Newsblog | 25.03.2020 Zahl der Corona-Fälle im Land steigt auf 420

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt steigt auf 420. Und: Vor Supermärkten in Sachsen-Anhalt gibt es erste Einlasskontrollen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Reagenzgläser mit der Beschriftung COVID-19
Bildrechte: MDR/imago images/photothek

Die aktuellen Entwicklungen am Donnerstag:

Die wichtigsten Infos im Überblick:

20:00 Uhr | Tägliches Corona-Daten-Update

An dieser Stelle beenden wir den Newsblog für heute. Lesen Sie im Corona-Daten-Update von heute, wo sich die hierzulande Erkrankten mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben und warum ausgerechnet in Italien die Todesrate so hoch ist. Ab morgen sind wir hier wieder mit den aktuellen Entwicklungen für Sie da.

19:37 Uhr | Verbraucherzentrale startet Hotline

Wegen des Coronavirus‘ wurden Konzerte abgesagt und Reisen storniert. Viele Menschen in Sachsen-Anhalt fragen sich, ob sie trotzdem für diese Leistungen zahlen müssen. Die Verbraucherzentrale hat deshalb eine Hotline eingerichtet: Ab Donnerstag sollen Berater täglich von 10 bis 18 Uhr unter der +49 (0) 345 29 803 63 erreichbar sein und Verbraucher über ihre Rechte informieren.

19:20 Uhr | Supermärkte: Nicht überall Einlasskontrollen

Trotz verschärfter Bedingungen beim Einkauf setzen bisher nicht alle Supermärkte in Magdeburg auf Einlasskontrollen. Das hat eine Stichprobe von MDR SACHSEN-ANHALT in verschiedenen Stadtteilen ergeben. Von acht getesteten Supermärkten hatte am Mittwochnachmittag lediglich die Hälfte Sicherheitspersonal vor dem Eingang postiert. Andere Märkte wiederum bitten ihre Kunden mit Hinweisschildern darum, Abstand voneinander zu halten. Wieder andere Märkte haben keine sichtbaren Schutzmaßnahmen getroffen. Am Eingang eines Marktes in der Magdeburger Innenstadt wurden Einkaufswagen von einer Kassiererin desinfiziert.

Nach einer am Dienstag vom Land Sachsen-Anhalt erlassenen Verordnung darf sich zur Eindämmung des Coronavirus nur eine bestimmte Zahl von Kunden in Supermärkten aufhalten. Die Zahl orientiert sich an der Größe des Geschäfts.

19:09 Uhr | Atemschutzmasken für die Polizei

Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist wegen des Coronavirus‘ mit Schutzmasken ausgerüstet worden. Das teilte das Innenministerium mit. 7.700 Masken wurden laut Ministerium bislang ausgegeben. Die Masken sollen zum Einsatz kommen, wenn Beamte direkten Kontakt mit Verdachtsfällen und Infizierten haben, um sie an die Erkrankten und alle Personen in unmittelbarer Nähe auszugeben.

Weitere Ausrüstung, darunter auch Anzüge und Handschuhe, würden derzeit beschafft. Auch die Feuerwehr und der Katastrophenschutz sollen ausgerüstet werden, so das Innenministerium.

18:52 Uhr | Neue Allgemeinverfügung: Die Regeln übersetzt

Seit Mittwoch gilt eine neue Allgemeinverfügung im Land. Verstöße dagegen gelten als Straftaten und werden entsprechend vor Gericht verhandelt. MDR SACHSEN-ANHALT beantwortet die wichtigsten Fragen:

18:34 Uhr | Jubiläum "10 Jahre Landesgartenschau" in Aschersleben verschoben

Vor zehn Jahren fand in Aschersleben die Landesgartenschau statt und stieß bei Besuchern und Einwohnern auf Begeisterung. Das Jubiläum sollte in diesem Jahr groß gefeiert werden, doch auch hier änderte die Corona-Pandemie alle Pläne. Wie eine Sprecherin der Stadt mitteilte, sind alle Veranstaltungen bis zum 19. April abgesagt oder verschoben. Geplante Konzerte würden vermutlich Ende Oktober, Anfang November stattfinden. Auch die Eröffnung der Jubiläumsveranstaltung, die vom 24. bis 26. April stattfinden sollte, wird ihr zufolge verschoben. Der Termin ist noch unklar.

Trotz der Corona-Einschränkungen sind die Parks aktuell von 6:30 bis 18 Uhr geöffnet. Die Blumen können also bei einem Spaziergang dennoch angeschaut werden. 

18:24 Uhr | Sachsen-Anhalterin macht Mundschutze selbst

Jana Richter und ihr Team nähen Mundschutze aus alter Bettwäsche selbst– solange das Gummiband reicht. In der Richter Manufaktur in Giersleben entstehen sonst Hochzeitskleider. Die Masken sind vor allem für das Pflegeheim nebenan, das ebenfalls Jana Richter betreibt. Die selbstgemachten Mundschutze schützen nicht den Träger vor den Viren, verringern aber das Risiko, das der Träger jemanden ansteckt.

