Newsblog | 17.03.2020 105 bestätigte Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt

Im Kampf gegen das Coronavirus gelten in Sachsen-Anhalt ab Mittwoch schärfere Regeln. Und: Halle ruft Katastrophenalarm aus. Außerdem: Nun 105 Covid-19-Fälle im Land. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Die Silhoutetten der Marktkirche Unser Lieben Frauen, eines Denkmals für den Komponisten Georg Friedrich Händel und des Roten Turmes auf dem Marktplatz in Halle
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Die wichtigsten Entwicklungen ab Mittwochmorgen

Das Wichtigste im Überblick:

19:53 Uhr | Halle ruft Katastrophenfall aus

Die Stadt Halle hat zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus den Katastrophenfall ausgerufen. Wie Oberbürgermeister Wiegand am Abend in einer Mitteilung bekanntgab, wird die Entscheidung ausdrücklich von ärztlichen Direktoren und Leitern der Krankenhäuser gestützt. Der Einsatz aller verfügbaren Kräfte und Mittel unter einer gemeinsamen Gesamtleitung sei nun erforderlich. Mit der Landes-Verordnung können zum Beispiel große Ansammlungen von Menschen nicht konsequent unterbunden werden. In Halle hat sich die Zahl der bestätigten Infektionsfälle am Dienstag deutlich erhöht. Die Zahl stieg um 8 auf nunmehr 27 an.

18:34 Uhr | Reportage: Wie freischaffende Künstler mit den Absagen umgehen

Unter der Ausbreitung des Coronavirus und den vielen Veranstaltungsabsagen haben vor allem freischaffende und selbstständige Künstler zu leiden. Eine von ihnen ist Julia Raab aus Halle. Die 37-Jährige ist selbstständige Puppenspielerin und baut in ihrem Atelier auch Puppen. Uns hat sie erzählt, wie die aktuelle Lage ihr finanziell zu schaffen macht – und warum sie trotz allem ihren Optimismus nicht verliert.

18:21 Uhr | Hallescher Virologe Kekulé: Corona-Ausbreitung in exponentieller Phase

Der Hallesche Virologe Kekulé geht davon aus, dass die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland die sogenannte exponentielle Phase erreicht hat. Er sagte im Podcast von MDR AKTUELL, alle zwei bis drei Tage verdoppele sich die Zahl der gemeldeten Fälle. Kekulé stimmte damit Aussagen der Deutschen Krankenhausgesellschaft zu. Deren Präsident Gaß sagte, bis zum Ende der Woche werde es in Deutschland voraussichtlich 20.000 bestätigte Infektionsfälle geben.

18:15 Uhr | Update: 105 Covid-19-Infizierte in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt ist im Verlauf des Dienstags um zwölf Fälle auf 105 gestiegen (Stand 17:00 Uhr). Das teilte das Land Sachsen-Anhalt mit. Schwere Fälle seien bisher nicht bekannt. Die meisten Infizierten gibt es in den Städten Halle und Magdeburg. Danach kommt der Landkreis Börde.

17:53 Uhr | Bürgertelefon zu neuen Verordnungen: 0391 2564 222

Sachsen-Anhalt bietet längere Sprechzeiten für das Bürgertelefon an. Die Telefonhotline des Landesamtes für Verbraucherschutz sei nun von Montag bis Sonntag zwischen 8 und 20 Uhr geschaltet, so das Land.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne teilte mit, es gebe viele Fragen, vor allem auch zu den neuen Verordnungen. "Dem tragen wir nun mit der Ausweitung Rechnung", so die Ministerin.

Bürgerinnen und Bürger können sich unter der Nummer 0391 2564 222 beraten lassen.

17:31 Uhr | Zustimmung zu strengen Maßnahmen

Menschen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sehen die strengen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, wie Ein- und Ausreiseverbote oder Quarantänemaßnahmen als gerechtfertigt an. Das ist das das Ergebnis einer mdrFRAGT-Blitzbefragung.

17:02 Uhr | Keine Trauerfeiern in Friedhofskapellen der Stadt Magdeburg

Die Stadt Magdeburg lässt keine Trauerfeiern in ihren Friedhofskapellen mehr zu. Das teilte die Landeshauptstadt am Dienstagnachmittag mit. Ab Donnerstag, den 19. März seien in den Kapellen bis auf Weiteres keine Trauerfeiern mehr möglich. Als Grund wurde das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus angegeben.

Von den Verstorbenen könne aber vor der Kapelle und direkt am Grab Abschied genommen werden.

16:51 Uhr | Finanzämter kommen betroffenen Unternehmen entgegen

Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter will steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter noch in dieser Woche in Kraft setzen. Das geht aus einer Mitteilung des Finanzministeriums hervor. Davon sollen vor allem beeinträchtigte Unternehmen im Land profitieren.

Laut Mitteilung können Unternehmen auf Antrag unter anderem laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer herab- oder aussetzen. Ebenfalls wird auf Vollstreckungsmaßnahmen bis zum Jahresende verzichtet. Die steuerlichen Hilfsmaßnahmen sollen bundeseinheitlich gelten und werden derzeit zwischen Bund und Ländern abgestimmt.

