Newsblog | 16.03.2020 Corona in Sachsen-Anhalt – 77 bestätigte Infektionen

Seit Montag sind die Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt zu. Doch auch im Netz fanden Schüler und Lehrer nur schwer zueinander. Die Auswirkungen des Coronavirus sind für jeden einzelnen immer mehr zu spüren. Diese und weitere Entwicklungen im Newsblog.

Reagenzgläser mit der Beschriftung COVID-19
Bildrechte: MDR/imago images/photothek

Alle Entwicklungen am Dienstag lesen Sie hier:

Das Wichtigste im Überblick:

20:15 Uhr | Die Entwicklung der Coronavirus-Infektionen

Wie sich die Coronavirus-Infektionen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen entwickelt haben und wie viele Menschen weltweit aktuell betroffen sind, das und mehr im täglichen Corona-Daten-Update:

19:34 Uhr | Neuer Podcast mit dem Virologen Prof. Alexander Kekulé

Die Welt im Griff der Corona-Krise: Wie sind die ständig neuen Meldungen einzuordnen? MDR AKTUELL erörtert ab sofort täglich mit dem renommierten Virologen und Seuchen-Experten Prof. Alexander Kekulé Fragen um das Virus.

19:13 Uhr | Fieberambulanz in Magdeburg

In Magdeburg werden seit vergangenem Wochenende potenzielle Patienten in einer Fieberambulanz auf das Coronavirus getestet. Etwa 100 waren es Sonnabend und auch Sonntag. Allerdings: Niemand kann einfach in die Ambulanz gehen und einen Abstrich nehmen lassen. Dafür muss es einen begründeten Verdacht geben, sich auch wirklich mit dem Virus infiziert zu haben. Wie die Ambulanz funktioniert und was Patienten beachten müssen, erklären wir hier.

18:45 Uhr | Live im Gespräch – Wirtschaftsminister Willingmann

Die Folgen der Corona-Krise: Was kommt auf die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt zu? Live im Gespräch: Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Armin Willingmann (SPD). Hier gibt es das Video mit den Userfragen bei Facebook zum nachschauen.

17:55 Uhr | 77 bestätigte Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt ist auf 77 Fälle gestiegen (Stand 16:30 Uhr). Das teilte das Sozialministerium mit. Schwere Fälle seien bisher nicht bekannt. Die meisten Fälle gibt es in Halle, Magdeburg und dem Landkreis Börde.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) rief noch einmal dazu auf, eine verhängte Quarantäne einzuhalten. Sie sagte: "Die Quarantäne einzuhalten ist wichtig. Sie dient dem eigenen Schutz und dem Schutz von uns allen." Verstöße könnten mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

Weiter wurde mitgeiteilt, dass Erwerbstätige, die wegen einer angeordneten Quarantäne einen Verdienstausfall erleiden, Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung haben.

17:51 Uhr | Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle schließt

Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle schließt ab Dienstag, den 17. März. So solle die Ausbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden, teilte das Museum mit. Bis auf Weiteres sind demnach die Dauer- und Sonderausstellung des Museums nicht für Besucher geöffnet. Bereits gekaufte Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch erstattet werden.

Darüber hinaus werden die im Museum befindlichen Bibliotheken, Archive und die Sammlung des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalts für den Publikumsverkehr bis auf Weiteres geschlossen.

17:49 Uhr | Infektion in einem Pflegeheim

In Sachsen-Anhalt ist eine Corona-Infektion in einem Pflegeheim bekannt geworden. Das haben sowohl das Sozialministerium als auch der Landkreis Saalekreis MDR SACHSEN-ANHALT bestätigt. Betroffen ist ein Pflegeheim im Saalekreis. Um welches Pflegeheim es sich handelt und ob sich ein Bewohner oder ein Mitarbeiter mit dem Virus infiziert hat, wollte der Landkreis auf Nachfrage nicht sagen. Eine Sprecherin erklärte, man könne erst im Laufe des Abends weitere Informationen über die neue Corona-Infektion mitteilen.

Weil ältere Menschen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Folge einer Corona-Infektion haben, sind in mehreren Bundesländern Besuche in Pflegeheimen bereits verboten. In Sachsen-Anhalt gibt es eine solche Verordnung bislang aber nicht.

17:41 Uhr | Harzer Schmalspurbahn stellt den Betrieb ein

Die Harzer Schmalspurbahn stellt den Betrieb ab Dienstag auf den meisten Strecken ein. Nur der Verkehr zwischen Nordhausen Nord und Ilfeld Neanderklinik werde mit eingeschränktem Angebot weiterhin aufrechterhalten, teilte der Die Betreiber am Montag mit. Normal sollen die Bahnen auf dem rund 140 Kilometer langen Netz demnach erst dann wieder fahren, wenn öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt wieder geöffnet werden.

