Fahrplan bis zu den Sommerferien Wie der Schulunterricht in Sachsen-Anhalt nach Pfingsten weitergeht

Nach den Pfingstferien sollen Sachsen-Anhalts Grundschüler wieder ganz in den Schulen unterrichtet werden. Für ältere Schüler ist ein Wechsel aus Präsenz- und Fernlehre geplant. Ein Überblick.

Ein Schüler einer vierten Grundschulklasse schaut auf seinen Stundenplan und hat vor sich seine Schulmappe und einen Mundschutz liegen
Nach Pfingsten sollen alle Grundschüler in Sachsen-Anhalt allmählich wieder komplett in den Schulen unterrichtet werden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Grundschüler in Sachsen-Anhalt sollen nach Pfingsten allmählich wieder ganz in den Schulen unterrichtet werden. Ältere Schüler dagegen erhalten eine Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht. Das geht aus einem Erlass hervor, den das Landesbildungsministerium am Freitag an die Schulen verschickt hat.

Unterricht an Grundschulen

Am Dienstag startet an den Grundschulen zunächst ein Wechselmodell aus Präsenz- und Fernunterricht. In der darauffolgenden Woche, ab dem 8. Juni, sollen dann alle Kinder dauerhaft an die Schulen zurückkehren. Die Grundschulen sollen dann im sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb laufen.

Um weiterhin geltende Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen einhalten zu können, sollen die Schüler in Gruppen mit festen Ansprechpartnern unterrichtet werden. Die einzelnen Gruppen sollen nicht zusammentreffen, weder in Pausen noch vor oder nach dem Unterricht. Sollte es für die Unterrichtsorganisation unvermeidbar sein, dürfe der zur Eindämmung der Coronavirus-Infektionen eigentlich geltende Mindestabstand von 1,5 Metern unterschritten werden, teilte das Bildungsministerium mit. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) betonte, dass Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen weiterhin von zentraler Bedeutung seien.

Spätestens ab dem 15. Juni sollen laut Bildungsministerium alle Grundschulen zu diesem Unterrichtsmodell übergegangen sein. Der eingeschränkte Regelbetrieb gilt dann bis zu den Sommerferien, die am 16. Juli beginnen.

Herzlich willkommen zurück - Gruß an die zurückkehrenden Schüler am Eingang der Thomas-Mann-Grundschule in Berlin-Prenzlauer Berg
Spätestens ab 15. Juni sollen alle Grundschulen wieder zum Präsenzunterricht übergegangen sein. (Symbolbild) Bildrechte: imago images / Seeliger

Unterricht an weiterführenden Schulen

Wie die Grundschulen starten auch die weiterführenden Schulen in Sachsen-Anhalt am 2. Juni mit einem Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht. Dieses Modell soll an den Schulen dann aber bis zu den Sommerferien beibehalten werden: Zwischen dem 8. und 15. Juni sollen Klassen in höchstens zwei Gruppen eingeteilt werden, die dann im Wechsel in der Schule und zu Hause lernen.

Auch an den weiterführenden Schulen ist eine Unterschreitung des Mindestabstands im Unterricht in unvermeidbaren Fällen erlaubt.

Eltern können Fernunterricht beantragen

Eltern, die Bedenken wegen einer Coronavirus-Infektion haben, können auch beantragen, dass ihr Kind oder ihre Kinder weiterhin zu Hause lernen dürfen. Den Fernunterricht müssen die Eltern mit einer begründeten Erklärung bei der Schule beantragen. Die betreffenden Schüler erhielten dann Unterrichtsmaterialien und würden in die pädagogischen Angebote eingebunden, heißt es vom Bildungsministerium

Auswertung des Fernunterrichts

Tullner will zudem nach den Pfingstferien die Erfahrungen mit den freiwilligen Lernangeboten während der Schulschließung überprüfen.

Marco Tullner, CDU, Bildungsminister ST, im Studiogespräch
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wir werden diese Erfahrungen nun intensiv auswerten und mit den Schulen besprechen, ob und wie eine Wiederholung dieser Angebote in den Sommerferien möglich sein kann.

Bildungsminister Marco Tullner

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Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 29. Mai 2020 | 18:00 Uhr

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