Katastrophe von 1968 Denkmal erinnert an Opfer des Chemieunglücks in Bitterfeld

In Bitterfeld ist am Donnerstag ein Denkmal für die Opfer des Chemieunglücks vor 51 Jahren eingeweiht worden. Bei einer Explosion im Elektrochemischen Kombinat am 11. Juli 1968 verloren 42 Menschen ihr Leben. Mehr als 270 Menschen wurden verletzt. 

Das Edelstahl-Denkmal ist zwei Meter hoch und sieht aus wie ein Rohr. Auf einem Messingschild sind die Namen der Menschen eingraviert, die bei dem Unglück zu Tode kamen. Oberbürgermeister Armin Schenk sagte, es sei wichtig, die Erinnerung an die Opfer und den Einsatz von unzähligen Helfern zu bewahren.

Explosion im PVC-Werk Gedenkveranstaltung in Bitterfeld

Menschengruppe steht um ein Denkmal herum.
Ein Denkmal erinnert jetzt am Chemiepark in Bitterfeld an die Opfer des Unglücks von 1968. Bildrechte: MDR/Grit Lichtblau
Menschengruppe steht um ein Denkmal herum.
Ein Denkmal erinnert jetzt am Chemiepark in Bitterfeld an die Opfer des Unglücks von 1968. Bildrechte: MDR/Grit Lichtblau
Fünf Männer stehen mit gebeugtem Kopf vor einem Denkmal.
Das Denkmal ist ein gut zwei Meter hoher Edelstahlzylinder, der aussieht wie ein großes Rohr. Bildrechte: MDR/Grit Lichtblau
Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung stehen am Chemiepark an einem Denkmal. Eine Stele erinnert an die Opfer des Chemieunglückes vom 11.07.1968.
Auf Messingschildern sind die Namen der Toten eingraviert. Bildrechte: dpa
Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung legen am Chemiepark Blumen an einem Denkmal ab.
Zahlreiche Zeitzeugen waren gekommen, viele sichtlich bewegt. Bildrechte: dpa
Ein Kranz liegt bei einer Gedenkveranstaltung am Chemiepark an einem Denkmal.
Oberbürgermeister Armin Schenk sagte, es sei wichtig, die Erinnerung an die Opfer und den Einsatz von unzähligen Helfern zu bewahren.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 11.07.2019 | 12:30 Uhr
Quelle: MDR/ahr
Bildrechte: dpa
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Zu DDR-Zeiten galt die Region Bitterfeld-Leuna mit maroden Chemiebetrieben und Braunkohletagebauen als die verschmutzteste in Europa. Im Zuge des Strukturwandels entstand nach dem Mauerfall ein Chemiepark mit neuen Firmen und Anlagen. Der Braunkohlebergbau wurde stillgelegt.

Quelle: MDR/ahr,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 11. Juli 2019 | 12:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2019, 17:21 Uhr

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4 Kommentare

13.07.2019 13:58 Roswitha 4

Ich war zu der Zeit Lehrling in Oranienbaum. Als wir mit dem Fahrrad nach Hause fuhren, war der Himmel trüb. Wir sahen dann vom Fenster aus gelbgraue Wolken und es roch fürchterlich.(tagelang) Es gab aber keine richtigen Nachrichten. Nur die Mitarbeiter gaben Infos unter vorgehaltener Hand. Das Denkmal ist eine gute Sache. Eben sehr spät.

12.07.2019 23:57 Angelika 3

" bischen " lange gewartet....war grade in der Ausbildung als Plastfacharbeiter und hatten an diesem Tag Schule in Gölzau, " Orbitaplast"......werde es NIE vergessen....

12.07.2019 08:44 Leser 2

@1. Das war auch mein Gedanke, als ich den Beitrag gestern im MDR Fernsehen sah.

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