Die Finanzämter empfehlen Unternehmen, frühzeitig Kontakt aufzunehmen. Ein persönlicher Besuch der Behörden ist zunächst nicht mehr möglich. Per Telefon bleiben die 14 Finanzämter des Landes aber erreichbar.

16:37 Uhr | Auftakt von Rennserie in Oschersleben verschoben

Der Saisonauftakt der Rennserie ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben ist wegen der Coronavirus-Krise verschoben worden. Wie der Automobilclub mitteile, soll die Veranstaltung nun nicht wie geplant Ende April, sondern vom 23. bis zum 25. Oktober stattfinden. Auch der Vorsaisontest entfalle. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit.

16:30 Uhr | Weißenfelser Basketballer bitten um Solidarität von Fans und Sponsoren

Basketball-Bundesligist Syntainics MBC hat Sponsoren und Fans wegen finanzieller Unsicherheiten in der Coronavirus-Krise um Unterstützung gebeten. In einem auf Twitter veröffentlichten Brief heißt es: "Wir benötigen gerade in der aktuellen schweren Zeit Zusammenhalt".

16:22 Uhr | mdrFRAGT: Sachsen-Anhalter fürchten Ausbreitung des Coronavirus

Sachsen-Anhalter fürchten die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus. Das ergab eine Umfrage des MDR-Meinungsbarometers mdrFRAGT. 57 Prozent der etwa 3.000 Befragten gab an, sehr große oder große Sorge zu verspüren. Trotzdem glaubt mehr als die Hälfte der Befragten nicht, sich selbst anzustecken. Bei möglichen Maßnahmen gab es verschiedene Reaktionen. So gab jeweils eine große Mehrheit an, sich mehr die Hände zu waschen (91 Prozent), Veranstaltungen zu meiden (87 Prozent) und auf die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln zu verzichten (68 Prozent). Nur 25 Prozent der Teilnehmenden gaben an, sie würden sich mit Lebensmitteln bevorraten.

16:12 Uhr | Anhaltisches Theater weicht ins Internet aus

Während Kultureinrichtungen zum Schutz vor einer weiteren Corona-Ausbreitung schließen, bleibt das Anhaltische Theater aktiv. Es unterhält sein Publikum nun über den Youtube-Kanal des Hauses. Jeden Tag lesen Mitarbeiter des Hauses eine Geschichte aus dem Stück Dekameron – das ist eine Sammlung von 100 Novellen von Giovanni Boccacio. In der Rahmenhandlung geht es um die Flucht vor der Pest in Florenz im 14. Jahrhundert.

16:07 Uhr | Halle: Vorerst kein Katastrophenfall

Die Stadt Halle hat bislang nicht den Katastrophenfall ausgerufen. Allerdings werde diese Möglichkeit weiterhin geprüft, sagte Wiegand. Im Katastrophenfall könnten alle Maßnahmen gegen das Coronavirus an zentraler Stelle koordiniert werden. Zudem könnten weitere Helfer für Umsetzung und Kontrolle der Maßnahmen herangezogen werden.

15:59 Uhr | Update: Corona-Verordnung gilt bis zum 19. April

Die von Sachsen-Anhalt am Mittwoch in Kraft tretende Corona-Verordnung soll zunächst nur bis zum 19. April gelten. In der Pressekonferenz am Dienstagmittag war zunächst vom 20. April die Rede gewesen. Die Staatskanzlei hat diese Information nun korrigiert.

15:47 Uhr | Weitere Bürgertelefone werden geschaltet

Wegen der vielen Anfragen zur Corona-Krise haben viele Landkreise und Kommunen Bürgertelefone geschaltet.

  • Die Stadt Bitterfeld-Wolfen hat jetzt zwei Nummer für Anfragen und Informationen. Sie sind zu den Öffnungszeiten der Verwaltung erreichbar: 03494 6660-115 sowie 03494 6660-130.
  • In Aken ist das Bürgertelefon unter 034909 80463 geschaltet. Hier wird auch Hilfe vermittelt. Dort sollen sich zum Beispiel Eltern melden, die keine Betreuung für ihre Kinder finden, oder Hilfe beim Einkaufen oder Gassigehen anbieten.
  • Halle und Magdeburg verweisen auf die Behörden-Kurzwahl 115.
  • Halle hat außerdem Hotlines für Unternehmern geschaltet, die von Corona-Einschränkungen betroffen sind. Unter 0345 221 4777 sowie 0345 221 4067 sind Verwaltungsmitarbeiter für Fragen zur Schadensregulierung zu erreichen.

15:32 Uhr | 23 Corona-Erkrankte in Halle in häuslicher Quarantäne

In Halle sind aktuell 23 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie befänden sich in häuslicher Quarantäne, so Oberbürgermeister Bernd Wiegand. Eine stationäre Behandlung sei bei ihnen nicht nötig. Es werde noch auf 200 weitere Testergebnisse gewartet.

