Fördermittel Land will Neustart im "Solar Valley" unterstützen

Der geplante Neustart der Solarzellenproduktion im "Solar Valley" soll vom Land finanziell unterstützt werden. Wirtschaftsminister Willingmann sprach von einer Chance für den Standort Bitterfeld-Wolfen.

Ein Schild weist an einer Straße vor einem Solarpark zum «Solar Valley» in Bitterfeld-Wolfen
Bekommt das "Solar Valley" in Bitterfeld Wolfen eine zweite Chance? (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Sachsen- Anhalt will den Neustart der Solarzellenproduktion im "Solar Valley" auch finanziell unterstützen. Wirtschafsminister Armin Willingmann (SPD) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man sei bereit, Unterstützung bei Forschung und Entwicklung zu leisten. Es seien Fördermittel in Aussicht gestellt – auch für Investitionsmaßnahmen.

Wieviel Fördergeld es gibt, ist laut Willingmann noch nicht zu beziffern. Das Schweizer Maschinenbau-Unternehmen Meyer Burger hat angekündigt, ab dem kommenden Jahr Solarenergie-Technik in Thalheim im Kreis Bitterfeld-Wolfen zu produzieren – in den ehemalige Produktionsstätten der Pleite gegangenen Solarfirma Sovello.

Erstklassige Fachkräfte vor Ort

Armin Willingmann
Sachsen-Anhalts Wirtschafsminister Armin Willingmann Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Für den Standort Bitterfeld-Wolfen ist der Neustart nach Ansicht Willingmanns eine gute Nachricht und verspricht zusätzliche Arbeitsplätze. Man verfüge am Standort über erstklassige Fachkräfte. Durch die beiden Universitäten und vier Hochschulen für angewandte Wissenschaften sieht der Minister eine wissenschaftliche Begleitung. Das spiele nicht nur für den Fachkräftebedarf eine wichtige Rolle, sondern auch für Forschung- und Entwicklungsprojekte. Er könne sich vorstellen, dass mit den Arbeitsplätzen am Standort auch wieder eine höhere Attraktivität für Menschen bestehe, nach Sachsen-Anhalt und die Region zurückzukehren.

Der Oberbürgermeister von Bitterfeld-Wolfen, Armin Schenk, hatte sich nach Bekanntwerden vergangene Woche erfreut gezeigt, dass die monatelangen Verhandlungen mit dem Investor ein erfolgreiches Ende genommen hätten. Er sagte MDR SACHSEN-ANHALT , er sei überzeugt von dem Projekt, da das Unternehmen die neueste Technologie für Solartechnik mitbringe.

Mehr als 3.000 Arbeitsplätze

Meyer Burger plant parallel auch im sächsischen Freiberg Solar-Technik herzustellen. Produktionsstart unter den Dächern der ehemaligen Fertigungsstätten in Freiberg und Bitterfeld-Wolfen soll im ersten Halbjahr 2021 sein. Mehr als 3.000 Arbeitsplätze sollen langfristig an beiden Standorten entstehen. Das Unternehmen Meyer Burger – bisher Maschinenbauer – will künftig Solaranlagen für Dächer, aber auch für kleinere Kraftwerke bauen. Es sind Investitionen von bis zu einer Milliarde Euro geplant.

Quelle: MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 17. Juli 2020 | 05:00 Uhr

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