Newsblog | 21.03.2020 Corona-Virus: 253 Infizierte in Sachsen-Anhalt

Zahlreiche Betriebe wollen in der Corona-Krise auf Kurzarbeit umstellen. Die Nachfrage ist massiv gestiegen. Und: Die Quarantäne für die Schüler aus Halle ist beendet. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Die wichtigsten Infos im Überblick:

19:00 Uhr | Tschüß und Danke fürs Zuhausebleiben!

Für heute war es das mit unserem Newsblog zur Corona-Krise. Ab morgen, 6 Uhr, sind wir wieder für Sie da und berichten Ihnen von den neusten Entwicklungen. Bis morgen und Danke, dass Sie zu Hause bleiben.

18:55 Uhr | Gottesdienste werden live übertragen

Bleiben wir beim Blick auf morgen: Da werden die Gottesdienste von einigen Kirchen und Gemeinden live übertragen. So wird Ihnen der digitale Besuch ermöglicht. Beispielsweise können Sie sich den Gottesdienst des Bistums Magdeburg im Internet anschauen. Darauf haben sich die Verantwortlichen am Samstag vorbereitet.

18:45 Uhr | Digitaler Kneipenabend

Vielleicht würden Sie, wenn nicht Corona-Krise wäre, heute Abend noch Richtung Kneipe aufbrechen. Das ist aktuell keine gute Idee, bitte bleiben Sie Zuhause. Dafür kommt die Kneipe jetzt zu Ihnen. Zum Beispiel bietet das Magdeburger Café Central ab 21 Uhr einen Livestream an. Sonntag geht es ab 19:40 Uhr im Flowerpower in Magdeburg mit Live-Musik weiter.

18:30 Uhr | Neue Corona-Zahl: 253 Infizierte in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Corona-Infizierten auf 253 gestiegen. Damit kamen im Laufe des Tages 36 neue Fälle hinzu. Die meisten von ihnen kommen aus Halle (66), Magdeburg (39) und dem Landkreis Börde (29).

18:20 Uhr | An Sonn- und Feiertagen darf gearbeitet werden

Sachsen-Anhalts Landesamt für Verbraucherschutz hat eine Ausnahmebewilligung für Arbeit an Sonn- und Feiertagen auf den Weg gebracht. Wie aus dem Dokument hervorgeht, gilt die Verfügung für Arbeitnehmer innerhalb der Produktion und Logistik im Einzelhandelsbereich für Lebensmittel, Getränke und Drogerien sowie für Medizinprodukte. Auch der Zeitungshandel wird mit aufgeführt, genau wie Abhol- und Bringedienste sowie Geld- und Werttransporte. Zur Vermeidung von Produktionsausfällen können Unternehmen ab sofort auch die tägliche Arbeitszeit auf maximal 12 Stunden verlängern. Die neue Allgemeinverfügung gilt vorerst bis zum 19. April, mit Ausnahme des Karfreitag und Ostersonntag.

17:58 Uhr | Fragen und Antworten vom 1. FC Magdeburg

Kein Fußball rollt, Dauerkarten haben viele Fans für den 1. FC Magdeburg aber trotzdem. Und auch Tagestickets hatten sich einige gekauft. Beide sollen ihre Gültigkeit behalten, so der Club. Wann die nachgeholten Spiele stattfinden, ist bisher unklar. Diese und weitere Themen bespricht der Drittligist in seinem "Fragen und Antworten".

17:08 Uhr | Polizei kontrolliert Fahrzeuge und Personen im Land

Wie angekündigt hat die Polizei überall im Land verstärkt die Einhaltung der aktuell geltenden Verhaltensregeln im öffentlichen Leben kontrolliert. Dabei wurde unter anderem überprüft, ob die Schließung der Beherbungsstätten tatsächlich eingehalten wird. Im Süden des Landes fanden zudem Fahrzeug- und Personenkontrollen statt. Nach eigenen Angaben wollte die Polizie dabei vor allem mit ortsfremden Personen ins Gespräch kommen und für die Einhaltung der Maßnahmen werben.

