Ein Mitarbeiter der Bahn-Sicherheit steht auf einem Bahnsteig.
Die Bahn schult ihre Mitarbeiter in speziellen Trainings. Bildrechte: IMAGO

Bundespolizei Mehr Gewalt an Bahnhöfen

Es sind vor allem Körperverletzungen, die an Bahnhöfen und in Zügen zunehmen. Das belegen aktuelle Zahlen der Bundespolizei. Betroffen sind auch Bahn-Mitarbeiter. Sie werden in Trainings auf derartige Situationen vorbereitet.

Ein Mitarbeiter der Bahn-Sicherheit steht auf einem Bahnsteig.
Die Bahn schult ihre Mitarbeiter in speziellen Trainings. Bildrechte: IMAGO

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Gewalttaten an Bahnhöfen und in Zügen deutlich gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Statistik der Bundespolizei hervor. Demnach wurden 2017 in Sachsen-Anhalt an Bahnhöfen und Haltepunkten 313 Angriffe registriert – 84 mehr als im Jahr zuvor.

In den Zügen stieg die Zahl der Körperverletzungen in den vergangenen fünf Jahren in Sachsen-Anhalt von 35 auf 87, in Sachsen von 70 auf 96 und in Thüringen von 22 auf 43 Angriffe an.

Sicherheitstraining für Mitarbeiter

Die Bahn bereitet ihre Sicherheitskräfte in regelmäßigen Trainings auf derartige Situationen vor. Dort lernen sie das Entwaffnen und Niederringen eines Angreifers, Anlegen von Handschellen, den Einsatz von Abwehrspray oder das Nutzen eines Teleskopschlagstocks.

Etwa 2.300 Übergriffe mit Verletzungen auf ihre Mitarbeiter registrierte die Bahn 2017 in ganz Deutschland. In Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen waren es 34.

Nicht bei allen Attacken gebe es eine körperliche Verletzung. Oft würden die Mitarbeiter auch beschimpft oder angespuckt, so ein Bahn-Sprecher.

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Quelle: dpa/as

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 10. Februar 2018 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2018, 10:36 Uhr

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15 Kommentare

12.02.2018 10:04 Frauke Garstig 15

@2 Du vorverurteilst alle Kinder - was stimmt mit dir nicht? Du hast mit 18 erst Ordnung von Fremden kennengelernt? Außer Brüllen und Unterwürfigkeit lernt man nichts bei der Armee! Gewalt in den Familien erzeugt Gewalt außerhalb der Familien - einfach mal drüber nachdenken!

12.02.2018 01:55 Ralf 14

Wo ist unsere Bahnpolizei? Unsere Politiker müssen endlich mal begreifen, dass wir mehr Sicherheitskräfte brauchen um die Kriminalität zurück fahren können.
Nicht nur Politiker dürfen in gepanzerten Limosienen und großen Polizei Aufgebot von A nach B kommen. Auch wir, die Lohnzahler für die gewählten Politiker, haben das Recht von A nach B ohne Gewalt zu kommen!!!
Auf jedenfall muss endlich aufgestockt werden, denn es sind jetzt viel zu wenige mit einer erschreckenden Anzahl von Überstunden. Und da gilt nicht mehr der Satz " wir Schaffen das ".

11.02.2018 19:41 Pe57 13

...ich muss mich entschuldigen, die Respektlosigkeit hat natürlich ZUGENOMMEN. (Kommentar 10). Sorry, Kommentatoren und MDR.

11.02.2018 17:09 Hochparterre 12

@PE57: "Die Respektlosigkeit gegenüber anderen Menschen in der Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren spürbar abgenommen."

Ich finde eher, die Respektlosigkeit hat spürbar zugenommen. Es reicht ja heute bereits, dass man eine andere Meinung hat und diese öffentlich zeigt. Schon wird man von bestimmten Kreisen auf der Straße angepöbelt. Von Leuten, die einen persönlich gar nicht kennen.

Schlimmerweise sind diese respektlosen Leute noch nicht einmal unbedingt irgendwelche "dummen" Jugendlichen. Sondern sehr oft Erwachsene, teils über 40 oder noch älter. Die haben dann wahrscheinlich ihre verspätete "Rüpel-Phase".

11.02.2018 16:55 jackblack 11

Widerspruch- die Respektlosigkeit und Aggressivität hat in den letzten Jahren leider ZUGENOMMEN.

10.02.2018 18:48 Pe57 10

Die Respektlosigkeit gegenüber anderen Menschen in der Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren spürbar abgenommen. Die Gründe dafür sind sehr vielschichtig. Jedoch sind Angriffe auf "Staatsdiener" wie Polizeibeamte oder auch Sicherheitspersonal der Bahn bedenklich. Die Infrastruktur war jüngst in anderen europäischen Staaten Angriffspunkt terroristischer Aktivitäten. Wo bleibt die Schutzfunktion der Politik ? Ich persönlich sehe hier den Staat in der Pflicht.

10.02.2018 18:24 Manistbestandteildesmediensystems (Haseloff) 9

@10.02.2018 16:18 Fragender Rentner (Und was machen sie wenn es mehr als 2 Angreifer sind?)

Dann rufen die irgendeine "Beauftragte" an und bitten um Gründung eines Arbeitskreises und das Erstellen eines Thesenpapiers zur veränderten Konfliktlage. Nach Prüfung der Genderkorrektheit der im Antrag verwendeten Sprache dächte ich doch, dass es dann vorangeht.

Man müsste derweil die "Konfliktpartner" bitten , ein Weilchen zu warten, um regelkonform fortfahren zu können. Also der ganz normale Polizeialltag.

10.02.2018 18:18 Manistbestandteildesmediensystems (Haseloff) 8

Da wir ja sonst auch ein durchsoziologisiertes Gesellschaftsbild vermittelt bekommen, fällt hier deutlich auf, dass auf die Nennung und Bezeichnung der Täterherkunft "verzichtet" wird. Wie kann das sein? Selbst bei Auffahrunfällen in irgendeinem Dorf in MSH lesen wir von "einem 80-jährigen, der usw." - und hier herrscht das allgemein Ungefähre.

Ich schlage vor, diese Informationen, die zur Beurteilung der sich hier manifestierenden gesellschaftlichen Gesamtlage wichtig sind, nachzuliefern. Das betrifft auch durchaus die immer zahlreicher werdenden Verlierer der vereinigten Schröderei-Merkelei und ihrer sog. "Politik".

10.02.2018 16:59 Olivier 7

Es sind vor allem Körperverletzungen, die an Bahnhöfen und in Zügen zunehmen. Das belegen aktuelle Zahlen der Bundespolizei. Betroffen sind auch Bahn-Mitarbeiter.

Meiner Meinung nach fehlt wie immer bei diesem speziellen Themen, die Benennung der Täter bzw. Tätergruppen.
Warum?

10.02.2018 16:23 Fragender Rentner 6

@optinator zu 1

Denen wird heute ein antiagressions Trainig beigebracht.

Wie steht in der Bibel, wenn man auf die rechte Wange geschlagen wird, dann soll man noch die linke hin halten.

Baut bestimmt schnell die Spannung ab. :-(