Corona-Daten-Newsletter | Montag, 25. Januar 2021 Corona macht Arme ärmer und Reiche reicher

Martin Paul im Funkhaus von MDR SACHSEN-ANHALT
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Heute im Corona-Daten-Newsletter: Im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums hat die Nichregierungsorganisation Oxfam einen Bericht über die sozialen Folgen der Corona-Pandemie veröffentlich. Das Ergebnis: Die Krise verschärft die Unterschiede zwischen Arm und Reich.

Ein Frau bettelt mit Mund-Nasen-Schutz auf einer Einkaufsstraße
Bildrechte: dpa

Guten Abend liebe Newsletterfreunde,

ich freue mich sehr, heute wieder für Sie schreiben zu dürfen. Vielleicht haben Sie es schon gehört, heute hat – pünktlich zum Start des virtuellen Weltwirtschaftsforums – die Nichtregierungsorganisation Oxfam einen neuen Bericht darüber verfasst, wie die Pandemie weltweit Arme ärmer werden lässt und Reiche reicher.

Sicher ist das für Sie jetzt keine zu überraschende Meldung, aber warum das so ist und wen es besonders trifft, das möchte ich Ihnen heute hier vorstellen.

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Aber wie immer, zuerst an dieser Stelle die aktuellen Zahlen. Im folgenden Video zeigen wir Ihnen die Entwicklung der aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland.

Auf einen Blick: Die aktuellen Zahlen

Wie im Video oben gezeigt, sind dem Robert Koch-Institut (RKI) am Montag, den 25. Januar 2021, deutschlandweit 6.729 neu positiv Getestete gemeldet worden (Stand 8:30 Uhr). Im Vergleich zum Montag vor einer Woche ist die Zahl der gemeldeten Neuinfizierten um rund 400 niedriger.

Die meisten Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag gab es heute in Bayern (+1.105), Nordrhein-Westfalen (+997) und Baden-Württemberg (+734). Die niedrigsten Werte wurden aus Bremen (+33) und dem Saarland (+39) gemeldet.

Die höchsten 7-Tage-Inzidenzen laut RKI verzeichnen Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Werten von je 204. Danach folgen Brandenburg und Sachsen, beide mit dem Wert von 171.

Im Folgenden nun die Zahlen nach Angaben der Sozialministerien und Landkreise aus unseren drei Bundesländern.

Sachsen

  • Aktive Fälle: 18.053 ↘ (-1.734 zum Freitag)
  • COVID-19-Intensivpatienten: 415 , davon 239 beatmet
  • Intensivbetten: 1.214 belegt, 402 frei
  • Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19: 5.857 (+145)
  • Genesene Patienten: 151.500 (+3.600)
  • Gesamtzahl aller positiv Getesteten: 175.410 (+2.011)

Thüringen

  • Aktive Fälle: 9.913 ↘ (-1.032 zum Vortag)
  • COVID-19-Intensivpatienten: 179, davon 104 beatmet
  • Intensivbetten: 640 belegt, 106 frei
  • Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19: 2024 (+46)
  • Schätzung der genesenen Patienten: 50.729 (+1.386)
  • Gesamtzahl aller positiv Getesteten: 62.666 (+400)

Sachsen-Anhalt

  • Aktive Fälle: 8.650 ↘ (-386 zum Vortag)
  • COVID-19-Intensivpatienten: 184 (+4), davon 108 beatmet (-2)
  • Intensivbetten: 729 belegt, 104 frei
  • Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19: 1.520 (+58)
  • Schätzung der genesenen Patienten: 38.849 (+745)
  • Gesamtzahl aller positiv Getesteten: 49.019 (+417)

In den Zahlen sieht man ganz gut erfreuliche und nicht so erfreuliche Entwicklungen. Während die aktiven Fälle immer weiter abnehmen, sind die Zuwächse an den Verstorbenen immer noch hoch.

Doch nun zum ersten Thema.

Oxfam-Bericht: Die Ungleichheit steigt weltweit

Auf den Seiten der Tagesschau und des Deutschlandfunks können Sie sich den Bericht zum Thema anhören – klicken Sie einfach auf das nachfolgende Bild, um den Audioplayer zu starten.

Worum es geht

  • Schon im September hatten wir in einem Newsletter über die sozialen Folgen der Corona-Pandemie gesprochen (wobei ich das Wort "sozial" immer als ein wenig schwierig empfinde, wenn man über Armut spricht – auf der anderen Seite: Leider hat die Verfügbarkeit über Geld auch unmittelbar soziale Auswirkungen).

  • Damals hatten wir einen Bericht des Robert Koch-Instituts vorgestellt, der erste wissenschaftliche Forschungen zu dem Thema zusammenfasst. Wenn Sie mögen, können Sie die Ergebnisse vom September noch einmal nachlesen:

Was in der neuen Oxfam-Untersuchung festgestellt wird

Die Hauptaussage des Berichts der befragten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist: "Erstmals, seitdem Ungleichheit statistisch erfasst wird, droht sie in praktisch allen Ländern zur gleichen Zeit anzusteigen. Diese Krise verschärft die vorher schon dramatischen Unterschiede zwischen Arm und Reich, zwischen den Geschlechtern und zwischen Weißen und Black, Indigenous and People of Color (BIPoC)."

Im Folgenden fasse ich kurz einige wichtige Punkte zusammen:

  • Während laut Bericht neun Monate nach Ausbruch der Pandemie die 1.000 reichsten Milliardäre wieder so viel Vermögen haben wie davor, könnten die ärmsten Menschen "länger als ein Jahrzehnt brauchen, um die Auswirkungen der Pandemie zu überwinden."

  • Die Pandemie mache die schlimmsten Auswirkungen chronisch unterfinanzierter öffentlicher Gesundheitssysteme deutlich.

  • "Eine kleine Gruppe reicher Nationen, die nur 14 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren, hat mehr als die Hälfte der Vorräte der führenden COVID-19-Impfstoffkandidaten aufgekauft."

  • Zwei Drittel der Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seien der Meinung, ihre Regierung habe keine Strategie zur Bekämpfung der Ungleichheit.

Im folgenden Beitrag können Sie sich die Zusammenfassung der Kolleginnen und Kollegen von MDR AKTEULL zu der Oxfam-Untersuchung anhören und durchlesen. Wenn Sie direkt zu der Zusammenfassung von Oxfam wollen, dann können Sie hier klicken.

Was heute außerdem los war

Zum Schluss

Das war es heute schon von mir. Ich hoffe, Sie kommen gut durch den Abend und haben morgen einen angenehmen Tag.

Ihr Martin Paul

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