Millionen-Investition Sandersdorf-Brehna bekommt hochmoderne Papierfabrik

140 neue Arbeitsplätze sollen in Sandersdorf-Brehna durch den Bau einer neuen Papierfrabrik entstehen. Ein Investor zahlt dafür 375 Millionen Euro. Die Fabrik soll ab 2020 den Betrieb aufnehmen.

Ein Schichtleiter der Progroup AG steht in der Papierfabrik im brandenburgischen Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) vor einer riesigen Rolle mit Wellpapperohpapier
Das Unternehmen will in der Fabrik Wellpapperohpapier herstellen, wie bereits im brandenburgischen Eisenhüttenstadt (Oder-Spree). Bildrechte: dpa

In Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld soll eine große Papierfabrik entstehen. Wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte, will ein Unternehmen aus Rheinland-Pfalz dafür 375 Millionen Euro investieren. Entstehen sollen dadurch 140 neue Arbeitsplätze.

Der Investor Progroup will laut Ministerium in der Fabrik ab 2020 aus Altpapier Wellpappenrohpapier herstellen lassen. Baustart soll Anfang kommenden Jahres sein. Im zweiten Halbjahr 2020 soll alles fertig sein. Das Land Sachsen-Anhalt fördert die Ansiedlung mit 7,5 Millionen Euro.

Ausschlaggebend für den Standort Sandersdorf-Brehna waren laut Progroup-Vorstandsvorsitzendem Jürgen Heindl vor allem die gute verkehrstechnische Anbindung sowie die hohe industrielle Kompetenz der Region. Das Gesamtprojekt sieht neben der Errichtung der Papierfabrik in einem zweiten Schritt auch den Bau eines Kraftwerks vor, das die neue Anlage mit Dampf und Strom versorgen soll.

Attraktiver Wirtschafts- und Industriestandort

Als überaus erfreuliche Botschaft für die gesamte Region Anhalt-Bitterfeld sieht Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) die Investition.

Der neu gewählte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) freut sich am 23.11.2016 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) über die Glückwünsche nach seiner Vereidigung im Landtag von Sachsen-Anhalt.
Wirtschaftsminister Armin Willingmann Bildrechte: dpa

Die Errichtung der hochmodernen Papierfabrik wird der wirtschaftlichen Entwicklung hier zusätzlichen Schwung geben.

Zudem sprach er von einem deutlichen Fingerzeig für die hohe Attraktivität des Wirtschafts- und Industriestandortes Sachsen-Anhalt.

Progroup hat sich bereits mit einer Papierfabrik in Burg im Jerichower Land niedergelassen. Dort sind rund 280 Mitarbeiter beschäftigt. Auch an diesem Standort plant Progroup weitere Investitionen.

Quelle: MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 13. Mai 2018 | 15:59 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Mai 2018, 16:28 Uhr

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2 Kommentare

17.05.2018 13:15 Gleisanschluss 2

"Gute verkehrstechnische Anbindung " ?

Viel Spaß vor Ort mit den
LKW-Kolonnen!

17.05.2018 08:44 Der Lange 1

Sandersdorf-Brehna bekommt nicht nur eine Papierfabrik, sondern auch eine "Anlage". Hier handelt es sich um ein EBS-Kraftwerk, also eine Müll- oder Abfallverbrennung. EBS = Ersatzbrennstoff.
Da freu´n wir uns aber.
Noch Fragen, Kienzle?