Bauarbeiten am Bahnhof Köthen Bahnstrecke zwischen Magdeburg und Halle bis Mai gesperrt

Die Sperrung am Bahnknoten Köthen dauert deutlich länger als geplant. Laut Bahn müssen Bahnreisende noch bis Mai 2020 weite Umwege in Kauf nehmen. Betroffen ist unter anderem die Direktverbindung Magdeburg-Halle. Grund für die Verzögerung sind Probleme bei der Entwässerung.

Ein IC Zug fährt aus dem Bahnhof in Köthen.
Laut Mitteilung der Bahn sollen die Bauarbeiten am Eisenbahnknoten Köthen spätestens im Mai 2020 abgeschlossen sein. Bildrechte: dpa

Die Bahnstrecke zwischen Magdeburg und Halle bleibt deutlich länger gesperrt als geplant. Wie die Bahn am Dienstag mitteilte, wird an der Strecke noch bis Mai kommenden Jahres gearbeitet.

Umwege für weiteres halbes Jahr

Eigentlich sollten die Züge auf der Trasse ab Mitte Dezember wieder über Köthen fahren. Doch die Bauarbeiten am Knotenpunkt Köthen verzögern sich. Laut Bahn gibt es dort Probleme mit der Entwässerung. Für Tausende Bahnreisende bedeutet das, dass sie noch länger weite Umwege in Kauf nehmen müssen.

120 Millionen Euro für Umbau

Seit dem Frühjahr wird am Bahnknoten Köthen gebaut. 120 Millionen Euro werden in moderne Stellwerkstechnik, Gleise, Weichen, Oberleitungen und Bahnübergänge investiert. Züge zwischen Magdeburg und Halle müssen seitdem über Dessau und Bitterfeld fahren. Im Nahverkehr werden außerdem Busse eingesetzt. Welche Reisemöglichkeiten es nach dem Fahrplanwechsel im Dezember gibt, steht laut Bahn noch nicht fest.

Hinweis für Bahnreisende Obwohl die Sperrung in Köthen bis Mai 2020 anhält, können aktuell Tickets für Direktverbindungen zwischen Magdeburg und Halle gebucht werden. Für Bahnreisende, die bereits Tickets gekauft haben, gibt es zwei Optionen:

* Sie können das Ticket zurückgeben. Wenn gebuchte Züge nicht fahren, können Sie von der Reise zurücktreten.

* Sie fahren trotzdem und passen Ihre Pläne dann an den neuen Fahrplan an. Denn: Bei Fahrplanänderungen sind Zugbindungen aufgehoben, hier kann also flexibel gereist werden.

Die Umleitung

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Ein E-Lok steht unweit eines Wasserturmes im Bahnhof der Stadt Köthen im Kreis Anhalt-Bitterfeld.
Auf dem Bahnhof in Köthen werden noch bis Mai 2020 keine Züge fahren. Bildrechte: dpa

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 06. November 2019 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. November 2019, 14:37 Uhr

5 Kommentare

Suedharzer vor 1 Wochen

1994 haben viele Bürger die Privatisierung von Bahn und Post befürwortet!
Juhuuu endlich Schluss mit der Gammelei im Öffentlichen Dienst, weg mit verbeamteten Lokführern - die verdienen eh zu viel und machen nix!
Wasserwirtschaft, Abfallbeseitigung, Krankenhäuser - alles Privatisiert. Und die Menschen jammern "wenig Qualität für viel Geld" Und so zieht es sich bis heute durch den gesamten öffentlichen Sektor.
Polizei, Zoll, Kommunen, Lehrer, Hochwasserschutz, Straßenmeistereien, Autobahnmeistereien (Winterdienst) etc. alles heruntergefahren bis unter die Schmerzgrenze.
Als nächstes kommt 2021 die Autobahn GmbH + PKW Maut in naher Zukunft.
Öffentliche Straßen als Spekulationsobjekt für Banken und Versicherungen. Straßenbetriebsdienst "made by Jedermann".
Und die Bürger schreien weiter juhuuuuu. Die verdienen viel zu viel..... NEID x 100%. Die Wahrheit lässt sich in allen TVÖD Lohntabellen nachlesen - für Jedermann zugänglich im Internet und natürlich in den Portemonnaies der Bürger.

Frank vor 1 Wochen

Bis vor kurzem war man noch davon ausgegangen, dass die Strecke ab dem 15. Dezember 2019 wieder befahrbar sein würde. Nun also nochmal ein halbes Jahr dran. Ob es dabei wohl bleiben wird ? Ich habe da meine Zweifel. Das alles erinnert langsam immer mehr an unseren Berliner Vorzeigeflughafen BER. Was aber das wirklich richtig fantastisch an diesem ganzen Bahnschlamassel ist, ist, dass die Gehälter einiger Bahnvorstände um ein Drittel steigen sollen, auf 585.000 Euro im Jahr. Wie es aus Aufsichtskreisen heißt, plant der Vorstand für einige seiner Mitglieder ein Plus von knapp 30 Prozent. Damit würde das Gehalt einiger Bahnvorstände von 400.000 auf 585.000 Euro jährlich steigen. Der MDR berichtete bereits darüber. Endlich wird nun auch jeder nach seiner erbrachten Leistung entlohnt. Verdient haben es sich ja unsere Leistungsträger im Bahnvorstand, oder ?

Monazit vor 2 Wochen

Mir ist ist egal, wenn die Bahn von was wusste. Die Renovierung ist eine Investition in die Zukunft. Jeder, der schonmal von Halle nach Magdeburg gefahren ist, oder in Köthen umsteigen muss, weiß, dass es dieser Bahnknoten auch bitter nötig hat.

So eine grundhafte Instandhaltung und Erneuerung mach man vielleicht alle 100 Jahre. Da ist ein halbes Jahr Verzögerung zwar ärgerlich, aber in jedem Fall besser, als rumzuschludern, um um jeden Preis pünktlich fertig zu werden.

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