Ein Mann rennt mit einem Schlagstock in der Hand neben einem Auto auf eine Gruppe Jugendlicher zu.
Die Polizei in Halle sucht nach Überfall nach Mai-Demo Rechtsextreme. Bildrechte: Thomas Schade

Nach Mai-Demo in Halle Rechtsradikale greifen Jugendliche an

Polizei und Staatschutz ermitteln wegen eines Angriffes auf Jugendliche nach dem verhinderten Aufmarsch von Rechtsextremen in Halle. Den Tätern wird besonders schwerer Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Bilder des Angriffes wurden kurz nach der Attacke in sozialen Netzwerken veröffentlicht.

Ein Mann rennt mit einem Schlagstock in der Hand neben einem Auto auf eine Gruppe Jugendlicher zu.
Die Polizei in Halle sucht nach Überfall nach Mai-Demo Rechtsextreme. Bildrechte: Thomas Schade

Die Polizei hat nach der Kundgebung der rechtsextremen Partei "Die Rechte" in Halle Ermittlungen wegen des Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Das bestätigte der Sprecher der Polizeidirektion Süd, Ralf Karlstedt, MDR SACHSEN-ANHALT. Zurzeit werden Zeugen zu dem Vorfall gehört. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Die mutmaßlichen Täter gehören offensichtlich dem rechtsradikalen Milieu an.

Die Attacke wurde zuerst in den sozialen Netzwerken öffentlich gemacht. Auf den Fotos ist der Angriff zu sehen. Einer der Männer trägt einen Pullover mit der Aufschrift "Aryans".

Nach Mai-Demonstration angegriffen

Zwei Pkw fahren neben einer Gruppe Jugendlicher.
In Halle ist es laut Polizei nach den Mai-Demonstrationen am Montag zu einem Angriff von Rechtsradikalen auf eine Gruppe Jugendlicher gekommen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Bildrechte: Thomas Schade
Zwei Pkw fahren neben einer Gruppe Jugendlicher.
In Halle ist es laut Polizei nach den Mai-Demonstrationen am Montag zu einem Angriff von Rechtsradikalen auf eine Gruppe Jugendlicher gekommen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Bildrechte: Thomas Schade
Aus einem Fahrzeug wird Reizgas gegen eine Gruppe Jugendlicher versprüht.
Die Jugendlichen wurden aus einem Auto heraus mit Reizgas besprüht und mit Flaschen und Steinen beworfen. Bildrechte: Thomas Schade
Zwei Pkw halten neben einer Gruppe Jugendlicher.
Danach hielten die Fahrzeuge an. Bildrechte: Thomas Schade
Ein Mann springt mit einem Schlagstock in der Hand aus einem Auto.
Ein Mann sprang aus dem Auto und rannte mit einem Schlagstock bewaffnet auf die Jugendlichen zu. Bildrechte: Thomas Schade
Ein Mann rennt mit einem Schlagstock in der Hand neben einem Auto.
Dabei wurde ein 25-Jähriger laut Polizei verletzt. Er musste im Krankenhaus behandelt werden. Bildrechte: Thomas Schade
Ein Mann rennt mit einem Schlagstock in der Hand neben einem Auto.
Eine 21-Jährige musste mit Verletzungen am Auge ebenso im Krankenhaus versorgt werden. Bildrechte: Thomas Schade
Ein Mann rennt mit einem Schlagstock in der Hand neben einem Auto auf eine Gruppe Jugendlicher zu.
Die Attacke wurde zuerst in den sozialen Netzwerken öffentlich gemacht. Der Angreifer trägt einen Pullover mit der Aufschrift "Aryans". Bildrechte: Thomas Schade
Alle (7) Bilder anzeigen

Mit Reizgas besprüht und mit Schlagstock attackiert

Laut Polizei war es nach dem Ende der Demonstration der Rechtsextremen an der Ecke Mansfelder Straße/Holzplatz zu einem Angriff auf Jugendliche gekommen. Das berichteten Geschädigte und Zeugen nach der Attacke. Die Gruppe wurde demnach aus zwei Pkw heraus mit Flaschen und Steinen beworfen und mit Reizgas besprüht.

Danach hielten die Fahrzeuge, eine Person stieg aus und habe mehrfach mit einem  Schlagstock auf einen jungen Mann eingeschlagen. Der 25-Jährige musste mit einer Platzwunde am Kopf im Krankenhaus behandelt werden. Eine 21-Jährige wurde durch das Reizgas an den Augen verletzt. Auch ihre Verletzungen mussten in einem Krankhaus versorgt werden.

Medien hatten berichtet, dass wegen Totschlags ermittelt würde. Das konnte der Polizeisprecher nicht bestätigen. Es sei aber unter Umständen möglich, dass die Staatsanwaltschaft in Laufe der Ermittlungen den Tatvorwurf anpasse.

Mehrere tausend Demonstranten hatten am 1. Mai einen Aufmarsch von rund 500 Rechtsextremen verhindert, indem sie den Hauptbahnhof und die geplante Marschstrecke blockierten. Laut Polizei gab es bei vereinzelten Auseinandersetzungen mehrere Verletzte.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 30.04.2017 | 16:30 Uhr

Quelle: MDR/mp

Zuletzt aktualisiert: 02. Mai 2017, 16:56 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

81 Kommentare

08.02.2019 18:27 klaus pfister 81

Wenn derartige Schweine;... egal ob rechts oder links Radikale jemand angereifen dann sofort mit uebermaechtiger Gewalt zurueckschlagen?!

05.05.2017 12:57 gwm 80

Rechtsradikale greifen Jugendliche an ...e i n e Person stieg aus und habe mehrfach mit einem Schlagstock auf einen jungen Mann eingeschlagen. Der 25-Jährige
Jugendliche ? Waren keine Frauen und Kinder dabei ?

05.05.2017 12:42 Barbara 79

@ 7 7 richtig die können einen Asylantrag stellen aber nicht so wie es jetzt ist ohne jegliche Papiere,
da kann ich auch viel erzählen wo ich her komme,
kann ich ohne Papiere irgend wo hinn ?? NEIN
lesen sie mal wie es Kanada macht, aber Deutschl. ist zu dumm dazu.


ANMERKUNG MDR SACHSEN-ANHALT: Glücklicherweise herrscht in Deutschland kein Krieg, so dass Sie auch nicht gezwungen sind, ohne Papiere das Land zu verlassen.

Mehr aus Sachsen-Anhalt