Newsblog | 23.03.2020 Schwere Vorerkrankung: Corona-Infizierte aus Halle stirbt an Organversagen

In der Stadt Halle gibt es den ersten Todesfall, der mit dem Corona-Virus in Verbindung steht. Und: Die Zahl der Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt ist auf 303 gestiegen. Diese und weitere Entwicklungen im Newsblog.

Die Entwicklungen am Dienstag im Überblick:

Die wichtigsten Infos im Überblick:

20:10 Uhr | Tschüss und danke fürs Reinklicken

Wir beenden den heutigen Newsblog an dieser Stelle. Danke fürs Reinklicken und das Vertrauen. Am Dienstag machen wir wieder hier weiter.

19:48 Uhr | Schwere Vorerkrankung: Corona-Infizierte stirbt an Organversagen

In der Stadt Halle gibt es den ersten Todesfall, der mit dem Coronavirus in Verbindung steht. Wie die Stadt am Montag mitteilte, handelt es sich dabei um eine 80-jährige Frau. Sie sei am Samstag im Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau gestorben. Die primäre Todesursache sei ein Organversagen bei schwerer Vorerkrankung gewesen, heißt es weiter von der Stadt. Wie eine Sprecherin des Sozialministeriums sagte, ist es die erste bekannte Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Sachsen-Anhalt.

19:35 Uhr | Quedlinburg und Sangerhausen verzichten auf Kitagebühren

Die Stadt Sangerhausen hat angekündigt im April keine Kitagebühren zu verlangen. Oberbürgermeister Sven Strauß teilte mit, dass die Erhebung der Elternbeiträge in Sangerhausen für zunächst einen Monat ausgesetzt werde. Das soll auch für Familien gelten, die eine Notbetreuung nutzen.

Auch Quedlinburg hat angekündigt die Kitagebühren im kommenden Monat auszusetzen. In Sachsen-Anhalt gibt es dazu bisher keine landesweit einheitliche Regelung.

19:23 Uhr | Kostenfreies Essen für Alltagshelden

Während die meisten von uns dazu aufgerufen sind, Zuhause zu bleiben, müssen andere raus und die Gesellschaft am Laufen erhalten. Genau für diese Menschen wurde jetzt eine Aktion unter den Köchen bundesweit gestartet. Da die Restaurants recht plötzlich schließen mussten, sind bei den meisten die Warenlager noch gefüllt. Nun machen sie aus der Not eine Tugend und kochen aus den Beständen Mahlzeiten für die, die gerade hart arbeiten müssen. Unter dem Slogan "Kochen für Helden" ist auch der Sternekoch Robin Pietsch aus Wernigerode mit dabei. Für die kostenlose Auslieferung ist eine Anmeldung erforderlich.

19:01 Uhr | Erster Corona-Test bei Merkel negativ

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist bei einem ersten Corona-Test negativ getestet worden. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte, sei zunächst keine Infektion festgestellt worden. Die Kanzlerin werde sich aber in den kommenden Tagen weiteren Tests unterziehen. Merkel hatte sich am Sonntag selbst in häusliche Quarantäne begeben. Ein Arzt, der sie behandelt hatte, war positiv auf das neue Virus getestet worden.

18:48 Uhr | Kekulé: Noch kein Grund für Optimismus

Der Virologe Alexander Kekulé sieht noch keinen Grund für Optimismus in der Corona-Krise. Kekulé sagte MDR, man sehe jetzt vielmehr die Effekte nach der explosionsartigen Virus-Ausbreitung vor zwei Wochen. Damals hätten die Schulen in Bayern und Nordrhein-Westfalen nach den Ferien wieder geöffnet. Viele seien aus dem Skiurlaub zurückgekehrt. Dadurch seien die Fallzahlen deutlich angestiegen. Das lasse jetzt etwas nach. Nach Angaben von Kekulé wird sich erst in zwei bis drei Wochen zeigen, wie die Ausgangsbeschränkungen wirken.

Die heutige Folge des täglichen Podcasts mit dem Virologen Kekulé:

18:33 Uhr | Sicherheitsbehörden kontrollieren Ausgangsbeschränkung

Die Sicherheitsbehörden in Sachsen-Anhalt haben ihre Präsenz zur Kontrolle der neuen Ausgangsbeschränkungen erhöht. Wie das Innenministerium mitteilte, finden Aufklärungsgespräche, zusätzliche Kontrollen und Streifen statt. Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) appellierte an die Bürger, sich an die Beschränkungen zu halten. Verstöße würden geahndet und in Einzelfällen auch strafrechtlich verfolgt. Es wird empfohlen, seinen Personalausweis oder ein anderes Ausweisdokument mitzuführen.

18:20 Uhr | 500 Milionen Nachtragshaushalt in Sachsen-Anhalt geplant

Michael Richter (CDU), Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt, gibt eine Pressekonferenz zum Doppelhaushalts-Entwurf.
Finanzminister Michael Richter Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalts Landesregierung will ein Corona-Rettungspaket auf den Weg bringen. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT will Finanzminister Michael Richter (CDU) dem Kabinett am Dienstag vorschlagen, dafür einen Nachtragshaushalt zu beschließen. Er soll ein Volumen von rund 500 Millionen Euro haben. Damit sollen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abgefedert werden. Unklar ist, woher das Geld genommen werden soll. Ein Nachtragshaushalt muss allerdings erst vom Landtag bestätigt werden.

17:59 Uhr | Haldensleben startet Corona-Hilfeportal

Die Stadt Haldensleben will die Hilfsangebote und -initiativen in der Corona-Krise für ihre Bürger bündeln und bei ihrer Vermittlung helfen. Dabei ist sie auf Unterstützung angewiesen. Auf ihrer Internetseite ruft die Kreisstadt dazu auf, Angebote zu melden – zum Beispiel Hilfe für Nachbarn. Auch eine Hotline ist eingerichtet, um zwischen den Bürgern zu vermitteln.