16:50 Uhr | Digitale Betreuung von Kita-Kindern in Magdeburg

Seit einer Woche sind Kitas und Schulen im Land geschlossen. Zahlreiche Kinder werden zu Hause betreut, nur wenige in der Notbetreuung. Vier Wochen soll die Maßnahme vorerst dauern – für kleine Kinder eine lange Zeit. Julia Heundorf hat sich angesehen, wie eine Kita in Magdeburg in dieser Zeit den Kontakt zu den Kleinen aufrechterhält.

16:30 Uhr | Stadt Halle bestätigt: Verstorbener Notfallpatient hatte kein Corona

Der Mann, der Freitagnacht in Halle in ein Krankenhaus eingeliefert wurde und dort verstorben ist, hatte kein Corona. Das ergab ein Test, dessen Ergebnis die Stadtverwaltung am Samstagnachmittag veröffentlichte. Der 56-Jährige war mit einem Infekt und Fieber aufgrund von Atemnot vom Rettungsdienst in das Elisabeth-Krankenhaus eingeliefert worden und dort gestorben. In der Folge hatten mehrere Medien irrtümlich vom ersten Corona-Todesfall in Halle berichtet.

15:55 Uhr | Mehr als 16.000 Infizierte in Deutschland

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Samstag sind in Deutschland inzwischen mehr als 16.660 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Demnach stieg die Zahl der Fälle innerhalb eines Tages um gut 2.700. Die Zahl der Todesfälle liegt demnach bei 47.

Die Johns-Hopkins-Universität in den USA geht für Deutschland mittlerweile sogar von mehr als 20.700 Infizierten aus.

15:25 Uhr | Bachs Geburtstagsparty in Köthen fällt kleiner aus

335 - so alt würde Johann Sebastian Bach an diesem Samstag. Und traditionell wird dieser Geburtstag in Köthen alljährlich groß gefeiert. Diesmal fällt die Party allerdings etwas kleiner aus. So werden die Plätze in der St. Agnus Kirche leer bleiben. Kein Festkonzert am Abend. Kein Empfang eines Bachdarstellers in historischer Kutsche. Ausfallen lassen will Folkert Uhde, Intendant der Bachfesttage, die Feier trotzdem nicht. Im Prinzenhaus gegenüber dem Schloss wird er einen kleinen intimen Hausmusikabend gestalten. Da wird musiziert, gelesen und für Bach eine Geburtstagskerze angezündet. Zu sehen ist das in aller Welt auf der Homepage der Köthener Bachfesttage.

15:05 Uhr | Astro-Alex wirbt für's Zuhause-bleiben

Es ist die wichtigste Botschaft dieser Tage: Bleibt zuhause! Denn neben Abstand halten und regelmäßigem Händewaschen kann das am meisten dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Unterstützung für dieses Anliegen, das von offiziellen Stellen nahezu pausenlos gefordert wird, kommt nun auch vom Astronauten Alexander Gerst – besser bekannt als Astro-Alex.

14:20 Uhr | Quarantäne für erste Schülergruppen endet

Zwei Schülergruppen aus Halle gehörten zu den ersten in Sachsen-Anhalt, die in Quarantäne geschickt wurden. Sie waren zuvor – genau wie zahlreiche weitere Schulgruppen – für Skikurse in Südtrol. Nach ihrer Rückkehr wurden die Jugendlichen und ihre Betreuer direkt getestet und anschließend nach Hause geschickt. Dieser Schritt war mit enormen Einschränkungen für ihre Eltern verbunden. Zugleich stellte es die Schulen für einige Tage vor enorme Herausforderungen. Nun sind 14 Tage vorbei und die Quarantäne endet für die meisten von ihnen. Zur Schule können die Betroffenen zwar nach wie vor nicht – aber immerhin das Haus wieder verlassen.

Lediglich bei einer handvoll Kinder seien Laufe der Zeit Krankheitssymptome aufgetreten, erklärte Halle Amtsärtzin Christine Gröger. Bei ihnen wurden erneut Coronatests durchgeführt, deren Ergebnis aber noch aussteht.