18:00 Uhr | Weitere Kommunen setzen Kita-Beiträge aus

Immer mehr Kommunen in Sachsen-Anhalt setzen die für April fälligen Hort- oder Kita-Gebühren aus. Nach Gemeinden wie Dessau-Roßlau, Halle und Sangerhausen haben sich nun auch Magdeburg, Stendal und Blankenburg zu diesem Schritt entschlossen.

Die Stadt Stendal teilte zudem mit, man werde bereits eingezogene Beiträge für den März zurückerstatten. Die Stadt Magdeburg betonte hingegen, dass der Beitrag für April zwar ausgesetzt, aber nicht aufgehoben sei. Die Kommunen fordern hinsichtlich der Kita-Beiträge eine einheitliche Regelung von der Landesregierung.

17:35 Uhr | 420 Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der Corona-Fälle im Land steigt weiter. Am Mittwochnachmittag waren offiziell 420 Menschen in Sachsen-Anhalt mit dem Coronavirus infiziert. Damit sind rund 40 neue Infektionen in den vergangenen 24 Stunden registriert worden.

Die aktuellen Fallzahlen erhalten Sie auch im neuen Newsletter. Außerdem: Was heute in der Corona-Krise wichtig war und wer besonders von der Pandemie betroffen ist? Der Newsletter bringt Sie abends gegen 20 Uhr auf neuesten Stand. Zur Anmeldung geht’s hier entlang.

17:11 Uhr | Virologe Kekulé schlägt Mundschutz für alle vor

Der hallesche Virologe Alexander Kekulé hat im Kampf gegen das Corona-Virus Mundschutz für alle Menschen vorgeschlagen. Kekulé sagte dem MDR, neue Daten aus Hongkong zeigten, dass einfache OP-Masken nicht nur andere schützten, sondern auch die Träger selbst. Er revidierte damit seine bisherigen Aussagen, wonach Masken für die Allgemeinheit nicht sinnvoll seien. Er halte sie vor allem in zwei bis drei Wochen für sinnvoll, wenn das normale Leben langsam wieder hochgefahren werde. Dann gehe es darum, "primär die Risikogruppen zu schützen, also Alte und Menschen mit Vorerkrankungen".

Die heutige Folge des täglichen Podcasts mit dem Virologen Kekulé:

16:48 Uhr | Bundestag stimmt für Hilfspaket und neue Schulden

Der Bundestag hat dem milliardenschweren Hilfspaket der Bundesregierung zugestimmt. Damit sollen die Folgen der Corona-Pandemie abgemildert werden. Um die Ausgaben bezahlen zu können, will der Bund deshalb neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro aufnehmen. Dazu wurde die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt. Der Bundesrat muss den Plänen am Freitag noch zustimmen.

16:21 Uhr | Halle bekommt eine mobile Corona-Teststation

Die Stadt Halle startet am Freitag eine sogenannte mobile Teststation für Corona. Dabei können Hallenserinnen und Hallenser aus dem Auto heraus getestet werden und zwar auf dem Parkplatz der Agentur für Arbeit in der Schopenhauer Straße. Montags bis Freitags in der Zeit zwischen 9 und 16 Uhr wird medizinisches Fachpersonal die Abstriche vornehmen. Jeder könne das in Anspruch nehmen, sagte Oberbürgermeister Wiegand am Mittwoch. Man muss lediglich seine Krankenversicherungskarte oder seine Krankenversicherungnummer mitbringen.

Hinweis zu einem Drive-in für einen Corona-Abstrich in Sömmerda
In Halle gibt es ab Freitag eine mobile Teststation für Corona. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

15:52 Uhr | Hilfe für Helden des Alltags

Tausende Brummi-Fahrer sind trotz der Corona-Pandemie den ganzen Tag unterwegs, um die Lieferketten der Grundversorgung sicherzustellen. Damit sie zum Feierabend nicht vor verschlossenen Türen stehen, haben die großen Autohofketten in Deutschland reagiert: Toiletten und Sanitär sind ab sofort kostenlos. Das teilte die Vereinigung Deutscher Autohöfe mit. Zudem bleiben die Küchen geöffnet, damit die Fahrer auch bis spät in die Nacht eine warme Mahlzeit bekommen – wenn auch nur zum Mitnehmen ins Führerhaus. Wir sagen: Daumen hoch!

15:31 Uhr | Abiturprüfungen finden statt

Die Abiturprüfungen sollen in Deutschland wie geplant stattfinden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage von Prüfungen nicht notwendig, erklärte die Kultusministerkonferenz der Länder am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz. Die Schüler könnten in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben. Die Prüfungen fänden zum geplanten beziehungsweise zu einem späteren Termin statt. Über das weitere Vorgehen würden sich die Bundesländer eng abstimmen.