17:27 Uhr | AOK Sachsen-Anhalt schließt ab Mittwoch Kundencenter

Die Krankenkasse AOK in Sachsen-Anhalt schließt ab Mittwoch, den 18. März 2020 seine Kundencenter. Das teilte das Unternehmen am Nachmittag mit. Von der Maßnahme seien alle 44 Einrichtungen betroffen. Als Grund gibt die Kasse an, das Infektionsrisiko zu verringern und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Versicherte werden gebeten, auf Telefon, Post und E-Mail auszuweichen.

17:01 Uhr | Keine Einschränkungen bei S-Bahnen und Regionalzügen geplant

S1 Regionalbahn Richtung Stendal
Auch wenn es weniger Fahrgäste gibt, sollen nicht ohne Not weniger Züge fahren. Bildrechte: MDR/André Plaul

S-Bahnen und Regionalzüge sollen auch am Dienstag ohne Einschränkungen in Sachsen-Anhalt rollen. Wie die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) MDR SACHSEN-ANHALT erklärte, werde das Land von sich aus nicht weniger Züge bei den Bahn-Betreibern bestellen. Sachsen-Anhalt habe ein Interesse, den Nahverkehr möglichst im gewohnten Umfang fahren zu lassen. Wegen der verbindlichen Schließung der Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt ab Mittwoch könnten jedoch Probleme auftreten. Bislang hätten aber weder die Deutsche Bahn noch der private Betreiber Abellio Engpässe angemeldet.

Ein NASA-Sprecher betonte, sollten ab Mittwoch weniger Züge fahren können, dürfe dies möglichst wenige Fahrgäste treffen. Züge würden dann auch so disponiert, dass keine Strecken abgehängt werden.

16:45 Uhr | Leere Kitas: So lief der Montag in Magdeburg

Der erste Tag mit geschlossenen Kitas liegt hinter Sachsen-Anhalt. Auch wenn es noch eine Notbetreuung für alle Kinder gab, deren Eltern keine Betreuungsalternative gefunden haben, waren viele Einrichtungen leergefegt. Unsere Reporterin Julia Heundorf hat sich heute die Situation in Magdeburger Kitas angeschaut.

16:22 Uhr | Verschiedene Studien zu Corona-Viren auf Oberflächen

Dass Corona-Viren auf Oberflächen überleben, ist unstrittig. Deshalb gelten derzeit strenge Hygieneregeln und vor allem die Maßgabe, häufig die Hände zu waschen.

Wie lange aber aktive Corona-Viren beispielsweise auf Plaste oder Metall haften, da gehen die Ergebnisse verschiedener Studien auseinander – von drei bis neun Tagen ist die Rede. Unklar ist auch, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, sich mit Viren von Oberflächen anzustecken. Den aktuellen Stand der Wissenschaft gibt es hier:

16:12 Uhr | Lösungssuche für Touristen im Ausland

Tausende deutsche Urlauber sitzen wegen der Corona-Krise im Ausland fest. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes ist es vor allem für Reisende in Marokko, Indonesien, der Türkei und auf den Phillipinen schwierig, nach Deutschland zurückzukehren. Man sei jetzt mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern im Gespräch, um möglichst schnelle Lösungen zu finden. In den vergangenen Tagen hatten immer mehr Länder Flugverbindungen gestrichen oder Grenzen geschlossen. Mehrere Touristikkonzerne haben inzwischen ihre Reisen vorerst abgesagt. Das Auswärtige Amt rät ohnehin von nicht notwendigen Reisen in das Ausland ab.

16:07 Uhr | Weitere drastische Einschränkungen drohen

Im Kampf gegen eine weitere Ausbeitung des Coronavirus drohen weitere, massive Einschränkungen. Verschiedene Nachrichtenagenturen zitieren aus einem Beschluss der Bundesregierung und der Regierungschefs der Länder vom Montag. Details sollen am Abend vorgestellt werden. Folgende Pläne gelten als wahrscheinlich:

  • zahlreiche Geschäfte sollen schließen, mit Ausnahme von Supermärkten und anderen Läden zur Versorgung
  • beschränkte Öffnungszeiten für Restaurants und Gaststätten – maximal noch zwischen 6 und 18 Uhr
  • Busreisen, Gottesdienste und Treffen in Vereinen sollen verboten werden
  • Übernachtungsangebote für Tourismus sollen ausgesetzt werden

15:51 Uhr | Halle schließt Katastrophenfall nicht aus

In der Stadt Halle gibt es Überlegungen, ähnlich wie in Bayern, angesichts der Corona-Krise den Katastrophenfall auszurufen. Das sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand.

Gemäß Katastrophenschutzgesetz gelten im Katastrophenfall besondere Regeln. Dann können beispielsweise Sperrgebiete eingerichtet werden. Zudem können Behörden jedermann zur Mithilfe verpflichten.

Eine bundesweite Ausrufung des Katastropenfalls ist derzeit aber nicht geplant. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums erklärte, das sei eine Angelegenheit, die in den Ländern zu entscheiden sei.