Schüler und Lehrer des Christian-Wolff-Gymnasiums
Für die Schüler des Christian-Wolff-Gymnasiums endet die Quarantäne. Zur Schule gehen können sie dennoch nicht. Bildrechte: MDR/ Oliver Leiste

14:05 Uhr | Elf neue Corona-Fälle in Halle

Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl der Corona-Fälle um elf gestiegen. Damit sind jetzt 68 Fälle bekannt. Das gab Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Samstagmittag bekannt. Außerdem sei in einer Jugendhilfe-Einrichtung in Halle-Neustadt eine Erzieherin positiv getestet worden. Alle Mitarbeiter und die sieben betreuten Kinder stünden nun unter Quarantäne.

Auch am Freitag wurden Kontrollen durchgeführt, um zu überprüfen, ob die derzeitigen Ausgangsregelungen eingehalten werden. Auf Bolz- und Spielplätzen habe es keine Verstöße gegeben. Bei Geschäften wurden sieben Verstöße festgestellt. Zudem ist eine Party mit sechs Teilnehmern aufgelöst worden, teilte Wiegand mit. Gegen alle Feiernden sei Anzeige erstattet worden. Quarantäneverstöße wurden am Freitag nicht festgestellt.

13:40 Uhr | Halle verändert Straßenbahntakt

Ab Montag gilt in Halle ein neuer Straßenbahntakt. Das teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand in der täglichen Pressekonferenz der Stadt mit. Statt im 15-Minuten-Takt sollen die Bahnen dann im 20-Minuten-Takt fahren. Die Änderungen im Überblick finden Sie hier.

13:07 Uhr | Schnelle Gesetzesänderungen zum Schutz von Mietern und vor Insolvenzen geplant

Die Bundesregierung will Mieter in der Corona-Krise schützen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur und beruft sich auf eine Gesetzesvorlage der Ministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft. Demnach soll niemand seine Wohnung verlieren, weil er wegen der Krise Einkommensausfälle hat. Dabei gehe es um Mietschulden, die zwischen April und Ende September auflaufen. Der Grundsatz, dass Mieter ihre Miete zahlen müssen, bleibe aber bestehen. Außerdem ist geplant, die Insolvenzantrags-Pflicht auszusetzen. Das soll Unternehmen schützen, bei denen die Corona-Hilfen der Bundesregierung nicht rechtzeitig ankommen. Der Entwurf soll am Montag im Bundeskabinett und zwei Tage später bereits im Bundestag beschlossen werden.

12:41 Uhr | Nur wenige Schüler in Notbetreuung

In den geschlossenen Schulen in Sachsen-Anhalt werden nur sehr wenige Kinder notbetreut. Das erklärte das Bildungsministerium auf Anfrage. Bei einer erstmaligen Abfrage am Freitag meldeten die Schulen 650 Kinder, die betreut worden seien. Das entspricht weniger als einem halben Prozent aller 177.780 Schülerinnen und Schüler im Land. Bei den betreuten Kindern handele es sich vorwiegend um Grundschüler (570) und Förderschüler (60). Aus älteren Jahrgängen seien lediglich 20 Kinder betreut worden, hieß es.

Die Schulen sind zur Eindämmung des Coronavirus seit dem 16. März bis zu den Osterferien geschlossen. Seit Mittwoch können nur noch Kinder notfalls betreut werden, deren Eltern in unverzichtbaren Berufen arbeiten.

12:21 Uhr | Amtsarzt in Magdeburg: Zu Hause bleiben!

In Magdeburg werden in diesen Tagen vor allem jene Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, die aus Risikogebieten zurückgekommen sind. Darauf hat Amtsarzt Eike Hennig hingewiesen. "Wir versuchen, mit allen Kontakt aufzunehmen und verfügen eine behördliche Quarantäne", so Hennig. Das gelte auch für die Magdeburger, die keine Symptome zeigten.

Hennig rief die Menschen auf, zu Hause zu bleiben und den Anordnungen der Behörden zu folgen. Auch sollten unnötige Kontakte vermieden werden, Symptome hin oder her. Teamsportarten oder Treffen in der Gruppe sollten fürs Erste vermieden werden.

Interview mit Dr. Eike Hennig, Leiter des Magdeburger Gesundheitsamtes
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Es kann uns gelingen, Infektionsketten zu unterbrechen, wenn wir Abstand halten und unseren Gegenüber nicht infizieren. Wenn es uns gemeinsam gelingt, die Infektionswelle zu verlangsamen, schützen wir die medizinischen Ressourcen der Krankenhäuser. Die Arbeitsfähigkeit der medizinischen Versorgungseinrichtungen muss unbedingt erhalten bleiben.