Abiturienten warten auf den Beginn einer schriftlichen Prüfung.
Abschluss zu Corona-Zeiten: Schüler sollen auch in diesem Schuljahr das Abitur machen können. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

15:18 Uhr | Warnung vor falschen Corona-Testern im Harz

Offensichtlich sind auch im Landkreis Harz Betrüger unterwegs. Sie sollen sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben und angeblich Tests auf das Coronavirus vornehmen. Ein solcher Fall hat sich nach Informationen des Gesundheitsamtes offenbar am Montag zugetragen, wo eine Frau und ein Mann in Schutzanzügen an einer Haustür klingelten und Einlass für einen Corona-Test wollten. Auf Verlangen konnten sie sich aber nicht ausweisen und gingen wieder.

Das Gesundheitsamt stellt klar, dass Mitarbeiter nur im Ausnahmefall zu Menschen nach Hause kommen, um sie auf das Coronavirus zu testen, beispielsweise bei körperlichen Beeinträchtigten. Dies erfolge jedoch nie ohne ausdrückliche vorherige Absprache. Besuche von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes fänden nur bei Kontrollen zur Einhaltung von Quarantäne-Anordnungen statt. In jedem Fall könnten sich die Mitarbeiter dabei ausweisen.

Der Landkreis erklärte, er werde solche Vorfälle zur Anzeige bringen. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich bei Verdachtsfällen oder als Geschädigte umgehend bei der Polizei zu melden.

14:58 Uhr | Wenn Künstler im Homeoffice sind

Kreativ gegen die Langeweile: Wie viele andere verbringen in der Corona-Krise auch Künstler den Großteil ihrer Zeit zu Hause. Ihre Spielstätten haben geschlossen – so auch das Anhaltische Theater Dessau, dem Tänzerin Nicole Luketić und Cellist Goncalo Silva angehören. Wo Musiker ihre Konzerte streamen, Autoren ihre Lesungen ins Netz verlegen, senden sie derzeit kleine Aufführungen aus dem Homeoffice – der heimischen Küche.

14:31 Uhr | Saalesparkasse warnt vor Telefon-Betrügern

Betrüger nutzen gern Krisenzeiten aus und begeben sich auf Beutefang. Aktuell warnt die Saalesparkasse vor einer Betrugsmasche, die es in den vergangenen Tagen vermehrt gegeben hat. Dabei geht es um betrügerische Telefonanrufe, bei denen sich die Anrufer als Sparkassenmitarbeiter ausgaben und um Abgleich von Kontodaten baten. Die Saalesparkasse weist ausdrücklich darauf hin, dass derartige Überprüfungen oder Anrufe nicht erfolgen und warnt vor leichtfertiger Preisgabe von persönlichen und bankspezifischen Daten.

Die Sparkasse empfiehlt: - Seien Sie grundsätzlich kritisch gegenüber Anrufern, die Sie nicht kennen.

- Geben Sie keine Auskunft zu persönlichen Daten am Telefon. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint.

- Ziehen Sie nahe stehende Personen ins Vertrauen. Und nehmen Sie Kontakt zum persönlichen Berater in Ihrer Sparkasse auf. Nutzen Sie nie eine gegebenenfalls angebotene Rückruffunktion.

- Rufen Sie die Polizei.

14:12 Uhr | Kultusminister beraten über Abschlussprüfungen

Marco Tullner, CDU, Bildungsminister ST, im Studiogespräch
Bildungsminister Marco Tullner will eine gemeinsame Lösungen für die Abiturprüfungen in der Corona-Krise mit den anderen Ländern finden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Abiturprüfungen trotz Corona-Krise? Die Kultusminister der Länder beraten heute über die Schulabschlussprüfungen in diesem Jahr. In einer Telefonkonferenz wollen sich die Bildungsminister abstimmen, wie es beim Abitur und den anderen Schulabschlüssen weitergehen soll. Für Diskussion sorgt der Vorstoß aus Schleswig-Holstein. Das Land wirbt dafür, wegen der Corona-Krise die Prüfungen ganz ausfallen zu lassen. Sachsen-Anhalts Bildungsminister Tullner rief im Vorfeld seine Amtskollegen auf, eine gemeinsame Lösung für die Abi-Prüfungen zu finden.

Bundesweit findet seit über einer Woche kein Unterricht statt, weil die Schulen wegen der Ansteckungsgefahr geschlossen sind. Sachsen-Anhalts Bildungsministerium hatte gestern mitgeteilt, dass die Abiturprüfungen verschoben würden.

13:44 Uhr | Post-Zustellung trotz Corona gesichert

Auf die Zustellung von Briefen und Paketen in Sachsen-Anhalt hat die Corona-Krise bisher kaum Auswirkungen. Die Boten sind laut Deutscher Post nach wie vor flächendeckend im Einsatz. Verunsicherung über die Postversorgung sei unnötig. Vereinzelt könnte es allerdings zu vorübergehenden Schließungen von Filialen kommen, etwa wegen Krankheit oder fehlender Kinderbetreuung. Die Kunden könnten das Ansteckungsrisiko der Zusteller außerdem verringern, indem sie einen sogenannten Ablagevertrag abschließen. Der erlaubt es den Boten, die Sendung an einem festgelegten Ort abzulegen.