Außerdem riet Wiegand von Anrufen im Fieberzentrum der Poli-Reil-Klinik ab. Wer den Verdacht auf eine Corona-Infektion habe, solle seinen Hausarzt anrufen. Im Fieberzentrum selbst helfen nun auch Medizinstudenten aus, um Fragen der Menschen in der Warteschlange zu beantworten. Es gebe Wartezeiten von bis zu 4 Stunden.

15:20 Uhr | Halles OB warnt vor Kita-Notfallbetreuung

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand hat Eltern eindrücklich davor gewarnt, ihre Kinder in Notfallbetreuungen zu geben. Die Ketten der Übertragung könnten sonst nicht unterbrochen werden. Ab Mittwoch können in Sachsen-Anhalt Kinder nur noch in Ausnahmefällen in einigen Kitas und Schulen betreut werden – etwa, wenn die Eltern bestimmte Berufe ausüben. Dafür ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers nötig.

15:09 Uhr | Auswirkungen der Corona-Krise auf die Spargelernte

Die Ausbreitung des Coronavirus bereitet auch den Spargelbauern im Land Sorgen. Denn noch ist ungewiss, ob Erntehelfer aus Polen einreisen dürfen. Landwirt Matthias Mösenthin aus Deetz sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er wisse  gar nicht, wie es weiter gehen soll. Sein Betrieb ist ausschließlich auf den Spagelanbau spezialisiert.

Zwei weiße Spargelstangen ragen aus einem Beet.
Die Vorzeichen für die Spargelsaison 2020 sind alles andere als gut. Bildrechte: imago/Becker&Bredel

Aus Brandenburg gibt es bereits Hilfe-Forderungen der Spargelbauern. Jürgen Jakobs, der Vorsitzende des Spargelvereins, forderte eine Art "Passierschein" für die gebuchten Erntehelfer. Sie sollten freies Geleit bis nach Brandenburg bekommen. 85 Prozent der dortigen Helfer sollten aus Rumänien kommen.

Auch Joachim Wuttig von der Agrico Lindau im Zerbster Land sieht große Probleme auf seinen Betrieb zukommen. Schon jetzt hätten Hotels und Gaststätten Lieferverträge gekündigt. Und deshalb versucht der Spargelbauer die Ernte in diesem Jahr zu verzögern. Es würden keine Folien auf die Spargelfelder gebracht. Auf Erntehelfer aus dem Ausland ist die Agrico nicht angewiesen, da das Unternehmen eine Spargelerntemaschine hat.

14:55 Uhr | Tangermünder Elbdeichmarathon abgesagt

33 Tage vor dem Start wurde wegen des Coronavirus auch der beliebte Elbdeichmarathon in Tangermünde abgesagt. Auch wenn alle Beteiligten enttäuscht darüber seien, gehe die Gesundheit der Läuferinnen und Läufer sowie der Zuschauer und Helfer vor, heißt es auf der Homepage des Veranstalter-Vereins. Die 13. Ausgabe des Laufs entlang der Elbe war für Sonntag den 19. April 2020 vorgesehen. Mehr als 1.800 Laufbegeisterte hatten sich bereits angemeldet.

14:49 Uhr | Fieberambulanz in Wernigerode eröffnet

In Wernigerode hat jetzt auch eine Fieberambulanz geöffnet. Im ehemaligen Lehrlingswohnheim im Wernigeröder Kohlgarten werden Patienten mit Corona-Verdacht untersucht. Holger Grüning ist Arzt am Fieberzentrum und er kritisiert den schlechten Start der Ambulanz. Er sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es habe keine Schutzmittel und Desinfektionsmaterial gegeben, das hätten sich die Ärzte über ihre Kontakte organisieren müssen.

14:37 Uhr | FCM-Geschäftsführer Kallnik fordert Wettbewerbsgleichheit nach Zwangspause

Bis zum 30. April haben alle Drittliga-Vereine Zwangspause – bedingt durch das Coronavirus. FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik begrüßt die Entscheidung, die Saison nicht ganz abzubrechen. "Wir wollen weiterspielen", sagte er im MDR-Interview. Nach dem 30.4. müsse man die Lage neu bewerten.

14:22 Uhr | Corona-Verordnung: Ausnahmen für Sachsen-Anhalt

In der ab Mittwoch geltenden Corona-Verordnung für Sachsen-Anhalt weicht das Land in zwei wesentlichen Punkten von den Leitlinien ab, die die Bundesregierung und die Länderchefs am Montag vereinbart hatten:

  • Sachsen-Anhalts Gaststätten sollen nicht bereits um 18 Uhr schließen. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) und Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) begründeten das damit, dass die Lage im ländlich geprägten Sachsen-Anhalt anders sei als in Ballungsgebieten. Gaststätten auf dem Dorf seien oftmals wichtig für die Daseinsvorsorge älterer Menschen.
  • Außerdem sollen touristische Übernachtungen weiterhin erlaubt sein, etwa im Harz. Grund sei, so Ministerin Grimm-Benne, dass viele Übernachtungen nicht aus touristischen Gründen erfolgten, sondern, um Dienstleistungen zu erfüllen, etwa von Handwerkern. Auch sei die Zahl der Infizierten in Sachsen-Anhalt noch nicht so hoch, dass eine komplettes Verbot touristischer Übernachtungen nötig sei.