17:36 Uhr | Klopapier-Umsatz fast 700 Prozent gestiegen

Toilettenpapier ist derzeit gefragt wie nie. Man könnte glauben, Durchfall sei das Hauptsymptom des Coronavirus. Laut Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels ist der Umsatz mit Klopapier seit Februar um fast 700 Prozent gestiegen. Grund zu Hamstern gibt es aber nicht, die Vorräte sind dem Verband zufolge ausreichend.

Der Umsatz mit Klopapier stieg um 700 Prozent
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

17:14 Uhr | Zellstoffwerk Arneburg spendet Mundschutzmasken an Ärzte

In der Corona-Krise mangelt es an Mundschutzmasken, was besonders medizinisches Personal vor große Probleme stellt. Das Arneburger Zellstoffwerk hat den Ärzten in Sachsen-Anhalt nun Tausende Mundschutzmasken bereitgestellt. Die Spende von über 22.000 Schutzmasken wurde laut Eigentümer Mercer in Stendal heute der Kassenärztlichen Vereinigung übergeben. Diese entscheide nach Dringlichkeit, wo das Material am dringendsten gebraucht werde. Ziel sei es, damit Engpässe bei der Behandlung von Corona-Patienten auszugleichen.

16:51 Uhr | Weltweit erste Tests von Corona-Medikamenten und Impfstoffen

Ärztin, die einen Impfstoff für einen Patienten vorbereitet
Mit Hochdruck arbeitet die Forschung im Kampf gegen das Coronavirus. Bildrechte: imago images / Westend61

Bei der Suche nach Arzneimitteln und Impfstoffen gegen das Coronavirus sind weitweit erste Tests angelaufen. In Europa werden klinische Versuche mit vier verschiedenen Medikamenten an insgesamt 3.200 Infizierten durchgeführt. Darunter befinden sich auch deutsche Patienten. Das teilte die französische Forschungszentrale Inserem mit. Getestet werden sollen Medikamente, die sich bereits gegen andere Viruskrankheiten bewährt haben. China hat zugleich damit begonnen, einen möglichen Impfstoff gegen das Corona-Virus zu testen.

16:33 Uhr | 303 Corona-Infizierte in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt steigt weiter. Laut Landesamt für Verbraucherschutz haben sich mittlerweile 303 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Vormittag waren es 291 bestätigte Fälle.

16:15 Uhr | Bürgermeisterin von Gardelegen dankt freiwilligen Helfern

In der Einheitsgemeinde Gardelegen engagieren sich derzeit rund 20 Helfer, um älteren und hilfsbedürftigen Menschen zur Seite zu stehen. Sie bieten einen Einkaufsservice oder begleiten beim Gang zur Apotheke. Bürgermeisterin Mandy Schumacher bedankt sich bei allen für die Unterstützung: "Das ist gelebte Solidarität". Wer Interesse an dem kostenlosen Hilfsangebot hat oder selber helfen möchte, kann sich werktags unter der Telefonnummer 03907 716 176 melden.

16:03 Uhr | Arztbesuche auf das dringend Notwendige beschränken

Die Kassenärzte appellieren an die Sachsen-Anhalter, nur in dringenden Fällen in die Praxen zu kommen. Wie die Kassenärzliche Vereinigung mitteilte, sollten Kontroll-und Vorsorgeuntersuchungen sowie planbare Operationen wenn möglich verschoben werden. Demnach sollen sich Patienten mit chronischen Erkrankungen und besonders ältere nur in der Arztpraxis vorstellen, wenn sie gesundheitliche Probleme haben. Wiederholungsrezepte und Überweisungen könnten per Post übermittelt werden.

Eine Ärztin spricht mit einem Patienten.
Wer nicht dringend muss, sollte den Besuch in der Arztpraxis meiden. (Symbolbild) Bildrechte: imago/blickwinkel

15:51 Uhr | Magdeburger Betriebe halten Corona-Vorschriften ein

Unternehmen und Kultureinrichtungen in Magdeburg halten sich offenbar an die Coronavirus-Landesverordnung. Polizei und Ordnungsamt haben bei großangelegten Kontrollen am Sonntag keine Verstöße festgestellt. Laut Stadt wurden bis 22 Uhr 118 Betriebsstätten überprüft, darunter Spielhallen, Fitnessstudios, Diskotheken und Kinos, Bars.

Auch in vielen Hotels haben sich während der Kontrollen keine oder nur sehr wenige Gäste befunden, wie es in einer Mitteilung hieß. Selbst in den großen Hotels seien nur fünf bis zehn Gäste anwesend gewesen. Zu touristischen Zwecken darf dort niemand mehr wohnen. Die Stadt wies aber darauf hin, dass etwa Montagearbeiter dort weiterhin untergebracht werden dürfen.

15:36 Uhr | Ausgangsbeschränkung: Das ist noch erlaubt

Die Allgemeinverfügung des Landes verunsichert viele Menschen. Was darf man im Zuge der Ausgangsbeschränkung noch machen? Und was nicht? Antworten auf die wichtigsten Fragen haben wir hier für Sie zusammengefasst:

15:14 Uhr | Bundeskriminalamt warnt vor interaktiver "Corona-Karte"

Das Bundeskriminalamt warnt auf Twitter vor sogenannten Phishing-Mails, in denen sich Kriminelle als offizielle Stellen ausgeben. Diese nutzen die Corona-Krise, um an sensible Daten zu kommen. So sollen Nutzer auf eine interaktive "Karte" klicken, um Informationen in Echtzeit zu bekommen. Wird sie geöffnet, werden jedoch persönliche Daten abgefangen.