13:26 Uhr | Onlineplattform für Erntehelfer: großer Zuspruch von allen Seiten

Erntehelfer sind in diesem Jahr so rar wie nie. Aus Rumänien, Polen oder Bulgarien konnten nur wenige nach Deutschland einreisen. Deswegen gibt es von der Bundesregierung jetzt die Online-Plattform "Das Land hilft". Dort können Landwirte kostenlos eine Stellenanzeige aufgeben, oder Helfer ein Jobgesuch starten. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner sagte, das Portal werde förmlich überrannt. Bis gestern Abend hätten sich 16.000 Menschen gemeldet, die in der Landwirtschaft aushelfen wollten. MDR SACHSEN-ANHALT hat die wichtigsten Information zusammengetragen.

Für wen ist das Portal?

Zum Beispiel für Menschen, die derzeit ihren eigentlichen Job wegen der Coronakrise nicht ausüben können. Etwa Beschäftigte der Gastro- und Hotelindustrie. Auch Studenten oder Arbeitslose können sich als Erntehelfer dort registrieren lassen. Und Landwirte können in nur ganz wenigen Schritten ihre Erntehelfer-Stellenangebote online stellen, so dass Spargel oder die Erdbeeren ab Anfang Mai auch wirklich geerntet werden können.

Was sagen die Arbeitsagenturen dazu?

Auch die Arbeitsagenturen unterstützen das neue Hilfsportal. Kristian Veil, Sprecher der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen sagt, dass die Kundebetreuer Arbeitssuchende über das neue Portal informieren. Da es noch ganz neu ist, gebe es aber noch kein konkretes Feedback. Auch der Pressesprecher der Bauernverbande Sachsen-Anhalt Hecht zeigte sich von dem neuen Hilfsportal begeistert. Es sei eine zentrale Anlaufstelle.

Wie finden Landwirte das neue Portal?

Ein Feedback bekam MDR SACHSEN-ANHALT zum Beispiel von Landwirtin Antje Hindorf aus Langeneichstädt, im südlichen Sachsen-Anhalt. Sie betreibt mit ihrem Mann etliche Spargel-und Erdbeerflächen. Statt 60 Erntehelfern unter anderem aus Rumänien haben sie in diesem Jahr gerade Mal zwei. Nach ihrer Suchanzeige auf daslandhilft.de ist ihr Telefon förmlich explodiert. Sie hat Anfragen aus ganz Deutschland und siebt jetzt aus. Gute Chancen hat, wer aus der Region kommt. Wichtig sind aber vor allem köperliche Fitness und Durchhaltevermögen. Ende März startet dann die sehr anstrengende Ernte. Gezahlt wird Mindestlohn und je nach Leistungen auch mal ein Bonus.

12:57 Uhr | Bundeswehr verteilt Schutzausrüstung an Landkreise

In Zeiten der Corona-Krise sind Atemschutzmasken und Handschuhe Mangelware. Eine Hilfslieferung des Bundes kommt ab Mittwoch in den Landkreisen und Städten Sachsen-Anhalts an. Die erste Teillieferung der Bundeswehr besteht aus 7.000 OP-Masken und 10.000 Handschuhen. Heute Morgen halfen zehn Bundeswehrsoldaten aus der Clausewitz-Kaserne in Burg, die Schutzmasken im Land zu verteilen.

Auch das Land habe Schutzmasken bestellt, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne MDR SACHSEN-ANHALT. Man finde aber weltweit kaum noch einen Hersteller, der Aufträge annehme. Grimme-Benne verglich die Situation mit einer Art Kanibalismus. Nach der Krise müsse man sich über die freie Gesundheitsversorgung unterhalten und ob bestimmte Materialen besser vorgehalten werden müssten.

12:41 Uhr | Arbeit in Fieberzentren bislang ohne "Ärger"

In Fieberzentren und -ambulanzen werden Personen untersucht, bei denen ein begründeter Verdacht auf das Coronavirus besteht. Auf Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT hielt sich in Sachsen-Anhalt bislang der "Ärger" mit abgelehnten Patienten in Grenzen. Wie die Kassenärztliche Vereinigung mitteilt, verstehen es die Betroffenen, wenn ihnen erklärt wird, dass bei nicht Erkrankten oder Personen ohne Kontakt zu bestätigten Corona-Patienten ein Abstrich nicht die richtige Maßnahme ist. Vorrang hätten einfach die begründeten Verdachtsfälle. Unterstützung bekämen die Ambulanzen vom Ordnungsamt. Am besten sei jedoch die vorherige Prüfung des Anliegens, ehe es zu einer Fahrt in die Fieberambulanz komme.

Hierzulande wurden in allen Landesteilen Fieberzentren eingerichtet. Sie werden von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) mit freiwillig dort tätigen Ärzten gegründet und betrieben oder von Krankenhäusern und Kommunen. Unser Überblick:

12:15 Uhr | Jugendweihe-Feiern wegen Corona auf der Kippe

Die meisten Familien planen Jugendweihen viele Monate im Voraus. Corona wirft für viele nun auch das über den Haufen. Manche Veranstalter haben darum gleich alle Feierstunden ins kommende Jahr verschoben. Andere hoffen auf die Termine ab Mai. Wir haben bei den größten Jugendweiheveranstaltern im Land nachgefragt.

