Corona-Lage, 16. Januar 2021 Inzidenz in Sachsen-Anhalt sinkt leicht – bleibt aber auf hohem Niveau

Die Corona-Zahlen sehen besser aus als noch am Freitag – sind aber weiterhin auf äußerst hohem Niveau. Trotz leichten Rückgangs bei der 7-Tage-Inzidenz und der Zahl der bekannten Neuinfektionen bleibt die Pandemie-Lage in Sachsen-Anhalt angespannt. Die aktuelle Lage.

Mund-Nasen-Masken aus Stoff hängen an einer Wäschleine
Die Corona-Lage in Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen 24 Stunden leicht entspannt. Bildrechte: imago images / Hans Lucas

In Sachsen-Anhalt hat sich die Corona-Lage verglichen mit dem Vortag leicht entspannt. Das betrifft sowohl die Zahl der neu gemeldeten Infektionen als auch die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, wie aus am Sonnabend veröffentlichten Zahlen des Sozialministeriums hervorgeht. Danach sind binnen eines Tages 426 neue Infektionsfälle gemeldet worden. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt innerhalb eines Tages mitunter die 1.000er-Marke überschritten.

Inzidenz im Landkreis Wittenberg weiterhin besonders hoch

Der Wert der gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt den Zahlen zufolge in Sachsen-Anhalt bei 249,50 und damit weiterhin deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt (139,2). Am Freitag hatte die 7-Tage-Inzidenz noch bei 266 gelegen. Leichte Entspannung zeigt sich auch beim Blick auf die Inzidenzen der einzelnen Landkreise: Sie ging mit Ausnahme der Landkreise Anhalt-Bitterfeld, Altmarkkreis (jeweils ein Anstieg) und Harz (Wert konstant) überall zurück.

Von einer grundsätzlichen Entspannung der Lage kann indes keine Rede sein. Das zeigen die Zahlen aus dem Landkreis Wittenberg, der trotz leichten Rückgangs weiterhin eine 7-Tage-Inzidenz von 419,36 meldet. Auch im Burgenlandkreis liegt der Wert knapp über 400. Die niedrigste Inzidenz wurde erneut aus Magdeburg gemeldet, mit einem Wert von knapp unter 100.

Auf relativ konstantem Niveau blieb indes die Zahl der Intensivpatienten. Laut Sozialministerium waren zuletzt 200 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt, 113 von ihnen müssen demnach beatmet werden. Das ist verglichen mit Freitag jeweils ein leichter Zuwachs.

Sachsen-Anhalts Corona-Daten im Überblick

Alle Zahlen und Grafiken zur Corona-Entwicklunglung haben wir hier für Sie zusammengefasst:

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Quelle: MDR/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 16. Januar 2021 | 17:00 Uhr

12 Kommentare

Kritiker vor 6 Wochen

Bezugnehmend auf Sachsen-Anhalt, wo es bekanntlich 2.208.000 Einwohner gibt, ist der Wert = die Anzahl der Erkrankten mit 42.680 Einwohner wohl kaum bedenkenswert. AUCH hierbei fehlt die Maßgabe, wie viele der angeführten Fälle inzwischen als Genesen (bezugnehmend auf Mitmenschen) angesehen werden könnten. Darüber schweigt man wohl immer weiter? Schätzungen sind keine Grundlage die aussagekräftig genug ist. WARUM? Sicher die Genesenen sind nicht erfassenswert, doch auch hier schließt sich dann die Frage an: Ist das nicht auch Ergebnisverfälschung im Bezug auf die Gesamtheit der Fälle? Stellt sich als Bürger eine weitere Frage: Ist das Verschweigen der Anzahl von Genesenen berechnend oder vorsätzlich, um nicht noch mehr Unmut unter der Bevölkerung zu erschaffen?

Kritiker vor 6 Wochen

Insgesamt gibt es 2.033.518 Fälle mit Datum 17.01.2021 00:00. (Quelle: RKI COVID-19 Fallzahlen in Deutschland und weltweit.)
Geht man weiter darauf ein und bleibt bei dieser tabellarischen Übersicht entsprechender Quelle: sind 113.119 Fälle in den letzten 7 Tagen bei dem vorab angeführten Vergleich mit der Gesamteinwohnerzahl in D. Selbst bei der Gesamtheit von über 2 Mio.Fällen zzgl. der Differenz von 13.882 des Vortages wohl nicht schwerwiegend genug für die Maßnahmen des Lockdowns.
Bei 82 Mio.Bürgern ist da jeglicher Lockdown überhaut für das ganze Land noch vertretbar auch in Richtung der Geschäftsinhaber und deren Schließungen von oben mit Verordnungen bestimmt?
Maßgeblich auch noch die Frage: Wenn Genesende nicht erfasst werden ist das eine Verfälschung des Gesamtergebnisses.

MDR-Team vor 7 Wochen

Dass es nicht einen einzigen Grippefall gab, stimmt so nicht. Es gibt aber tatsächlich deutlich weniger Fälle als in den vergangenen Jahren, was auch an den Corona-Maßnahmen liegen mag.

Bei den Kollegen von MDR WISSEN können Sie die aktuellen Grippezahlen nachlesen: https://www.mdr.de/wissen/grippewelle-influenza-winter-fieber-husten-arztbesuch-sachsen-anhalt-thueringen-100.html

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