14:09 Uhr | Auch Essensversorger mit großen Existenzsorgen

Nachdem alle Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt geschlossen sind, stehen etliche Essensversorger vor enormen Problemen. Die Firma Alex Menü aus Magdeburg etwa stellt normalerweise 10.000 Portionen Mittagessen täglich her. Derzeit seien es nur noch 200, sagte Geschäftsführerin Alexandra Krotki MDR SACHSEN-ANHALT. Sie hält die bisherigen Rettungs-Regelungen der Politik für nicht ausreichend. Das Kurzarbeitergeld nütze ihr wenig. "Wir brauchen Ersatz für den weggefallenen Umsatz", sagte Krotki.

13:57 Uhr | Fußball-EM verschiebt sich um ein Jahr

Die Fußball-Europameisterschaft 2020 soll in den Sommer nächsten Jahres verlegt werden. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien. Danach haben die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Fußball-Union zugestimmt. Jetzt müssen noch die 55 UEFA-Mitgliedsverbände die Verlegung absegnen. Ursprünglich sollte die EM ab Mitte Juni ausgetragen werden. Deutschland wäre mit München einer von zwölf Gastgebern gewesen.

13:50 Uhr | Flixbus stellt Verkehr ein

Der größte deutsche Fernbusanbieter Flixbus stellt in der Nacht zum Mittwoch den Betrieb ein. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Hintergrund ist die Coronavirus-Krise – in deren Zuge auch der Verzicht auf Busreisen angemahnt wurde.

Flixbus fährt derzeit in Sachsen-Anhalt die Städte Halle, Magdeburg, Wernigerode, Blankenburg, Halberstadt, Quedlinburg, Aschersleben, Bernburg, Köthen, Dessau, Wittenberg, Weißenfels und Zeitz an.

13:38 Uhr | Details: Welche weiteren Einschränkungen jetzt kommen

Sachsen-Anhalt schaltet in den 1. Gang und fährt das öffentliche Leben weiter zurück. Wie Ministerpräsident Reiner Haseloff am Mittag verkündete, werden weitere Einschränkungen gelten – zunächst bis zum 20. April.

(Anmerkung der Redaktion, Stand 15:59 Uhr: Die Aussage Haseloffs zur voraussichtlichen Dauer der Einschränkungen wurde von der Staatskanzlei auf Sonntag, den 19. April 2020 korrigiert.)

13:29 Uhr | Sonntagsfahrverbot vorübergehend ausgesetzt

Ab sofort dürfen in Sachsen-Anhalt Waren des täglichen Gebrauchs auch an Sonn- und Feiertagen transportiert werden. Eine von der Landesregierung beschlossene Ausnahmegenehmigung gelte bis zum 31. August, hieß es aus dem Verkehrsministerium. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen sonntags lediglich verderbliche Lebensmittel mit schweren Lkw transportiert werden.

13:14 Uhr | Sachsen-Anhalt erlässt tiefgreifende Corona-Verordnung

In Sachsen-Anhalt gelten ab Mittwoch 0 Uhr verschärfte Regeln, um eine weitere Coronavirus-Ausbreitung zu verhindern. Eine entsprechende Verordnung kündigte Ministerpräsident Reiner Haseloff am Mittag an. Sie soll die Leitlinien umsetzen, auf die sich Bund und Länder am Montag geeinigt hatten. Auf dieser Rechtsgrundlage könnten Verstöße auch geahndet werden, betonte er. "Der Eingriff ist notwendig, weil die Zahlen weiter steigen", so Haseloff.

Details dazu in Kürze.

Das sind die Leitlinien gegen die Ausbreitung des Coronavirus – vereinbart von Bund und Ländern am Montag
- nicht geschlossen werden: Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Baumärkte, Banken, Lieferdienste, Post

- auch Dienstleister, Handwerker und das Gesundheitswesen dürfen weiter arbeiten

- für diese Einrichtungen gelten besondere Hygiene-Maßnahmen, etwa Zutrittsbeschränkungen, um Warteschlagen zu vermeiden
- geschlossen werden: Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliches – sowie Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks und andere Anbieter von Freizeitaktivitäten

- geschlossen werden außerdem: Sporteinrichtungen, Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder, Spielplätze und sonstige Geschäfte des Einzelhandels
- Sonderregeln gelten für Restaurants: sie sollen spätestens um 18 Uhr geschlossen werden, Tische sind auf Abstand zu stellen, Besucherzahlen zu reglementieren

- touristische Übernachtungen sollen nicht mehr stattfinden

- Besuchsregeln für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen werden verschärft

13:05 Uhr | Jetzt im Livestream: Pressekonferenz der Landesregierung

Ab wann welche zusätzlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Krise in Sachsen-Anhalt gelten – darüber informiert die Landesregierung derzeit in einer Pressekonferenz.