11:58 Uhr | 400 Menschen in Sachsen-Anhalt mit Coronavirus infiziert

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt ist auf 400 Fälle gestiegen. Das teilte das Sozialministerium am Mittwochvormittag mit. Demnach ist Halle mit 85 Infizierten weiter am stärksten betroffen. Bis zum Dienstagabend wurden 27 Corona-Infizierte in Krankhäusern behandelt. Bei vier Patienten wurde ein schwerer Krankheitsverlauf festgestellt.

11:36 Uhr | Keine Sonderöffnungszeiten für Risikogruppen

Kunden am Kühlregal in einem Supermarkt
Die Supermärkte planen keine Sonderöffnungszeiten für ältere Menschen und andere Risikogruppen. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO

Trotz der neuen Abstandsregelungen planen die Supermarktketten erst mal keine Extra-Öffnungszeiten für Risikogruppen. Das hat eine Umfrage von MDR SACHSEN-ANHALT bei Aldi, Rewe, Kaufland, Lidl und Real ergeben. Alle verwiesen auf ihre langen Öffnungszeiten, die den Kunden ein großes Zeitfenster bieten, um ihre Einkäufe zu erledigen.

Eine Sprecherin von Lidl teilte mit, dass Sonderöffnungszeiten für einzelne Gruppen aktuell nicht vonnöten seien, wenn sich alle an die Maßnahmen im Umgang miteinander hielten. Bei Real zweifelt man zudem daran, wie solche Sonderöffnungszeiten in der Praxis umzusetzen sind. Man werde niemals einen 59-Jährigen Kunden nach Hause schicken, den 61-Jährigen aber reinlassen, sagte ein Sprecher.

11:13 Uhr | Lernen in der Wohnung – so geht's

Viele Kinder bleiben im Moment zu Hause. Denn: Schulen und Kitas sind landesweit geschlossen – und das noch bis einschließlich 19. April. Der MDR bietet nun Schülerinnen, Schülern und ihren Lehrern Videotutorials an – damit Lernvideos auch aus den eigenen vier Wänden produziert werden können.

Außerdem gibt's bei YouTube täglich um 11 Uhr live eine Schulstunde. Mal rund um Biologie, mal rund um Chemie. Die MDR-Schulstunden mit Prof. Dr. Martin Lindner von der Uni Halle eignen sich für die Klassen 8 bis 12.

10:42 Uhr | Goethe-Theater Bad Lauchstädt verschiebt Saisonstart

Das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt hat seinen Saisonstart wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf unbestimmte Zeit verschoben. Eigentlich sollte es am 18. April losgehen. Wann das Haus wieder öffne, sei nun aber unklar. Das geplante Programm sieht 49 Veranstaltungen vor, darunter Premieren wie Goethes "Faust I". Die nun gewonnene Zeit wird nach Angaben des Theaters für Bauarbeiten im Innern des Theaters genutzt.

10:28 Uhr | Neue Kampagne für regionale Anbieter

Hat mein Lieblingshofladen noch geöffnet? Lohnt es sich, beim Bauern direkt vorbeizuschauen? Und von welchem regionalen Anbieter kann ich mir eigentlich jetzt was liefern lassen? Der Altmärkische Regionalmarketing- und Tourismusverband (ART) hat eine besondere Kampagne gestartet: Online können Unternehmen zeigen, wie sie derzeit für Kunden erreichbar sind. Es gibt eine Kurzübersicht des Sortiments, aktuelle Kontaktmöglichkeiten und Öffnungszeiten. Ist eine Unternehmens-Website vorhanden, so werden Besucher des Altmark-Portals automatisch weitergeleitet.

So machen Unternehmen mit Unternehmen, die dabei sein wollen, können unter www.altmark.de einfach ihre Angaben über das bereitgestellte Kontaktformular hinterlegen.

10:16 Uhr | Immer informiert mit dem neuen Newsletter

Was war heute wichtig in der Corona-Krise? Wie sind die aktuellen Fallzahlen? Wer ist besonders von der Pandemie betroffen? All das können Sie in unserem neuen Newsletter erfahren. Den verschicken wir abends gegen 20 Uhr – und zur Anmeldung geht’s hier entlang.

10:04 Uhr | Zulassungsstelle in Oschersleben dicht

Die Kfz-Zulassungsstelle in Oschersleben im Landkreis Börde ist ab sofort geschlossen. Das teilte Landrat Stichnoth mit. Eine weitere Öffnung sei nach der am Dienstag erlassenen Verordnung des Landes nicht mehr zu rechtfertigen. Nun werde im Einzelfall entschieden, ob ein Auto trotzdem zugelassen werden kann – etwa in besonders dringenden Fällen für Lebensmitteltransporte oder den Rettungsdienst. Stichnoth warb um Verständnis. Es gehe darum, den Wettlauf gegen die Krankheit zu gewinnen.

