SPD-Landesparteitag Budde als Spitzenkandidatin bestätigt

Katrin Budde mit einem Blumenstrauß
Bildrechte: Alexander Budweg/MDR

Die SPD in Sachsen-Anhalt hat ihrer Parteichefin Katrin Budde den Rücken gestärkt: Auf einem Landesparteitag in Wittenberg wählten die Delegierten Budde mit großer Mehrheit auf Platz eins der Liste zur Landtagswahl am 13. März 2016. Budde bekam 95 Ja- und fünf Nein-Stimmen, außerdem gab es zwei Enthaltungen. Sie war bereits im März auf einer Mitgliederversammlung zur Spitzenkandidatin gekürt worden.

Auf den weiteren Listenplätzen wurden unter anderem Rüdiger Erben, Petra Grimm-Benne, Jörg Felgner, Angela Kolb, Andreas Steppuhn, Katja Pähle und Jürgen Barth bestätigt.

Ergebnis war unsicher

Budde hatte vor der Wahl am Sonnabend noch einmal betont, dass sie auf ein klares Ergebnis hofft. Bei der regulären Wiederwahl Buddes zur Parteichefin im September hatte etwa jeder fünfte Delegierte ihr die Gefolgschaft verweigert.

Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT machte Budde auf dem Parteitag keine Aussage zu möglichen Koalitionen nach der Landtagswahl. In ihrer Rede grenzte sie sich vor allem vom bisherigen Koalitionspartner CDU ab. "Im Land herrscht Nullwachstum und der Ministerpräsident schweigt dazu", sagte sie mit Bezug auf Regierungschef Reiner Haseloff (CDU). "Der Ministerpräsident sitzt in Talkshows und versucht, den gerade erst errungenen Mindestlohn kaputtzureden", erklärte Budde.

Absage an Vorschlag der Linken

Budde erteilte in ihrer Rede Überlegungen innerhalb der Linken zur Schulpolitik eine Absage. Die SPD wolle keine neue Runde von Schulreformen, die von oben angeordnet werden. Stattdessen setze die SPD auf Gemeinschaftsschulen, die ganz nach den Bedingungen und Anforderungen vor Ort gebildet würden, sagte Budde.

Budde will nach der Landtagswahl 2016 in die Staatskanzlei einziehen. Dafür müsste die SPD stärker als die Linkspartei werden. Denkbar wäre dann eine rot-rote Regierung unter Budde. Bei der Landtagswahl 2011 war die SPD nach CDU und Linkspartei drittstärkste Kraft geworden.

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27 Kommentare

07.12.2015 22:25 Gerda 27

Selbst eher unpolitische Menschen, gerade Frauen, haben keine Lust Frau Buddes Liste zu wählen.

07.12.2015 09:51 Anhaltiner 26

Landtagswahl 2016: SPD bei lächerlichen 10-15%, die grünen Chaoten raus aus dem Landtag, die Kommunisten und die CDU mit herben Verlusten und die AfD bei 20% - und alles wäre gut!

07.12.2015 07:16 Jürgen 25

Aus dem mdr-Bericht zum CDU-Landesparteitag:"Überraschender Gast des Parteitags war DGB-Landeschef Udo Gebhardt: "Dann gib mal Gas, lieber Reiner, was ich dazu beisteuern kann, werde ich gern tun", sagte Gebhardt. Er hätte auch bei dem parallel stattfindenden SPD-Parteitag sein können. Dort würden die Genossen ihn aber sicher nicht vermissen, sagte er." - Mehr braucht man eigentlich über Chancen und Zustand der Budde-SPD nicht sagen.

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