12:50 Uhr | Update: Zahl der Covid-19-Infizierten in Sachsen-Anhalt erreicht 100

In Sachsen-Anhalt gibt es mittlerweile mindestens 100 Covid-19-Erkrankte. Das Sozialministerium veröffentlichte am Vormittag die aktuelle Liste der Fall-Zahlen für die Landkreise und kreisfreien Städte – und nennt die Zahl 93. Das Landesamt für Verbraucherschutz legte am Mittag mit einer aktuelleren Übersicht nach – und nennt die Zahl 100. Hier die aktuelle, offizielle Übersicht:

12:33 Uhr | Homeoffice: Aus dem Harz in die USA

Um Sozialkontakte zu vermeiden, sind zahlreiche Arbeitnehmer und Selbständige auf Homeoffice umgestiegen. Robert Klosinski aus Berßel im Landkreis Harz etwa ist Dozent für Deutsch – in den USA. Als Donald Trump das Einreiseverbot aus Europa in die Vereinigten Staaten verkündete, befand sich Klosinski gerade in der Heimat. Wie er nun über den Atlantik hinweg per Homeoffice arbeitet, zeigt unsere Reportage:

12:23 Uhr | Härtere Strafen für Fake News gefordert

"Supermärkte machen bald dicht, dieses oder jenes Hausmittel soll gegen das Coronavirus helfen..." Solche Fake News machen die Runde in den sozialen Medien und halten sich zum Teil hartnäckig. Niedersachsens Innenminister Oscar Pistorius fordert deshalb Strafen für solche Fake News in der Corona-Krise. Pistorius sagte dem "Spiegel", Falschmeldungen zur Versorgungslage seien brandgefährlich. Sie könnten Panik und Hamsterkäufe auflösen. Zur Abschreckung müsse es Bußgelder oder sogar Strafandrohungen geben.

12:08 Uhr | Corona-Informationen in Fremd- und Gebärdensprache

Damit die Vorsorge- und Verhaltenshinweise zum Coronavirus möglichst alle Menschen erreichen, gibt es nun weitere Angebote.

11:55 Uhr | Update: Landesregierung informiert 13 Uhr über weitere Einschränkungen

Wie wird Sachsen-Anhalt die gestern vereinbarten Leitlinien von Bund und Ländern gegen eine weitere Corona-Ausbreitung umsetzen? Dazu laufen seit dem Morgen Gespräche. Die Ergebnisse will die Landesregierung nun schon um 13 Uhr bekanntgeben. MDR SACHSEN-ANHALT wird die Pressekonferenz dazu hier im Livestream übertragen.

11:43 Uhr | Apothekerin: Sogar Fieberthermometer ausverkauft

Durch die Corona-Krise sind auch in vielen Apotheken Desinfektionsmittel und seit Neuestem auch Fieberthermometer ausverkauft. Die Magdeburger Apothekerin Doreen Kessner sagte MDR SACHSEN-ANHALT, diese Dinge seien kaum noch bestellbar. Händewaschen mit Seife würde ohnehin als Infektionsschutz ausreichen und der Mundschutz gehöre ausschließlich in den medizinischen Bereich.

In ihrer Apotheke würden sich alle Mitarbeiter viertelstündlich die Hände waschen. Sie hoffe, dass die Politik nach dieser Krise darüber nachdenke, künftig wieder mehr Medizinprodukte in Europa herstellen zu lassen.

Eine Frau
Apothekerin Doreen Kessner Bildrechte: Doreen Kessner

Wir versuchen die Kunden zu beruhigen und lassen auch Hamsterkäufe bei Erkältungsmitteln nicht zu.

Dorren Kessner, Apothekerin in Magdeburg

Der Thüringer Medizintechnikhersteller Geratherm fährt derweil die Produktion hoch. Das Unternehmen aus dem Ilm-Kreis ist nach eigenen Angaben der einzige Produzent von analogen Fieberthermometern in Europa.

11:26 Uhr | Sparkasse: Bargeldversorgung ist gesichert

Der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus stresst seit Tagen die Geldmärkte, an den Börsen gibt es massive Kursverluste.

ImmobilienCenter der Sparkasse
Auch wenn Schalter schließen, sollen Bargeldautomaten verfügbar bleiben. Bildrechte: imago images / Future Image

Für den Geld- und Zahlungsverkehr soll das keine Einschränkungen haben. Das hat Meinolf Löbbecke, der  Direktor  der Magdeburger Sparkasse am Dienstag bei MDR SACHSEN-ANHALT noch einmal betont. "Entscheidend ist, dass die Bargeldversorgung definitiv gesichert ist." Auch der Zahlungsverkehr werde weiter laufen. Es könne zwar sein, dass im Servicebereich Schalter geschlossen werden müssen, so Löbbecke. Die Automaten "werden aber immer offen bleiben". Er empfahl Kunden angesichts der Corona-Ansteckungsrisiken, für Zahlungen auf Online-Banking und bargeldloses Bezahlen umzuschwenken.