09:53 Uhr | So können Sie regionalen Künstlern helfen

Wir alle haben in der Corona-Krise mit Einschränkungen zu kämpfen, manche von uns auch mit finanziellen Einbußen. Das betrifft natürlich vor allem Musiker, deren Auftritte nun reihenweise abgesagt wurden. Gagen fallen weg, finanzielle Sorgen wachsen. Aber: Der MDR hat sich etwas ausgedacht, um Musikern aus Mitteldeutschland zu helfen. Ab sofort gibt es eine Spotify-Playlist mit Musik ausschließlich von mitteldeutschen Künstlern. Wer die immer wieder anhört, tut den Musikern etwas Gutes – automatisch auch finanziell.

09:38 Uhr | Straßenbahnen werden desinfiziert

In Magdeburg haben die Verkehrsbetriebe damit begonnen, Straßenbahnen auch tagsüber zu reinigen. Das geschehe immer an den Endhaltestellen "im Akkord", teilten die MVB mit. Üblicherweise werden die Bahnen nur nachts im Depot desinfiziert. Nun werden die Oberflächen, Haltestangen und Türtaster regelmäßig auch am Tage desinfiziert.

Ein Mann desinfiziert in einer Straßenbahn Griffe und Taster.
Die Bahnen in Magdeburg werden im Moment häufiger als üblich desinfiziert. Bildrechte: Magdeburger Verkehrsbetriebe

So wird das seit zwei Wochen übrigens auch in Halle geregelt.

09:26 Uhr | Einigung auf Tarifabschluss für Metall- und Elektroindustrie

Um die Folgen der Corona-Krise abzufedern, haben sich IG Metall und der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie auf einen Tarifabschluss geeinigt. Er sieht unter anderem Regeln zur Kurzarbeit vor, teilten beide Parteien mit. So soll der Nettoentgelt-Verlust gemildert werden. Auch seien betriebliche Ausgleichszahlungen vorgesehen. Die Einigung zum Tarifvertrag für Sachsen-Anhalt gilt unter Vorbehalt der Zustimmung durch die Tarifkommission der IG Metall und der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes. In Sachsen-Anhalt sind laut Arbeitgeber rund 45.000 Menschen in der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt. Nach Angaben der Gewerkschaft fallen unter die Tarifverträge der IG Metall rund 12.000 Mitarbeiter.

08:59 Uhr | Landrat: Haben Sie Verständnis

Wegen vieler Anfragen an die Behörden hat der Landrat im Salzlandkreis, Markus Bauer (SPD), die Menschen aufgerufen, Verständnis für die Mitarbeiter zu zeigen. Alle Mitarbeiter müssten im Privatleben auch mit den Einschränkungen klarkommen, schrieb Bauer in einem öffentlichen Brief.

Denken Sie in jeder Situation bitte daran, dass am anderen Ende der Leitung Frauen und Männer sitzen, die privat ebenfalls allen Einschränkungen unterliegen und sich außerhalb des Dienstes um Kinder, Eltern und Angehörige sorgen.

Markus Bauer (SPD) Landrat im Salzlandkreis

08:42 Uhr | Magdeburg: Security vor dem Supermarkt

Von nun an gilt: In Supermärkten in Sachsen-Anhalt darf sich nur noch eine bestimmte Zahl an Menschen aufhalten. So soll die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Die ersten Supermärkte haben deshalb nun Wachleute vor ihren Eingängen postiert, etwa im Magdeburger Stadtteil Stadtfeld. Wie MDR SACHSEN-ANHALT vor einem Discounter erfahren hat, gilt ab sofort: Wenn zu viele Menschen im Markt sind, müssen andere vor der Tür warten.

Und noch ein Lesetipp für Sie: Wir haben mit Kassiererinnen im Supermarkt über den neuen Alltag in Corona-Zeiten gesprochen – und erfahren, dass viele Kunden den Ernst der Lage noch nicht verstanden haben.

08:34 Uhr | Archäologische Grabungen laufen weiter

Viele Teile des gesellschaftlichen Lebens in Sachsen-Anhalt sind lahmgelegt – nicht davon betroffen sind archäologische Grabungen. Sie laufen planmäßig weiter, sagte jetzt der stellvertretende Landesarchäologe Alfred Reichenberger. Aktuell liefen zwölf Grabungen, unter anderem in Salzmünde oder Wernigerode. "Die Leute arbeiten an der frischen Luft und weit auseinander, dadurch sind sie nicht gefährdet", sagte Reichenberger.

08:18 Uhr | Selbstgenähte Mundschutze – Not macht erfinderisch

Atemschutzmasken werden derzeit in vielen Bereichen dringend gebraucht, sind aber fast überall ausverkauft. Darum bieten viele Nähstuben und Privatmenschen jetzt ihre Dienste an. Ärzte, Pflegeeinrichtungen, ja sogar Taxiunternehmen sind dankbare Abnehmer. Einige Beispiele dafür:

08:09 Uhr | Kita-Beiträge: Keine einheitliche Regelung – aber Hilfe für Härtefälle

Sachsen-Anhalt wird zunächst keine einheitliche Regel zur Aussetzung von Kita-Beiträgen umsetzen. Das sagte Ministerpräsident Haseloff nach einer Krisensitzung des Kabinetts zur Corona-Krise. Der Regierungschef betonte aber, dass jenen Eltern finanziell bei den Kitabeiträgen geholfen werden soll, die besonders hart von der Krise betroffen sind. Sozial- und Innenministerium sollen einen Plan für Härtefalle erarbeiten, sagte Haseloff. Einzelne Kommunen, darunter Köthen, Halle oder Sangerhausen, haben aber angekündigt, die Gebühren wegen geschlossener Kitas vorerst auszusetzen.