Eike Hennig Amtsarzt in Magdeburg

11:48 Uhr | Puppen in Quarantäne

Die Lage ist ernst, darauf hat Bundeskanzlerin Merkel bei ihrer Fernsehansprache in dieser Woche eindringlich hingewiesen. Trotzdem gilt: Das Lachen nicht vergessen! Dieses Video der Bühnen Halle gibt Hilfe beim Lachen.

11:36 Uhr | Kein Corona-Toter in Sachsen-Anhalt

Die Berichte mehrerer Medien, wonach es einen ersten Corona-Toten in Sachsen-Anhalt gibt, sind nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT nicht zutreffend. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte in seiner Aufzählung der Corona-Fallzahlen vom Vormittag einen Todesfall in Halle aufgelistet. Das Sozialministerium kann diese Angaben nicht bestätigen. Demnach handelt es vielmehr um einen Fehler in der Meldekette. Die Zahlen des RKI würden bereinigt, sagte ein Sprecher des Ministeriums MDR SACHSEN-ANHALT.

11:27 Uhr | Geschäft von uneinsichtigem Einzelhändler versiegelt

Das Ordnungsamt in Magdeburg hat nach eigenen Angaben allein am Freitag gut 100 Spielplätze, Kultureinrichtungen, Fitnessstudios oder Spielhallen kontrolliert. Verstöße gab es nur wenige. Alle Spielhallen waren geschlossen, ebenso sieben kontrollierte Fitnessstudios und drei Discotheken. Weil der Inhaber eines Einzelhandelsgeschäfts seinen Laden nicht schließen wollte, wurde das Geschäft laut Ordnungsamt amtlich versiegelt. Und: Lediglich auf einem der 56 kontrollierten Spielplätze war eine Person unterwegs. Vorbildlich, Magdeburg!

11:19 Uhr | Das Coronavirus und kleinere Städte

Was macht das Coronavirus eigentlich mit den Menschen in den kleineren Städten? MDR SACHSEN-ANHALT-Reporter Oliver Leiste hat bei seinem Besuch in Eisleben Leute getroffen, die die Situation gelassen nehmen – auch, weil sie es sonst nicht leicht haben. Lesetipp zum Wochenende!

10:50 Uhr | Hilfe für alte Menschen

Um alten Menschen zu helfen, richtet das Sozialdezernat der Stadt Magdeburg einen Service zur Vermittlung von Einkaufs- oder Essensdiensten ein. Dorthin können sich ab Montag Menschen wenden, die ihren Hund ausführen lassen möchten oder Hilfe beim Einkaufen, Medikamente-Abholen oder beim Kochen brauchen. Ab Montag sind drei Telefonnummern geschaltet, an die Senioren sich wenden können.

10:29 Uhr | Mieter sollen geschützt werden

Die Bundesregierung will Mieter in der Corona-Krise schützen. Wie ein Sprecher des Justizministeriums den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte, soll niemand seine Wohnung verlieren, weil er wegen der Krise Einkommensausfälle hat. Wenn heute jemand zwei Monate hintereinander seine Miete nicht zahlen könne, könne ihm fristlos gekündigt werden. Das wolle man ändern. Die Bundesregierung suche aktuell Lösungen. Demnach sollen Vermietern keine Verluste entstehen.

10:17 Uhr | Väter dürfen bei der Geburt im Kreißsaal sein

Auch in diesen Tagen werden Babys geboren. Doch: Dürfen Väter im Kreißsaal dabei sein? In einigen Städten Deutschlands, in Hamburg oder Wilhelmshaven etwa, war das verboten worden. Im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle, im Klinikum Dessau oder im Carl-von-Basedow-Klinikum in Merseburg gilt das nicht. Dort dürfen Väter dabei sein, wenn ihr Nachwuchs zur Welt kommt. Im Krankenhaus St. Marienstift in Magdeburg oder im Helios-Klinikum in Burg ist das unter Bedingungen ebenfalls erlaubt. Die Väter dürfen nicht erkältet sein, müssen gegebenenfalls einen Mundschutz tragen.