15:35 Uhr | Sozialministerium korrigiert Zahl der Corona-Fälle nach oben

Sachsen-Anhalts Sozialministerium hat die Zahl der offiziellen Covid-19-Infektionen noch einmal nach oben korrigiert. Nun ist von 62 Fällen in Sachsen-Anhalt die Rede. Noch immer fehlen wegen Verzögerungen in der Meldekette einige bestätigte Fälle aus Magdeburg und Halle. Insgesamt ist derzeit von rund 70 Erkrankten auszugehen.

15:21 Uhr | Corona-Verdacht in S-Bahn: Aufwändige Reinigung

Bei der S-Bahn Mitteldeutschland hat ein Corona-Verdacht für Behinderungen gesorgt. Den Angaben zufolge musste am Sonntagabend ein Triebwagenzug außer Betrieb genommen werden. In dem Wagen waren möglicherweise mit dem Corona-Virus infizierte Personen. Jetzt folgt eine aufwändige Reinigung. Betroffen war eine S-Bahn der Linie S5 zwischen Halle und Zwickau im sächsischen Altenburg. Sollten weitere Triebwagen durch solche Maßnahmen ausfallen, sei der reguläre Fahrplanbetrieb nicht mehr zu halten, hieß es. 

Eine ältere Frau hatte in der betroffenen S-Bahn erzählt, dass sie Kontakt mit einer infizierten Person gehabt habe und nun selbst Symptome verspüre. Die Bundespolizei räumte daraufhin den Zug. Alle Reisenden mussten ihre Personalien abgeben.

Welche Maßnahmen die Deutsche Bahn bei Corona-Verdachtsfällen in ihren Zügen ergreift und weitere Fragen beantwortet das Unternehmen auf einer Sonderseite.

15:03 Uhr | Banken schließen ihre Schalter

Finger auf dem Tastenfeld eines Geldautomaten
Statt mit Bankmitarbeitern müssen Kunden weitgehend mit Maschinen vorliebnehmen. Bildrechte: Colourbox.de

Immer mehr Banken und Sparkassen in Deutschland schließen als Corona-Vorsorge ihre Filialen, auch hier in Sachsen-Anhalt. So wird beispielsweise die Sparkasse Jerichower Land ab Donnerstag sämtliche Servicestellen in allen kleineren Filialen schließen. Der Betrieb am Schalter ist dann nur noch in den großen Filialen in Burg, Genthin und Gommern möglich. Berater seien aber weiterhin vor Ort, so Sparkassenvorstand Eckart Grundmann.

Der Sparkassen- und Giroverband erklärte, die Bargeld-Versorgung an Geldautomaten und die Funktionsfähigkeit der Zahlungssysteme würden aber überall in Deutschland sichergestellt. Auch Commerzbank und Hypo-Vereinsbank wollen Filialen schließen.

14:44 Uhr | Baugewerbe fordert Entgegenkommen in unsicheren Zeiten

Großbaustelle (Symbolbild)
Wenn Aufträge platzen, befürchten Bauunternehmen doppelt Schwierigkeiten. Bildrechte: imago images / Sven Simon

In Sachsen-Anhalt fordert der Baugewerbe-Verband von der Politik, Bauunternehmen zu entlasten. Landesgeschäftsführer Töpfer sagte MDR SACHSEN-ANHALT, in vielen Betrieben herrsche wegen der anhaltenden Corona-Krise Unsicherheit. In den kommenden Wochen sei es daher wichtig, dass die Liquidität der Betriebe sichergestellt sei. Töpfer fordert deshalb, dass Bauunternehmen die Umsatzsteuer künftig erst dann an das Finanzamt abführen sollten, wenn die Auftraggeber die Rechnungen auch bezahlt hätten. Bislang müssen Unternehmen die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen, sobald eine Rechnung ausgestellt ist.

14:31 Uhr | Notruf 112 in der Altmark gestört

Wie die Notruf-Leitstelle der Altmark soeben mitteilte, ist die 112 im Norden Sachsen-Anhalts gestört. Wegen einer bundesweiten technischen Netzstörung der Telekom könne es zu Beeinträchtigungen kommen. Wer im Landkreis Stendal sowie dem Altmarkkreis Salzwedel unter der 112 nicht durchkomme, könne ersatzweise 03931/25850 wählen.

14:22 Uhr | Halle: Türen von Bus und Straßenbahn öffnen automatisch

Straßenbahn in Halle
Busse und Straßenbahnen sollen an Halles Haltestellen automatisch ihre Türen öffnen. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

In den Straßenbahnen und Bussen in Halle werden ab sofort alle Türen zwischen 9 und 17 Uhr automatisch geöffnet, um einen unnötigen Kontakt mit dem Türtaster zu vermeiden. Aufgrund der aktuellen Lage wird das Angebot der Mobilitätshelfer und -helferinnen in Bahn und Bus eingestellt – voraussichtlich bis 5. April.

Die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) prüft derzeit außerdem Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Am Montagnachmittag sollen dazu Einzelheiten bekanntgegeben werden.

14:09 Uhr | Update: Rund 70 Covid-19-Infektionen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen laut Sozialministerium inzwischen auf rund 70 gestiegen. Die meisten Fälle gibt es in Halle, Magdeburg und dem Landkreis Börde.