Sollten Nutzer an den aktuellen Fallzahlen interessiert sein, sollten sie sich stattdessen auf den Seiten des Robert-Koch Instituts informieren, raten die Kriminalisten. Auch MDR SACHSEN-ANHALT bündelt die aktuellen Zahlen und Fakten zur Ausbreitung des Virus und informiert Sie täglich im Daten-Update. Ab Montag gibt es diesen Service auch als Newsletter.

15:06 Uhr | Trümper will Verstöße gegen Kontaktverbot bestrafen

In Magdeburg sollen Verstöße gegen das Kontaktverbot laut Oberbürgermeister Lutz Trümper hart bestraft werden. Wer in großem Maße die Auflagen ignoriere, dem drohten auch Gefängnisstrafen, sagte Trümper dem MDR. Die meisten hielten sich aber an die Beschränkungen.

Einige Verstöße gegen die Coronavirus-Landesverordnung gab es auf 102 kontrollierten Spielplätzen in der Stadt. Demnach wurden 31 Platzverweise erteilt, in 18 Fällen wurde die Identität der Menschen festgestellt. Etliche Personen seien geflüchtet, nachdem Polizei und Ordnungsamt vor Ort erschienen, hieß es in einer Mitteilung der Stadt.

Blick auf einen abgesperrten Spielplatz in Magdeburg.
Nicht alle lassen sich von den Absperrbändern an den Spielplätzen abschrecken. Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

14:51 Uhr | Kabinett beschließt Hilfspaket

Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise ein milliardenschweres Hilfspaket beschlossen. Ziel ist es, damit Arbeitsplätze und Unternehmen zu retten. Um das Vorhaben finanziell stemmen zu können, brachte die Ministerrunde einen Nachtragshaushalt auf den Weg. Er sieht vor, dass sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschuldet. Von dem Geld sollen zudem Mieter entlastet, Hartz-4-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden.

Bereits am Mittwoch soll der Bundestag darüber entscheiden, am Freitag dann der Bundesrat.

14:37 Uhr | Dessauer Tierparkgeschichten per Mausklick

Auch der Dessauer Tierpark ist derzeit zum Schutz gegen die Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen. Auf einen Spaziergang durch den Park muss man dennoch nicht verzichten. Wie das geht? Per virtueller Führung ganz gemütlich vom heimischen Sofa aus. Die Idee dazu hatte Tierparkchef Jan Bauer. Er verspricht regelmäßig einen neuen Film aus dem Dessauer Tierpark – mit spannenden und unbekannten Geschichten über die Bewohner, mit Blicken in die Gehege und Kinderstuben, die sonst ja verschlossen sind. Zu sehen ist das Ganze über die Facebookseite des Dessauer Tierparks

14:21 Uhr | Bauunternehmen wollen möglichst weiterarbeiten

Bauarbeiter errichten auf einer Baustelle ein Stahlgeflecht
Kleine und mittelständische Bauunternehmen wollen den Stillstand vermeiden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

In Sachsen-Anhalt arbeiten kleine und mittelständische Bauunternehmen auch in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen weiter. Nach Angaben des Baugewerbe-Verbandes haben die Unternehmer noch eigene gewerbliche Mitarbeiter und können daher die Aufträge abarbeiten. Es sei selbstverständlich, dass auch auf den Baustellen Wert auf Hygiene gelegt werde. Die baureifen Projekte sollten fortgeführt werden, hieß es weiter. Komme es zum Stillstand auf den Baustellen, gingen vier bis fünf Monate verloren.

13:55 Uhr | Applaus für Helfer in der Corona-Krise

Um den Menschen, die dieser Tage und Wochen jeden Tag unermüdlich für unser Wohl im Einsatz sind, zu danken, wird ihnen jeden Abend von offenen Fenstern und Türen aus applaudiert. Der gemeinsame Dank richtet sich an Ärzte und Ärztinnen, Pflegepersonal, Supermarkt-Mitarbeiter und viele andere. In Magdeburg wird für morgen Abend wieder zum Klatschen aufgerufen. Also 19 Uhr ran ans Fenster und mitmachen!

13:41 Uhr | RKI vorsichtig optimistisch – Kurve flacht etwas ab

Das Robert-Koch-Institut zeigt sich vorsichtig optimistisch, dass sich der Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland bereits leicht abschwächt. Präsident Wieler sagte, man sehe den Trend, dass sich die Wachstumskurve etwas abflache. Für eine definitive Bewertung sei es jedoch zu früh. Er verwies auf Mittwoch. Ausgewertete Handy-Daten zeigen demnach, dass sich die Bürger offenbar an die Beschränkungen halten. Seit vergangenem Montag seien weniger Bewegungen verzeichnet worden.

Laut Robert-Koch-Institut gibt es in Deutschland inzwischen mehr als 22.600 nachgewiesene Infektionen. 86 Menschen starben bisher. In Sachsen-Anhalt stieg der Zahl der Corona-Fälle auf 291.

13:27 Uhr | Gesicherte Lebensmittelversorgung während der Corona-Krise?

Leere Regale, dafür volle Einkaufswagen: Seit Ausbruch der Corona-Krise hamstern viele Menschen Lebensmittel, als ob es nicht genügend gäbe. Besteht da wirklich Grund zur Sorge? Experten haben da eine klare Meinung zu.

Mehr zum Thema können Sie heute Abend bei FAKT IST! im Livestream auf der Facebook-Seite von MDR SACHSEN-ANHALT (20:15 Uhr) und im MDR-Fernsehen (22:05 Uhr) sehen.

