Fragen und Antworten zur Digitalisierung


Wo gibt es kostenloses WLAN in Sachsen-Anhalt?

Klar ist: Flächendeckendes kostenloses WLAN gibt es in Sachsen-Anhalt noch lange nicht. Mehrere Städte haben aber vorgelegt und ein kostenloses WLAN eingerichtet. In Magdeburg etwa gibt es den "Otto-Hotspot", mit dem Einheimische und Gäste vom Hasselbachplatz bis zum Universitätsplatz gratis im Internet surfen können. Auch die ab 2023 kommende neue Straßenbahngeneration, soll den Fahrgästen freies WLAN zur Verfügung stellen können.

In der Innenstadt von Halle gibt es ebenfalls kostenloses WLAN. Gleiches gilt für einzelne Straßen in Dessau-Roßlau. Auch in Stendal gibt es mittlerweile eingerichtete WLAN-Hotspots in verschiedenen Straßen. Auch die 50 Gärten der Gartenträume werden nach und nach mit WLAN ausgestattet, ebenso die Standorte entlang der Straße der Romanik. Außerdem wird an den Hauptbahnhöfen von Halle, Stendal und Magdeburg freies WLAN angeboten, wenn auch zeitlich limitiert pro Tag.


Wer ist für die Digitalisierung in Sachsen-Anhalt zuständig?

Zuständig für Breitbandausbau und Co. ist das Wirtschaftsministerium von Sachsen-Anhalt. So haben Wirtschaftsminister Armin Willingmann und Staatssekretär Thomas Wünsch (beide SPD) gemeinsam mit Verbänden, Partnern und Bürgern die sogenannte Digitale Agenda des Landes erarbeitet.


Was ist die Digitale Agenda?

Die Digitale Agenda ist ein Katalog verschiedener Maßnahmen, der Sachsen-Anhalt fit für die Zukunft machen soll. Auf 70 Seiten sind sieben Schwerpunkte zusammengefasst. Verbände und Bürger hatten sich bei der Ausarbeitung der Digitalen Agenda beteiligt. Das Wirtschaftsministerium sieht in der Digitalen Agenda einen Fahrplan für den digitalen Wandel im Land.


Was will die Digitale Agenda erreichen?

Geplant sind ganz unterschiedliche Dinge: Die Digitale Agenda sieht zum Beispiel einen strategischen Glasfaserausbau, eine arbeitnehmerfreundliche Gestaltung der Arbeitswelt 4.0 und die digitale Transformation von Hochschulen und Schulen vor. Auch sollen öffentliche Verwaltungen Schritt für Schritt digitalisiert werden. Laut Agenda sollen alle Punkte bis 2020/21 erreicht sein.

Um die Digitale Agenda mit Leben zu füllen, hat das Land einen Digitalisierungsbeirat einberufen. In ihm sitzen 18 Experten und Expertinnen aus Wirtschaft und Wissenschaft, die die Umsetzung begleiten und dem Land regelmäßig Input geben sollen.


Wer fördert den digitalen Ausbau Sachsen-Anhalts?

In Sachsen-Anhalt gibt es verschiedene Förderprogramme, die den digitalen Ausbau unterstützen sollen. Um diese effektiver zu nutzen, wird das Pilotprojekt "Förderkompass Digitalisierung Sachsen-Anhalt" entwickelt. Damit sollen Förderprogramme, Fördermaßnahmen, Unterstützungsstrukturen, Praxisbeispiele und weitere Informationen mit Bezug zum Digitalen Wandel im Land Sachsen-​Anhalt gebündelt und vernetzt werden.


Wie wird der digitale Ausbau der Schulen in Sachsen-Anhalt unterstützt?

Für die Schaffung beziehunsgweise Optimierung effizienter lernförderlicher digitaler Infrastrukturen für Schulen gibt es den sogenannten "Digitalpakt Schule 2019-2024". Dafür stellt der Bund aus dem Sondervermögen "Digitale Infrastruktur" 5 Milliarden Euro als Finanzhilfe für alle Bundesländer im Zeitraum 2019-​2024 zur Verfügung. Im Zuge von Ausschreibungen erhielten bereits erste Schulen in Sachsen-Anhalt, beispielsweise in Magdeburg, besagte Fördermittel in unterschiedlichen Höhen.


Wie werden Bitcoins in Sachsen-Anhalt genutzt?

Der Bitcoin ist eine ausschließlich digitale Währung, die inzwischen auch in Sachsen-Anhalt genutzt wird. Allerdings in überschaubaren Maßen: Bitcoins als Zahlungsmittel werden zum Beispiel auf Schloss Heinrichshorst in Rögatz oder in einem Restaurant in Gommern akzeptiert.


Wie steht es um die Digitalisierung der Kirchen in Sachsen-Anhalt?

Oft war eine Mailadresse des Pfarrers oder ein digitaler Terminkalender das einzige, was digital vorhanden war. Durch Corona scheint sich viel in Zusammenhang mit Digitalisierung und der Kirche getan zu haben. Da viele Gottesdienste in den Kirchen nicht stattfinden durften, wurden diese teilweise online übertragen. In Magdeburg half beispielsweise der Bürgersender "Offener Kanal Magdeburg" aus, einige der Gottesdienste des Magdeburger Doms online zu übertragen. Ob Online-Gottesdienste weiter abgehalten werden, wenn die Menschen wieder regelmäßig in die Kirche gehen, bleibt den Kirchen vorbehalten. Auch MDR Kultur überträgt jeden Sonntag Gottesdienste.


Wann erscheint der Podcast "Digital leben"?

Der Podcast "Digital leben" von MDR SACHSEN-ANHALT erscheint in der Regel einmal monatlich. Unser Experte Marcel Roth spricht mit Fachleuten über Datenschutz, Start-Ups, Bitcoins und Co. – über all die Themen also, die die Digitalisierung so spannend und vielseitig machen.

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