Fridays für Future Dessauer Schüler sammeln Müll für die Umwelt

Freitags gehen tausende junge Menschen für den Klimaschutz auf die Straße. Eine Dessauer Schülergruppe hat jetzt statt zu demonstrieren, Müll in der Innenstadt aufgesammelt. Die Schüler wollen damit ein zeichen setzen.

Moritz Mattern, Melissa Yarseko und Emi Pflug, Teilnehmer der Ortsgruppe Dessau der Schülerbewegung "Fridays for Future", nehmen an der Müllsammelaktion im Stadt- und Schillerpark teil.
"Clean up" hieß die Aktion der Dessauer Schüler, die am Freitag den Straßenmüll entfernten. Bildrechte: dpa

Putzen für den Klimaschutz: Das hat sich eine Dessauer Schülergruppe als Motto gesetzt. Motiviert von der Bewegung "Fridays for Future" haben Schüler aus Dessau eine Putzaktion gestartet. Am Freitag haben sie sich zum Müllsammeln als Zeichen für Umweltbewusstsein versammelt.

Ein Dutzend Teilnehmer haben sich am Freitagnachmittag in der Innenstadt getroffen. Am Dessauer Bahnhof, im Schillerpark und im Stadtpark haben sie liegengebliebenen Abfall aufgesammelt.

Wir wollen weg vom reißerischen Schulzeit-Thema.

Saskia Pfalz aus Dessau

Ziel der Aktion sei es, zu zeigen, dass es den Aktivisten nicht um das Schulschwänzen gehe, so die Organisatoren. "Wir wollen weg vom reißerischen Schulzeit-Thema", sagte Saskia Pfalz vom Organisationsteam. Außerdem wollten sie zeigen, dass Zigarettenstummel nicht auf die Straße oder in den Park gehörten. Müllsäcke und -greifer seien ihnen dafür von der Stadtreinigung gestellt worden.

"Fridays für Future"-Bewegung

Bundes- und europaweit protestieren Schüler freitags für mehr Umwelt- und Klimaschutz. Dabei stehen die Jugendlichen regelmäßig in der Kritik den Schulunterricht zu verpassen oder nicht zur Tat zu greifen. Weiterer Hintergrund der Aktion der Dessauer Gruppe ist eine Petition, die die Aktivisten dem Stadtrat Dessau-Roßlau vorlegen wollen. Darin sprechen sie sich unter anderem für einen Ausbau der Radwege und eine verbesserte Abfallvermeidung aus.

Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 29. März 2019 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. März 2019, 18:04 Uhr

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20 Kommentare

31.03.2019 17:20 Bernd L. 20

Fakt, Eulenspiegel:
In China (dem größten Co2 Produzenten, das derzeit über 300 neue Kohlekraftwerke baut) haben insgesamt 1000 Schüler demonstriert, in Japan (baut auch neue Kohlekraftwerke) 100 -das sind ja tolle Massenbewegungen! Kein anderes Industrieland ist so blöd, aus Kohle und Atom auszusteigen.
Die Chinesen haben einen höheren IQ als wir.-

Interessant wäre, was unsere Bildungsministerin zur Verletzung der Schulpflicht sagt. S-A Minister Tullner hat sich klar geäußert.

31.03.2019 11:21 Mane 19

Wenn einer der Meinung ist,das,Demo hilft,der glaubt am Weinachtsmann.Deutschland ist mit die Ursache bei Luftverschmutzung. Warum, kann sich jeder selber erklären!

30.03.2019 23:21 Fakt 18

@Bernd L., #15:

Erstens haben die Schüler am Nachmittag Müll gesammelt, wie man eigentlich dem Artikel entnehmen kann und somit nicht "geschwänzt", was für manchen ja offenbar eine schwere Straftat sein muss.
In China gibt es beispielsweise in Hongkong die "Fridays for Future"-Proteste. Wo noch überall? Googeln hilft - dazu werden Sie ja sicherlich in der Lage sein.

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