Globaler Klimastreik
Zum globalen Klimastreik am 20. September finden auch in vielen Orten Sachsen-Anhalts Aktionen statt. Bildrechte: imago images/Jannis Große

#MDRklärt So läuft "Fridays for Future" in Sachsen-Anhalt ab

Die "Fridays for Future"-Bewegung macht mobil für den nächsten globalen Klimastreik. Anlass ist der bevorstehende Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York. Millionen Menschen in mehr als 150 Ländern sind aufgerufen, für den Klimaschutz auf die Straße zu gehen. In Deutschland soll es in über 200 Orten zu Demonstrationen kommen. Auch in Sachsen-Anhalt sind Aktionen geplant. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Globaler Klimastreik
Zum globalen Klimastreik am 20. September finden auch in vielen Orten Sachsen-Anhalts Aktionen statt. Bildrechte: imago images/Jannis Große

Wo finden am Freitag Aktionen statt?

Von Salzwedel bis Naumburg sind am Freitag in mehreren Orten Sachsen-Anhalts Klimaaktionen geplant, meist an zentralen Orten, meist am Mittag oder frühen Nachmittag.

Übersicht nach Regionen:

Welche Ziele hat "Fridays for Future"?

Die Bewegung will einerseits auf Missstände in der Klimapolitik aufmerksam machen. Daher werden Ereignisse, wie der UN-Klimagipfel oder die Arbeit des deutschen Klimakabinetts, mit besonderen Aktionen begleitet –  so auch beim globalen Klimastreik am 20. September.

Andererseits geht es "Fridays for Future" grundsätzlich darum, dass die Pariser Klimaziele eingehalten werden – also die Erderwärmung unter 1,5 Grad Celsius begrenzt wird, im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. So fordert die Bewegung etwa einen raschen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Bis Ende 2019 soll bereits ein Viertel der Kohlekraft in Deutschland abgeschaltet sein. Der vollständige Kohleausstieg soll – statt wie beschlossen 2038 – bereits bis 2030 erfolgt sein. "Fridays for future" fordert außerdem, dass die Energieversorgung in Deutschland bis 2035 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt und dass Kohlendioxid-Emissionen möglichst rasch bepreist werden.

Darf jeder mitstreiken?

Seit Beginn des öffentlichen Protestes, ausgehend von Schülern, wird über die rechtliche Legitimität diskutiert. Bleiben Schüler vom Unterricht fern, kann dies zu Fehlstunden im Zeugnis führen. Mit Schulbehörden, Schulen, Schülern, Lehrern und Eltern gibt es aber zahlreiche individuelle Regelungen.

Der Appell der Protestbewegung "Fridays for Future" richtet sich diesmal erstmals auch an alle Erwachsenen. Auch die, die Arbeiten, sollen sich an den Aktionen beteiligen. Aus arbeitsrechtlicher Sicht fällt Klimaprotest aber nicht unter das Streikrecht.

Wie sind die Erfolgsaussichten der Aktion?

Es wird erwartet, dass sich bei der Protestaktion am 20. September so viele Menschen weltweit beteiligen wie nie zuvor. Beim ersten globalen Klimastreik am 15. März waren nach Veranstalterangaben in Deutschland rund 300.000 Menschen dabei. Beim zweiten globalen Klimastreik am 24. Mai kurz vor der Europawahl wurden etwa 350.000 Teilnehmer bundesweit registriert.

Quelle: MDR/ap

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 19. September 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2019, 20:50 Uhr

37 Kommentare

Jan vor 11 Wochen

Sie sitzt aber nicht mehr allein herum. Und das ist gut so. Vielleicht können Sie sich nicht vorstellen, dass es sehr viel mehr Menschen als Greta Thunberg auf der ganzen Welt gibt, die die erkannt haben, dass wir Menschen nicht weiter so mit dem Planet umgehen dürfen. Greta ist mit ihrer ungewöhnlichen Art ihren Protest zu zeigen, der Intialfunke für all die Menschen, die gestern auf die Straße gegangen sind. Auch China und andere Länder werden früher und (hoffnetlich nicht) später erkennen, dass wir nur die eine Erde haben, die wir nicht kaputt machen dürfen.
Es ist nicht schlimm, wenn Sie sich nicht aktiv an der Veränderung beteiligen wollen - aber versuchen Sie doch bitte nich die anderen als Schwachsinnige zu bezeichnen, denn was anderes ist es nicht, was Sie mit Ihrem ersten Kommentar gemeint haben.

SZ Rentner vor 11 Wochen

Es ging um die Frage ob Schüler genötigt wurden .
Solange nicht 800 Millionen Chinesen in China demonstrieren bleibt das Schwachsinn wir können in Deutschland das Weltklima nicht retten . Andere Frage wo wäre Greta heute wenn sie nicht von grünen Journalisten gepuscht worden wäre ? Sie würde immer noch alleine rumsitzen .

Bernd L. vor 11 Wochen

Die Demos erinnern stark an die in der DDR, als alle "freiwllig" für den Frieden demonstriert hatten. Man sollte den verwöhnten Wohlstandskindern und Jugendlichen mal klarmachen, wer das erarbeitet, was sie selbst verbrauchen, und was passiert, wenn Eltern dank des Kampfes gegen das Auto ihre Jobs verlieren. Autozulieferer machen pleite und VW baut tausende Stellen ab.

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