07:56 Uhr | #MDRklärt: Diese Kinder dürfen in die Notbetreuung

Wer in einer sogenannten systemrelevanten Gruppe arbeitet – also zum Beispiel in der Pflege, als Arzt oder bei der Polizei –, darf seine Kinder auch in der Corona-Krise zur Kita oder in die Schule bringen. Dann wird eine Notbetreuung gewährleistet.

In unserem neuen #MDRklärt zeigen wir das noch einmal leicht verständlich.

07:39 Uhr | Box-Weltmeister Bösel ruft zur Blutspende auf

Siitzbank mit gesperrten Sitzen
Auch bei der Uni-Blutbank in Magdeburg gilt: Abstand halten! Bildrechte: MDR/Manuel Mohr

Box-Weltmeister Dominic Bösel aus Freyburg hat zum ersten Mal Blut gespendet. Nachdem sein Kampf um die Titelverteidigung wegen des Coronavirus ausgefallen war, wollte Bösel helfen, "wo ich kann". Der 30-Jährige rief dazu auf, ihm nachzuahmen. "Der Bedarf ist weiterhin da", sagte Bösel über zurückgegangene Blutspenden. Die Uni-Blutbank in Magdeburg bietet in der Corona-Krise zusätzliche Blutspende-Termine an. Sie sind für 28. März und 4. April – also an Samstagen – zwischen 9 Uhr und 14 Uhr auf dem Gelände des Universitätsklinikums geplant. Wer infektfrei sei und sich gesund fühle, sei herzlich willkommen. Auf die Hygiene werde geachtet, teilte das Uniklinikum mit.

07:30 Uhr | Lebensmittelversorgung ist sicher

Trotz zahlreicher Hamsterkäufe in der Corona-Krise ist die Lebensmittelversorgung nicht in Gefahr. Das hat Christian Böttcher vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels jetzt dem MDR gesagt. Böttcher zufolge ist es aber eine enorme Herausforderung, die "immense Nachfrage" zu bedienen. Die Lieferketten funktionierten, allerdings unter Volllast. Man sei an Punkte gekommen, wo die gewohnte Liefermenge nicht aufrechterhalten werden konnte, sagte Böttcher mit Blick auf den reißenden Absatz von Toilettenpapier. Die Versorgung sei aber grundsätzlich gesichert.

07:16 Uhr | Friseure dicht: Nachfrage nach Haarschneidern deutlich gestiegen

Friseurin föhnt Haare einer Kundin
Der Haarschnitt muss warten: Friseure haben in der Corona-Krise geschlossen. (Archivfoto) Bildrechte: imago images / Panthermedia

Friseure sind geschlossen – so mancher will aber offenbar auf den Haarschnitt trotzdem nicht verzichten. Beim Versandhändler Otto ist die Nachfrage nach Haar- und Bartschneidern deutlich gestiegen. Die verkaufte Menge habe sich teilweise verzehnfacht, hieß es. Auch Wandfarbe, Hanteln, Webcams, Fernseher oder Gesellschaftsspiele seien stärker gefragt. Lieferengpässe gebe es aber nicht.

06:57 Uhr | 500-Millionen-Paket: Sachsen-Anhalt macht neue Schulden

Um die Folgen des Coronavirus finanziell abzufedern, muss Sachsen-Anhalt neue Schulden machen. Das hat Finanzminister Michael Richter bei MDR SACHSEN-ANHALT angekündigt. Richter sagte, etwas mehr als die Hälfte des 500-Millionen-Euro-Hilfspakets werde über neue Kredite finanziert. Für die restlichen Millionen will das Land laut Richter Tilgungen aussetzen. Außerdem sollen Rücklagen eingesetzt werden. Mit dem zusätzlichen Geld soll Unternehmen geholfen werden. Auch soll das Gesundheitswesen unterstützt werden, sagte Richter. Der Landtag soll den Nachtragshaushalt kommende Woche beschließen.

06:36 Uhr | Polizei lobt pflichtbewusste Dessauer

Überall in Sachsen-Anhalt sind verstärkt Polizei und Ordnungsamt unterwegs, um die Beschränkungen des Landes zu kontrollieren. Bleiben die meisten Menschen zu Hause? Gehen sie – wenn überhaupt – nur in kleinen Gruppen nach draußen? Meiden sie Menschenmassen? All das wird derzeit kontrolliert, bislang jeweils mit zufriedenstellender Bilanz. Auch die Polizei in Dessau lobt die Menschen in der Bauhausstadt.

