Peter Fitzek
Peter Fitzek machte laut Urteil unerlaubt Geld mit einer eigenen Krankenkasse. Bildrechte: dpa

"König von Deutschland" Weitere Haftstrafe für Peter Fitzek

Der selbst ernannte "König von Deutschland", Peter Fitzek, ist bei einem Berufungsverfahren wegen mehrerer Taten zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Doch es laufen noch weitere Verfahren gegen den Mann. Wie hoch die Gesamtstrafe sein wird, ist noch unklar.

Peter Fitzek
Peter Fitzek machte laut Urteil unerlaubt Geld mit einer eigenen Krankenkasse. Bildrechte: dpa

Der Wittenberger Peter Fitzek ist am Dessauer Landgericht zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt worden. Wegen mehrerer Vergehen soll der selbst ernannte "König von Deutschland" zweieinhalb Jahre im Gefängnis verbringen. Die Richterin sah es am Donnerstagabend als erwiesen an, dass der 51-Jährige illegale Geschäfte mit einer Art eigener Krankenkasse gemacht hat, der "neudeutschen Gesundheitskasse".

Ohne Genehmigung habe Fitzek dabei Einnahmen von 360.000 Euro erzielt. Wie ein Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT berichtet, kämpfte Fitzek verbissen um einen Freispruch. Er hielt eine lange Rede, konnte aber nicht überzeugen.

Fitzek sitzt bereits im Gefängnis

Außerdem wurde Fitzek in zwei weiteren Verfahren schuldig gesprochen. Dabei ging es um Fahren ohne Fahrerlaubnis in mehreren Fällen. Fitzek hatte sich vergeblich auf einen angeblich gültigen Führerschein aus Paraguay berufen.

Vorherige Urteile der Amtsgerichte Dessau-Roßlau und Wittenberg wegen der verschiedenen Vorwürfe hatten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Fitzek angefochten. Sie wurden nun zusammen am Landgericht verhandelt. In erster Instanz war Fitzek wegen der Vorwürfe zu Geld- und Haftstrafen verurteilt worden.

Der Mann sitzt derzeit bereits eine fast vierjährige Haftstrafe aus einem anderen Verfahren ab. Wie lange er am Ende im Gefängnis bleiben wird, ist unklar. Denn es gibt noch weitere Verhandlungen gegen ihn, zum Beispiel wegen Urkundenfälschung und Beleidigung. Am Ende sollen alle Urteile zu einer Gesamtstrafe zusammengefasst werden.

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 10.08.2017 | 20:00 Uhr

Quelle: MDR/kb

Zuletzt aktualisiert: 10. August 2017, 20:10 Uhr

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20 Kommentare

12.08.2017 18:03 Peter Weber 20

Herr Tärre, wenn ich mir so im Netz anschaue, mit welchen Dienstleistungen und Produkten Sie selber versuchen Ihr Geld zu verdienen, wundert mich nicht, dass die Methoden von Peter Fitzek bei Ihnen so große Bewunderung hervorrufen.

12.08.2017 17:28 dtx 19

@ Wolke:

Zitat: "Ist nur seltsam, dass kein Versicherungsnehmer/Anleger beklagt. Es müssten ja eigentlich hunderte von Privatklagen laufen?!"

Und wer soll dem schlechten Geld noch gutes hinterherwerfen? Solange die Million nicht gefunden ist, die Fitzek den Anlegern mit seiner "Reichsbank" abgebnommen hat, wird jeder, der ihn zivilrechtlich verklagt, auf den Gerichtskosten und dem Anwaltshonorar sitzenbleiben, egal wie das Verfahren ausgeht.
Und selbst wenn man die Kohle fände, stehen BaFin und Justiz mit ihren Forderungen immer noch viel weiter vorn in der Reihe.
Also einfach den Leuten zubilligen, daß eine Dummheit im Leben reicht. Dann klappt das schon.

12.08.2017 15:51 Terkenheim 18

Der König der Betrüger kommt jetzt dort hin, wo er hingehört: Ab ins Gefängnis!

Da nützt ihm die eingesackte Millionensumme auch nichts mehr.