12:59 Uhr | KfW-Sonderkreditprogramm startet

Die staatliche Förderbank KfW hat die ersten Notfall-Kredite für Unternehmen gestartet. Ein Sprecher sagte, bereits am Morgen seien Darlehen über je drei Millionen Euro bewilligt worden. Das Geld werde nun durch die Hausbanken unverzüglich an die Firmen ausbezahlt. Mit dem neuen Sonderkreditprogramm der KfW übernimmt der Bund fast vollständig die Haftung. Auch die Zinssätze sind extrem niedrig. Wirtschaftsverbänden reicht das nicht aus. Sie fordern, dass die Bundesregierung die Hilfskredite in voller Höhe absichert.

12:44 Uhr | Magdeburgs OB Trümper: "Ernst der Lage bei Bürgern angekommen"

Der Ernst der aktuellen Situation ist mitterweile bei den Bürgern angekommen – das Gefühl hat zumindest Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper. Bei den intensiven Kontrollen am Wochenende seien kaum Verstöße festgestellt worden: "Die Menschen haben es jetzt begriffen und halten sich dran." Er selbst sei am Sonntag mehrere Stunden unterwegs gewesen, sei aber kaum jemandem begegnet.

12:21 Uhr | Deutsche Bank schließt mehr als 200 Filialen

Die Deutsche Bank schließt vorübergehend mehr als 200 Filialen in Deutschland, auch etliche in Sachsen-Anhalt. Von Dienstagmorgen an wird das bundesweite Filialnetz bis auf Weiteres von mehr als 500 auf rund 290 verkleinert, teilte die Bank mit. Bei Schließung eines Standortes werden dessen Dienstleistungen von den nächstgelegenen Deutsche-Bank-Filialen oder vom mobilen Vertrieb übernommen. Die Geldautomaten bleiben zugänglich und werden weiterhin mit Bargeld versorgt.

11:58 Uhr | 291 Corona-Infizierte in Sachsen-Anhalt

291 Menschen haben sich – Stand Montagvormittag – mit dem Coronavirus infiziert. Damit die Zahlen nicht konstant nach oben gehen, gibt es in Sachsen-Anhalt eine Reihe von Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Wir zeigen, wie Sie sich außerdem schützen können.

#MDRklärt 9 wichtige Tipps, wie Sie sich vor dem Coronavirus schützen können

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat das Robert-Koch-Institut Tipps veröffentlicht, wie sich Bürger selbst und ihre Mitmenschen schützen können.

9 wichtige Tipps, die Sie vor dem Coronavirus schützen
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
9 wichtige Tipps, die Sie vor dem Coronavirus schützen
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Zuhause bleiben und nicht reisen
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Zu Personen 1 bis 2 Meter Abstand halten
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Häufiges Händewaschen, mindestens 20 Sekunden lang.
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In die Ellenbeuge husten
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Hamstern ist weder nötig, noch hilfreich
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Papiertaschentücher sofort entsorgen
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Handy und Brille regelmäßig reinigen
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Aufs Händeschütteln verzichten
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Jeder muss mitmachen, es kommt auf jeden an
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Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 20. März 2020 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/mx
Bildrechte: MDR/Max Schörm
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Wie viele Infektionen es in welchem Landkreis gibt, sehen Sie in unserer Karte:

11:39 Uhr | Bundesregierung will Notpaket beschließen

Die Bundesregierung will heute ein Notpaket beschließen. Dabei handelt es sich um Hilfen für Unternehmen, Kliniken und Beschäftigte, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Geplant sind unter anderem direkte Zuschüsse für kleine Firmen, Solo-Selbständige und freie Berufe. Großunternehmen sollen mit einem Fonds gestärkt werden, notfalls könnte sich der Staat an den Betrieben beteiligen. Für Krankenhäuser soll es mehr Geld geben. Die Bundesregierung will außerdem Mieter vor dem Verlust ihrer Wohnung schützen, wenn sie wegen der Krise ihre Miete nicht mehr zahlen können.

11:20 Uhr | Bilder: Sachsen-Anhalt und das Coronavirus

Das gesellschaftliche Leben lahmt – das haben Sie alle sicher schon gespürt. Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT haben in den vergangenen Tagen viele Fotos gemacht, um die außergewöhnliche Situation zu untermauern. Hier sind die Bilder.

Die Krise in Bildern Sachsen-Anhalt in Zeiten von Corona

Durch das Coronavirus ändern sich Leben und Alltag aller Menschen. Teils ergeben sich kuriose Szenen und Bilder. Ein Streifzug durch Sachsen-Anhalt in Zeiten der Krise.