06:19 Uhr | Kein Besuch in Pflegeheimen erlaubt

Pflegebedürftige in Pflegeheimen dürfen bis einschließlich 19. April keinen Besuch bekommen. Auch das steht in der zweiten Verordnung des Landes, die neue Regeln zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beinhaltet. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, so soll eine "bestimmte Bevölkerungsgruppe" geschützt werden. Den Sachsen-Anhaltern schlug sie vor, den Großeltern einen Brief zu schreiben oder Blumen zu schicken. Allerdings: Keine Regel ohne Ausnahmen. Demnach können pflegebedürftige Menschen in Ausnahmen besucht werden, wenn aus medizinischen oder ethisch-sozialen ein "berechtigtes Interesse" besteht.

Verbot auch in Behinderten-Werkstätten und Wohngemeinschaften Das Besuchsverbot gilt auch in Werkstätten für behinderte Menschen und in sogenannten anbieterverantworteten Wohngemeinschaften, teilte das Land mit. Auch in der Tagespflege gibt es Änderungen.

05:55 Uhr | Maximal-Zahl von Kunden im Laden: Kommen jetzt Einlasskontrollen?

Eine Kassiererin wiegt an der Kasse in einem Supermarkt Gemüse.
Die Warteschlange an der Supermarkt-Kasse soll möglichst kurz sein. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Kunden in Supermärkten, Drogerien, Postfilialen, Banken und Baumärkten in Sachsen-Anhalt müssen sich ab sofort auf mögliche Einlasskontrollen einstellen. Eine am Dienstag verkündete Verordnung des Landes sieht vor, dass nur noch eine bestimmte Zahl an Kunden zur gleichen Zeit im Geschäft sein darf. Konkret geht es darum, dass nie mehr als ein Kunde je zehn Quadratmeter im Laden ist. So soll der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter gewährleistet werden.

Das Land rief Supermarkt-Betreiber dazu auf, Warteschlangen an Kassen möglichst kurz zu halten. Unklar ist noch, wie die Märkte die neuen Regeln umsetzen. Einlasskontrollen scheinen der gängigste Weg.

05:39 Uhr | 74 Infektionen mehr als am Tag zuvor

In Sachsen-Anhalt sind nach aktuellem Datenstand von Dienstagnachmittag 377 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 74 mehr als am Tag zuvor. Am stärksten betroffen sind noch immer Halle, Magdeburg und der Landkreis Börde.

In unserem täglichen Corona-Update erklärt MDR SACHSEN-ANHALT-Datenjournalist Manuel Mohr, warum die Zahlen so oft variieren – und das selbst bei offiziellen Stellen.

Eine schöne Meldung haben wir aber auch noch: In Halle sind die ersten beiden Patienten vom Coronavirus genesen. Die zuständige Amtsärztin sagte, Vater und Sohn hätten die Infektion nachweislich auskuriert.

05:18 Uhr | Fieberambulanz in Salzwedel wird eröffnet

Auch in Salzwedel gibt es ab Mittwoch eine Fieberambulanz, in der Patienten sich auf das Coronavirus testen lassen können. Wie der Landkreis mitteilte, entsteht sie in einem Container unweit der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft auf dem Fuchsberg. Der Landkreis betonte aber, dass Menschen nur nach Terminvergabe beim Hausarzt getestet werden.

05:02 Uhr | Guten Morgen!

Guten Morgen! Kommen Sie gut in diesen Mittwoch. Heute ist der 25. März 2020. Bei MDR SACHSEN-ANHALT erfahren Sie im Newsblog auch heute alles Wichtige zum Coronavirus und seinen Folgen. Für Fragen oder Anregungen schreiben Sie gern einen Kommentar unter diesen Newsblog.

Jetzt wollen wir Sie noch kurz über die wichtigsten Entwicklungen gestern Nachmittag informieren.

  • In Sachsen-Anhalt werden die Abiturprüfungen verschoben. Neue Termine gibt es noch nicht.
  • In Halle soll voraussichtlich Donnerstag eine "Corona-Klinik" eröffnen. Dort sollen Schritt für Schritt 50 Betten zur Verfügung stehen.
  • Unternehmen, die von der Pandemie betroffen sind, können ab Montag erste Anträge auf Hilfe vom Land stellen.


Alles zur Entwicklung der Lage am Dienstag finden Sie auch in unserem Newsblog von gestern.

Quelle: MDR/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 25. März 2020 | 05:00 Uhr

2 Kommentare

denny vor 31 Wochen

Einlasskontrollen wie soll das den funktionieren zehn dürfen rein und die restlichen fünfzig stehen draußen in einer Schlange da ist die Gefahr einer Ansteckung nicht so hoch oder wie!
Demnächst muss man sich einen Termin holen zum einkaufen

Kritiker vor 31 Wochen

+... Konkret geht es darum, dass nie mehr als ein Kunde je zehn Quadratmeter im Laden ist. So soll der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter gewährleistet werden....+
Wird dabei auch darauf geachtet wie lange einige Kunden im Discounter oder in jedem anderen Geschäft sich aufhalten? Wie lange soll da dann der ggf. 20 Kunde auf seinen Einlass warten?? wenn ein Discounter oder jedes andere Geschäft mindestens 10 Kunden im Laden hat?

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