Nach den Bund-Länder-Gesprächen Sachsen-Anhalt verlängert Lockdown bis 10. März

Sachsen-Anhalt bleibt drei Tage länger im Lockdown als mit Bund und Ländern vereinbart. Bis zum 10. März sollen die Einschränkungen nun bestehen bleiben. Außerdem soll als langfristige Öffnungsstrategie ein so genannter "Sachsen-Anhalt-Plan 2021" entwickelt werden.

Leiterin einer Grundschule, bindet einem Schüler am Eingangstor der Schule einen Mundschutz an.
Grundschulen und Kitas öffnen teilweise schon ab 1. März in Sachsen-Anhalt. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalt wird drei Tage länger im Lockdown bleiben als von Bund und Ländern am Mittwoch vereinbart. Das teilten am Donnerstag Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) mit. Ursprünglich war die Rede vom 7. März.

Das Land könne bei einer positiven Entwicklung der Infektionszahlen die Corona-Regeln aber auch früher anpassen, sagte Grimm-Benne.

"Sachsen-Anhalt-Plan 2021"

Ministerpräsident Haseloff sagte, man werde bis zum 26. Februar eine langfristige Öffnungsstrategie entwickeln: den "Sachsen-Anhalt-Plan 2021". Dafür solle jedes Ressort im Rahmen seiner Zuständigkeit Vorschläge machen, wie man Schritt für Schritt in Richtung Normalität zurückkehren könne.

Lockerungen setzen jedoch voraus, dass die 7-Tage-Inzidenz von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner nicht nur erreicht, sondern unterschritten werde, betonte Haseloff. "Wir sind noch längst nicht da, wo wir über verbindliche Normalisierungsvorgänge reden können", sagte er. Bis Ende Februar müssten außerdem die Bewohner aller Altenpflegeheime "durchgeimpft" sein. "Nur wenn diese Bereiche geschützt sind, haben wir eine Chance, verantwortungsbewusst weitere Überlegungen auszufalten", so Haseloff.

Am 2. März werde das Landeskabinett den Sachsen-Anhalt-Plan beraten, bevor am 3. März erneut Bund und Länder zu einer weiteren Beratung zusammenkommen. Am 4. März soll die Landesregierung den neuen "Sachsen-Anhalt-Plan 2021" dann an die Bund-Länder-Beschlüsse vom Vortag anpassen und beschließen.

Kita- und Schulöffnung ab 1. März

Sozialministerin Grimm-Benne sagte außerdem, die Kitas in Sachsen-Anhalt stehen bald wieder allen Kindern zur Verfügung. Die Tagesstätten sollen im März wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren. Die Kinder sollen möglichst in festen Gruppen und immer von den gleichen Erzieherinnen und Erziehern betreut werden.

In Sachsen-Anhalt sind Schulen und Kitas seit Mitte Dezember im Notbetrieb. Damit durften nur Kinder von Eltern betreut werden, die in systemrelevanten Berufen arbeiten. Nach den Worten der Ministerin gilt dieser Anspruch ab Montag auch für Kinder von Studentinnen und Studenten, die sich auf eine Prüfung vorbereiten.

Neben den Kitas sollen ab 1. März auch die Schulen wieder schrittweise öffnen. Bildungsminister Tullner sagte, dass die Grundschulen den Anfang machten.

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dpa, epd, MDR, Karin Roxer, Martin Paul

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 11. Februar 2021 | 19:00 Uhr

10 Kommentare

Les joueurs d echecs vor 2 Wochen

"Keinerlei Plan außer ..."

ja ja die Planwirtschaftler .... man man man die Zeit ist >30 Jahre her, freut euch mal über warme Wohnungen, warm Wasser aus Wand und Kinder = unsere Zukunft, denen soll es noch besser als uns gehen, Gesundheit und Frieden ist in Freiheit das wichtigste. Dazu können wir alle was tun, Weniger Rauchen und (Alkohol) Saufen ^^, weniger tierische Produkte und mehr Bewegung, usw.usw.

Storch Heiner vor 2 Wochen

mit Prämien fürs Impfen fördern Unternehmen mögliche Lockerungen und unser aller Gesundheit
sollte bespielgebend wirken und ist besser als Beschränkungen für Impfgegner

Zsifkovits vor 2 Wochen

Uns Demokraten gefiel schon Prof. Dr. Wolfgang Böhmer und wir wählen auch Dr. Reiner Haseloff zur 3. Amtsperiode wieder, in der Hoffnung das es für schwarzgrün reicht denn bei schwarzgrün rot oder sogar schwarzgrün rot rot bleibt viel Eigeninitiative auf der Strecke und es müssen ständig mehr schlecht als recht, Kompromisse gemacht werden.

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