Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (M) und seine Frau Elke Büdenbender winken in der Oper Halle mit Kindern des Bürgerprojektes "Max macht Oper" während eines Pressetermines.
Der Bundespräsident war unter anderem in der Oper in Halle zu Gast. Bildrechte: dpa

Steinmeier in Sachsen-Anhalt Bundespräsident zu Gast in Halle

Am zweiten Tag seines Antrittsbesuchs in Sachsen-Anhalt besuchte Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag die Nationale Akademie der Wissenschaften. Im Anschluss ging es für ihn zum nahen Opernhaus, wo ihm ein Projekt für sozial schwache Kinder vorgestellt wurde.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (M) und seine Frau Elke Büdenbender winken in der Oper Halle mit Kindern des Bürgerprojektes "Max macht Oper" während eines Pressetermines.
Der Bundespräsident war unter anderem in der Oper in Halle zu Gast. Bildrechte: dpa

Tag zwei des offiziellen Antrittsbesuchs von Frank-Walter Steinmeier in Sachsen-Anhalt: Seit 9 Uhr war er in der Leopoldina in Halle zu Gast, dem Sitz der weltweit ältesten Wissenschaftsakademie. In der Nationalen Akademie der Wissenschaften wurde der Bundespräsident vom Präsidenten der Vereinigung – Professor Jörg Hacker – begrüßt, sprach danach einige Grußworte. "Sie, meine Damen und Herren, verteidigen die Vernunft gegen die Verrohung unserer öffentlichen Debatten", sagte Steinmeier. "Allen hier im Saal, die dazu ihren Beitrag leisten, gilt mein ganz herzlicher Dank."

Bundespräsident Steinmeier trifft Ministerpräsident Haseloff
Steinmeier (rechts) wurde bei seinem zweitägigen Besuch von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff (CDU) begleitet. Bildrechte: MDR/Stephan Schulz

Im Anschluss gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema "Unsere Zukunft in der digitalisierten Welt". Auch Schüler von ausgewählten Gymnasien waren im Publikum. Und so sprach der Bundespräsident auch von Bildung und Digitalisierung. "Am Ende muss Bildung für die digitale Welt natürlich mehr sein, als nur die Digitalisierung des Unterrichts durch Tablets und Apps." Gleichzeitig lobte er die Leopoldina, die gezielt auf Schüler zugehen würde.

Oper, Mittagessen und ein Industrie-Betrieb

Von etwa 10 bis 12 Uhr ging es für Steinmeier dann weiter in das hallesche Opernhaus. Dort warteten rund 20 Kinder, um dem Bundespräsidenten das Projekt "Max geht in die Oper" vorzustellen. Das richtet sich an Grundschulkinder aus sozial schwachen Familien, die von der Bürgerstiftung Halle einen ehrenamtlichen "Kulturpaten" an die Hand bekommen. Zusammen besuchen sie ein Jahr lang Museen, Konzerte oder die Oper.

Frank-Walter Steinmeier vor Kindern und Erwachsenen
Im Opernhaus traf der Bundespräsident Kinder, die vom Projekt "Max geht in die Oper" gefördert werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Steinmeier sprach der Bürgerstiftung, auch im Namen seiner Frau, große Anerkennung aus. "Wir kommen beide aus Elternhäusern ohne Klavier und ohne Bibliothek. Uns war der Kontakt mit Kultur auch nicht in die Wiege gelegt", sagte er. Wenn sie nicht jemand an die Hand genommen hätte, "wäre das mit Kultur in unserem Leben wahrscheinlich nicht viel geworden". Der Bundespräsident stimmte für einen Jungen, der Geburtstag hatte, ein Ständchen an und wünschte allen Kindern, dass sie später auch ohne Paten Freude an Theater oder Kino finden.

Im Anschluss war ein Mittagessen mit Steinmeier und Kulturschaffenden aus Sachsen-Anhalt beim Kunstmuseum Moritzburg geplant. Am Nachmittag fuhr der Bundespräsident dann weiter nach Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Dort wollte er das FEV Dauerlaufprüfzentrum besuchen, das weltweit zu den führenden Test-Zentren bei der Entwicklung von Motoren und Antrieben zählt. Ein Rundgang durch das Unternehmen und Gespräche mit Mitarbeitern waren geplant.

