Eine Person wirft einen Wahlzettel in eine Wahlurne.
Wahltag: In Teilen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld wird die Kommunalwahl am Sonntag wiederholt. Betroffen sind rund 25.000 Wahlberechtigte. (Symbolbild) Bildrechte: imago/epd

25.000 Wahlberechtigte Nachgeholte Kommunalwahl in Anhalt Bitterfeld: CDU vor Linke und AfD

Eigentlich liegen die Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt schon knapp vier Monate zurück. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld waren am Sonntag trotzdem rund 25.000 Frauen und Männer aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. In einigen Bezirken war die Wahl im Mai kurzfristig abgesagt worden. Von dem Ergebnis hängt ab, wie sich der Kreistag künftig zusammensetzt.

Eine Person wirft einen Wahlzettel in eine Wahlurne.
Wahltag: In Teilen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld wird die Kommunalwahl am Sonntag wiederholt. Betroffen sind rund 25.000 Wahlberechtigte. (Symbolbild) Bildrechte: imago/epd

Nach Auszählung aller Stimmen bei den nachgeholten Kommunalwahlen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld sieht das vorläufige Endergebnis wie folgt aus: Die CDU liegt mit 28 Prozent vorne. Dahinter folgen knapp aufeinander DIE LINKE mit 19,8 und die AfD mit 19,2 Prozent. Die Freien Wähler holen 12,2 Prozent der Stimmen. Die SPD (9,7 Prozent), BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (4,9 Prozent) und FDP (3,3 Prozent) landen abgeschlagen dahinter.

Der stellvertretende Kreiswahlleiter René Rosenfeldt sprach gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT von einer geringern Beteiligung als bei der Wahl 2014. Nach gegenwärtigem Stand lag sie bei 36,9 Prozent. Etwa 25.000 Menschen waren wahlberechtigt.

Blick auf einen Platz mit Springbrunnen in Aken (Elbe)
Aken (Elbe) liegt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die Bewohner der Stadt sind Sonntag auch zur Wahl aufgerufen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Menschen in Aken und Südliches Anhalt waren aufgerufen, ihre Stimme für den Kreistag abzugeben. In der Gemeinde Osternienburger Land wurden darüber hinaus die abgesagte Gemeinderatswahl und die abgesagte Wahl des Ortschaftsrats Osternienburg nachgeholt. In Glauzig ist der Ortschaftsrat gewählt worden. Insgesamt standen 14 Parteien und Bündnisse zur Wahl.

Absage wegen AfD-Kandidat

In den betroffenen 55 Bezirken war die Kommunalwahl zum eigentlichen Termin Ende Mai abgesagt worden. Grund war, dass ein Kandidat der AfD nicht hätte aufgestellt werden dürfen. Der Mann war in der Vergangenheit wegen einer Straftat verurteilt worden und hatte deshalb die sogenannte Wählbarkeit verloren. Die ist im Kommunalwahlgesetz des Landes geregelt. Als der Fehler auffiel, wurde die Abstimmung in dem Wahlbereich kurzfristig abgesagt.

Wie der Kreistag von Anhalt-Bitterfeld künftig zusammengesetzt ist, entscheidet sich also erst am Sonntag. Bislang werden die Geschäfte von den alten Abgeordneten weitergeführt. In anderen Landkreisen und kreisfreien Städten haben die neugewählten Gremien ihre Arbeit dagegen bereits aufgenommen.

Quelle: MDR/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 22. September 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. September 2019, 21:54 Uhr

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