Mit Blick auf die fallenden Kurse an den Börsen empfahl Löbbecke Kunden mit entsprechenden Geldanlagen, Ruhe zu bewahren. "Wer jetzt in sein Depot schaut, und hat noch vor vier oder fünf Wochen seine Depot-Auszüge für 2019 bekommen, wird da gut 40 Prozent weniger drin haben. Das ist halt so." Andererseits könnten Fonds jetzt sehr günstig eingekauft werden, so der Sparkassendirektor.

11:17 Uhr | Kein Ausflug in Magdeburger Zoo mehr möglich

Seit Dienstag ist auch der Magdeburger Zoo wegen der Corona-Schutzmaßnahmen geschlossen. Dies gilt laut Zoo "bis auf weiteres".

11:02 Uhr | RKI stuft Corona-Gefährdung nun als "hoch" ein

Das Robert-Koch-Institut stuft das Risiko für die Bevölkerung durch das neuartige Coronavirus nun als "hoch" ein. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte am Vormittag, Grund für die Änderung sei die Dynamik der Pandemie. Es gebe vermehrt Alarmsignale, selbst von gut ausgestatteten Kliniken. Die Zahl schwerer Erkrankungen steige.

Wieler schloss auch nicht aus, dass die derzeit verhängten Einschränkungen der Staaten notfalls bis zu zwei Jahre in Kraft bleiben müssen. "Im extremen Fall bestünde diese Möglichkeit", so der RKI-Chef. Die Lage müsse immer wieder neu bewertet werden.

10:50 Uhr | Corona-Informationen in mehreren Sprachen

Die Bundesregierung gibt aktuell täglich aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie. Doch was, wenn man kein Deutsch kann? Dafür wurden nun Informationen in unterschiedlichen Sprachen veröffentlicht: Englisch, Türkisch, Russisch, Französisch und Arabisch.

10:41 Uhr | Corona-Krise wird zur Existenzfrage für Kulturschaffende

Auch freischaffende Künstler trifft die Corona-Krise hart: Ohne Auftritte gibt es keinen Verdienst und Freiberufler bekommen kein Arbeitslosengeld. Nun werden Forderungen nach einem befristeten Künstler-Grundeinkommen laut.

10:30 Uhr | Dome in Merseburg und Naumburg geschlossen

In Sachsen-Anhalt haben der Merseburger Dom, der Naumburger Dom und die Stiftsbibliothek in Zeitz wegen des Coronavirus für den Besucher-Verkehr geschlossen. Das teilten die Betreiber am Montag mit. Demnach sind unter anderem alle geplanten Veranstaltungen, Tagungen und Bildungsangebote für Kinder abgesagt. Dies gelte voraussichtlich bis zum 13. April.

Im Merseburger und Naumburger Dom finden vorerst auch keine Gottesdienste mehr statt. Stiftsdirektor Holger Kunde sprach von einem schweren Schritt. Man hoffe auf die Unterstützung des Landes und des Bundes.

10:16 Uhr | Telefonnetz bei Arbeitsagenturen überlastet

Das Telefonnetz der Arbeitsagenturen und Jobcenter ist überlastet. Das hat die Agentur für Arbeit am Dienstag mitgeteilt. Deshalb bittet die Agentur Anrufe auf Notfälle zu beschränken.

In den letzten Tagen sei das Anrufaufkommen auf das zehnfache des üblichen Nivueas gestiegen.

09:58 Uhr | Bürgerbüros und Sozialdezernat schränken Sprechzeiten ein

Die Landeshauptstadt hat weitere Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Demnach schränken die Bürgerbüros und andere Ämter Magdeburgs den Kundenverkehr ein.

  • Bürgerbüro Nord ab Mittwoch – geschlossen
  • Bürgerbüro Mitte, West und Süd – montags bis freitags 08:00 bis 12:00 Uhr | dienstags und donnerstags 12:00 Uhr bis 17:30 Uhr

In diesem Zusammenhang hat die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung an alle Bürger plädiert, auf alle nicht notwendigen Termine zu verzichten. Im Zweifel gibt es Auskünfte über die Verwaltungs-Hotline 115 oder online.

09:35 Uhr | Bundesregierung spricht weltweite Reisewarnung aus

Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Das sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag in Berlin. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten.

09:29 Uhr | Talk mit FCM-Geschäftungsführer Mario Kallnik

Wegen der Corona-Krise setzt die 3. Fußballliga ihren Betrieb bis Ende April aus. Mario Kallnik, Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg, berichtet in einem Livetalk wie es mit der unterbrochenen Saison weitergehen kann. Zu sehen im Livestream ab 10:30 Uhr.

09:05 Uhr | Atemwege schützen – gesund bleiben

Durch Pflege von Nase und Rachen können wir das Risiko einer Infektion verringern. Mit ein paar leichten Tipps kann man nämlich Selbstreinigungskräfte der Atemwege aktivieren. Wie das geht, erklären die Kollegen von 3sat:

08:43 Uhr | Apothekerin: Hamsterkäufe unnötig

In der Corona-Krise kommt wohl in den nächsten Tagen den Apotheken vor Ort eine immer größere Bedeutung zu. Sie gehören zu den Geschäften, die laut der Regierung in jedem Fall offen bleiben sollen.

