Diskussion um Fridays for Future Martin Sonneborn: "Ohne massiven Druck passiert hier gar nichts"

Fridays for Future: Schüler gehen auf die Straßen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren – und werden für ihre Methoden kritisiert. Um Aufmerksamkeit für das Thema zu erhalten, schwänzen sie die Schule. Es gibt aber auch Stimmen, die die Schülerproteste unterstützen. "Ich kann nur dazu ermuntern, am Freitag die Schule mal ausfallen zu lassen – denn ohne massiven Druck passiert hier gar nichts“, sagt beispielsweise der Satiriker und Europapolitiker Martin Sonnenborn. Die FAKT IST!-Diskussion aus Magdeburg im Überblick

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Das Thema

Aufkleber mit der Forderung Klimaschutz Jetzt und Fridays For Future
Aufkleber mit der Forderung: #KlimaschutzJetzt Bildrechte: imago images/Gottfried Czepluch

Seit einigen Wochen gehen tausende Schüler auf die Straße – für den Klimaschutz. Mit der Bewegung Fridays for Future ist etwas entstanden, dessen Fehlen lange kritisiert wurde – dass sich Kinder und Jugendliche mit politischen Themen auseinandersetzen und sich für ihre Ideen einsetzen. Dafür schwänzen sie teilweise freitags die Schule. Die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg hat mit ihrem andauernden persönlichem Protest vor dem Parlament in Stockholm die Jugendlichen inspiriert.

Und auch am Freitag, den 15. März sind wieder Demonstrationen in Magdeburg, Halle, Dessau, Wittenberg und Salzwedel geplant. Die Organisatoren wollen an diesem Tag umfassende internationale Schulstreiks auf die Beine stellen. Bislang sind Kundgebungen in mehr als 1.200 Städten in 92 Ländern geplant.

Haben die Jugendlichen nur eine neue Ausrede fürs Schuleschwänzen gefunden, wie es Kritiker behaupten? Oder nimmt die Erwachsenenwelt die Jugend mit ihren Zukunftsängsten nicht ernst genug?

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Die Argumente

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Jungen zeigen verschiedene Plakate.
Obwohl die Demonstration erst am Nachmittag stattfanden, kamen 150-200 Schüler. Bildrechte: MDR/Michael Gerdes

Quelle: MDR,dpa/mp

Dieses Thema im Programm: FAKT IST! | 11. März 2019 | 22:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. März 2019, 19:00 Uhr

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6 Kommentare

14.03.2019 14:48 W. Merseburger 6

@ 5, Bruno Falschheit,
Bevor sie weiter austeilen, sollten sie erst mal vom hohen Pferd der ewigen Wahrheit und der Kenntnis der einzigen Ursache der Klimaveränderung herunterkommen!
Ich möchte nur darauf hinweisen, dass es vor vielleicht 70 Jahren so ca. 2 Milliarden Menschen gegeben hat. Heute sollen es bereits 8 Milliarden sein. Damit diese Menschen leben können ist die "Oberflächenbeschaffenheit" der Erde signifikant verändert worden. Und nun beginnen sie mal mit dem "globalen Umdenken" zur Bevölkerungsexplosion. Machen sie Vorschläge oder bieten sie Lösungen dieser vom Menschen, und das nachweislich, verursachten Probleme!

14.03.2019 11:25 Bruno Balscheit 5

Dass sich unter den Kommentatoren auch immer wieder nur die Falschen finden lassen:D
Ich lese selten soviel BS wie in Kommentar-Abschnitten - am schlimmsten ist es auf YouTube.

Hier eine kurze Denkanregung: Gefordert wird keine "kleine Veränderung", sondern ein globales Umdenken und die Übernahme von Verantwortung für die menschenverursachte Klima-Veränderung. Ich kriege es echt nicht in den Kopf, warum letztere immer noch manche leugnen, wo sie doch bereits so deutlich und fundiert erforscht wurde...

13.03.2019 23:23 W. Merseburger 4

Die jungen Leute, es wird hier von Schülern gesprochen, fordern von der Politik und den sonstigen Verantwortlichen, dass das Klima geschützt werden muss und zwar unverzüglich. Für mich steht die Frage, was ist das Klima, wo wohnt es und wie lässt es sich schützen. Welches Klima wollen wir schützen. Was ist das richtige Klima, extreme Hitze in südlichen äquatornahen Gefilden und gemäßigtes Klima bei uns in Mitteleuropa, dafür extreme Kälte bei Putin in Sibirien? Vielleicht sollten wir uns ehrlich machen und sagen, das globale Klima ist so vielschichtig und von so vielen Faktoren abhängig, das einige "kleine" von uns angestrebte Korrekturen eher marginal bleiben. Warum wollen wir die jungen Leute nicht aufklären sondern vor ideologische Karren spannen? Die Enttäuschung , nachdem die falschen Propheten morgen des Gegenteil von heute bezüglich Klimabeeinflussung verkünden, wird bei den jungen Menschen nachhaltige Spuren hinterlassen!

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