Corona-Newsletter | Dienstag, 23. Juni 2020 Vor dem Virus sind wir alle gleich – oder nicht? Armut als Infektionsrisiko

Martin Paul im Funkhaus von MDR SACHSEN-ANHALT
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Armut ist ein Gesundheitsrisiko – und auch ein Risiko, an Covid-19 zu erkranken. Das hat das Robert Koch-Institut betont. Warum das so ist – und welche Informationen es zur Gefährlichkeit des Corona-Virus gibt, darum geht es heute im Corona-Daten-Newsletter.

Gabenzaun an der Elisabethkirche in Berlin-Mitte.
Bildrechte: imago images/snapshot | Grafik MDR

Guten Abend, liebe Leserinnen und liebe Leser,

eine Aussage hat mich heute zuerst nicht überrascht – und dann doch in der Deutlichkeit und beim näheren Überlegen nicht losgelassen. Heute Vormittag gab es seit langem wieder eine Pressekonferenz des Robert Koch-Instituts. Anlass war der Corona-Ausbruch bei Tönnies und in einigen anderen Regionen.

Auf die Ursachen der Infektionen angesprochen, sagte Ute Rexroth, die am RKI das Krisenzentrum leitet: "Aktuell sind es ganz stark die sozial prekären Wohnumfelde – also Armut, was einfach insgesamt ein Gesundheitsrisiko ist und auch ein Risiko für die Covid-19-Erkrankung ist. Das muss man schon sagen."

Das ist schon ziemlich deutlich.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich hatte diesen Aspekt nicht so konkret vor Augen. Ich dachte, ohne näher darüber nachzudenken – ziemlich naiv – vor dem Virus sind wir alle gleich.

Ein weiteres Thema soll heute die Gefährlichkeit des Virus sein. Dazu gab es auch Aussagen auf der Pressekonferenz. Unser Leser Jürgen aus Dresden hat die Frage gestellt, ob es dazu inzwischen belastbarere Zahlen gibt. Ich will versuchen, das zusammenzutragen, was es an Informationen dazu gibt...

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Quelle: MDR/mp

2 Kommentare

Grosser Klaus vor 1 Wochen

Es wäre sehr hilfreich, wenn die einzelnen Bundesländer zeitnah einen umfassenden Lagebericht zu den Ereignissen, Entscheidungen und Fakten der letzten Monate veröffentlichten würde. Also nicht nur Zahlen und Verordnungen, sondern mal eine gründliche Aufarbeitung, was, wann zu welchen Entscheidungen geführt hat. Etwas wo man auch nachvollziehen kann, warum es ist wie es ist. Ähnlich wie das RKI ja auch regelmäßig einen recht ausführlichen Situationsbericht herausgibt.

Denkschnecke vor 1 Wochen

Ich glaube, die verantwortlichen Stellen haben aktuell nach wie vor Besseres zu tun als zeitgeschichtliche Werke zu verfassen.

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