Zwei Tage Sachsen-Anhalt Steinmeiers Besuch in Bildern

Polizeieskorte auf Motorrädern.
Mittwochvormittag: Ankunft in Magdeburg. Der Diplomatenwagen fährt vor der Staatskanzlei vor. Bildrechte: MDR/Stephan Schulz
Polizeieskorte auf Motorrädern.
Mittwochvormittag: Ankunft in Magdeburg. Der Diplomatenwagen fährt vor der Staatskanzlei vor. Bildrechte: MDR/Stephan Schulz
Bundespräsident Steinmeier trifft Ministerpräsident Haseloff
Direkt auf der Treppe der Staatskanzlei nimmt Landesvater Reiner Haseloff das Staatsoberhaupt in Empfang. Bildrechte: MDR/Stephan Schulz
Die Frau von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident, Gabriele Haseloff (l-r), Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Frau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender, betrachten in der Staatskanzlei in Magdeburg ein Gemälde der Wittenberger Schlosskirche, das Gastgeschenk für den Bundespräsidenten.
Gastgeschenk für Steinmeier: Ein Gemälde, das die Schlosskirche in Wittenberg zeigt. Bildrechte: dpa
Frank-Walter Steinmeier trägt sich in Gästebuch der Landesregierung ein
Anschließend: Eintrag ins Gästebuch der Landesregierung. Bildrechte: Staatskanzlei/ronhartmann.com
Die Frau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender (l-r), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Präsidentin des Landtages von Sachsen-Anhalt, Gabriele Brakebusch (CDU), stehen vor der Kulisse des Domes zu Magdeburg.
Vor dem Landtag ein Bild mit Damen: Der Bundespräsident mit seiner Frau Elke Büdenbender (links) und Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch. Bildrechte: dpa
Frank-Walter Steinmeier steht mit Schülerinnen vor Bumentöpfen
Besuch in der Johannes-Gutenberg-Gemeinschaftsschule in Wolmirstedt. Steinmeier hatte im vergangenen Jahr die Schule als Bundessieger des Wettbewerbs "Starke Schule" ausgezeichnet. Bildrechte: MDR/Stephan Schulz
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender unterhalten mit Schülern
Eine Schülerin der 6. Klasse der Ganztagsschule "Johannes Gutenberg" zeigt dem Bundespräsident ihr Gartenprojekt. Bildrechte: dpa
Frank-Walter Steinmeier an der Essenausgabe einer Schulkantine
Der Bundespräsident nimmt an der Schulspeisung teil: In der Ganztagsschule gibt es einen Imbiss. Bildrechte: Staatskanzlei/ronhartmann.com
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (M) unterhält sich in der Ganztagsschule 'Johannes Gutenberg' mit Schülern einer AG.
Die Frau des Bundespräsidenten hat beim Besuch einer AG der Schule viel Spaß. Bildrechte: dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Frau, Präsident der Leopoldina Prof. Dr. Jörg Hacker, Ministerpräsident Reiner Haseloff mit Frau.
Tag 2 des Besuchs in Sachsen-Anhalt ist Halle: Hier trifft der Bundespräsident den Präsidenteb der Leopoldina Prof. Dr. Jörg Hacker (mitte). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Bundespräsident Steinmeier Antrittsbesuch in Halle Leopoldina
Sehr begehrt: Ein Selfie mit dem ersten Mann im Staat (links). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Miley Schwidder bearbeitet ein Autogrammfoto von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier während einer Bastelstunde in der Oper Halle im Rahmen des Bürgerprojektes ''Max macht Oper'' mit einer Schere.
Während einer Bastelstunde in der Oper Halle schneidet ein Kind verschiedene Autogrammkarten aus. Auch ein Exemplar des Bundespräsidenten ist dabei. Bildrechte: dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (M) und seine Frau Elke Büdenbender winken in der Oper Halle mit Kindern des Bürgerprojektes "Max macht Oper" während eines Pressetermines.
In der Oper Halle trifft Steinmeier Kinder der Bürgerprojektes "Max macht Oper". Bildrechte: dpa
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Quelle: MDR/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 15. Februar 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2018, 21:11 Uhr

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5 Kommentare

16.02.2018 11:39 Max 5

Lieber Herr Schulze, Ihr Kommentar zeugt von großer Unkenntnis. Die Bürgerstiftung Halle fördert diese Kinder und zwar aus Mitteln, die von den Hallenser gestiftet und gespendet bzw. durch engagierte Mitarbeiter der Bürgerstiftung eingeworben worden. Es würde Deutschland gut tun, wenn man nicht immer alles "von denen da oben" oder "von der Politik" erwarten würde, sondern sich bei konkreten Problem selbst einbringt oder etwas auf die Beine stellt.

15.02.2018 23:00 Ingo - Ostseebad Binz 4

Gut so, dass der Bundespräsident in Halle, meiner Geburtsstadt weilte. Gut so, dass er dieses Programm so genießen konnte und insbesondere mit Ehrenamtlern zusammen kam. @1-3 Wer nicht in Verantwortung steht - so wie Sie - weiß immer alles besser. Kritik üben ist immer einfach, wenn man nur seinen eigenen kleinen Horizont hat.

15.02.2018 19:12 Kurt Schulze 3

Das ist wieder einmal genial. In Halle, wo man mit den Övi's für ein paar Cent alle 20 Minuten zu Museen oder andere Kulturstätten fahren kann, wird gefördert. Auf dem flachen Land (insbesondere der Altmark) wo man bis zu 3 Stunden (hin + 3Stunden zurück) zum nächsten Theater braucht und keinen Cent Fahrkostenzuschuss bekommt, wird so etwas gar nicht erst erwogen. Danke, liebe Politik.