Fragen und Antworten zur Nordverlängerung der A14


Wie lang ist die Nordverlängerung der A14?

Die A14-Nordverlängerung Magdeburg-Wittenberge-Schwerin hat eine Gesamtlänge von 155 Kilometern. Davon führen 97 Kilometer durch Sachsen-Anhalt, 32 Kilometer durch Brandenburg und 26 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern. Für die Umsetzung des Baus wurde die Strecke durch Sachsen-Anhalt in acht Teilabschnitte – sogenannte Verkehrseinheiten (VKE) – untergliedert. Insgesamt sind zehn Anschlussstellen an Bundes- und Landesstraßen, eine einseitige Tank- und Rastanlage bei Dolle sowie vier Parkplätze mit WC-Anlagen geplant.


Wo rollt der Verkehr auf dem Nordabschnitt der A14 schon?

Seit Oktober 2014 rollt der Verkehr zwischen der Anschlussstelle Wolmirstedt und der Anschlussstelle Colbitz. Die Strecke ist knapp sechs Kilometer lang. Seit September 2020 kann auch der 8,5 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Colbitz und Tangerhütte befahren werden. Er war rund zwei Monate früher als geplant für den Verkehr freigegeben worden.


Wo wird aktuell auf der Autobahn 14 gebaut?

Zurzeit wird auf einem Teilabschnitt der A14 gebaut: Baubeginn für die Strecke zwischen Tangerhütte und Lüderitz war im August 2018. Dieser Abschnitt ist knapp 15 Kilometer lang und soll 2023 fertig sein.


Wo laufen die Planungen für die A14 noch?

Die Planungen für die Nordverlängerung der Autobahn 14 in Sachsen-Anhalt sind abgeschlossen. Allerdings laufen für zwei Teilabschnitte noch die Planfeststellungsverfahren. Das betrifft die Abschitte zwischen Dahlenwarsleben und Wolmirstedt sowie zwischen Osterburg und Seehausen.

Baurecht liegt für die Abschnitte Lüderitz - Stendal-Mitte (13 Kilometer) sowie Stendal-Mitte - Osterburg (18 Kilometer) vor. Dort und für das ebenfalls fertig geplante Stück von Seehausen bis zur Landesgrenze laufen die Bauvorbereitungen. Gleiches gilt für die Strecke Seehausen-Nord bis Wittenberge mit Elbquerung (insgesamt knapp 9 Kilometer). Für diese Abschnitte ist der Baubeginn 2021 geplant.


Welche Klagen laufen gegen den Bau der A14-Nordverlängerung?

Kurz nachdem im September 2019 die letzte verbliebene Klage gegen die A14 vom Tisch war, hatte Anfang Oktober eine Privatperson gegen den Bauabschnitt Lüderitz-Stendal geklagt. Laut Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte die Klage aber keine aufschiebende Wirkung. Weitere Widersprüche waren bis Ablauf der Klagefrist nicht eingegangen.

Im Abschnitt zwischen Seehausen und der Landesgrenze war besonders die Elbquerung bei Wittenberge umstritten. Hier hatte die Umweltschutzorganisation BUND Klage eingereicht. Im Sommer 2019 einigte sich der BUND mit dem Land auf einen Kompromiss. Er sieht vor, dass das Land zusätzlich Gelder für den Lärmschutz zur Verfügung stellt. Im Gegenzug zieht der BUND eine laufende Klage zurück und verzichtet auf weitere Klagen.

Auch die Verbandsgemeinde Seehausen sowie die Hansestadt Seehausen hatten gegen das Bauvorhaben an der Landesgrenze geklagt. Allerdings einigten sich Land und Gemeinderat im August 2019. Im September 2019 zog schließlich die Hansestadt Seehausen ihre Klage gegen die A14 zurück. Im Gegenzug sagt das Land besseren Lärmschutz, mehr Radwege und den Ausbau landwirtschaftlicher Wege zu.


Was kostet der Bau der A14-Nordverlängerung?

Für den insgesamt 155 Kilometer langen Lückenschluss der A14 zwischen den Autobahnkreuzen Magdeburg und Schwerin sind Baukosten von rund 1,7 Milliarden Euro veranschlagt. Die geschätzen Kosten für den Streckenabschnitt in Sachsen-​Anhalt liegen bei rund 993 Millionen Euro (Stand: Juli 2020).

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