#MDRklärt Darum ist der Kampf gegen das Coronavirus so schwierig

Fünf Verdachtsfälle auf das Coronavirus gab es bisher in Sachsen-Anhalt. In allen fünf Fällen konnte das Virus später ausgeschlossen werden, doch die Unterscheidung zu einer normalen Grippe ist nicht einfach.

Modell des Corona-Virus
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Das Coronavirus hat trotz einiger Verdachtsfälle Sachsen-Anhalt noch nicht erreicht. Die fünf Personen, bei denen das Virus vermutet wurde, waren nicht infiziert. Dennoch: Die Kliniken in Sachsen-Anhalt bleiben vorbereitet. Denn der Kampf gegen das Virus ist nicht einfach. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.

Lange Inkubationszeit

Das Robert-Koch Institut geht von einer Inkubationszeit von 14 Tagen aus. Das bedeutet, zwischen der eigentlichen Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit können bis zu vierzehn Tage liegen.

Ähnliche Symptome wie Grippe

Andreas Gramatke vom Landesamt für Verbraucherschutz sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass sich die Symptome des Coronavirus nicht von denen einer Grippe unterscheiden lassen. In Sachsen-Anhalt beginnt jetzt die Grippe-Saison, wie aus den Zahlen des Landesamts hervorgeht.

Zudem können laut Robert Koch Institut bestimmte Coronaviren auch schwere Infektionen der unteren Atemwege verursachen und zu Lungenentzündungen führen.

#MDRklärt Von Symptomen bis Inkubationszeit: Hinweise zum Coronavirus

Coronavirus unter dem Mikroskop
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Schnelltests nur in Magdeburg

Die bisherigen Verdachtsfälle wurden durch Schnelltests ausgeschlossen. Das Landesamt für Verbraucherschutz führt in Magdeburg die Diagnostik im Auftrag der Gesundheitsämter des Landes durch. Laut Gramatke dauert es rund vier Stunden, bis die ersten Ergebnisse vorliegen. Sollte sich ein verdächtiges Ergebnis einstellen, so würden weitere Tests gemacht, um diese zu bestätigen. Die zusätzlichen Tests nähmen nochmals mindestens fünf Stunden in Anspruch, sagte Gramatke.

Noch kein Impfstoff

Das Coronavirus breitet sich vergleichsweise schnell aus. Ein Impfstoff ist aber noch nicht gefunden. Und bis es soweit ist, kann es noch dauern. Achim Kaasch ist Leiter des Mikrobiologie-Instituts in Magdeburg. Er geht davon aus, das es noch bis zu einem Jahr dauert, bis ein Impfstoff gegen das Virus gefunden wird. "Wir sind hier zunächst mal vorbereitet, das Virus zu finden, zu diagnostizieren und vor allem auszuschließen."

Hotline zum Coronavirus Die Barmer-Krankenversicherung hat eine kostenlose Hotline zum Coronavirus geschaltet. Unter der Nummer 0800/8484-111 können sich alle Bürger – auch bei anderen Krankenkassen Versicherte – mit ihren Fragen zu Gefährdung und Schutz rund um die Uhr an Medizinexperten wenden.

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MDR-Schwerpunkt: Das neue Coronavirus
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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 29. Januar 2020 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Januar 2020, 17:12 Uhr

1 Kommentar

ottovonG vor 8 Wochen

Das Land ist eh nicht vorbereitet. Die Krankenhäuser pleite, nicht genug teure FFP3 masken gegen Viren vorhanden, keine Pläne was zu machen ist, wenn es hier richtig losgehen sollte. Jeder Bürger, sofern er es finanziell kann sollte sich einen Vorrat an Lebensmitteln und Hygienbedarf für 2 Wochen schaffen. Wird seit einiger Zeit sogar von der Bundesregierung empfohlen, obwohl die ja sonst gegen Prepper wettert. Man schaue sich nur mal im Netz die Videos vonWuhan an, wo die Straßen menschenler und die Geschäfte geschlossen sind. Wer kann meidet dort große Menschenansammlungen.

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