In der offiziellen Statistik mit Stand 10 Uhr ist jedoch nur von 60 Fällen landesweit die Rede. Die Differenz ergibt sich aus zeitlichen Verzögerungen, bedingt durch die Meldekette. So fehlen in den Zahlen fünf Fälle aus Halle, über die die Stadt gestern informiert hatte, sowie drei bestätigte Infektionen aus Magdeburg.

13:48 Uhr | Schönebeck: Corona-Test zum "Vorbeifahren"

Schild mit der Aufschrift ''CORONA DRIVE IN'', darunter ein Richtungspfeil.
Auf einem Parktplatz in Schönebeck wurde ein mobiles Testzentrum errichtet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Schönebeck ist auf einem Parkplatz in der Bölzigstraße ein provisorisches "Drive In"-Zentrum für Corona-Tests eingerichtet worden. Hier können Einwohner aus Schönebeck, dem nördlichen Salzlandkreis und dem südlichen Teil Magdeburgs gleich mit dem Auto zur Untersuchung vorfahren, sofern sie im Besitz einer ärztlichen Überweisung sind.

Dort sitzt Allgemeinmediziner Dr. Robin John geschützt in einem Wohnmobil. Er beurteilt von dort aus den Gesundheitszustand. Kommt ein Patient für einen Test in Frage, liegt an einer zweiten Station ein Set für einen Selbstabstrich bereit. Test-Ergebnisse sollen dann 24 bis 48 Stunden später vorliegen. Die Labore haben derzeit viel zu tun.

13:22 Uhr | Telefonnetz der Agentur für Arbeit überlastet

Die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Sachsen-Anhalt setzen seit Montag auf Telefon- und Online-Kontakt mit den Kunden. Das aber gestaltet sich schwierig. Wie die Regionaldirektion bei Twitter schreibt, ist das Telefonnetz überlastet. Dies solle jetzt nur im Notfall genutzt werden. Kunden, die wegen der technischen Schwierigkeiten nicht durchkommen, haben demnach keine Konsequenzen zu befürchten.

12:59 Uhr | Erste Bilanz: Schulen und Kitas am Montag weitestgehend leer

Fast alle Eltern in Sachsen-Anhalt konnten bereits am Montag ihre Kinder statt in Kitas und Schulen anderweitig unterbringen. Wie das Bildungsministerium mitteilte, ist an den Schulen sehr wenig los. Die meisten Schüler und Eltern hätten sich offenbar gut auf die neue Situation eingestellt. In den kommenden Tagen werde das Ministerium eine genaue Abfrage starten, wie groß der Betreuungsbedarf ist. Ab Mittwoch werden nur noch Kinder von Eltern betreut, die in der Corona-Krise besonders im Job gebraucht werden.

Stichproben von MDR SACHSEN-ANHALT in Magdeburg ergaben, dass auch viele Kitas mit Wochenstart bereits leer geblieben sind. Die vorübergehende Schließung gilt auch hier bis zu den Osterferien.

Leere Räume in Magdeburger Kitas

Erzieherinnen der Kita Kinderkasten in Magdeburg warten auf Kinder. Bisher sind keine gekommen.
Ab Montag sind die Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt geschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Bis Mittwoch können Kinder, für die kurzfristig keine andere Betreuungslösung gefunden wurde, noch abgegeben werden. Die Erzieherinnen der Kita Kinderkasten in Magdeburg warten auf Kinder. Bisher sind keine gekommen. Bildrechte: MDR/Janine Wohlfahrt
Erzieherinnen der Kita Kinderkasten in Magdeburg warten auf Kinder. Bisher sind keine gekommen.
Ab Montag sind die Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt geschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Bis Mittwoch können Kinder, für die kurzfristig keine andere Betreuungslösung gefunden wurde, noch abgegeben werden. Die Erzieherinnen der Kita Kinderkasten in Magdeburg warten auf Kinder. Bisher sind keine gekommen. Bildrechte: MDR/Janine Wohlfahrt
Leerer Raum der Kita Kinderkasten in Magdeburg.
In den Räumen der Kita herrscht gähnende Leere. Die vorübergehende Schließung gilt bis zu den Osterferien. Bildrechte: MDR/Janine Wohlfahrt
Hinweisschild an einer Kita in Magdeburg zur vorübergehenden Schließung .
Für die Kinder von medizinischem Personal soll eine Notfallbetreuung eingerichtet werden. Bildrechte: MDR/Janine Wohlfahrt
Das leere Außengelände einer Magdeburger Kita.
Auch auf den Außenanlagen dieser Magdeburger Kita spielen seit Montag keine Kinder mehr. Bildrechte: MDR/Daniel George
leerer Spielplatz einer Schule
An der Trilingualen Kita in Magdeburg sind sieben Kinder am Montagmorgen angekommen. Sonst sind es 167.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 16.03.2020 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/mh
Bildrechte: MDR/Julia Heundorf
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12:41 Uhr | DFB will Vereinen in 3. Liga helfen

Der Deutsche Fußball-Bund will Vereinen aus der 3. Liga in der Coronavirus-Krise finanziell unter die Arme greifen. DFB-Schatzmeister Osnabrügge sagte in der Sportzeitung "Kicker", es gehe darum, im Notfall sehr gezielt Überbrückungshilfen zu geben. Die ausbleibenden Einnahmen durch die Aussetzung der Partien würden die Vereine belasten. Der Verlust für alle Clubs soll zusammen etwa 1,1 Millionen Euro pro Spieltag betragen. Die wirtschaftlichen Folgen seien für den Fußball und die 3. Liga nicht absehbar, so Osnabrügge.

