Fund in Bernburg Im Garten entdeckt: Urzeit-Fossil kommt ins Museum

Der Schädelrest eines urzeitlichen Lurchs kann bald im Museum in Magdeburg bestaunt werden. Das Fossil ist in einem Garten in Bernburg entdeckt worden und gilt als kleine Sensation.

Der versteinerte Oberkiefer eines Dachschädellurchs der Gattung Parotosuchus
Der versteinerte Oberkiefer des Dachschädellurchs kommt jetzt ins Museum. Bildrechte: dpa

Ein urzeitliches Fossil aus Bernburg gehört nun dem Museum für Naturkunde in Magdeburg. Wie das Haus mitteilte, fanden ein Vater und sein Sohn den Schädelrest des Dachschädellurchs bei Arbeiten in ihrem Garten. Sie meldeten die ungewöhnliche Entdeckung demnach dem Museum.

Schädelrest eines Riesenlurchs

Bei dem Fossil handelt es sich um einen mehr als 245 Millionen Jahre alten, knapp 22 Zentimeter langen Oberkieferrest eines Riesenlurchs. Der komplette Schädel hatte den Angaben zufolge vermutlich eine Länge von etwa 30 Zentimetern. Das Tier war insgesamt schätzungsweise 1,50 Meter lang.

Abbildung eines urzeitlichen Amphibs.
Der Riesenlurch war vor 245 Millionen Jahren in Bernburg heimisch. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach Jahrzehnten ohne neue Belege für frühe Amphibien aus dem Bernburger Raum stellt der Fund eine kleine Sensation dar, hieß es vom Museum. Insgesamt gebe es aus der Gegend nur wenige Funde. Dies sei der sechste, der nun im Museum in Magdeburg gezeigt werde.

Zufallsfund im Garten

Wie MDR SACHSEN-ANHALT im Gespräch mit den beiden Findern erfuhr, sollte der Stein mit dem Schädelrest beim Teichbau für eine neue Mauer herhalten. Sie hätten einen großen Sandsteinhaufen nach Material durchsucht und dabei den Stein gefunden.

Sohn und Vater stehen in Museum nebeneinander.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wir haben den Stein rumgedreht und gesehen, dass da was ist. Dass es was ist, war uns schon klar, aber was genau … dann haben wir ein Foto gemacht und noch am selben Tag zum Museum geschickt. Zwei Tage später kam die Antwort.

Tom Michel, Vater

Wie das Museum mitteilte, meldeten sich regelmäßig Finder. Entweder stünden sie schon mit ihrem Fund vor der Tür oder riefen an. In jedem Fall bräuchten die Mitarbeiter mindestens ein Foto vom Fundstück, um es beurteilen zu können.

Quelle: dpa, MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 05. Juli 2019 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Juli 2019, 15:43 Uhr

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