Ermittler gehen von Verbrechen aus Frau und Sohn aus Sachsen-Anhalt auf Teneriffa erschlagen

Eine Frau aus Sachsen-Anhalt und ihr zehnjähriger Sohn sind auf der Kanaren-Insel Teneriffa tot aufgefunden worden. Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus. Beide sollen zu Tode geprügelt worden sein. Der Ehemann der Frau wurde vorläufig festgenommen.

Auf der Kanaren-Insel Teneriffa sind nach Informationen des MDR eine Sachsen-Anhalterin und ihr Sohn tot in einer Höhle aufgefunden worden. Die spanischen Ermittler gehen von einem brutalen Verbrechen aus. Alles deute darauf hin, dass die 39-Jährige und der Zehnjährige zu Tode geprügelt worden seien. Am mutmaßlichen Tatort nahe der Gemeinde Adeje habe sich viel Blut befunden. Die Leichen sind nach spanischen Medienberichten am Mittwoch entdeckt worden.

Der 43-jährige Ehemann der Frau wurde vorläufig festgenommen. Er bestreitet, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Er soll am Freitag der Untersuchungsrichterin vorgeführt werden. Die Autopsie der Leichen könnte Aufschluss zur Tat bringen. Der jüngere Bruder des toten Jungen hatte der Polizei zuvor von einem Angriff des Vaters auf die Familie erzählt. Ihm selbst sei die Flucht gelungen. Die Behörden denken, dass der Sechsjährige nach dem Angriff stundenlang auf Teneriffa umhergeirrt war.

Tatverdächtiger lebt auf Teneriffa

Der Tatverdächtige lebt laut Adejes Bürgermeister José Miguel Rodríguez Fraga schon seit einiger Zeit auf Teneriffa. Die Familie sei erst am Montag zu Besuch auf die Kanaren-Insel gekommen. Gegen den Mann lägen in Spanien keine Anzeigen wegen häuslicher Gewalt vor.

Spanische Medien hatten zunächst ein Foto von einem Facebook-Profil eines Mannes aus Traunstein verbreitet. Er heiße genauso wie der Tatverdächtige, sagte eine Sprecherin vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Nach Angaben der Polizei in Bayern stammt die Familie jedoch aus Sachsen-Anhalt. Sachsen-Anhalts Innenministerium machte keine Angaben zur Herkunft der Familie und verwies auf das Bundeskriminalamt.

Quelle: dpa,MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 25. April 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. April 2019, 12:07 Uhr

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3 Kommentare

26.04.2019 11:24 Bernd 3

@1 erstmal muessen sich auch in diesem Falle die Vermutungen bestaetigen. Falls ja dann schon eine Schlimme Tat. Und wir sollten dan das Kind denken was seine Mutter verloren hat.

26.04.2019 08:13 Bingo 2

Welche Kommentare erwartet man hier ?? Einfach nur Abscheulich.

25.04.2019 21:24 Mane 1

Diese Person für immer wegschließen

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