Dr. Doreen Kessner, Apothekerin aus Magdeburg, appelliert bei MDR SACHSEN-ANHALT an die Menschen, Schutzausrüstungen dem klinischen Bereich und den Arztpraxen zu überlassen. Auch seien Hamsterkäufe bei Medikamenten nicht notwendig, eine Hausapotheke reiche.

08:25 Uhr | Blutspendedienste: Spender dringend gesucht

Das Coronavirus macht auch den Blutspendediensten zu schaffen. Aus Angst vor dem Virus kommen derzeit weniger Spender, klagt Nico Feldmann vom Blutspende-Institut in der Altmark. Der Blutspendedienst benötigt täglich 500 Konserven, um die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt versorgen zu können. Durch Corona ist das Spendenaufkommen um fast 10 Prozent zurückgegangen. Die werden dringend gebraucht, für Notoperationen und die Krebstherapie.

Hinzu kommt, dass viele Spendetermine in Schulen und Berufsschulen stattfinden. Die sind jetzt aber landesweit geschlossen. Der Blutspendedienst in Dessau hat beim Land bereits Ausnahmegenehmigungen beantragt, sagt Institutssprecher Nico Feldmann. Bei den noch durchführbaren Terminen sind die Hygienevorschriften nochmals verstärkt worden. Bei jedem Spender wird zunächst Fieber gemessen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Junge Frau spendet Blut
Wer sich gesund fühlt, kann heute ab 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Kakerbek und im Sportlerheim Möringen in der Altmark zum Spenden kommen. Bildrechte: imago images / Panthermedia / Lightpoet

07:56 Uhr | Weitere Fieberambulanzen öffnen

In Sachsen-Anhalt entstehen immer mehr Fieberambulanzen. Neben Halle, Magdeburg, Schönebeck und Wernigerode eröffnen auch in Dessau und Halberstadt solche Zentren. Sie sollen die Arztpraxen entlasten und Menschen auf das Coronavirus testen. Weitere sollen folgen.

07:38 Uhr | Besuchsverbote in Kliniken

Derweil schließen immer mehr Kliniken ihre Türen für Besucher. Grund ist das sich immer weiter ausbreitende Corona-Virus und die Bitte der Bundes- wie Landesregierung an die Bevölkerung, so wenige Menschen wie möglich zu treffen. In den Krankenhäusern des Altmarkklinikums in Gardelegen und Salzwedel und in der Klinik Weißenfels gilt ab sofort und bis auf Weiteres ein Besuchsverbot. "Kein Patient kann ab diesem Zeitpunkt mehr Besuch von Angehörigen oder anderen Besuchern auf Station erhalten", teilte die Asklepios Klinik Weißenfels am Montag mit. Nur "in begründeten Ausnahmefällen" könne das Verbot ausgesetzt werden.

07:07 Uhr | Kliniken erwarten drei Mal so viele Corona-Patienten

Die deutschen Kliniken gehen davon aus, dass sich die Zahl ihrer Corona-Patienten bis Ende der Woche verdreifacht. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dann müssten statt der aktuell rund 500 bis zu 1.500 Patienten in den Kliniken behandelt werden. Die Krankenhäuser seien aber vorbereitet und nicht überfordert. Nun gehe es darum, die Kapazitäten der Intensivstationen von Tag zu Tag auszudehnen und die Zahl der Beatmungsgeräte zu erhöhen.

Der DKG-Präsident forderte noch für diese Woche einen finanziellen staatlichen Schutzschirm für alle Krankenhäuser, damit Kliniken in der Corona-Krise nicht pleite gingen.

06:56 Uhr | Internetkonzerne arbeiten zusammen für Aufklärung

In den Sozialen Netzwerken wird dieser Tage viel über die Corona-Pandemie diskutiert, viele Informationen werden verbreitet. Doch nicht alle von ihnen entsprechen den Fakten. Um Falschinformationen zu vermeiden, wollen die großen sozialen Netzwerke und Technologieunternehmen zusammenarbeiten. Das haben Facebook, Google, Microsoft, Twitter und Weitere angekündigt. Konkret gehe es darum, Informationen über das Virus und aktuelle Entwicklungen zu verbreiten. Dabei stimmen die Unternehmen sich mit Gesundheitsbehörden weltweit ab. Weitere Konzerne seien dazu aufgerufen, sich der Zusammenarbeit anzuschließen.

06:40 Uhr | Halle: Stadtrat stellt auf Videoschalten um

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) hat die Gremienarbeit des Stadtrats zunächst eingefroren. Darauf hat er sich am Montag mit den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen verständigt. Die Beratung wichtiger Fragen soll per Videokonferenz stattfinden.

