Da ist doch dann der Drops längst gelutscht. Man sollte denken, dass vor der Eindämmung der Verbreitung erstmal alles daran gesetzt wird, dass sowas gar nicht erst ins Land kommt. Das ist ja ungefähr so als würde ich massiv in die Feuerwehr investieren aber den vorbeugenden Brandschutz ignoriere. Irgendwo dann nachvollziehbar, dass das Vertrauen schwindet.

Ritter Runkel vor 6 Wochen

Askese und Verzicht muss der neue Lebensstil werden.
Diesen verantwortunglosen und vergnügungssüchtigen Forderungen nach Reaktionärem muss entschlossen entgegen getreten werden.
Unsere Kinder werden es uns einst danken. Wenn sie erst alt sind.

REXt vor 5 Wochen

Gestern in Erfurt das war der Anfang.

Mehr aus Sachsen-Anhalt