Eine Muttersau liegt in einem Schweinemastbetrieb auf der Seite, so dass ihre Ferkel an ihren Zitzen trinken können.
Viel Platz haben Säue und Ferkel in solchen Betrieben wie dem Schweinehochhaus offenbar nicht. (Symbolfoto) Bildrechte: MDR/Karsten Heuke

Unangekündigte Kontrolle Mängel im Schweinehochhaus festgestellt

Bei einer unangekündigten Kontrolle des Landkreises im sogenannten Schweinehochhaus in Maasdorf sind Mängel festgestellt worden. Diese betreffen die Haltung der Tiere, die Tierhygiene und den Umgang mit kranken Tieren. Der Betreiber wurde aufgefordert, die Mängel innerhalb einer Frist zu beheben.

Eine Muttersau liegt in einem Schweinemastbetrieb auf der Seite, so dass ihre Ferkel an ihren Zitzen trinken können.
Viel Platz haben Säue und Ferkel in solchen Betrieben wie dem Schweinehochhaus offenbar nicht. (Symbolfoto) Bildrechte: MDR/Karsten Heuke

Die Betreiber des Schweinehochhauses in Maasdorf bei Köthen müssen die Haltungsbedingungen der Tiere verbessern. Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat nach einer unangekündigten Kontrolle eine Ordnungsverfügung erlassen. Ein Sprecher teilte mit, bei der umfänglichen Kontrolle des Gesamtbestandes seien Mängel in der Haltung festgestellt worden. Auch der Umgang mit kranken Tieren, die Hygiene und die Dokumentation seien nicht in Ordnung.

Straftatbestand wird geprüft

Die Mängel sollten nun innerhalb einer festgesetzten Frist beseitigt werden. Sollte der Betreiber dem nicht nachkommen, droht den Angaben zufolge ein Zwangsgeld. Des Weiteren werde der Landkreis infolge der festgestellten Mängel ein Bußgeldverfahren einleiten. Zudem werde geprüft, ob es sich bei den Verstößen um Straftaten handle. Vier getötete Ferkel wurden deshalb zur pathologischen Untersuchung nach Stendal gebracht.

Tierschützer hatten in dieser Woche Videomaterial veröffentlicht, das mit versteckten Kameras in dem Schweinehochhaus gefilmt wurde. Die Aktivisten werfen dem Betreiber vor, dass die Schweine in der Anlage getreten und geschlagen würden. In dem Schweinehochhaus in Maasdorf werden auf sechs Etagen etwa 3.000 Tiere gehalten.

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Quelle: MDR/ahr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 16. März 2018 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. März 2018, 16:21 Uhr

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7 Kommentare

18.03.2018 12:47 Mathias Kolbe 7

Na, durch den Druck, bedingt durch Medienpräsenz,stellt man nun docj ein paar Mängelchen fest. Die Sache wird aber abgetan mit Zahlung einer Geldstrafe. Das war's dann mal wieder.
Man sollte mal die Hintergründe näher beleuchten. Wer steht hinter diesen Sauereien, wer protegiert diesen mit allen Wassern gewaschenhen Betreiber der Anlage? Hier drängt sich förmlich auf, dass hier die Politiker &Co ihre schmutzigern Finger im Spiel haben und kräftig in der Gülle mit herumrühren. Das hier Veterinäramt u.a. nichts festgestellt haben sollen, stinkt doch danach und bis zum Himmel. Das Politik, Justiz etc in Sachsen-Anhalt mit Kriminellen und sogar mit Mafia-Banden kuschelt, ist doch wirklich nicht neu. In Halle /Saale deckt die Staatsanwaltschaft verbrecherische Albaner , die im illegalen Zuhältermilieu kräftig mitmischen. Trotz eindeutiger Beweise, dass einige Mitglieder mit falscher Identität und falscher Staatsbürgerschaft ihr Unwesen treiben, wird überhaupt nichts unternommen.

17.03.2018 11:09 Bingo 6

Ein "Schweinehochhaus" ist warscheinlich nicht Art-gerecht, fragt sich ob ein Hochhaus für Menschen Art-gerecht ist ?? Ich glaube nicht...

17.03.2018 10:05 Leser 5

Mich würde mal interessieren, wo die toten Tiere entsorgt werden und welcher Schlachthof die äußerlich erkennbar kranken Tiere geliefert bekommt. Die sind da nicht besser als der Lieferant selbst. Alle schauen weg. Es zählt nur das Geld.