Kleidung, Werkzeug, Elektrogeräte Polizei findet 20 Tonnen gestohlene Gegenstände in Dessau

In einem Wohnhaus in Dessau hat die Polizei säckeweise Diebesgut entdeckt. 20 Tonnen Elektrogeräte, Haushaltswaren und Spielzeug sind sichergestellt worden. Gesamtwert: nach erster Schätzung mehrere hunderttausend Euro.

Zwei Polizisten stehen vor einem Berg Plastiktüten, in denen sich gestohlene Waren befinden
Die gestohlenen Gegenstände waren in etwa 1.700 Tüten im Wohnhaus gelagert. Bildrechte: Polizeiinspektion Dessau-Roßlau

Die Polizei in Sachsen-Anhalt hat im Wohnhaus einer Frau in Dessau-Roßlau etwa 20 Tonnen Diebesgut entdeckt. Sämtliche Räume waren bis fast unter die Decke mit etwa 1.700 Einkaufstüten, Müllsäcken und Taschen voll mit gestohlenen Waren zugestellt, wie die Polizei in Dessau am Freitag mitteilte.

Beim Diebesgut handelt es sich demnach um größtenteils originalverpackte Hygieneartikel, Kleidung, Haushaltswaren, Spielzeug, Elektrogeräte und Werkzeug. Es seien mehrere Lastwagenladungen nötig gewesen, um alles zum Polizeirevier zu transportieren. Die Polizei schätzt, dass der Gesamtwert der gestohlenen Gegenstände bei mehreren hunderttausend Euro liegt.

Gegen die 44-Jährige wird seit längerem wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Diebstahls ermittelt. Sie wird verdächtigt, in den vergangenen Jahren an unterschiedlichen Tatorten gestohlen zu haben. Die Polizei wolle nun herausfinden, wo genau die Gegenstände gestohlen wurden, sagte der Dessauer Staatsanwalt Frank Pieper. In einer ersten Anhörung hat die Frau laut Polizei die Diebstähle gestanden.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 20. November 2020 | 16:30 Uhr

4 Kommentare

Magdeburg vor 6 Tagen

Wau. Das hat auch schon was Messiehaftes + Krankhaftes. So richtig Gewerbsmäßig scheint das nicht zu sein. Aber 20 Tonnen das ist schon fast ne Leistung.

flaeming_der_alte vor 6 Tagen

Ja, Kleptomanie ist eine anerkannte Krankheit und somit wird der Gutsten in unserem Rechtsstaat keine harte Strafe treffen.
Das sie nach 20 Tonnen geklauter Ware nicht irgendwann mal auf die Idee gekommen ist, sich Hilfe zu holen, wäre auch zuviel verlangt.

Nordharzer vor 6 Tagen

Da fehlen einem tatsächlich die Worte. 1. Warum das nie wem aufgefallen ist und 2. Dass die Frau wieder auf freiem Fuß ist, weil kein schwerwiegender Grund vorliegt. Als ob 20t nicht schwer genug sind.

Mehr aus Dessau-Roßlau, Anhalt und Landkreis Wittenberg

Mehr aus Sachsen-Anhalt