09:45 Uhr | Festival "Silbersalz" wird verschoben

Das für Juni geplante internationale Wissenschafts- und Medienfestival "Silbersalz" in Halle wird wegen des Coronavirus verschoben. Wie die Veranstalter am Sonnabend mitteilten, soll das Festival nun vom 14. bis 18. Oktober gefeiert werden. Die Gesundheit aller Beteiligten stehe an erster Stelle. Eigentlich sollten sich ab 25. Juni Tausende Menschen zu Vorträgen, Ausstellungen und Film-Vorstellungen treffen. Vergangenes Jahr kamen rund 18.000 Menschen.

09:29 Uhr | Nachfrage nach Kurzarbeit ist massiv gestiegen

Ein Paketbote liefert Pakete aus
Vor allem bei Logistik-Unternehmen ist Kurzarbeit gefragt. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

In Sachsen-Anhalt wollen zahlreiche Arbeitgeber auf Kurzarbeit umstellen. Das zeigen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Demnach sind allein diese Woche fast zehnmal so Anträge auf Kurzarbeit eingegangen wie im ganzen vergangenen Jahr. Insgesamt waren es diese rund 2.450 Corona-bedingte Kurzarbeit-Anzeigen. Vergangenes Jahr waren es 280. Die Anzeigen kämen aus nahezu allen Branchen, hieß es. Überwiegend hätten Logistikbetriebe, das Hotel- und Gaststättengewerbe, der Messebau oder touristische Einrichtungen sich gemeldet.

Wir werden alle Betroffenen in dieser besonderen Situation unterstützen, um Entlassungen von Beschäftigten möglichst zu vermeiden.

Markus Behrens Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit

Aktuell werde daran gearbeitet, das Verfahren zu vereinfachen, um schnell zu helfen. Viele kleine und mittlere Betriebe seien das erste Mal mit Kurzarbeit konfrontiert und hätten viele Fragen.

Kurz erklärt: Der Weg zu Kurzarbeitergeld Wenn ein Arbeitgeber auf Kurzarbeit umstellen möchte, muss er das zunächst mit der Belegschaft regeln und dann der Bundesagentur für Arbeit anzeigen. Sie prüft dann, ob die Anforderungen erfüllt sind. Erst dann kann Kurzarbeitsgeld beantragt werden.

09:14 Uhr | Zusätzliche Polizeistreifen und Kontrollen

Spielplätze sind geschlossen, viele Geschäfte ebenfalls: Jetzt am Wochenende will die Polizei im ganzen Land kontrollieren, ob die strengen Einschränkungen auch wirklich eingehalten werden. Andernfalls könnte auch in Sachsen-Anhalt eine weitgehende Ausgangssperre verhängt werden. Innenminister Holger Stahlknecht kündigte zusätzliche Streifen und Kontrollen an. Man müsse auch den letzten Unbelehrbaren erreichen, damit dieser nicht andere gefährde.

09:03 Uhr | Wie Tiere mit einem menschenleeren Zoo umgehen

Überall in Sachsen-Anhalt ist es ruhiger, auch im Zoo Aschersleben. Die Mitarbeiter können laut Zoochef Alexander Beck nun Dinge erledigen, für die sonst keine Zeit bleibt. Doch trotzdem: So manchem Tier fehlt auch der Kontakt zu Menschen, den Schweinen zum Beispiel. Die vermissen die eine oder andere Streicheleinheit, die in diesen Tagen ausschließlich vom Zoo-Personal kommt – und von keinen Besuchern. Gut, dass der Zoochef selbst Hand anlegt und den Schweinen die verlangten Streicheleinheiten verpasst.

Ein Mann streichelt ein Schwein.
Streicheleinheit nötig: Die Schweine im Aschersleber Zoo lassen sich gerne mal kraulen. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe

08:40 Uhr | Betrüger versuchen, in Wohnungen zu kommen

In Halle warnt das Gesundheitsamt vor Betrügern, die sich als Mitarbeiter ausgeben, um an der Wohnungstür Abstriche zu nehmen. In Wirklichkeit versuchten die Betrüger, in die Wohnungen zu kommen, hieß es von der Behörde. Das Gesundheitsamt rät deshalb, niemanden in die Wohnung zu lassen, der sich nicht telefonisch angekündigt hat. Im Zweifel sollten Bürger beim Gesundheitsamt anrufen.