Der HFC hat sich bereits dafür ausgesprochen, die Saison insgesamt abzubrechen. Für die Mitarbeiter solle Kurzarbeit angemeldet werden.

12:23 Uhr | Ministerium dementiert Bericht zu Verschiebung der Abi-Prüfung

Schüler bei der schriftlichen Abiturprüfung.
Schüler auf Abstand – das war bei Prüfungen schon immer so. Bildrechte: IMAGO

An den Terminen für die Abiturprüfungen in Sachsen-Anhalt soll vorerst festgehalten werden. Das hat das Landesbildungsministerium mitgeteilt und sich auf die aktuelle Berichterstattung der Volksstimme bezogen. Die Zeitung hatte von einer Verschiebung der Abiturprüfungen berichtet. Wie das Ministerium mitteilte, gibt es mit Blick auf die Abschlussarbeiten aber "mehrere Szenarien". Bildungsminister Marco Tullner (CDU) sagte, es werde für jeden Schüler und für jede Schülerin Möglichkeiten geben, die Abschlussprüfungen abzulegen. Man habe "entsprechende Maßnahmen" eingeleitet.

12:10 Uhr | Zugverkehr bislang ohne Einschränkungen

Bei der Deutschen Bahn läuft der Verkehr bisher weiterhin stabil. Das hat das Unternehmen am Vormittag mitgeteilt. Die Bahn hatte angekündigt, den Regionalverkehr in den kommenden Tagen einschränken zu wollen. Einerseits, weil immer weniger Menschen die Züge nutzen, andererseits auch, um die eigenen Mitarbeiter zu schützen. Kunden, die bereits Tickets gekauft haben, ihre Reise aber nicht antreten möchten oder können, bietet die Bahn seit Montag umfangreiche Kulanzregelungen.

Beim privaten Anbieter Abellio, der zahlreiche Regionalstrecken in Sachsen-Anhalt betreibt, sind vorerst keine Einschränkungen geplant. Das hat ein Unternehmenssprecher MDR SACHSEN-ANHALT mitgeteilt. Ausfälle seien aber kaum zu vermeiden. Außerdem werde die Situation jeden Tag neu bewertet.

11:55 Uhr | Dome in Merseburg und Naumburg machen dicht

Eckehard und Uta von Naumburg im Naumburger Dom
Eckehard und Uta von Naumburg sind vorerst nur auf Fotos zu besichtigen. Bildrechte: IMAGO

In Sachsen-Anhalt werden der Merseburger Dom, der Naumburger Dom und die Stiftsbibliothek in Zeitz wegen des Coronavirus‘ ab sofort für den Besucherverkehr geschlossen. Das teilten die Betreiber heute mit. Demnach sind unter anderem alle geplanten Veranstaltungen, Tagungen und Bildungsangebote für Kinder abgesagt. Dies gelte voraussichtlich bis zum 13. April. Im Merseburger und Naumburger Dom finden vorerst auch keine Gottesdienste mehr statt. Stiftsdirektor Kunde sprach von einem schweren Schritt. Man hoffe auf die Unterstützung des Landes und des Bundes.

Gäste können sich bei Umbuchungsfragen an den Besucherservice wenden, hieß es.

11:32 Uhr | IKEA schließt Kinderbereich und Restaurants

IKEA schließt wegen des Coronavirus ab sofort bundesweit den Kinderbereich Småland, das Restaurant und Bistro. Wie das Möbelhaus mitteilte, hat die Gesundheit und Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter höchste Priorität. Die Situation werde weiterhin genau beobachtet. Von den Maßnahmen ist auch das IKEA-Möbelhaus in Magdeburg betroffen.

11:19 Uhr | Technische Probleme beim Landesbildungsserver

Fehlermeldung Moodle nicht erreichbar: Landesbildungsserver Sachsen-Anhalt
Die technischen Probleme beim Landesbildungsserver sollen nur vorübergehend sein. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

Viele Schüler und Lehrer in Sachsen-Anhalt hatten heute Morgen Probleme, auf den Landesbildungsserver zuzugreifen. MDR SACHSEN-ANHALT hat beim Bildungsministerium nachgefragt. Ein Sprecher bestätigte, dass es bei der Lernplattform "Moodle" Schwierigkeiten gab. Es habe hundertfach mehr Zugriffe gegeben als an normalen Tagen.

