Fragen und Antworten zum Kohle-Kompromiss


Was heißt "Kohle-Kompromiss"?

2038, also in knapp 20 Jahren, soll das letzte Kohlekraftwerk vom Netz gehen. Das hat die Kohlekommission am Sonnabend der Bundesregierung empfohlen. Die Länder, die von der Kohleförderung und der Kohleverstromung leben, sollen mit insgesamt 40 Milliarden Euro unterstützt werden.


Wer sitzt in der Kohlekommission?

Die Kohlekommission ist ein Gremium aus 28 Vertretern der Industrie, Gewerkschaften, Umweltverbänden und Wissenschaft.


Wie viele Menschen arbeiten in Sachsen-Anhalt in der Braunkohle?

Es gibt unterschiedliche Angaben über die Zahl der Beschäftigten. Eine Studie aus dem Jahr 2016 geht von insgesamt etwa 6.000 Menschen im Mitteldeutschen Revier aus, also in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Niedersachsen, die Jobs haben, die direkt oder indirekt mit der Braunkohle zusammenhängen.

Direkt in der Braunkohle arbeiten in Sachsen-Anhalt laut der Studie etwas mehr als 1.000 Personen: im Tagebau Profen 320, im Kohlekraftwerk Schkopau 370 und im Kohlechemie-Unternehmen Romonta im Landkreis Mansfeld-Südharz etwa 400 Mitarbeiter.

Der Landesverband für Erneuerbare Energie Sachsen-Anhalt teilte mit, dass die Arbeit von etwa 1.200 Beschäftigten in Sachsen-Anhalt indirekt mit der Braunkohle zusammenhängen.

Das Landeswirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt wiederum teilte mit, dass allein in Sachsen-Anhalt etwa 5.900 Menschen im Zusammenhang der Braunkohle einen Job haben.

Die Mibrag-Gruppe mit Sitz in Zeitz im Burgenlandkreis beschäftigt in Sachsen-Anhalt etwa 1.100 Mitarbeiter. Das ergibt die Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen. Nach Angaben des Unternehmens hängen am Chemiestandort Schkopau im Saalekreis weitere 3.200 Arbeitsplätze von der Braunkohle ab.


Wird wegen des Ausstiegs der Strom teurer?

Laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wird die Regierung alles dafür tun, dass "Verbraucherinnen und Verbraucher vor Strompreisanstiegen durch den Umstieg von Kohle auf Erneuerbare (Energie) geschützt werden". Bezahlbarkeit und Verlässlichkeit in der Energieversorgung seien ein sehr hohes Gut, so Altmaier im ZDF-Morgenmagazin.

Zuletzt aktualisiert: 28. Januar 2019, 11:21 Uhr