Landkreis Anhalt-Bitterfeld Traktor geborgen - Navi führte ihn gegen Strommast

Nachdem am Mittwoch ein Traktor auf einem Feld bei Wulfen gegen einen Strommast geprallt war und sich verkeilt hatte, heißt es aufatmen. Das Fahrzeug konnte am Donnerstag geborgen werden. Ursache für den Unfall war offenbar ein Fehler im Navigationsgerät.

Der verunglückte Traktor im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist geborgen. Wie Bauleiter Ulf Puder sagte, war die Lenkstange des Treckers gebrochen und musste erstmal aufwendig repariert werden. Ungewiss sei außerdem gewesen, ob der Mast stehen bleibt, wenn der Schlepper rausfährt. Aber es habe alles geklappt und ging besser als vorher gedacht.

Grund für den Unfall soll nach ersten Informationen ein Fehler im Navigationsgerät des Traktors gewesen sein. Denn dieser fährt selbstständig seine vorher programmierten Bahnen ab.

Der Traktor war am Mittwoch bei Wulfen auf freiem Feld gegen einen Hochspannungsmast geprallt. Der Fahrer hatte den Strommast offenbar erst bemerkt, nachdem er hinein gefahren war. Aufgrund des Aufpralls drohte der tonnenschwere Koloss auf den Traktor zu stürzen.

Mast wurde aufwendig stabilisiert

Männer manövrieren Traktor unter Strommast weg
Beim Rausmanövrieren war Präzision gefragt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die anschließende Bergung gestaltete sich schwierig: Da der Traktor sich mit dem Stahlgerüst verkeilt hatte, fungierte er wie eine Stütze und konnte nicht einfach herausfahren. Deshalb musste der Hochspannungsmast erstmal aufwendig mit Seilen gesichert werden.

Für Bauleiter Puder war das jedoch fast schon Routine. Er habe solche Dinge schon öfter gesehen. "Letztes Jahr im Herbst haben wir einen Rüben-Roder befreit. Da war aber der ganze Mast raufgefallen".

Die Hochspannungsleitung steht, nachdem sie kurz abgeschaltet wurde, wieder unter Strom und versorgt rund 7.000 Anwohner in Aken. In den kommenden Monaten soll der Mast abgerissen und durch einen neuen ersetzt werden.

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Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 21. Februar 2019 | 12:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Februar 2019, 20:46 Uhr

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10 Kommentare

22.02.2019 17:32 Leser 10

Ich staune hier immer wieder über Besserwisser.

22.02.2019 14:19 Andreas Behling 9

So ein Strommast ist ja auch ganz schwer zu erkennen. ;-)

22.02.2019 13:38 kein Otto 8

Man sehe sich mal Luftbilder von einem Bördeacker an, beispielsweise in Magdeburg Diesdorf zweischen Döllweg und Niederndodeleber Straße (genauer: 52.1337545,11.55489,715). Da sieht man sehr schön daß die Fahrspuren auf den Feldern durch eine automatische oder maschinelle Steuerung zustande kommen. Um die dort stehenden Masten sind dabei fast kreisrunde Spuren zu sehen.

Da kann ich mir schon vorstellen. daß der Traktorfahrer den Mast nicht per Hand angesteuert hat. Aufgepaßt hat er anscheinend aber auch nicht richtig, was sein Traktor da so veranstaltet.