Trainingsbereich im Fitnessstudio mit Absperrband gesperrt
Viele Fitnesscenter im Land dürfen wieder öffnen. Das erfolgt unter Auflagen: Jedes zweite Fitnessgerät ist abgesperrt und darf nicht genutzt werden. Einige Trainingszirkel sind eingezäunt, um die Wege der Sportler zu lenken. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Trainingsbereich im Fitnessstudio mit Absperrband gesperrt
Viele Fitnesscenter im Land dürfen wieder öffnen. Das erfolgt unter Auflagen: Jedes zweite Fitnessgerät ist abgesperrt und darf nicht genutzt werden. Einige Trainingszirkel sind eingezäunt, um die Wege der Sportler zu lenken. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Teilnehmer einer Demonstration des Bündnisses Freier Kunst- und Kulturakteure protestieren vor dem Landtag von Sachsen-Anhalt
Kulturschaffende haben am 27. Mai in Magdeburg eine Kunstaktion veranstaltet. Sie fordern finanzielle Unterstützung für freischaffende Künstler. Bildrechte: dpa
Ein Schild kurz hinter der Landesgrenze von Sachsen zu Sachsen-Anhalt, am Ortseingang Lützen, weist darauf hin: "Reisen aus touristischen Anlässen ins Land Sachsen-Anhalt sind untersagt!".
Während Ferienhäuser und -wohnungen seit dem 15. Mai wieder öffnen dürfen, bleibt das Einreiseverbot nach Sachsen-Anhalt aus touristischen Gründen weiter verboten. Spätestens mit der Fortschreibung der 6. Eindämmungsverordnung, die am 26.05.2020 im Kabinett beschlossen werden soll, wird es weitere Informationen geben, ab welchem Zeitpunkt wieder Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet nach Sachsen-Anhalt reisen können. Bildrechte: dpa
Mitarbeiterinnen des Burgenlandkreises bereiten sich in einem Zelt auf den Start des Corona-Screenings vor.
In einem eigens dafür aufgestellten Testzentrum in Weißenfels haben am 14. Mai Mitarbeiter des Burgenlandkreises mit Corona-Tests in der Belegschaft des Fleischkonzerns Tönnies begonnen. Bis zu 2.500 Mitarbeiter der drei Tönnies-Standorte in Weißenfels sollen in den kommenden Tagen auf das neuartige Virus getestet werden. Anlass der prophylaktischen Untersuchung waren Ausbrüche in Betrieben der Fleischwirtschaft in anderen Bundesländern. Bildrechte: dpa
 Zwei Schülerinnen aus dem Harz sitzen mit Mundschutz in einer Kabinengondel der Seilbahn in Thale.
Ein Stück Normalität ist in den Harz zurückgekehrt: Seit dem 10. Mai fahren die Kabinenbahn zum Hexentanzplatz und der Sessellift zur Rosstrappe wieder. In den Kabinen der Kabinenbahn müssen allerdings Mund-Nase-Masken getragen werden. Bildrechte: dpa
Vor einem geschlossenen Kino hängt eine leere Schautafel.
Heute kein Film: Dieses Kino am Stadtrand von Magdeburg bleibt wie viele andere in der Corona-Krise erst einmal noch geschlossen. Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer
Plakat in Halle, das auf die Notlage der Gastronomen in der Corona-Krise aufmerksam macht
Gastronomen in Not: Dieses Banner hängt in Halle. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner
Ballonfahrer Winfried Borchert aus Wernigerode (r) legt nach der Landung im Vorharzort Hessen seinen Heiߟluftballon vorsichtig auf die Seite.
Auch Ballonfahren ist – unter Einhaltung der Hygieneregeln – wieder gestattet. Diese Truppe im Harz war sicherlich eine der ersten nach der Lockerung des Kontaktverbots. Bildrechte: dpa
Besucher des Garteinreiches fahren im Wörlitzer Park auf Gondeln.
Am ersten Wochenende nach der Corona-Lockerung sind auch wieder viele Menschen ins Gartenreich Dessau-Wörlitz gekommen. Neben historischen Gebäuden wie dem Schloss Wörlitz und dem Schloss Oranienbaum sind auch die Gondeln auf den Kanälen in der Parkanlage wieder für Besucher geöffnet. Bildrechte: dpa
Ein Mitarbeiter der Bootsverleihstation am Wendefurther Stausee reinigt Boote, die aneinandergereiht auf dem Wasser liegen.
Sachsen-Anhalt bereitet sich auf die geplanten Lockerungen vor: Ab Mitte Mai darf der Tourismus für Einheimische wieder starten. Am Wendefurther Stausee im Harz werden schon mal die Boote für Ausflügler hergerichtet. Bildrechte: dpa
Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch
Auch für Fahrschullehrer Jens-Uwe Simonsen aus Magdeburg läuft der Betrieb wieder an. Nach Wochen Corona-bedingter Schließung darf er wieder Fahrschüler empfangen – jedoch nicht, ohne die geltenden Hygiene-Regeln zu beachten. Bildrechte: MDR/Hanna Lohoff
Anleger für Elbfähre
Weil sich Überfahrten wegen der Corona-Krise nicht rechnen, liegen seit Wochen viele Fähren an Land. So auch in Pretzsch im Landkreis Wittenberg. Ab 17. Mai soll der Fährbetrieb hier aber wieder aufgenommen werden. Bildrechte: MDR/André Damm
Spielplatz in Magdeburg
Absperrbänder adé: Landesweit dürfen Spielplätze wieder genutzt werden. Allerdings entscheiden die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte, welche Spielplkätze öffnen. Die Stadt Magdeburg zum Beispiel hat alle 128 Spielfächen wieder zur Nutzung freigegeben. Bildrechte: MDR/Frank Rugullis
Eine Infotafel vor einem grünen Gassthof.
 "Heinrichs" in Walternienburg (Anhalt) fiebert dem Ende der Gastronomie und Beherbergungssperre entgegen. Sie betreiben Café, Wirtschaft, Biergarten und Ferienwohnung am Elberadweg. Bildrechte: MDR/André Plaul
Ein gelbes Infoblatt hängt an einem Eingangstor.
Doch bislang ist wegen der Corona-Auflagen alles geschlossen. Bildrechte: MDR/André Plaul
Mitarbeiterinnen der Vereinigten Domstifter tragen im Dom St. Peter und Paul in Naumburg Mundschutz unter der weltbekannten Stifterfigur Uta von Ballenstedt neben ihrem Gemahl Ekkehard II. Markgraf von Meißen.
Nach achtwöchiger Schließung öffnet auch der Naumburger Dom wieder seine Tore. Allerdings sind für Besucher nun das Tragen von Mundschutz und die Angabe ihrer Kontaktdaten Pflicht. Bildrechte: dpa
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10:53 Uhr | Fallen durch die Krise bis zu 1,8 Millionen Jobs weg?