Dass Schüler und Lehrer nicht auf die Plattform kommen, sei aber weder ein flächendeckendes noch ein dauerhaftes Problem, so der Sprecher. Die Serverkapazitäten seien erhöht worden, der Speicher erreichbar. Wer sich nicht einloggen könne, solle es erneut probieren. Der Bildungsserver Sachsen-Anhalts bietet, wie andere Bundesländer, "Moodle" als Plattform für Lehrer und Schüler an, um sich zu organisieren. Beispielsweise können dort Kurse angelegt oder Unterrichtsmaterialien ausgetauscht werden.

10:56 Uhr | Mit Planet Schule durch die Corona-Quarantäne

Keine Schule? Kein Problem! Auch in Zeiten der Corona-Quarantäne können sich Schüler weiterbilden. Dafür ist ab jetzt in der ARD-Mediathek ein großes Video-Angebot bereitgestellt worden. Der sogenannte "Planet Schule" bietet Filme, Lernspiele, Simulationen und Apps für alle Fächer für alle Altersstufen. Zu allen Themen finden sich jede Menge spannende Materialien, zum Beispiel zu Vulkanen, Insekten, Energiegewinnung oder zum Mittelalter. Die Inhalte stehen online kostenfrei und zum Download zur Verfügung.

10:35 Uhr | TUI stellt Großteil der Reisen ein

Ein Kreuzfahrtschiff
Die meisten TUI-Schiffe bleiben vorerst im Hafen. Bildrechte: imago images/Lindenthaler

Auch der Touristik-Konzern TUI hat angekündigt, einen Großteil des Reisebetriebs vorerst einzustellen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Wie der Tourismuskonzern in der Nacht zum Montag mitteilte, sind Pauschalreisen, Kreuzfahrten und der Hotelbetrieb davon betroffen. Der Konzern will nun staatliche Unterstützung beantragen.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die Bundesbürger am Sonntag aufgerufen, auf alle Auslandsreisen vorerst zu verzichten. Das Risiko, dass sie "aufgrund der zunehmenden Einschränkungen" ihre Rückreise nach Deutschland nicht mehr antreten könnten, sei an vielen Reisezielen "derzeit hoch", warnte Maas.

10:18 Uhr | Fluggesellschaften streichen Angebot gemeinsam

Die Fluggesellschaften weltweit reagieren auf die Reiseeinschränkungen und reduzieren ihr Angebot. British-Airways teilte mit, sie werde ihre Kapazitäten im April und Mai um mindestens 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr reduzieren. Air France-KLM wird in dem Zeitraum nach eigenen Angaben bis zu 90 Prozent der Flüge streichen. Auch der britische Billigflieger Easyjet kündigte an, kurzfristig werde die Mehrheit der Flotte am Boden bleiben. In den USA kündigte American Airlines eine deutliche Reduzierung der internationalen Flüge an.

10:11 Uhr | Telefonservice statt Ausbildungswoche in Dessau

Die Arbeitsagentur in Dessau hat wegen des Coronavirus den für heute geplanten Start der Ausbildungswoche abgesagt. In der Aktionswoche waren etliche Informationsveranstaltungen geplant, Ausbildungsbetriebe etwa in Köthen und Wittenberg hatten zu Gesprächen geladen.

Wie die Sprecherin der Agentur für Arbeit, Marion Kopelke, MDR SACHSEN-ANHALT sagte, sind Sondertelefonnummern eingerichtet worden. Dort können sich Unternehmer und Auszubildende ohne Ansteckungsgefahr kostenfrei beraten lassen.

09:56 Uhr | Einschränkungen im Landkreis Wittenberg

Im Landkreis Wittenberg werden ab Dienstag alle größeren Veranstaltungen, ob im Freien oder in Gebäuden, untersagt. Das betrifft Messen, Konzerte, aber auch religiöse Treffen. Heute sollen dazu Handzettel in den Briefkästen landen.

Das Wittenberger Krankenhaus Gerhardt-Stift hat die Besuchsmöglichkeiten eingeschränkt. Auch in anderen Kliniken und Pflegeheimen sollen Angehörige nur noch selten besucht werden. Gottesdienste und Andachten finden vorerst noch statt, aber Ausschusssitzungen des Kreistages fallen aus. Für Einwohner des Landkreises Wittenberg wird ab heute Mittag eine Hotline freigeschaltet.

09:38 Uhr | Leere Spielplätze und Schulgänge

leerer Spielplatz einer Schule
Freie Auswahl an den Spielgeräten der Trilingualen Kita in Magdeburg am Montagmorgen. Bildrechte: MDR/Julia Heundorf

In der Grundschule am Westring in Magdeburg ist hallende Leere auf den Gängen. Kein einziger Schüler ist dort heute von den Elltern hingebracht worden. "Wir sind selbst überrascht, dass niemand da ist, wir hatten definitiv mit Kindern gerechnet", erzählt die Schulleiterin Stefanie Gregull.

