Temperaturen bis 35 Grad Freibäder in Sachsen-Anhalt bereiten sich auf Ansturm in Corona-Zeiten vor

Aufgrund der angekündigten Hitze in den kommenden Tagen erwarten die Freibäder und Badeseen in Sachsen-Anhalt zahlreiche Besucher. Damit sich kein Badegast mit dem Coronavirus infiziert, wurden in den Bädern Regeln aufgestellt. MDR SACHSEN-ANHALT hat bei Freibädern im Land nachgefragt, welche Regelungen gelten.

Ein Mann springt in einem Freibad vom Beckenrand
Durch die hohen Temperaturen wird es viele Badegäste in den nächsten Tagen in die Freibäder ziehen. (Symbolbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Freibäder und Badeseen in Sachsen-Anhalt stellen sich wegen der angekündigten Hitze in den kommenden Tagen auf zahlreiche Besucher ein. Das zeigen Recherchen von MDR SACHSEN-ANHALT. Überall im Land gibt es demnach Ideen und Pläne, damit Badespaß auch unter Corona-Bedingungen möglich ist. In nahezu allen Bädern wurden Regeln aufgestellt, damit sich kein Badegast mit dem Virus infiziert. Eine Übersicht zu den Regeln in Freibädern in Sachsen-Anhalt sehen Sie hier:

Im Freibad in Wolmirstedt ist der Badebetrieb beispielsweise in zwei Blöcke aufgeteilt. 90 Badegäste dürfen für anderthalb Stunden schwimmen, erst dann dürfen weitere 90 Schwimmer ins Wasser. Das Planschbecken für Kinder ist geschlossen. Im Spaßbad in Wanzleben dürfen sich maximal 380 Personen gleichzeitig aufhalten – eine Zahl, die nach Informationen von vor Ort zuletzt ohnehin aber kaum erreicht worden ist. Von den drei Duschen dürfen nur zwei genutzt werden.

Abstand halten, gesperrte Umkleiden

Strenge Regeln gelten auch im Freibad in Tangerhütte: Dort sind Luftmatratzen, Bälle oder Spritzpistolen tabu. Maximal 300 Leute dürfen zum selben Zeitpunkt ins Bad. In Tangermünde müssen Badegäste an der Kasse und auf dem Gelände 1,5 Meter Abstand halten. Durchsagen sollen dafür sorgen, dass nicht zu viele Menschen auf einmal im Becken schwimmen. Der Wildwasserkanal sei gesperrt, hieß es vom Freibadpersonal. Im Waldbad in Seehausen ist knapp die Hälfte der Umkleiden wegen der Corona-Auflagen gesperrt, außerdem dürfen maximal 324 Menschen auf das Gelände.

Freibäder in Corona-Zeiten (Auswahl)

Zörbig und Zahna: Info-Hotlines eingerichtet

Im Osten Sachsen-Anhalts gibt es ebenfalls Regeln, damit sich kein Badegast mit dem Coronavirus infiziert. Im Stadtbad in Zörbig dürfen sich höchstens 100 Menschen im Wasser aufhalten. Das Freibad verfährt dabei nach eigenen Angaben nach dem Motto: "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst." Das Bad hat außerdem eine Info-Hotline eingerichtet. Dort können sich Badegäste vor ihrem Besuch erkundigen, wie voll es aktuell ist.

Eine Info-Hotline hat auch das Freibad in Zahna geschaltet (0157 731 89 338). An sehr heißen Tagen sollen Besucher vor ihrem Besuch dort anrufen. Ziel ist nach Angaben der Badbetreiber, Warteschlangen zu vermeiden. Wer schwimmen will, darf das nur in eine Richtung tun. Am Badesee bei Coswig sind Sport- oder Spielgeräte wie Trampolin, Kletterwand oder Hängewand wegen der Pandemie gesperrt. Wer die Anlage besucht, muss zudem seine Kontaktdaten hinterlassen und einen Fragebogen über mögliche Symptome ausfüllen. Im Freibad in Roitzsch hoffen die Betreiber auf die Vernunft und Sensibilität der Besucher. Auch dort gibt es aber Regeln: Im Kinder-Schwimmbecken dürfen etwa maximal 23 Mädchen und Jungen zeitgleich sein.

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Weniger Einschränkung bei Bädern am See

Am Mondsee Hohenmölsen im Süden Sachsen-Anhalts sorgt das Personal vor Ort mit Durchsagen und Rundgängen am Strand dafür, dass sich keine zu großen Gruppen bilden. Grundsätzlich ist auf der acht Hektar großen Liegewiese aber Platz für bis zu 5.000 Menschen, hieß es von der Geschäftsleitung.

Der Heidesee in Halle-Nietleben
Am Heidesee in Halle-Nietleben erwarten die Badegäste kaum Einschränkungen. (Archivbild) Bildrechte: IMAGO

Regeln gibt es auch für die halleschen Bäder: Im Nordbad dürfen sich aktuell nur 860 Gäste zeitgleich aufhalten, üblicherweise sind es bis zu 2.000. Wenn das Bad voll ist, müssen die nächsten Gäste warten. Im Heidebad in Halle erwarten die Betreiber kaum spürbare Auswirkungen für Badegäste. Insgesamt stehe eine Fläche von rund 20.000 Quadratmetern bereit, hieß es. Auch im Heidebad gelten aber Abstands- und Hygieneregeln. Wer erkältet ist, darf das Bad beispielsweise erst gar nicht besuchen.

Das Freibad in Langendorf bei Weißenfels hat unterdessen schon vergangenes Wochenende Erfahrungen mit vielen Besuchern gemacht: Nach Angaben der Betreiber kamen vorigen Sonnabend bei 33 Grad knapp 1.000 Gäste. Erlaubt seien 1.500 Menschen.

In Sachsen-Anhalt werden in den kommenden Tagen Temperaturen über 30 Grad erwartet. Am Donnerstag sind laut MDR-Wetterstudio bis zu 31 Grad möglich, Freitag und Sonnabend bis zu 35 Grad.

Die Übersicht erhebt keinen Anspruch an Vollständigkeit. Gerne können Sie uns die Regeln in weiteren Bädern in den Kommentaren mitteilen.

Quelle: MDR/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. August 2020 | 07:00 Uhr

2 Kommentare

josi vor 6 Wochen

Wir sind Stammgäste im Coswiger Flämingbad.Dort gibt es keine Einschränkungen beim Baden,dafür sind alle Klettergerüste abgesperrt. Meine Frage ist warum?alle öffentliche Spielplätze sind schon lange frei gegeben und dort werden sie abgesperrt. Meiner Meinung nach ist das mehr als sinnfrei und in diesem Fall wahrscheinlich eher dafür da um etwas vorzuweisen,dass etwas gegen die Pandemie getan wird. Leider reagiert die Stadt Coswig auf keinerlei Anfragen bzw Beschwerden. Wirklich sehr schade!

Steffen 1978 vor 6 Wochen

Schön wäre es wenn denn auch Feibäder geöffnet hätten in der Stadt Gerbstedt zum Beispiel die zwei Freibäder unterhält bleiben diese Geschlossen und unsere Kinder haben nicht die Möglichkeit ihre Freizeit dort zu verbringen Stadträte unter Führung dieses Bürgermeisters unterstützen diesen Irrsinn auch noch ein Stadt die in keinster Weise etwas für Kinder und Jugendliche übrig hat

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