Die Corona-Krise könnte Deutschland mehr als eine halbe Billion Euro kosten. Davon gehen die Wirtschaftsforscher des Ifo-Instituts aus. Sie erwarten außerdem, dass durch die Corona-Folgen bis zu 1,8 Millionen Jobs wegfallen könnten. Präsident Fuest sagte, die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt sei.

10:37 Uhr | Fieberambulanz jetzt auch in Burg

In Burg hat am Montag eine weitere Fieberambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung eröffnet. Dort werden Patienten auf das Coronavirus getestet: Wichtig: Nur Patienten mit einer Anmeldung vom Hausarzt können sich testen lassen. Eine Behandlung ohne Termin gibt es nicht.

Drei Schritte auf dem Weg zur Fieberambulanz:

  • Schritt 1: Rufen Sie Ihren Hausarzt an, schildern Sie ihm Ihre Symptome.
  • Schritt 2: Bei einem begründeten Verdachtsfall auf das Coronavirus bekommen Sie einen Termin genannt, zu dem Sie sich in der Fieberambulanz testen lassen können.
  • Schritt 3: Nachdem ein Abstrich genommen wurde, dauert es zwei bis drei Tage, bis das Ergebnis vorliegt. In dieser Zeit müssen Sie unter häuslicher Quarantäne bleibem.

Wo im Land es Fieberambulanzen gibt, steht hier.

10:16 Uhr | MBC startet große Rettungsaktion

Die Saison in der Basketball-Bundesliga steht wegen Corona vor dem Abbruch. Für den Mitteldeutschen Basketball Club (MBC) aus Weißenfels bedeutet das enorme finanzielle Verluste. Der Klub ist in seiner Existenz bedroht. Deshalb haben die Wölfe jetzt eine Rettungsaktion gestartet. Per Crowdfunding können Fans und Unterstützer spenden – und sich damit zum Beispiel ein Wurftraining mit einem Profi sichern. Alles unter dem Motto: "Gemeinsam für die Wölfe" – miteinander sind wir stark.

10:07 Uhr | Verband: Grundschul-Schließungen kein langfristiges Problem

Eine Woche lang sind die Schulen nun schon geschlossen. Der Grundschulverband sieht allerdings keine Probleme, die Folgen des ausfallenden Unterrichts nach der Krise abzufedern. Vom Verband hieß es, es gebe ein großes Engagement von Lehrkräften, Schulleitungen und die Unterstützung von Eltern. In vielen Fällen sei Kindern noch vor den Schulschließungen Lernmaterial mitgegeben worden. Auch würden Aufgaben per Mail oder online bereitgestellt. Einige Lehrer bringen Aufgaben und Arbeitspläne demnach sogar zu den Schülern oder lassen sie in der Schule abholen.

09:56 Uhr | Ab sofort: Newsletter zur Corona-Lage

MDR SACHSEN-ANHALT informiert Sie täglich im Daten-Update über alle Zahlen und Fakten zur Ausbreitung des Virus. Diesen Service bieten wir ab Montagabend auch als Newsletter an. Er wird immer gegen 20 Uhr per Mail verschickt. Und hier melden Sie sich bei Interesse an:

09:40 Uhr | Das steht im Erlass des Landes zur Corona-Krise

Sachsen-Anhalt folgt mit seiner Verordnung in der Corona-Krise in weiten Teilen dem, was die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel gestern vereinbart haben. Auch hier gelten jetzt ein Kontaktverbot mit allzu vielen Menschen und Beschränkungen fürs Rausgehen. Inzwischen hat das Land den Erlass auch online gestellt, falls Sie nachlesen möchten.

09:32 Uhr | Rathaus in Tangerhütte jetzt auch digital

Die Corona-Krise macht's möglich: Das Rathaus in Tangerhütte gibt es ab sofort auch digital. Bürgerinnen und Bürger der Stadt können ihr Auto anmelden oder Kita-Plätze. Das war eigentlich erst fürs zweite Halbjahr 2020 geplant. Wegen der Corona-Krise hat die Stadt nun alles vorgezogen und bietet das digitale Rathaus schon jetzt an. Bürgermeister Andreas Brohm hat uns erklärt, welche Vorteile er sich davon erhofft.

09:07 Uhr | Abellio schränkt Bahnverkehr ein

Auch bei Abellio Rail Mitteldeutschland gibt es durch die Corona-Krise ab Montag Einschränkungen im Fahrplan. Das Verkehrsunternehmen stellt zwei Regionalexpress-Verbindungen ein und bittet Reisende, auf parallel verkehrende Regionalbahnen auszuweichen.

  • Verbindung Naumburg – Erfurt: Fahrgäste sollen RB20 und RB25 nutzen
  • Auf der Verbindung Halle – Erfurt soll RB20 genutzt werden

Außerdem fällt die RB31 zwischen Blankenburg und Halberstadt aus. Alle Fahrten dieser Linie werden mit Bussen im Schienenersatzverkehr betrieben.

