Geschäftsfrauen und Geschäftsmänner
Ziel der Landesregierung: 50 Prozent der Führungsposten sollen von Frauen geleitet werden. Bildrechte: Nigel Treblin/dapd

Verwaltungen in Sachsen-Anhalt Wenige Frauen in Führungspositionen

In Sachsen-Anhalt sind weiterhin zu wenige Frauen in leitenden Positionen. Das hat Justizministerin Keding eingeräumt. Bis 2021 will die Landesregierung die Hälfte der Führungsposten in der Verwaltung mit Frauen besetzen.

Geschäftsfrauen und Geschäftsmänner
Ziel der Landesregierung: 50 Prozent der Führungsposten sollen von Frauen geleitet werden. Bildrechte: Nigel Treblin/dapd

Bei der Gleichstellung im Job gibt es in Sachsen-Anhalt noch einiges zu tun. Denn noch immer arbeiten zu wenige Frauen in Führungspositionen. Das hat die für Gleichstellung zuständige Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) am Dienstag eingeräumt. Keding sagte MDR SACHSEN-ANHALT, auch in der Landesverwaltung gebe es noch "deutlichen Handlungsbedarf".

Aktuell liege die Frauenquote in den Führungspositionen bei 36,1 Prozent. Rechne man die Schulleiterinnen hinzu, steige der Wert auf 48,6 Prozent. Als Ziel hat sich die Landesregierung gesetzt, bis 2021 die Hälfte der Führungspositionen in der Landesverwaltung mit Frauen zu besetzten.

Männer dominieren Führungsposten

Auch in Aufsichtsräten von Stiftungen und Unternehmen, auf deren personelle Besetzung das Land Einfluss hat, gibt es laut Keding noch Handlungsbedarf. Dort liege die Frauenquote erst bei 29 Prozent.

An dem selbstgesteckten Ziel der Landesregierung wolle sie festhalten, sagte Keding. Es sei richtig, die Hälfte aller Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Zudem wolle sie Frauen fördern und dazu ermutigen, den nächsten Karriereschritt zu machen. Sie verwies darauf, dass die Quote schon mit einer Pensionierung wieder kippen könne. Es müsse ständig nachjustiert werden. In den Ministerien des Landes werden laut Keding lediglich sieben der 34 Abteilungsleiter-Posten von Frauen geleitet.

Neue Berechnung der Quote

Seit 2017 zählt das Land auch Schulleiterinnen in die Berechnung der Frauen-Quote ein. Darauf reagierten Frauenverbände mit Kritik. Eva von Angern (Die Linke) vom Landesfrauenrat sagte dem MDR, dass es sich die Regierung damit zu leicht mache. Da es mehr Lehrerinnen als Lehrer gibt, seien sie auch bei den Schulleitungen stärker vertreten.

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Quelle: MDR/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19. Juni 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Juni 2018, 19:34 Uhr

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2 Kommentare

20.06.2018 07:23 gerd 2

Ist ja schön das sich Frau Keding um die Qoute der Frauen sorgt .Wie ist eigentlich die Quote bei den Ostdeudtschen in Führungspositionen ich wette das ist
Top Secret.

19.06.2018 20:56 Maria 1

Mann und Frau sollten nirgendwo konkurrieren. Die Frauenquote sowie die gesamte Gender-Mainstream Agenda ist eines der widerlichsten Elemente unserer Zeit.