Wo Sie sich auf das Coronavirus testen lassen können, haben wir hier zusammengefasst.

08:22 Uhr | Land richtet Quarantäne-Unterkunft für Geflüchtete ein

Sachsen-Anhalt richtet eine Quarantäne-Unterkunft für Geflüchtete ein. Wie das Innenministerium mitteilte, soll sie auf dem Gelände der ehemaligen Gartenbau-Fachschule in Quedlinburg entstehen und kommende Woche betriebsbereit sein. In dem Gebäude können 80 Menschen untergebracht werden. Ziel ist, auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus in der Zentralen Anlaufstelle für Geflüchtete in Halberstadt vorbereitet zu sein. Dort werden seit Ende Februar alle Neuankömmlinge auf das Coronavirus getestet. Bis ein Ergebnis vorliegt, werden sie getrennt von anderen Bewohnern untergebracht.

08:03 Uhr | Viele Supermärkte bleiben geschlossen

In Sachsen-Anhalt werden die meisten Supermärkte am Sonntag wohl geschlossen bleiben. Obwohl sie wegen des Coronavirus öffnen dürften, lassen viele große Ketten ihre Läden dicht. Das Hauptargument aller von uns gefragten Supermärkte: Die Mitarbeiter müssen geschont werden.

07:48 Uhr | Hörtipp zum Wochenende: Die Geschichten rund um die Corona-Krise

Viele Menschen sind in der Wohnung, arbeiten aus dem Homeoffice. Da bietet es sich an, zwischendrin einen guten Podcast zu hören. MDR SACHSEN-ANHALT-Redakteur Julien Bremer spricht in der neuen Episode unseres Wochenrückblicks "Was bleibt" über die Geschichten abseits der täglichen Corona-Nachrichten. Es geht um Rücksicht, Solidarität und die Tücken von Arbeit im Homeoffice.

Hier gibt's die aktuelle Episode:

Ein leerer Biergarten mit dem "Was bleibt..."-Logo vorangestellt. 51 min
Bildrechte: MDR/imago images/Future Image

Unterdessen hat der kostenpflichtige Podcast- und Hörbuch-Anbieter Audible angekündigt, alle Podcasts in der Corona-Krise vorerst gratis anzubieten.

07:31 Uhr | Halles OB: Haus nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen

Der hallesche Oberbürgermeister Bernd Wiegand hat Einwohnern in der Corona-Krise empfohlen, das Haus nur noch für dringende Angelegenheiten zu verlassen – also den Weg zur Arbeit, zum Einkauf oder zur Hilfe für andere Menschen. Wiegand rief die Mitbürger auf, die angeordneten Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen. Zuletzt habe es zahlreiche Verstöße gegeben. Halle hatte diese Woche den Katastrophenfall ausgerufen.

07:19 Uhr | Hochzeiten werden verschoben

Das Coronavirus legt unser gesellschaftliches Leben weitgehend lahm. Davon betroffen sind auch Hochzeiten. Einige Standesämter in Sachsen-Anhalt sind in diesen Tagen nur  noch elektronisch oder telefonisch erreichbar. Das weitaus größere Problem sind einer Umfrage zufolge aber die Locations, in denen gefeiert werden sollte: Sie fallen nun oft weg, große Partys sind ebenso verboten.

Der Bräutigam streift bei der Trauung seiner Braut den Ehering über den Finger.
Das Coronavirus verschiebt auch so manche Hochzeit. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

In Magdeburg melden sich deshalb viele Brautpaare, sagte Stadtsprecherin Kinszorra. Viele hätten Nachfragen, Absagen gebe es aber nur wenige. Einige Brautpaare hätten ihre Trauung aber verschoben, weil das Catering oder der Ort für die Feier geplatzt seien. In Wernigerode sind dagegen alle Standesämter geschlossen, Absprachen laufen nur noch per Mail. Mit allen Ehepaaren seien Ausweichtermine vereinbart worden, hieß es aus der Stadtverwaltung. Die Brautpaare hätten Verständnis dafür gezeigt.

