Corona-Zweitimpfungen gestartet Zweiter Piks für 101-Jährige in Halberstadt

In Sachsen-Anhalt sind die Corona-Zweitimpfungen gestartet. Wie schon beim ersten Mal hat auch bei der zweiten Impfung die 101 Jahre alte Edith Kwoizalla aus Halberstadt als erste die Dose bekommen.

Zweite Corona-Impfung für 101-Jährige in Halberstadt
Als erste hat Edith Kwoizalla aus Halberstadt die zweite Corona-Impfung erhalten. Bildrechte: MDR/Swen Wudtke

In Sachsen-Anhalt hat am Freitag die Corona-Zweitimpfung begonnen. Wie vor drei Wochen machte dieses Mal auch wieder der Landkreis Harz den Anfang. Die erste nötige zweite Impfung bekam die 101 Jahre alte Edith Kwoizalle in einem Seniorenheim in Halberstadt. Ihr war die erste Dosis am zweiten Weihnachtsfeiertag verabreicht worden. Einen Tag später starteten die Impfungen bundesweit. Ob der Landkreis Harz auch mit der Zweitimpfung in Deutschland am schnellsten war, konnte eine Kreissprecherin nicht sagen.

Insgesamt erhielten am Freitag laut Heimbetreiber 40 Heimbewohner ihre Zweitimpfung, 13 weitere ihre Erstimpfung. Außerdem seien weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geimpft worden. Es sind laut des Herstellers zwei Impfungen notwendig, weil erst danach die volle Wirkung des Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer gewährleistet sein soll. Seit Dienstag wird in Sachsen-Anhalt auch ein zweiter Impfstoff verabreicht, der vom US-Hersteller Moderna kommt.

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Ein Arzt sitzt in Kittel an einem Tisch
Thomas Steinmetz ist Arzt im Impfzentrum Staßfurt. Bildrechte: MDR/Kevin Poweska

Die zweite Impfung hält auch Thomas Steinmetz für wichtig. Steinmetz ist Arzt im Impfzentrum Staßfurt. Er sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Schädlich ist das wohl eher nicht. Aber die Möglichkeiten, dass sich resistente Viren entwickeln, wird dadurch natürlich gefördert." In Staßfurt sollen die zweiten Impfungen in der Zeit zwischen dem 21. und dem 28. Tag nach der ersten Dosis möglich sein. Ist der Patient beim zweiten Termin krank, kann nach einer bestimmten Pause wieder mit der ersten Impfung begonnen werden.

EIne Karte mit den geplanten Impfzentren
Die Standorte der Corona-Impfzentren in Sachsen-Anhalt. Bildrechte: MDRklärt/Max Fürstenberg

Weil der Impfstoff noch knapp ist, werden zuerst die Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie das dortige Personal geimpft. Dazu sind seit knapp drei Wochen mobile Impfteams in allen Regionen Sachsen-Anhalts unterwegs. Ebenfalls geimpft wird Personal in medizinischen Einrichtungen, wie Notaufnahmen von Krankenhäusern, sowie Mitarbeiter, die Covid-19-Patienten betreuen. Daneben haben einige Landkreise und kreisfreien Städte schon ihre vorbereiteten Impfzentren in Betrieb genommen. Laut Sozialministerium wurden bis Donnerstag 29.000 Menschen in Sachsen-Anhalt gegen das Corona-Virus geimpft.

Quelle: MDR,epd/kö

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 15. Januar 2021 | 05:00 Uhr

10 Kommentare

ElBuffo vor 6 Wochen

Na notwendig wird sie schon für jeden sein, der sich schützen will. Das Risiko ist offenbar sehr überschaubar.
Die Frage, warum man nicht zuerst das medizinische bzw. pflegerische Personal impft, ist allerdings mehr als berechtigt. So eine Pflegekraft, die ein zwei Wochen mangels Impfung ausfällt, kann in dieser Zeit eine Vielzahl von alten Leutchen nicht pflegen. Von daher sehe ich hier auch eher eine PR-Aktion im Vorwahlkampf.

Wahrsager vor 6 Wochen

Eine Gesellschaft, die lebenserhaltende, aber nur begrenzt verfügbare Mittel Palliativpatienten zukommen läßt und anderen dadurch vorenthält, ist einfach nur krank.

Normalbuerger vor 6 Wochen

Das beantwortet immer noch nicht das medizinische Risiko bzw . Notwendigkeit ! Das muss ein Arzt einschätzen, Einverständnis hin oder her . Aber hier wird auf Kosten der Alten ,Werbung für diesen Coronairrsinn betrieben .

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