08:52 Uhr | "Arche" hilft benachteiligten Kindern per Chat

Ein Kind isst ein warmes Essen in der Kita
Dass das Essen in Kita und Schule wegfällt, ist für sozial benachteiligte Familien ein Problem. (Symbolbild) Bildrechte: imago/biky

Von der bundesweiten Schließung aller Schulen und Kitas sind vor allem sozial benachteiligte Familien betroffen. Darauf weist die "Arche" Montagmorgen hin. Wenn die Schule geschlossen sei, falle auch die Essensversorgung weg. Die Arche hat nach eigenen Angaben nun begonnen, Lebensmittel und Hygiene-Artikel zu betroffenen Familien nach Hause zu bringen. Auch halte man telefonisch Kontakt und baue ein digitales Betreuungsangebot für Kinder auf. In einem WhatsApp-Chat werden gemeinsam Hausaufgaben erledigt, außerdem lesen Arche-Mitarbeiter Gute-Nacht-Geschichten vor. Die Arche bittet jetzt um Spenden.

08:39 Uhr | Einfach mal DANKE sagen!

Pfleger, Ärzte, Polizisten, Verkäufer in Supermärkten: Ohne sie alle würde in der Corona-Krise wohl gar nichts laufen. Deshalb sollten wir alle häufiger mal DANKE sagen. Fans des Halleschen FC zeigen am Riebeckplatz vorbildlich, wie das geht. Sie haben einen großen Banner angebracht und bedanken sich bei allen, mit deren Hilfe diese Krise gemeistert wird.

08:24 Uhr | Zwei Corona-Patienten im Klinikum Dessau

Am Städtischen Klinikum in Dessau werden nun zwei Corona-Patienten stationär behandelt. Wie das Klinikum mitteilte, sind beide Patienten stabil und müssen nicht beatmet werden. Weil sich der Gesundheitszustand einer Frau in häuslicher Isolation verschlechtert hatte, war die Patientin ins Krankenhaus eingewiesen worden.

08:07 Uhr | Tipp vom Ex-Fußballer: So bespaßen Sie die Kinder

Viele Eltern fragen sich in diesen Tagen: Was tun, damit die Kinder beschäftigt sind? Der frühere Fußball-Profi Valérien Ismaël hat eine schöne Idee gehabt. Und Nachmachen ist ganz leicht. Vielleicht ja auch etwas für Sie?

Falls Sie Ihren Kindern erklären möchten, warum Händewaschen im Moment besonders wichtig ist – hier eine spielerische Hilfe.

07:52 Uhr | Ministerium: Infektionsketten meist bekannt

Verglichen mit anderen Bundesländern gibt es in Sachsen-Anhalt relativ wenige Infektionen mit dem Coronavirus. 269 sind es nach aktuellem Stand der Dinge, ein Todesfall ist noch nicht bekannt. Das Gesundheitsministerium im Land betont, dass die Infektionsketten hierzulande zu einem großen Teil bekannt sind und zurückverfolgt werden können. Eine Sprecherin sagte, das helfe, damit das Virus nicht unkontrolliert weiterverbreitet werde.

07:35 Uhr | Magdeburger Kneipe kommt zu Besuchern nach Hause

Ein DJ steht in einer Bar und wird von einer Kamera gefilmt.
Bei der ersten Ausgabe von "Central Digital" legte DJ Chris Renard vom "Soultunes Magdeburg" auf. Bildrechte: Café Central Magdeburg

Der Hasselbachplatz ist das Kneipenviertel in Magdeburg. Im Moment sind die meisten Bars und Kneipen allerdings geschlossen. Die Folge: Einnahmen brechen weg, für Künstler wie auch für das Café Central. Das hat sich aber etwas ausgedacht, um etwas entgegenzusetzen. Am Wochenende wurde dort die erste Ausgabe "Central Digital" live per Facebook gestreamt. DJ Chris Renard legte auf, Hunderte sahen zu. Und: Beim Sammeln des "virtuellen Trinkgeldes" kamen 250 Euro zusammen. Die kommen jetzt dem Künstler und der Bar zugute.

Die nächste Auflage des digitalen Kneipenabends ist für nächstes Wochenende geplant.

07:16 Uhr | Job-Portal gegen fehlende Erntehelfer

Wegen geschlossener Grenzen fehlen vielen Landwirten die Erntehelfer. Insgesamt ist die Rede von zu 300.000 fehlenden Arbeitskräften. Das Bundeslandwirtschaftsministerium will dem entgegensteuern. Am Montag soll ein Job-Portal für Erntehelfer aufgesetzt werden, kündigte Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner in der "Bild am Sonntag" an. Name: "Das Land hilft". Klöckner sagte der Zeitung, verpasste Ernten könne man nicht nachholen. Was nicht in die Erde komme, könne auch nicht geerntet werden.

06:52 Uhr | Die meisten Infizierten sind zwischen 30 und 34

Die meisten mit dem Coronavirus infizierten Sachsen-Anhalter sind zwischen 30 und 34 Jahre alt. Das zeigt das tägliche Corona-Daten-Update von MDR SACHSEN-ANHALT mit Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Danach sind 13,3 Prozent der registrierten Infizierten zwischen 30 und 34 alt.

Bundesweit sind die meisten Infizierten 50 bis 54 Jahre alt. Mehr Daten und Fakten erfahren Sie in unserem täglichen Corona-Daten-Update von Manuel Mohr.

06:38 Uhr | Nerven liegen blank: Rangelei in Barleben

Bei manchem liegen die Nerven wegen des Coronavirus offenbar blank: In Barleben ist es am Wochenende zu einer Rangelei gekommen – wohl aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Ein 65 Jahre alter Mann hatte sich laut Polizei an der Kasse von einem anderen Mann bedrängt gefühlt, weil der nicht ausreichend Abstand gehalten hatte. Vor dem Geschäft sei der Streit dann zur "gegenseitigen Körperverletzung" geworden. Beide Beteiligten zeigten sich wegen Körperverletzung an.