06:57 Uhr | 400 Euro monatlich: Land will Kulturschaffenden helfen

Die Corona-Krise trifft viele Menschen hart. Besonders aber sind freischaffende Künstler betroffen, denen wegen abgesagter Veranstaltungen sämtliche Aufträge weggebrochen sind. Nun hat das Land angekündigt, für sie ein Soforthilfeprogramm aufzusetzen. Musiker, Schauspieler, bildende Künstler und Schriftsteller können demnach Soforthilfe von 400 Euro pro Monat und Person beantragen.

Kulturminister Rainer Robra (CDU) sagte, man wolle unkompliziert und unbürokratisch helfen. Die Kulturlandschaft liege nahezu komplett brach. Außerdem stellte das Ministerium flexible Hilfen für geförderte Projekte in Aussicht, die wegen der Pandemie abgesagt wurden oder werden. Betroffene sollen sich frühzeitig beim Landesverwaltungsamt melden.

06:36 Uhr | Strom- und Gasanschlüsse werden nicht abgedreht

Wegen der außergewöhnlichen Situation verzichten viele deutsche Strom- und Gasanbieter darauf, Kunden bei Zahlungsrückständen die Energieversorgung abzustellen. Das geschehe "fast ausnahmslos", sagte Michael Wübbels vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) dem Berliner "Tagesspiegel". Große Versorger wie Eon oder EnBW hatten bereits Mittwoch angekündigt, Strom- und Gasanschlüsse auch bei Zahlungsrückständen nicht zuzudrehen.

06:17 Uhr | 217 Menschen in Sachsen-Anhalt infiziert

In Sachsen-Anhalt sind nach bestätigten Zahlen von Freitagnachmittag 217 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten Fälle gibt es in Halle (44), Magdeburg (39) und dem Landkreis Börde (29).

In unserem täglichen Daten-Update zur Corona-Pandemie können Sie auch sehen, wie sich die Fallzahlen in den Nachbarländern Sachsen und Thüringen entwickelt haben.

06:01 Uhr | Die Entwicklungen bisher

Sonnabend, der 21. März 2020: Guten Morgen! Im Newsblog hält MDR SACHSEN-ANHALT Sie auch heute über die neuesten Entwicklungen zur Ausbreitung des Coronavirus in Sachsen-Anhalt auf dem Laufenden.

Dabei gilt noch immer die Devise: Bleiben Sie Zuhause! Stay at home! Darauf weist auch die Polizei in Magdeburg noch einmal eindringlich hin.

Wie sich die Lage rund um das Coronavirus am Freitag entwickelt hat, können Sie in unserem Newsblog von gestern nachlesen:

Quelle: MDR/ld,olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 21. März 2020 | 07:00 Uhr

13 Kommentare

August vor 31 Wochen

Es gibt keinen Erfahrungswert für den Coronavirus und dessen mögliche Ausbreitung mann geht ebend von der schlimmsten Prognose aus das hatten wir so ähnlich schonmal bei Chernobyl wo mann große Teile Europas für 100 Jahre für Unbewohnbar hielt wenn das Gesamte Kraftwerk explodiert wäre nur das Haben wir selbst verschuldet. Der Virus wird sicherlich viele Menschen dahinraffen aber die Menschheit wird überleben diesesmal. Einen Ausfall von Nahrungsmitteln über Jahre durch eine Katastrope wie einen Supervulkan oder einen Metoriteneinschlag würde uns erheblich reduzieren. Schlimmer geht immer egal wer Schuld hatt ob China der Planet oder wir alle die jeden Scheiss aus dem Urlaub mitbringen nur diesesmal ebend was für alle.

Denkschnecke vor 31 Wochen

Sie wissen, was eine Exponentialfunktion ist? Die Zahl der Infizierten verdoppelt sich im Moment alle drei Tage. Rechnen Sie mal aus, wie viele das in zwei bis drei Wochen sind.

Denkschnecke vor 31 Wochen

Tun die, die es können auch. Sie können ja mal recherchieren, was der durchschnittliche Schauspieler für ein Jahreseinkommen hat. Viele Sänger finanzieren in der Zeit vor Ostern (Passionen) so wie im Advent einen sehr großen Anteil auch der Zeit, die sie wann anders z.B. für das Literaturstudium brauchen.

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