Bernd Wiegand, parteilos
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Beratung über Entscheidungen von dringenden, unaufschiebbaren Angelegenheiten wollen wir per Videokonferenz gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden und dem Oberbürgermeister treffen.

Bernd Wiegand am Montagabend bei einer Video-Pressekonferenz in Halle

Auch die Sitzungen der Stadtratsfraktionen sollen künftig per Videoschalte abgehalten werden. Zudem sei geplant, die Sitzungen der Aufsichtsratsgremien von Unternehmen künftig auf diesem Weg stattfinden zu lassen. Der Oberbürgermeister hat für heute Mittag eine weitere Video-Pressekonferenz angekündigt.

06:09 Uhr | Willingmann fordert flexiblere Wirtschaftshilfen

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) fordert flexiblere Hilfen in der Corona-Krise. Willingmann sagte nach einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern, man habe es mit einer Situation zu tun, die in dieser Form einzigartig sei. Deutschland müsse sich in Brüssel für schnelle und unbürokratische Fördermittel für betroffene Unternehmen stark machen. Wichtig sei dabei ein abgestimmtes Handeln der Bundesländer. Willingmann kündigte weitere Treffen mit Wirtschaftsvertretern an.

05:45 Uhr | Weitere Maßnahmen gegen Corona

Im Kampf gegen das Coronavirus will sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Dienstag in einer Telefonschalte mit Landräten und Oberbürgermeistern zur aktuellen Lage beraten. Dabei geht es auch um mögliche Schließungen von Geschäften.

Bund und Länder wollen die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland bremsen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Montagabend auf einer Pressekonferenz einschneidende Maßnahmen im öffentlichen Leben als notwendig bezeichnet. Es gehe darum, soziale Kontakte zu verringern.

Eine Pressekonferenz, auf der die Ergebnisse bekannt gegeben werden sollen, wird gegen 14 Uhr erwartet.

05:18 Uhr | Das Wichtigste bisher

Um Sie auf den Tag heute vorzubereiten, erstmal die Wichtigsten Entwicklungen des gestrigen Tages im Überblick:

05:00 Uhr | Guten Morgen!

Neuer Tag, neuer Corona-Newsblog. Auch heute informieren wir Sie zu allen Entwicklungen der Corona-Pandemie, die Sachsen-Anhalt betreffen. Was gestern passierte, lesen Sien hier:

Quelle: MDR/pat,ap

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 17. März 2020 | 19:00 Uhr

8 Kommentare

Bernd65 vor 21 Wochen

Wichtig ist in dieser Situation die Solidarität untereinander und der unbedingte Wille denen zu helfen die dringend Hilfe benötigen. Die Aufklärung der Risiko Gruppen ist unumgänglich.
Der Virus ist nicht die Pest.
Bei einem vernünftigen Umgang aller miteinander und damit meine ich alle angefangen von dem Politiker, Journalisten und der gesamten Bevölkerung stehen wir die Thematik ohne Probleme durch.

Bernd65 vor 21 Wochen

Natürlich muß man bei der Thematik mit dem Virus Vorsichtsmaßnahmen durchführen und die Bevölkerung aufklären. Doch genau da geht das Problem los. Waren es nicht unsere Medien die die Bevölkerung zur Bevorratung aufgerufen hatten.
Warum wird nicht die Balance zwischen den Maßnahmen und dem Verlauf der Epidemie gewahrt. Man kann doch nicht die gesamten Klein und Mittelstandsunternehmen komplett ruinieren bei dem derzeitigen Stand.
Die Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft laufen wie immer an der Realität vorbei. Mehr noch sie sind der Beweis für das schlechte Niveau der Berater der Regierung.
Wieso werden nicht die Unternehmen befragt und man redet miteinander bevor man Fehlentscheidungen trifft. Leider zeigt auch der Umgang mit dieser Thematik wie schlecht wir in Deutschland mit Problemen umgehen können. Wir sollten die Ruhe bewahren und die Presse zur gesunden Berichterstattung animieren. Hektik und Unruhe bringen keinem etwas. Alle Maßnahmen sollten im Verhältnis stehen.

Alphasound vor 21 Wochen

Ich kann es einfach nicht verstehen, wie unverantwortlich manche Länder mit Corona umgehen. Die Bundesregierung beschließt Verordnungen und einige Länder halten sich nicht daran.
Wenn es heißt, dass alle Restaurants ab 18 Uhr geschlossen haben, dann kann und dürfte für kein Bundesland Ausnahmen geben. Hier in SA gibt es wieder Ausnahmen und das ist unverantwortlich!!!!
Corona treibt sich ja nur in "Städte" umher, nicht aber in Dörfer und Gemeinden außerhalb der Stadt. Diese Überlegungen kann nur von der Sachsen Anhanlt Regierung kommen....da es wieder nur um das Geld geht und nicht die Gesundheit der Bürger !!!
Ich warte nur ab, bis die Anzahl der Korona infizierten Mitmenschen in Sachsen Anhalten steigt, dann sollten und müsste die SA Regierung wegen Körperverletzung Angezeigt werden!!!!
Sowas von unverantwortlich!!!

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