"Königliche Reichsbank" "König von Deutschland" gründet wieder eine Bank

Peter Fitzek, der selbsternannte "König von Deutschland", steigt wieder ins Bankgeschäft ein. Der Wittenberger hat seine "Königliche Reichsbank" wiedereröffnet. Fitzek plant diesmal sogar ein bundesweites Filialnetz.

Peter Fitzek, 2017
Nach fünf Jahren ohne eigene Bank hat Peter Fitzek nun seine "Königliche Reichsbank" wiedereröffnet. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Der selbst ernannte "König von Deutschland", der Wittenberger Peter Fitzek, ist wieder zurück im Bankgeschäft. In der Lutherstadt hat der 54-Jährige seine "Königliche Reichsbank" wiedereröffnet – allerdings nur online. Zuerst hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet. In dem Bericht heißt es, dass Fitzek diesmal ein bundesweites Filialnetz plant.

Wieder auf Kundenfang

Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT verspricht Fitzek seinen Bankkunden eine "erklärungsfreie und steuerfreie Wirtschaftsordnung". In der sogenannten Staatsbank des Königreiches könnten sie dazu Phantasiewährungen wie E-Mark oder Reichsmark erwerben.

Fitzeks "Königliche Reichsbank" war bereits 2014 von den Behörden geschlossen worden. Der Wittenberger saß danach wegen unerlaubter Bankgeschäfte in U-Haft, kam aber nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs wieder frei. Diesmal will es Fitzek besser machen. Laut Zeitungsbericht hat er zwei Finanzvorstände benannt.

Was wurde aus Peter Fitzek?

Der selbst ernannte "König von Deutschland" war erst im Februar 2019 aus dem Gefängnis entlassen worden. Er hatte seit November 2018 in der JVA Halle wegen Fahrens ohne Führerschein und unbefugten Betreibens eines Versicherungsgeschäfts gesessen. Allerdings wurde Fitzek nach dreieinhalb Monaten wieder freigelassen, weil ihm die Zeit, die er zuvor bereits in Untersuchungshaft verbracht hatte, auf die Strafe angerechnet worden war.

Peter Fitzek ist laut Verfassungsschutz dem Umfeld der Reichsbürgerbewegung zuzuordnen, streitet dies selbst allerdings vehement ab. Der 54-Jährige hatte 2012 auf einem ehemaligen Klinikgelände bei Wittenberg sein eigenes Königreich ausgerufen und sich selbst zum Herrscher des Reichs erklärt. Er stand bereits mehrfach vor Gericht. Das Gelände wurde 2017 über einen Insolvenzverwalter für mehr als 600.000 Euro verkauft und inzwischen zwangsgeräumt.

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Peter Fitzek
Bildrechte: imago/Robert Michael

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 15. April 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. April 2019, 17:47 Uhr

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19 Kommentare

16.04.2019 22:50 Joerg Mann 19

Last ihn doch seine Bank gründen. schlechter oder krimmineller wie die andere Bande ist eer sicherlich nicht. Und ehrlicher auf jeden Fall.

16.04.2019 20:55 Stefan (Der) 18

Weshalb zum Teufel berichtet der MDR eigentlich über so einen *%$5/ Typen? Wenn ich dies machen würde, hätte ich nicht soviel Publicity. Und noch ein Hinweis: Da warnt der MDR vor verschiedenen Tricks und Tücken mit denen Bürgern das Geld aus der Tasche gezogen wird und dann macht er hier indirekt Werbung für so einen Quatsch. Unglaublich!!11!!

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT Wir berichten auch über andere verurteile Straftäter und machen damit keine Werbung.

16.04.2019 20:18 Normalo 17

Er hat zwei Finanzvorstände ernannt? Man könnte sich eigentlich jede Berichterstattung über solche Idi... (Dingsbums Ursache ist vom gleichen Kaliber, nur mit Knarre) ersparen. Aber ehrlich, ist das Leben nicht hart genug? Auf solche Meldungen mit Unterhaltungswert sollte nicht verzichtet werden :)

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