Zwei Männer mit verdeckten Gesichtern sitzen neben Anwalt an Tisch.
Zwei der Angeklagten beim Prozessauftakt Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Landgericht Magdeburg Mordprozess nach Bluttat in Bernburg

Sie sollen im Juni in Bernburg eine Frau gequält und aus Mordlust getötet haben. Jetzt stehen die vier mutmaßlichen Täter vor Gericht. In Magdeburg hat am Freitag der Prozess vor dem Landgericht begonnen.

Zwei Männer mit verdeckten Gesichtern sitzen neben Anwalt an Tisch.
Zwei der Angeklagten beim Prozessauftakt Bildrechte: MDR/Tom Wunderlich

Unter großem Medieninteresse hat am Freitag am Landgericht Magdeburg ein Mordprozess gegen drei Männer und eine Frau begonnen. Gerichtssprecher Christian Löffler sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Staatsanwaltschaft werfe den Angeklagten heimtückischen Mord vor. Die Motive seien noch unbekannt und müssten im Laufe der Verhandlungen geklärt werden.

Vor Gericht stehen zwei Männer im Alter von 20 und 21 Jahren, eine 34-jährige Frau und deren 16 Jahre alter Sohn. Sie sollen im Juni in Bernburg eine 39-Jährige zu Tode gequält haben. Wie Gerichtssprecher Löffler weiter sagte, sollen die Täter das Opfer geschlagen und mit einem Messer auf die Frau eingestochen haben. Man habe ihr die Haare abrasiert und Ertrinken simuliert.

Opfer und Täter kannten sich offenbar

Die Polizei war kurz nach der Tat davon ausgegangen, dass sich das spätere Opfer, der 16-Jährige und dessen Mutter in der Wohnung eines Bekannten getroffen hatten. Dort soll es zum Streit zwischen dem mutmaßlichen Täter und dem Opfer gekommen sein. Die Auseinandersetzung gipfelte laut Polizei in "massiven Gewalthandlungen des Jugendlichen gegenüber der Frau". Sie wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und starb wenig später an ihren Verletzungen.

Festnahmen kurz nach der Tat

Kurz nach der Tat hatte die Polizei den 16-Jährigen festgenommen. Gegen den Jugendlichen aus dem Salzlandkreis wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft in der Jugendhaftanstalt Raßnitz. Nur ein paar Tage später hatte es drei weitere Festnahmen gegeben. Die Polizei hatte schon im Sommer vermutet, dass es sich um Komplizen des 16-Jährigen handelt, der zunächst allein als Verdächtiger gegolten hatte.

Weitere Vorwürfe gegen 16-Jährigen

Der 16-Jährige soll am Abend vor der Tötung der Frau einen heute 63-Jährigen mit Fäusten und einem Gegenstand geschlagen, schwer verletzt und versucht haben, ihn zu töten. Inwieweit beide Ereignisse zusammenhängen, blieb am ersten Verhandlungstag zunächst offen.

Bis auf den 16-Jährigen, haben alle Angeklagten angekündigt, sich später zu den Vorwürfen entweder selbst oder über ihren Verteidiger äußern zu wollen.

Quelle: MDR/jw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 07. Dezember 2018 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Dezember 2018, 14:05 Uhr

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6 Kommentare

08.12.2018 13:59 lummox 6

nationalität ist nur eine einbildung, gefördert von kirche und politik, also ist das mit den "Bio-Deutschen" ein zeichen ihres verkorksten menschenbildes, denn es gibt nur eine sorte homo sapiens.

08.12.2018 11:18 lummox 5

@1 "Yangjie Li" – mir läuft immer noch ein grausiger schauer über den rücken wenn ich daran denke. noch übler wird mir wenn ich daran denke das eine frau darin involviert war und als weitere steigerung aus welchen umfeld diese leute stammen. also um ihre enschätzung zu erweitern, auch nicht das geschlecht bestimmt darüber "ob ein Mensch zum Mörder wird oder nicht". außerdem muß man sich fragen wer sich so alles im polizeidienst tummelt. zum thema zurück. was tun mit solchen leuten? fernsehverbot, ha ha witzig, wofür gibt's noch die FSK :)

07.12.2018 22:31 Mediator 4

Ein schweres Tötungsverbrechen.

Sowas kann hoffentlich nur zu einer hohen Haftstrafe führen.
Immerhin ist der Täter nicht der übliche Migrant mit ach so schlechter Kindheit.

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