Dessau-Roßlau und Burgenlandkreis Coronavirus: Verdachtsfälle in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gibt es zwei Coronavirus-Verdachtsfälle. Dabei handelt es sich laut Gesundheitsministerium um einen Mann aus Dessau und einen Mann aus dem Burgenlandkreis. Beide sind auf Isolierstationen von Krankenhäusern gebracht worden.

Das Virus in der Vergrößerung.
Das Coronavirus könnte in Sachsen-Anhalt angekommen sein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Dessau-Roßlau und in Naumburg gibt es Coronavirus-Verdachtsfälle. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Magdeburg sagte am Mittwoch, dass es sich um einen Mann aus Dessau-Roßlau sowie einen Mann im Burgenlandkreis handele. Die Männer werden auf Isolierstationen in Krankenhäusern in Dessau-Roßlau und Naumburg betreut. Von beiden Männern sind Proben genommen worden, die derzeit untersucht werden. Ergebnisse sollen am Donnerstag vorliegen.

Wie der Sprecher der Stadt Dessau, Carsten Sauer, MDR SACHSEN-ANHALT sagte, handelt es sich bei dem Dessauer um einen Mann mittleren Alters. Der Mann sei am Mittwoch von seinem Hausarzt ins Städtische Klinikum eingewiesen worden. Der Betroffene sei leicht erkältet nach China in den Urlaub gereist und mit ähnlichen Symptomen zurückgekehrt. Er werde jetzt im Städtischen Klinikum Dessau genauer untersucht. Bis Ergebnisse vorliegen, bleibe der Mann auf der Isolierstation. Zunächst hatte die Mitteldeutsche Zeitung über den Fall berichtet.

Hinweise zum Coronavirus

#MDRklärt Von Symptomen bis Inkubationszeit: Hinweise zum Coronavirus

Coronavirus unter dem Mikroskop
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Sachsen-Anhalt sieht sich auf Virus gut vorbereitet

Sachsen-Anhalt sieht sich derweil gut gerüstet für eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus aus China. Das Gesundheitsministerium in Magdeburg teilte MDR SACHSEN-ANHALT auf Anfrage mit, man nehme die Bedrohung sehr ernst, ohne aber in Aktionismus zu verfallen.

Das Land habe sich auf die Bewältigung einer gesundheitlichen Krisensituation vorbereitet. So gebe es einen Pandemie-Plan, der im Ernstfall das erforderliche Vorgehen regele. Demnach werden Entscheidungen in der Regel durch die Gesundheitsämter der Städte oder Landkreise getroffen. Die wiederum arbeiteten eng mit den Landes- und Bundesbehörden sowie dem Robert-Koch-Institut zusammen.

Verdachtsfälle können direkt in Magdeburg überprüft werden

Laut Ministerium ist es Aufgabe der Gesundheitsämter, die Kontakte eines Patienten zurückzuverfolgen. Das Ministerium weist daraufhin, dass eine Infektion mit dem neuen Coronavirus grundsätzlich meldepflichtig ist. Krankenhäuser oder Ärzte müssten den Gesundheitsämtern auch Verdachtsfälle melden. In Abstimmung mit diesen werde dann geprüft, ob und welche weiteren Maßnahmen erforderlich seien. An erster Stelle stünden dabei Isolierung, Hygienemaßnahmen und Diagnostik.

Die zur Identifizierung des neuen Coronavirus erforderliche Diagnostik sei beim Landesamt für Verbraucherschutz in Magdeburg vorhanden und einsatzbereit, so das Gesunheitsministerium. Das spare das Einsenden von Proben an eine Einrichtung außerhalb des Landes und damit wertvolle Zeit.

Hochschule Anhalt sagt Dienstreisen nach China ab

Auch die Hochschule Anhalt, die enge Kontakte nach China hat, hat inzwischen Vorsichtsmaßnahmen angeordnet. Wie der Präsident der Hochschule, Jörg Bagdahn, MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, wurden alle geplanten Dienstreisen nach China auf unbestimmte Zeit abgesagt. Eine Rückhol-Aktion sei nicht nötig, da aktuell keine Kollegen in China seien. Viele der etwa 800 chinesische Studenten bereiteten sich derzeit an den Standorten Köthen, Dessau und Bernburg auf die Prüfungen vor, die in der nächsten Woche beginnen.

Wenn Ende März die übliche Heimreisewelle der chinesischen Studenten beginnt, wird die Hochschule Anhalt im Austausch mit dem Gesundheitsamt die Gefährdungslage neu bewerten, so Bagdahn.

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Quelle: MDR/ff,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 29. Januar 2020 | 17:00 Uhr

4 Kommentare

Gebrauchtmodell vor 18 Wochen

Gott sei es gedankt - Entwarnung in Sachsen-Anhalt. Die Verdachtsfälle sind keine
Beten nutzt auch wenn Ungläubige grinsen und verständnislos gegenüber Milliarden bleiben, sind wir einer übermenschlichen macht ausgeliefert die unser Wetter und unser Wohl bestimmt wenn es Menschheit nicht übertreibt und sich selbst vernichtet.
@Rotti's Argument hat Geschmäckle, gerade diese Woche wo wir der Überlebenden von Auschwitz gedenken von Selektion zu schwafeln ....

Rain Man vor 18 Wochen

„Wenn Ende März die übliche Heimreisewelle der chinesischen Studenten beginnt, wird die Hochschule Anhalt im Austausch mit dem Gesundheitsamt die Gefährdungslage neu bewerten, so Bagdahn.“

Was gibt es da zu bewerten? Dies muss rigoros unterbunden werden! Die einheimische Bevölkerung muss geschützt werden!

Gebrauchtmodell vor 18 Wochen

allen Verharmlosungen trotzend verbreitet es sich gestern 4 in Bayern und heute schon 2 in Sachsen-Anhalt beruhigen nicht wirklich - in unserer Werkstatt sind meist 12-15 niesend und hustende wo schon manche Lungenentzündung verschleppte und andere an Keuchhusten denken, weil nur wenige Hand vor Mund halten

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