An der Trilingualen Kita in Magdeburg sind hingegen sieben Kinder am Montagmorgen angekommen, von sonst ungefähr 167, erzählt Kita-Leiterin Angelika Teßmer-Weber. Eine ähnliche Anzahl werde ab Mittwoch weiterhin das Recht haben, die Einrichtung zu besuchen.

09:11 Uhr | Mobile Testzentren unterwegs

In Sachsen-Anhalt sind seit heute mobile Corona-Testzentren unterwegs. Menschen, die in Sorge sind, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben, können hier Abstriche vornehmen lassen. Die Landkreise empfehlen jedoch, sich vorerst beim jeweiligen Gesundheitsamt zu melden, um den Standort abzufragen. Auch ist in einigen Landkreisen eine ärztliche Überweisung notwendig.

Die mobilen Zentren können dabei unterschiedliche Formen annehmen. In Schönebeck wird zum Beispiel auf einem Parkplatz ein provisorisches "Drive In" für Corona-Tests eingerichtet. Hier können Einwohner aus Schönebeck, dem nördlichen Salzlandkreis und dem südlichen Teil Magdeburgs gleich mit dem Auto zur Untersuchung vorfahren.

Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld dienen ein Krankenwagen und umgestalteter Wohnanhänger als Testmobile. In Halberstadt startet morgen ein mobiles Zentrum.

08:45 Uhr | Mehr Fieberzentren nehmen Arbeit auf

In Sachsen-Anhalt nehmen nach Magdeburg und Halle in immer mehr Orten Fieberzentren ihre Arbeit auf, so zum Beispiel in Wernigerode. Damit soll verhindert werden, dass die Kontrolle der Corona-Verdachtspersonen den Betriebsablauf in den Allgemeinarztpraxen stören.

08:22 Uhr | Kekulé für Spaziergänge

Der leitende Virlogoge an der Martin-Luther-Universität Halle, Alexander Kekulé, hat sich dafür ausgesprochen, dass Menschen sich weiterhin an der frischen Luft verabreden dürfen. "Aus Sicht der Epidemiologie gibt es dafür, dass man nicht mehr raus darf an die frische Luft, kein Argument", sagte Kekulé am Sonntagabend in der ARD-Talk-Show Anne Will.

Das Virus könne in geschlossenen Räumen einen bis drei Meter fliegen, das sei im Freien anders. Daher könnten Familien nach wie vor in den Park spazieren gehen, so Kekulé. Eine gänzliche Einsperrung sei medizinisch unbegründet und hätte negative psychologische Folgen.

Anmerkung der Redaktion (Stand 11:40 Uhr): Da es Nachfragen zur Formulierung "verabreden" gab, stellen wir noch einmal klar, dass damit ausdrücklich keine Gruppenversammlungen gemeint sind. Der Virologe Kekulé spricht in dem Video ausdrücklich davon, draußen "unter sich" sein zu können und nennt Familien als Beispiel.

07:50 Uhr | Saison-Ende und Abstieg für Halle Lions

Während die Basketball-Bundesliga der Männer mit der Entscheidung noch wartet, hat die Bundesliga der Frauen die Liga vorzeitig beendet. Das hat Auswirkungen für die Damen von den Halle Lions. Gewertet wurde nämlich die aktuelle Tabelle. Damit ist die Mannschaft abgestiegen. Doch selbst, wenn die Saison fortgesetzt geworden wäre, hätten die Lions den Abstieg sportlich nicht mehr verhindern können. Auch das für Ende März angesetzte Final Four der DBBL ist abgesagt worden.

07:31 Uhr | MBC rechnet mit Abbruch der Saision

Der Manager des Basketball-Bundesligisten Syntainics MBC, Martin Geissler, rechnet fest mit einem Abbruch der Saison. Die einzige Alternative wäre eine Wundersituation, sagte Geissler. Bei den Weißenfelsern endeten die meisten Spielerverträge am 2. Mai. Es sei unrealistisch, dass man den Spielbetrieb nach diesem Datum länger aufrechterhalten könnte, sagte er.

Martin Geissler in der Arena Leipzig.
Martin Geißler Bildrechte: imago images/Hartmut Boesener

Die einzige Alternative wäre eine Wundersituation, dass es plötzlich einen Impfstoff gibt, der alle Menschen ruckzuck heilt. Oder die Ausbreitung wird wie durch Wunderdinge gestoppt.

Die Liga hat ihre Spiele bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Clubs wollen sich innerhalb von zwei Wochen treffen, um dann die aktuelle Lage zu besprechen.

07:08 Uhr | Spahn: Grundversorgung bleibt sichergestellt

Statement von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, in Rom nach einem Krisentreffen von Gesundheitsministern aus Mitteleuropa.
Gesundheitsminister Jens Spahn Bildrechte: imago images/photothek

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat betont, dass die Grundversorgung sichergestellt bleibt. Spahn sagte im ZDF, Supermärkte, Apotheken und Banken würden auf jeden Fall offen bleiben – auch wenn das öffentliche Leben weiter heruntergefahren werde.

