Wölfe
Ob Wölfe für den Tod der Schafe verantwortlich sind, steht noch nicht endgültig fest. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO

Jessen im Landkreis Wittenberg Elf tote Schafe – war es ein Wolf?

Neun Lämmer und zwei ältere Schafe sind tot, mehrere verletzt. In Leipa, einem Ortsteil von Jessen im Landkreis Wittenberg, hat es vermutlich eine Wolfsattacke gegeben. Eine endgültige Bestätigung steht noch aus.

Wölfe
Ob Wölfe für den Tod der Schafe verantwortlich sind, steht noch nicht endgültig fest. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO

Bei einem möglichen Wolfsangriff bei Leipa in der der Nähe von Jessen sind elf Schafe getötet und mehrere verletzt worden. Wie die Polizei MDR SACHSEN-ANHALT bestätigte, ereignete sich der Vorfall bereits in der Nacht zu Sonntag. Zeugen wollen vier Wölfe in der Gegend um die Ortschaft Leipa beobachtet haben.

Bei den toten Tieren handelt es sich um neun Lämmer und zwei ältere Schafe. Ob tatsächlich Wölfe die Tiere gerissen haben, steht noch nicht endgültig fest. Das Wolfskompetenzzentrum in Iden in der Altmark wertet derzeit DNA-Spuren aus.

In der nur wenige Kilometer von Jessen entfernten Glücksburger Heide leben laut des Wolfs-Monitoringberichts von Sachsen-Anhalt mindestens acht Wölfe. In der Umgebung seien zwei Attacken auf Nutztiere im Reportzeitraum dem Wolf zugerechnet worden, ein Übergriff davon genetisch betätigt.

Zwölf nachgewiesene Wolfsrudel

Jedes Jahr wird der sogenannte Wolfsmonitor über die Entwicklung der Population im Land veröffentlicht. Der letzte Bericht umfasst den Zeitraum Mai 2017 bis Ende April 2018.

Karte und Übersicht der Wolfsrudel und Wölfe in Sachsen-Anhalt
Bildrechte: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt | MDR/Schörm/Paul

In Sachsen-Anhalt gibt es mit grenzüberschreitenden Rudeln zwölf nachgewiesene Wolfsrudel, zwei weniger als im Zeitraum 2016/2017. Die Zahl der Wölfe im Land war bis April 2018 von 85 auf 92 leicht gestiegen, die Rissattacken insgesamt aber zurückgegangen. Darüber informierte Umweltministerin Claudia Dalbert Ende 2018. Viele für Wölfe geeignete Lebensräume seien besiedelt. Das betreffe insbesondere den Südosten und den Nordwesten Sachsen-Anhalts, so die Ministerin.

Quelle: MDR/mp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 25. Februar 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2019, 15:29 Uhr

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16 Kommentare

27.02.2019 13:56 Rotkäppchen 16

Ich möchte endlich Schutz für Großmutter und mich!!!

27.02.2019 00:00 Aussenseiter 15

Wie handeln die Leute in Laendern mit grossen Wolfsvorkommen? Man sollte sich einmal dort informieren bevor man wieder einmal (wie so oft) eine schnelle und voreilige Entscheidung trifft.
Ich verstehe die Schaefer und Betroffenen ... mein volles Mitleid ... aber ich habe auch eine Erwartung an die sogennanten Kompetenzzetren sich dieser Sache ernsthaft anzunehmen.
Zudem sollte sich auch jeder Fragen das der Wolf sich ja langsam ausgebreitet hat. Also alle wussten es, es kommt halt nicht ueber Nacht. Was wurde bisher von ALLEN Beteiligten dazu unternommen? Einfach abschiessen loest das Problem auf Dauer nicht.
Die Natur ist nicht das Problem ... der Mensch ist es und was er aus der Natur gemacht hat.

26.02.2019 15:29 C.T. 14

Ein welchen Ländern wird sehr viel Lamm/ Schaf gegessen und kein Schwein? ... vielleicht ist das mal eine neuer Denkanstoß. Wolf als Sündenbock für die religiösen Tieropferungen unserer neuen Nachbarn...

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