Fragen und Antworten zur Nordverlängerung der A14


Wie lang ist die Nordverlängerung der A14?

Die A14-Nordverlängerung Magdeburg-Wittenberge-Schwerin hat eine Gesamtlänge von 155 Kilometern. Davon führen 97 Kilometer durch Sachsen-Anhalt, 32 Kilometer durch Brandenburg und 26 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern. Für die Umsetzung des Baus wurde die Strecke durch Sachsen-Anhalt in acht Teilabschnitte – sogenannte Verkehrseinheiten (VKE) – untergliedert. Insgesamt sind zehn Anschlussstellen an Bundes- und Landesstraßen, eine einseitige Tank- und Rastanlage bei Dolle sowie vier Parkplätze mit WC-Anlagen geplant.


Wo rollt der Verkehr auf dem Nordabschnitt der A14 schon?

Seit Oktober 2014 rollt der Verkehr auf einem ersten Teilabschnitt zwischen der Anschlussstelle Wolmirstedt und der Anschlussstelle Colbitz. Die Strecke ist knapp sechs Kilometer lang.


Wo wird aktuell auf der Autobahn 14 gebaut?

Zurzeit wird auf zwei Teilabschnitten gebaut: Seit August 2017 auf 8,5 Kilometern zwischen den Anschlussstellen Colbitz und Tangerhütte. Die Verkehrsfreigabe ist hier für Ende 2020 vorgesehen. Baubeginn für die Strecke zwischen Tangerhütte und Lüderitz war im August 2018. Dieser Abschnitt ist knapp 15 Kilometer lang und soll 2022 fertig sein.


Wo laufen die Planungen für die A14 noch?

Die Planungen für die Nordverlängerung der Autobahn 14 in Sachsen-Anhalt sind abgeschlossen. Allerdings laufen für zwei Teilabschnitte noch die Planfeststellungsverfahren. Das betrifft die Abschitte zwischen Dahlenwarsleben und Wolmirstedt sowie zwischen Osterburg und Seehausen.

Für den Abschnitt zwischen Lüderitz und Stendal liegt der Planfeststellungsbeschluss seit August 2019 vor. Wird nach Auslegefrist und Klagefrist nicht gegen den Beschluss geklagt, besteht Baurecht.

Von Stendal-Mitte bis Osterburg besteht seit Februar 2018 Baurecht. Mit dem Bau der 18 Kilometer langen Strecke soll aber erst begonnen werden, wenn auch für das 13 Kilometer lange Autobahnstück von Lüderitz bis Stendal Baurecht vorliegt, da die Abschnitte in einem Zug gebaut werden sollen.

Seit Februar 2019 besteht zudem Baurecht für den Abschnitt zwischen Seehausen und der Landesgrenze.


Welche Klagen laufen gegen den Bau der A14-Nordverlängerung?

Im Abschnitt zwischen Seehausen und der Landesgrenze war besonders die Elbquerung bei Wittenberge umstritten. Hier hatte die Umweltschutzorganisation BUND Klage eingereicht, weil sie "naturschutzfachliche Belange nicht ausreichend berücksichtigt" sieht. Im Sommer 2019 einigte sich der BUND mit dem Land auf einen Kompromiss. Er sieht vor, dass das Land zusätzlich Gelder für den Lärmschutz zur Verfügung stellt. Im Gegenzug zieht der BUND eine laufende Klage zurück und verzichtet auf weitere Klagen.

Auch die Verbandsgemeinde Seehausen sowie die Hansestadt Seehausen hatten gegen das Bauvorhaben geklagt. Allerdings einigten sich Land und Gemeinderat im August 2019. Im September 2019 zog schließlich die Hansestadt Seehausen die letzte verbliebene Klage gegen die A14 zurück. Im Gegenzug sagt das Land besseren Lärmschutz, mehr Radwege und den Ausbau landwirtschaftlicher Wege zu.


Was kostet der Bau der A14-Nordverlängerung?

Für den insgesamt 155 Kilometer langen Lückenschluss der A14 zwischen den Autobahnkreuzen Magdeburg und Schwerin sind Baukosten von rund 1,6 Milliarden Euro veranschlagt. Die geschätzen Kosten für den Streckenabschnitt in Sachsen-​Anhalt liegen bei rund 955 Millionen Euro.

Im August 2019 teilte das Land mit, dass es zusätzliche 8,6 Millionen Euro für den Arten- und Lärmschutz bereitstellt.

Zuletzt aktualisiert: 11. September 2019, 09:10 Uhr

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