Der Minister sagte zudem, er könne nicht ausschließen, dass es zu weiteren Maßnahmen komme. Bei der Coronavirus-Pandemie sei Deutschland noch relativ am Anfang der Entwicklung. Es werde im Land leider noch mehr Tote durch die Lungenkrankheit Covid-19 geben.

06:53 Uhr | Corona-Teststationen für alle Landkreise

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt will Anlaufstellen für Corona-Tests im ganzen Land anbieten. Das teilte das Sozialministerium mit. Die Anlaufstellen sollen Menschen dienen, die im Verdacht stehen, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Ziel sei es, Warteschlangen und andere Ansammlungen von Menschen zu vermeiden. Die Anlaufstellen sollen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten entstehen.

06:26 Uhr | Bundesagentur für Arbeit minimiert Kundenkontakt

Die Bundesagentur für Arbeit in Sachsen-Anhalt reagiert auf die Ausbreitung des Coronavirus und will persönliche Kontakte auf ein Minimum beschränken. So könnten Kunden nun alle Belange telefonisch und online klären. Die Dienste würden intesiver betreut, heißt es auf der Webseite der Bundesagentur. Das beträfe unter anderem die Arbeitslosmeldung. Durch den Wegfall persönlicher Termine sollen keine finanziellen Nachteile entstehen, die Leistungen würden weiterhin bezahlt, versichert die Arbeitsagentur weiter.

05:58 Uhr | Erster Corona-Fall in Stendal

Der Landkreis Stendal meldet seinen ersten bestätigten Corona-Patienten. Das hat das Stendaler Gesundheitsamt am Sonntagabend mitgeteilt. Es betreffe einen Mann, der am Freitag aus einem Skiurlaub in Österreich zurückgekehrt ist. Da er sich unwohl fühlte, wandte er sich unmittelbar nach seiner Heimkehr an die Magdeburger Fieberambulanz. Nachdem das positive Testergebnis vorlag, sei dem Mann sofortige häusliche Quarantäne angeordnet worden, diese gelte auch für seine fünf Freunde, die mit ihm in einem Kleinbus gereist waren.

Der Landkreis Stendal war bislang der einzige Kreis, in dem es keinen Corona-Fall gab. Das ist seit Sonntagabend anders.

05:28 Uhr | Kitas und Schulen schließen

Ab heute bleiben Schulen und Kitas im Land geschlossen. Die Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, soll bis zu den Osterferien andauern. Eltern von über 110.000 Kindern hierzulande müssen damit eine Betreuung organisieren. Für heute und morgen werden laut Landesregierung noch alle Kinder in Schulen und Kitas betreut, für die es kurzfristig noch keine andere Lösung gibt. Ab Mittwoch sollen dann aber weitere Einschränkungen folgen. Wie die Notversorgung genau geregelt ist, haben wir hier zusammengestellt.

05:00 Uhr | Guten Morgen!

Wir begrüßen Sie zu unsem Newsblog mit allen Entwicklungen zur Corona-Pandemie, die Sachsen-Anhalt betreffen. Was gestern passierte, lesen Sie hier:

Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: DR SACHSEN-ANHALT HEUTE – Das Radio wie wir | 16. März 2020 | 17:00 Uhr

9 Kommentare

SusiB. vor 27 Wochen

Und deswegen ist es richtig sinnvoll das die ganzen Einkaufscenter voll mit Familien sind. Dann hätten die Schulen und Kitas nicht zumachen müssen., wenn die sowieso alle aufeinander hängen.

Stadtkind vor 27 Wochen

Die ganzen Maßnahmen und Diskussionen sind ein wenig irritierend und auch sämtliche Medien greifen das Thema kaum oder garnicht auf.
Was ist mit dem Ort wo sich die meißten Menschen täglich treffen, in ihren Unternehmen?
Gerade in den größeren Städten gibt es Unternehmen mit einigen Hundert Arbeitnehmern in denen ein empfohlener Mindestabstand von 2 metern völlig unmöglich ist.
Wie gehen die Arbeitgeber mit dieser Situation um?
Handeln Sie im Sinne der Gesundheit ihrer Angestellten oder nach dem Motto "The Show must go on"?
Man berichtet immer nur von behördlichen Maßnahmen.
Davon abgesehen kamen diese Maßnahmen zu spät und sind auch nicht konsequent genug zu Ende gedacht.
Was nützt es Veranstaltungen abzusagen und dergleichen wenn sich in Einkaufszentren Hunderte oder gar tausende Menschen auf einmal befinden.
Übrigens sind Grenzschließungen Unsinn wenn der Virus, egal welcher, schon da ist.
Es bleibt nur zu wünschen das die Politik aus dieser Lage lernt.

MMQLB vor 27 Wochen

"hat sich dafür ausgesprochen, dass Menschen sich weiterhin an der frischen Luft verabreden dürfen."
Warum zitiert der mdr so gefährlich falsch?? Genau das hat er NICHT gesagt und es ist auch unsinnig. Er hat gesagt, dass Familien UNTER SICH an die frische Luft gehen können und sollen. Das heißt eben NICHT, dass man sich mit anderen VERABREDEN soll.

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