06:27 Uhr | Straßenbahnen fahren nur noch alle 20 Minuten

Straßenbahn Halle-Bad-Dürrenberg
In den großen Städten Sachsen-Anhalts fahren Straßenbahnen ab heute im nur noch alle 20 Minuten – auch in Halle. (Archivfoto) Bildrechte: imago stock&people

Weniger Menschen sind unterwegs – also verzeichnen auch die großen Verkehrsunternehmen in Sachsen-Anhalt einen Rückgang bei der Zahl der Fahrgäste. In Halle, Dessau und auch in Magdeburg fahren Straßenbahnen deshalb nun im Sonnabend-Takt. In der Landeshauptstadt fahren Bahnen im 20-Minuten-Takt, Busse fahren mindestens zwei Mal in der Stunde. In Halle fahren Straßenbahnen den ganzen Tag über im 20-Minuten-Takt. Der Takt der Busse wird angepasst.

In Dessau gilt montags bis freitags nun den ganzen Tag der übliche Samstagsfahrplan.

06:18 Uhr | Viele Bürger halten sich an Verordnung

Die Behörden haben bei Kontrollen am Wochenende kaum Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen festgestellt. Laut Polizei gab es nur vereinzelt Probleme. In Salzwedel etwa mussten Beamte eine "Corona-Party" auflösen. Die Mehrheit habe sich aber an die Verordnung gehalten.

05:56 Uhr | Treffen von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit verboten

In Sachsen-Anhalt gelten seit heute Nacht verschärfte Bedingungen, die die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen sollen. Das Land folgt damit zu großen Teilen der Linie, auf die sich am Sonntag Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten geeinigt hatte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Treffen von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit sind ab sofort verboten. Einzig Familien dürfen weiterhin gemeinsam auf die Straße.
  • Seine Wohnung darf nur verlassen, wer "triftige Gründe" hat: Dazu zählen Einkäufe, der Weg zur Arbeit, Arztbesuche, der Besuch von Kindern oder Alten, Termine bei Psycho- oder Physiotherapeuten, Sport an der frischen Luft erlaubt, ebenso das Ausführen von Tieren.
  • Alle Gaststätten und Restaurants werden geschlossen. Ausgenommen sind der Lieferservice und das Abholen von Gerichten.
  • Friseure, Kosmetik-, Nagel-, Piercing- und Tattoostudios werden ab sofort geschlossen.
  • Die Regeln sollen erst einmal zwei Wochen lang gelten.

Ministerpräsident Reiner Haseloff appellierte in einer Mitteilung, die Regeln umzusetzen. Die eigene Gesundheit und die Gesundheit von Mitmenschen sollten es wert sein, die Einschränkungen in Kauf zu nehmen.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) spricht während einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei.
Bildrechte: dpa

Die Zeit drängt. Es geht um das Leben der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land.

Reiner Haseloff Ministerpräsident

05:41 Uhr | Viele haben sich in Österreich angesteckt

Viele infizierte Sachsen-Anhalter haben sich in Österreich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. 78 Infektionen gehen demnach direkt auf einen Besuch in Österreich zurück – weitere acht auf Kontakte zu Menschen, die sich in Österreich angesteckt haben. Aus Italien kamen nur 15 infizierte Sachsen-Anhalter zurück.

05:27 Uhr | Bundeskanzlerin in häuslicher Quarantäne

Bundeskanzlerin Merkel begibt sich vorsorglich in häusliche Quarantäne. Die Kanzlerin hatte am Freitag Kontakt zu einem Arzt, der inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Das teilte Regierungssprecher Seibert am Sonntagabend mit. Merkel werde sich in den kommenden Tagen regelmäßig auf das Coronavirus testen lassen und ihre Dienstgeschäfte von zu Hause erledigen.

05:16 Uhr | 269 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus

In Sachsen-Anhalt gibt es – Stand Sonntagnachmittag – 269 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Das zeigen Zahlen des Gesundheitsministeriums. In der Karte können Sie sehen, wie viele Infektionen es in welchem Landkreis gibt.

Bundesweit ist die Zahl der Infektionen bis Sonntagnachmittag auf mehr als 24.000 gestiegen. 93 Menschen starben.

05:04 Uhr | Die Entwicklungen bisher

Einen schönen Montagmorgen! Heute ist Montag, der 23. März 2020. Im Newsblog halten wir Sie auch heute wieder über das Neueste zur Ausbreitung des Coronavirus in Sachsen-Anhalt auf dem Laufenden.

Wie sich die Lage rund um das Coronavirus am Sonntag entwickelt hat, können Sie in unserem Newsblog von gestern nachlesen:

Quelle: MDR/ld,cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 23. März 2020 | 05:00 Uhr

7 Kommentare

Sammy vor 35 Wochen

Da ich gerade mal einkaufen musste , dufte ich feststellen das sehr sehr viele Menschen unterwegs sind zu Fuß und auch im Auto.
Es wurde wahrscheinlich immer noch nicht verstanden.

August vor 35 Wochen

Die Abstandsregel ist notwendig aber die eigene Wohnung ist ein Brutschrank für Viren. Wir haben einen Verbündeten die Sonne die alles Virus tötet was in der Luft ist und an der Bekleidung hängt und auf der Haut. Unsere Wohnungen Autos Gebäude machen uns anfällig gegen mutierende Krankheitserreger nur unser Wissen sorgt dafür das es uns nicht alle wegrafft aber wir wollen dennoch die Könige der Welt sein.

hilflos vor 35 Wochen

Wieso werden manchmal Daten der Johns Hopkin Universität herangezogen und manchmal die des RKI.

Die Kanzlerin hatte wohl Kontakt und will sich die Tage mehrfach testen, fürs Volk steht der Test nur begrenzt zur Verfügung.

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